Jan Gruber

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Jan Gruber

Dortmund: Landesregierung befürwortet „Pistenverlängerung“

Der Billigflieger Wizzair drängt darauf mit Maschinen des Typs A321 nach Dortmund zu fliegen. Momentan ist die Piste allerdings zu kurz dafür, doch diese kann mit minimalem Aufwand verlängert werden. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat keinen Einwand gegen das Vorhaben eingebracht. Dies geht aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage des SPD-Abgeordneten Hartmut Ganzke hervor. Allerdings – so Radio Unna – müssten die Lärmauswirkungen durch das Regierungspräsidium Münster geprüft werden. Eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung soll nicht erforderlich sein, da es sich formell nur um eine Schwellenverlegung handelt und keine tatsächliche Verlängerung stattfindet. Mit dieser Verlegung kann jedoch die Piste voll ausgenutzt werden, was auch dazu führt, dass Wizzair, die vor Ort eine Basis unterhält, mit A321 fliegen kann. DIe Landesregierung will allerdings am 100 Tonnen Höchstabfluggewicht festhalten.

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Kosovo: Eurowings nimmt Pristina-Belgrad auf

Die Lufthansa-Tochter Eurowings plant die Aufnahme von Nonstop-Flügen zwischen Pristina und Belgrad. Dies ist in vielerlei Hinsicht eine Premiere, denn Serbien betrachtet den Kosovo weiterhin als Teil seines Staatsgebiets, während die Mehrzahl der Länder das anders sieht und das Kosovo als eigenständigen Staat anerkennt. Bislang gab es aufgrund der politischen Unstimmigkeiten keine Nonstop-Flüge zwischen den beiden Städten. Zuletzt gab es im Jahr 1999 eine solche Verbindung, wurde jedoch aufgrund der bereits erwähnten politischen Querelen eingestellt. Die Vereinigten Staaten von Amerika vermittelten nun die Wiederaufnahme. Eurowings bestätigte gegenüber Airliners.de, dass entsprechende Pläne bestehen. Auch unterhält man ohnehin bereits in Pristina eine Basis, die von Eurowings Europe betrieben wird. Ein genauer Termin für die Aufnahme der Strecke steht allerdings noch nicht fest. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde mit den beiden Staaten bereits unterzeichnet. Der tatsächliche Start könnte sich allerdings aufgrund der Corona-Pandemie aus wirtschaftlichen Gründen verzögern. Ein Novum ist die geplante Route allerdings auch aus Sicht von Eurowings, denn es handelt sich um die erste Strecke, die zwischen zwei Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören, aufgenommen werden soll. Wie erwähnt: In Pristina unterhält Eurowings Europe eine Basis und hat einen Airbus A319 stationiert.

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August 2020: Deutlicher Rückgang bei Air Baltic

Die durchaus strengen Einreise- und Quarantäneregeln der lettischen Regierung wirkten sich im eigentlich reisestarken August negativ auf die Anzahl der beförderten Passagiere bei Air Baltic aus. Gegenüber Juli 2020 verzeichnete man gar einen neunprozentigen Rückgang. „August war der dritte volle Monat des geplanten Betriebs für Air Baltic und vielleicht der bisher härteste. Nach einem relativ soliden Juli sank die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen aufgrund der weit verbreiteten Anforderungen an die Selbstisolation erneut. Trotzdem werden wir die Konnektivität für diejenigen Kunden aufrechterhalten, die reisen müssen, und wir sind sicher, dass die Nachfrage steigen wird, sobald die Selbstisolationsregeln geändert werden”, so Firmenchef Martin Gauss. Der Carrier führte im August 2020 1.997 Flüge durch. Bedient wurden 51 Strecken. An Bord befanden sich 137.830 Reisende. Im Juli 2020 waren es noch 53 Routen, 2.019 Flüge und 151.529 Passagiere. Die Zahlen auf einen Blick:   August, 2020 July, 2020 Change Number of passengers 137 830 151 529 -9% Number of flights 1 997 2 019 -1% Routes operated 51 53 -2 15-minute flight punctuality indicator 97.9% 97.1% +0.8%-points

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Finnair verkauft nun PCR-Tests

