Jan Gruber

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Jan Gruber

Spanien kippt 206 Kündigungen bei Ryanair

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair darf in Spanien 206 Mitarbeiter vorerst nicht kündigen. Die Regierung untersagte dem Unternehmen ein entsprechendes Vorhaben unter Hinweis darauf, dass gesetzliche Bestimmungen nicht eingehalten wurden und der Carrier sich lediglich Sozialabgaben und Steuern sparen wolle. Die Angelegenheit hat eine längere Vorgeschichte, denn am 9. Jänner 2020 kündigte Ryanair insgesamt 244 spanischen Mitarbeitern auf diversen Bases. Ein Gericht kippte diese und ordnete die sofortige Wiedereinstellung an. Der Carrier habe die Gründe, die zur Schließung der Stationen und somit zu den Entlassungen geführt haben, nicht ausreichend dargelegt und weiters auch die gesetzlich vorgesehene Einbindung von Arbeitnehmervertretern missachtet. Just am Tag der Urteilsverkündung soll Ryanair neuerlich 206 Kündigungen ausgesprochen haben und neuerlich die Gewerkschaften nicht eingebunden haben. Das spanische Arbeitsministerium untersagte nun das Vorhaben. Gegen die Entscheidung kann Ryanair vor das spanische Nationalgericht ziehen. 

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Grünes Licht für SAS-Staatshilfe

Am Dienstag gab die EU-Kommission grünes Licht für das staatliche Hilfspaket für das Star-Alliance-Mitglied SAS. Schweden, Dänemark und ein Investor werden dem Unternehmen rund 1,64 Milliarden U.S.-Dollar zufließen lassen. Nun sind die Aktionäre am Zug, denn diese müssen bis zum 22. September 2020 ebenfalls ihre Zustimmung erteilen. Im Zusammenhang mit der Annahme der staatlichen Unterstützung wird SAS eine tiefgehende Restrukturierung durchführen. Auch der Abbau vieler Arbeitsplätze ist geplant.

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Kassel-Calden: Sundair streicht Palma

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair streicht mit Wirksamkeit zum 19. August 2020 sämtliche Flüge nach Palma de Mallorca, die bislang ab Kassel-Calden angeboten wurden. Zwar gab es laut einem Bericht der regionalen Zeitung HNA bislang keine positive PCR-Testung, jedoch ist die Nachfrage eingebrochen. Das Unternehmen erklärte gegenüber dem Medium, dass die Flüge nach Kreta weiterhin durchgeführt werden. Auf der Palma-Strecke habe man einen starken Rückgang verzeichnet, weshalb diese nun eingestellt werden muss. Für den Flughafen Kassel-Calden, der ohnehin auch vor der Corona-Pandemie über ein nur sehr geringes Angebot verfügte, ist dies natürlich ein weiterer Rückschlag.

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Eurowings: Nachfrage eingebrochen

Aufgrund schwacher Nachfrage überarbeitet die Lufthansa-Tochter Eurowings derzeit ihre Planungen für den Herbst. Firmenchef Jens Bischof sagte in einer Videokonferenz, dass die Auslastung in den letzten Tagen um etwa ein Viertel zurückgegangen ist. Dies würde insbesondere daran liegen, dass Passagiere von Reiseveranstaltern ausbleiben. Besonders der Umstand, dass Deutschland das EU-Land Spanien zum Risikogebiet erklärt hat, wirkt sich negativ auf die Nachfrage bei Eurowings aus. So habe man unmittelbar einen Einbruch um etwa 30 Prozent verzeichnet. Noch beobachtet man die weitere Entwicklung und will noch keine Anpassungen am Flugplan vornehmen. Allerdings – so Bischof – könnten vorerst keine weiteren Maschinen reaktiviert werden. Derzeit sind 51 Flugzeuge im Einsatz und das könnte auch vorerst so bleiben, denn der Manager sieht etwa 50 Maschinen als eine realistische Flottengröße für den Winterflugplan. Für den Sommer 2021 plant Eurowings momentan mit 80 Maschinen. Auch arbeitet man an weiteren Zusatzprodukten, die Bischof als “eine Art Corona-Versicherung” bezeichnete. Nähere Details gab der Airlinechef noch nicht bekannt.