Das Oneworld-Mitglied Finnair bietet ab 28. September 2020 in Zusammenarbeit mit Terveystalo ihren Kunden PCR-Tests an. Diese können über die Homepage des Carriers gebucht werden und in einem nahegelegenen Testzentrum absolviert werden. Auch die Bezahlung mit Punkten aus dem Vielfliegerprogramm ist möglich. Finnair begründet den Schritt damit, dass viele Länder die Vorlage eines negativen Testergebnis verlangen. Nun versucht man die Nachfrage durch die Vermittlung von PCR-Tests zu pushen. Weiters schreibt die Fluggesellschaft, dass man dadurch einen weiteren Beitrag zur Sicherheit leisten würde. Finnische Reisende haben dadurch auch einen Vorteil, denn wenn diese aus Gebieten, die seitens der Regierung als Risikoregion eingestuft sind, zurückkehren kann die 14-tägige Quarantäne durch das Absolvieren einer PCR-Testung unmittelbar nach der Ankunft verkürzt bzw. umgangen werden. In Helsinki soll das Ergebnis binnen 24 Stunden feststehen, an anderen Standorten innerhalb von maximal 36 Stunden. Zu den Preisen machte Finnair noch keine näheren Auskünfte, schreibt jedoch, dass normale Kunden einen zehnprozentigen Rabatt bekommen sollen. Vielflieger sollen 15 Prozent Vergünstigung erhalten.

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Air Astana fliegt wieder in die Nachbarländer

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana fliegt seit 11. September 2020 wieder nach Usbekistan und Kirgisistan. Ab Almaty wird Taschkent einmal pro Woche  bedient. Nach Bischkek geht es an den Verkehrstagen Dienstag und Sonntag. EIngesetzt werden Mittelstreckenjets der A320-Reihe. Auch Frankfurt am Main wird seitens des Carriers wieder angeflogen. Diese Route wird mit Airbus A321LR bedient. Air Astana betont, dass via Almaty gute Verbindungen nach Südkorea bestehen würden.

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Air Canada inkludiert Corona-Versicherung

Das Star-Alliance-Mitglied Air Canada inkludiert ab 17. September 2020 bei allen Neubuchungen eine Covid-19-Versicherung. Das Angebot gilt zunächst bis 31. Oktober 2020 und ist vorläufig nur für Personen, die ihr Ticket in Kanada erwerben, erhältlich. Ob eine Ausrollung auf andere Länder oder eine Fortsetzung der Aktion geplant ist, sagte der Carrier noch nicht. Die Versicherung ist bei allen Buchungen, die im Zeitraum von 17. September bis 31. Oktober 2020 in Kanada getätigt werden inkludiert und derzeit ausdrücklich Bewohnern Kanadas vorbehalten. Die Deckungssummen gibt Air Canada wie folgt an: bis zu 200.000 Kanadische Dollar für Behandlungskosten im Zusammenhang mit Covid-19, bis zu 150 Kanadische Dollar für Quarantänekosten (Unterkunft und Verpflegung), jedoch maximal 300 Kanadische Dollar pro Familie, maximal 14 Tage. Weiters werden bis zu 500 Kanadische Dollar für die RÜckreise ersetzt, wenn es sich um ein Land handelt, das seitens der Regierung mit den Reisewarnstufen drei oder vier belegt ist. Voraussetzung ist, dass die Erkrankung im Ausland eintritt und der maximale Reisezeitraum bis zum 12. April 2021 eingehalten wird. Versicherer ist Manulife. In Kooperation mit Allianz wird auch ein weiteres Versicherungsprodukt angeboten. Dieses steht auch Passagieren ohne Wohnsitz in Kanada offen. Hierfür ist jedoch eine Prämie an die Assekuranz zu entrichten.

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Rostock träumt von Zukunft als Spaceport

Was sind schon Paris, London, München oder New York gegen den Mond oder gar den Mars? Zu diesem Schluss könnte eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gekommen sein, denn diese stellte fest, dass der Flughafen Rostock-Laage als Weltraumbahnhof geeignet wäre. Es wäre technisch machbar, dass Spaceshuttles, die Flugzeugen ähneln, ab dem Ostsee-Airport eingesetzt werden könnten. Auch für so genannte Trägerflugzeuge wäre Rostock-Laage zumindest grundsätzlich geeignet. Das Vorliegen der Erkenntnisse bedeutet laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks nicht, dass nun ein Weltraumbahnhof an der Ostsee entstehen wird. Man könne diesen Standort lediglich empfehlen, jedoch ob jemals ein Spaceport in Rostock-Laage entstehen wird, ist völlig unklar. Das DLR verweist auch darauf, dass derzeit die gesetzliche Grundlage für Weltraum-Starts ab Deutschland nicht vorhanden ist. RLG-Chefin Dörte Hausmann macht sich dennoch Hoffnungen, dass im Jahr 2023 erstmals ein Trägerflugzeug in Richtung Nordsee abheben könnte.