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Schweden: Keine Staatshilfe für Norwegian

Die finanziell angeschlagene Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle beantragte auch in Schweden Staatshilfe und erhielt nun eine Ablehnung. Die Behörden begründeten die Entscheidung damit, dass Kreditgarantien nur dann gewährt werden können, wenn das Unternehmen vor Ausbruch der Pandemie gesund war. Das ist bei Norwegian nicht der Fall, berichtet Reuters News. Der Carrier konnte sich mittels staatlicher Kreditgarantien Norwegens und Schuldenverzicht seitens Gläubigern vor der Insolvenz bewahren. Derzeit ist geplant, dass 20 von 150 Maschinen eingesetzt werden. Auch laufen Verhandlungen mit Leasinggebern über die vorzeitige Rückgabe einiger Flugzeuge.

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Österreich: Reisewarnung nun auch für die Balearen

Nach Deutschland erklärt nun auch Österreich die spanischen Balearen zum Corona-Risikogebiet. Eine entsprechende Reisewarnung gilt ab Montag, 24. August 2020. Dies hat zur Folge, dass Rückkehrer bei der Wiedereinreise in die Alpenrepublik einen negativen Coronatest vorlegen müssen oder aber sich zehn Tage in Quarantäne begeben müssen. Für das gesamte spanische Festland besteht bereits eine Reisewarnung. Nun wurde diese auch auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera ausgedehnt. Lediglich bei der Rückkehr von den kanarischen Inseln sind derzeit weder Corona-Test noch Quarantäne notwendig, da für dieses Gebiet keine Reisewarnung besteht. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte an, dass es kommende Woche für Heimkehrer von den Balearen kostenfreie Corona-Tests geben soll. Jene, die man derzeit noch unentgeltlich für Urlauber, die aus Kroatien nach Österreich zurückgekehrt sind, werden laut ihm sehr gut angenommen. So habe man in den letzten Tagen rund 7.000 Personen, die zuvor in Kroatien waren, kostenlos getestet. Dabei habe man zahlreiche asymptomatische Fälle gefunden. Bezüglich der Reisewarnung für die Balearen sagte Anschober auch: „Der Ballermann ist einfach der beste Freund des Coronavirus.“ Mit dieser Aussage spielte der Minister darauf an, dass das Durchschnittsalter der infizierten Reiserückkehrer bei 23,5 Jahren liegt. Innerhalb der letzten neun Tage sind laut Anschober 262 positiv getestete Personen auf Ansteckungen im Ausland, beispielsweise in Kroatien und Spanien, zurückzuführen.

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Eurowings monetarisiert freie Mittelsitze

Die Lufthansa-Tochter Eurowings beabsichtigt nun im großen Stil aus freien Mittelsitzen Geld zu machen. Nach Condor führt nun auch dieser Carrier die Möglichkeit ein, dass der Mittelsitz – bei 3-3-Bestuhlung – frei bleiben kann. Dafür ist ein Entgelt zu entrichten, das mindestens 18 Euro kostet. Die EASA empfiehlt sämtlichen europäischen Fluggesellschaften, dass zur Erhöhung der Abstände die Mittelsitze freibleiben sollen, so es die Auslastung des jeweiligen Fluges zulässt. Bei der konkreten Umsetzung happert es allerdings bei den meisten Airlines heftig. Zunehmen erkennen diese den Wunsch nach mehr Abstand zum Sitznachbarn auch als neue Einnahmequelle und führen ein solches Extra, das selbstverständlich kostenpflichtig ist, ein. Eurowings nennt die Monetarisierung leerer Sitze “innovativ”. Über die Homepage kann das “Extra” allerdings erst ab September 2020 gebucht werden. Bis dahin kann dies nur über die kostenpflichtige Hotline das Carriers erfolgen. Eigenen Angaben nach habe man in einem Testlauf über das Servicecenter rund 5.000 freie Mittelsitze verkauft. Zum Durchschnittspreis macht man keine Angaben und verweist darauf, dass die Option “ab” 18 Euro erhältlich ist. „Das positive Feedback während der Testphase hat uns sehr deutlich gezeigt, dass sich unsere Gäste häufig mehr Komfort und Abstand an Bord wünschen. ‚Ultra-Lowcost‘ funktioniert seit Corona nicht mehr, zumindest nicht in unserem Heimatmarkt Deutschland. Wir gehen deshalb davon aus, dass der freie Mittelsitz ein sehr wichtiges Produkt beim Reisen der Zukunft wird“, sagt Eurowings CEO Jens Bischof. Das neue Angebot ist in allen Sitzreihen und auf allen Eurowings Strecken innerhalb Europas buchbar – eine Verfügbarkeit vorausgesetzt. Der freie Mittelsitz ist