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22. Oktober 2020 – Tag der Entscheidung für Condor

Das Amtsgericht Darmstadt hat für den 22. Oktober 2020 die Gläubiger der insolventen Ferienfluggesellschaft Condor in das Congress Center der Messe Frankfurt vorgeladen. Auf der Tagesordnung finden sich nur zwei Punkte: Erörterung eines vorgelegten zweiten Insolvenzplans und die Abstimmung über diesen Plan. Eigentlich sollte dieser Termin schon wesentlich früher stattfinden, doch das Gesetz sieht nun mal die persönliche Anwesenheit der zur Abstimmung befugten Personen und Institutionen vor. Aufgrund der Corona-Maßnahmen war dies bislang schlichtweg nicht möglich. Läuft am 22. Oktober 2020 alles planmäßig, so kann Condor das Schutzschirmverfahren verlassen. Einen Käufer hat man allerdings noch nicht und bedient sich daher einer Art “Treuhand-Lösung”. Im Frühjahr war der Verkauf an die Lot-Konzernmutter PGL kurzfristig gescheitert, wobei die Corona-Pandemie die maßgebliche Ursache für den Rückzug der Polen gewesen sein dürfte. Diese haben nun – zumindest vorläufig – kein Interesse mehr. Damit Condor nicht im Strudel der Thomas-Cook-Pleite unter die Räder kommt, wurde im Vorjahr ein so genanntes Schutzschirmverfahren angemeldet. Dabei handelt es sich um eine Sonderform im deutschen Insolvenzverfahren, das insbesondere vor Forderungen und Haftungen gegenüber den Eigentümern schützen soll. Da die Übernahme durch PGL gescheitert ist, wurde im Frühjahr ein “neuer Schutzschirm” angemeldet. Weiters gewährte die Bundesrepublik Deutschland über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein zweites Mal eine Finanzspritze in der Form von staatlich besicherten Darlehen. Der neue Insolvenzplan unterscheidet sich grundlegend vom ersten, denn man hat keinen Käufer. Die Erdsiek Vermögensverwaltung ist bereits offizieller Eigentümer und fungiert als Treuhänder, denn einen weiteren Verkaufsanlauf will Condor erst nach der Corona-Pandemie starten. Momentan

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Blue Air kündigt Wien-Comeback an

Die aufgrund der Coronakrise massiv unter Druck geratene Billigfluggesellschaft Blue Air wird ab Sommerflugplan 2021 wieder zwischen Bukarest und Wien fliegen. Der Carrier wird jedoch zuvor rund um die Weihnachtszeit sieben einzelne Rotationen zwischen den beiden Städten durchführen. Zielgruppe sind in Österreich arbeitende Rumänen, die die Feiertage bei ihren Familien in der Heimat verbringen wollen. Weitere Ziele, die der rumänische Carrier, der sich derzeit in einem Sanierungsverfahren befindet, ab Bukarest wieder anfliegen will, sind Rom-FCO, Madrid, Bologna, Birmingham und Barcelona. Wien soll ab 28. März 2020 an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag im doppelten Tagesrand bedient werden. Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntag ist derzeit eine Rotation geplant. Blue Air betreibt Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737.

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BA-Chef Cruz: „Wir kämpfen ums Überleben“

Wie viele andere Fluggesellschaften auch kämpft die IAG-Tochter British Airways derzeit ums nackte Überleben. Firmenchef Alex Cruz sagte am Mittwoch in einem Untersuchungsausschuss des Unterhauses des Vereinigten Königreichs, dass man besorgt um die weitere Entwicklung der Wintersaison ist. Laut Reuters soll er ebenfalls den Umfang des Geschäfts beziffert haben. Dieser liegt derzeit zwischen 25 und 30 Prozent der regulären Aktivitäten. Man ergreife daher alle möglichen Maßnahmen, “um sicherzustellen, dass wir diesen Winter tatsächlich überstehen können”. Es handle sich um die “schlimmste Krise, die British Airways in ihrer 100-jährigen Geschichte durchgemacht hat”. Laut Cruz kämpfe die von ihm geleitete Fluggesellschaft weiterhin ums Überleben. Seitens der lokalen Politik und insbesondere der Gewerkschaften gab es erhebliche Kritik am Personalabbau. British Airways trennte sich bislang von etwa 13.000 Mitarbeitern und konnte für viele weitere Kürzungen der Gehälter ausverhandeln. Pro Tag würde man einen Verlust in der Höhe von etwa 20 Millionen Pfund-Sterling schreiben und habe daher keine andere Wahl gehabt, so der BA-Chef. Die Aktionäre griffen zuletzt dem Mutterkonzern IAG mit etwa 2,74 Millionen Euro unter die Arme. Das Vereinigte Königreich gewährt nur staatlich besicherte Kredite, jedoch keine umfangreichen, milliardenschweren Rettungspakete wie beispielsweise Deutschland und Frankreich.

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