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Malta verlangt PCR-Test von Rumänen, Spaniern und Bulgaren

Der stellvertretende Premierminister der Republik Malta, Christopher Fearne, veröffentlichte am Dienstag die so genannte “Amber List”. Auf dieser enthalten sind Bulgarien, Rumänien und Teile Spaniens. Passagiere die Rumänien, Bulgarien oder aber Barcelona, Girona oder Madrid nach Malta einreisen wollen müssen ab Freitag einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Liegt dieser nicht vor, so kann eine Quarantäne in Malta angeordnet werden. Alternativ kann auch ein PCR-Test auf dem Flughafen Luqa veranlasst werden, wobei die maltesischen Behörden keine Auskunft zu eventuellen Kosten veröffentlicht haben. Staaten wie Österreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Schweiz, Slowakei und so weiter befinden sich weiterhin auf der grünen Liste. Hat man sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in die Republik Malta in den “green States” aufgehalten, so müssen lediglich zwei Formulare ausgefüllt werden, jedoch Beschränkungen gibt es nicht. Alle Länder, die nicht explizit auf der grünen Liste oder der “Amber List” genannt werden, sind weiterhin mit einem Einreiseverbot belegt. Fearne kündigte an, dass die Einstufung der Staaten wöchentlich überarbeitet werden soll. Jene Länder und/oder Regionen, die in die “Amber List” aufgenommen werden, veröffentlicht man im Amtsblatt und auf den Homepages der Regierung. Einfach zusammengefasst bedeutet das nun: Ist das Land, aus dem man einreisen möchte, grün gelistet, so gibt es keine Beschränkungen. Lediglich zwei Formulare müssen ausgefüllt werden. Scheint es auf der “Amber list” auf, so muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Findet sich der Staat auf der “Roten Liste” besteht ein generelles Einreiseverbot.

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DAT stockt Berlin-Saarbrücken auf

Die Fluggesellschaft Danish Air Transport wird ab 31. August 2020 häufiger zwischen Saarbrücken und Berlin-Tegel fliegen. Der Carrier wird laut Mitteilung unter der Woche wieder den doppelten Tagesrand bedienen. An Sonntagen wird weiterhin ein Umlauf angeboten. DAT setzt zwischen Berlin-Tegel und Saarbrücken ein Turbopropflugzeug des Typs ATR72-600 ein. Der Erstflug wurde im Jänner 2020 durchgeführt. Die dänische Fluggesellschaft übernahm die Route, da sich Luxair als bisheriger Betreiber zurückzog. Eurowings plante kurz nach der Air-Berlin-Pleite diese Strecke zu bedienen, jedoch wurden entsprechende Pläne wieder verworfen

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Gatwick: Wizzair UK kündigt dritte UK-Basis an

Ende Oktober 2020 wird Wizzair UK am Flughafen London-Gatwick eine neue Basis eröffnet. Vorerst wird ein Airbus A321 auf dem zweitgrößten Flughafen der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs stationiert. Gatwick ist nebst Luton und Doncaster/Sheffield die dritte Base des “Brexit-Ablegers” der ungarischen Billigfluggesellschaft. „Die neue Base in Gatwick stärkt auch die Position von Wizz Air UK als britische Airline, die für Wachstum, neue Jobs und mehr Verbindung für UK steht und der Wirtschaft helfen soll, wieder auf die Beine zu kommen“, betont Owain Jones, Managing Director von Wizz Air UK. Den Gatwick Airport steuert Wizzair seit dem Jahr 2016 an und zählt dort eigenen Angaben nach rund eine Million Passagiere pro Jahr. Mit dem stationierten Airbus A321 sollen Ziele wie Athen, Neapel, Lanzarote und Malta angeflogen werden. Der Carrier kritisierte in den letzten Wochen wiederholt, dass derzeit nicht genutzte Slots bis auf weiteres geschützt sind. Das Unternehmen fordert in einer Aussendung erneut, dass die betroffenen Fluggesellschaften “ihre Blockade” aufgeben sollen.

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