Jan Gruber

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Jan Gruber

Peoples muss den Flugplan erneut kürzen

Aufgrund der Tatsache, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft die österreichische Bundeshauptstadt Wien zur Risikoregion erklärt hat, muss nun die österreichische Regionalfluggesellschaft Peoples ihren Flugbetrieb reduzieren. Zwischen Altenrhein und Wien v.v. wird ab 5. Oktober 2020 unter der Woche nur noch einmal täglich geflogen. Die Umläufe an den Wochenenden entfallen bis auf weiteres. Der Ersatzflugplan gilt vorläufig bis November 2020. Das Unternehmen beobachtet die weitere Entwicklung der Lage genau und wird gegebenenfalls reagieren. Bei entsprechender Nachfrage sind Aufstockungen nicht ausgeschlossen. Personen, die sich in Wien aufgehalten haben, müssen in der Schweiz eine Quarantäne antreten. Altenrhein ist insbesondere für Vorarlberg ein bedeutsamer Flughafen, befindet sich jedoch auf dem Staatsgebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Einreiseregeln sehen diverse Ausnahmen und Erleichterungen vor, jedoch fällt leider nicht jeder Fluggast unter diese.

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VIE-Chef Günther Ofner: „Die EU hat bisher dramatisch versagt“

Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, ist stinksauer auf die EU-Kommission. Der Manager kritisiert heftig, dass der Fixkostenzuschuss II seitens der Wettbewerbshüter in Brüssel auf maximal 800.000 Euro pro Unternehmen gedeckelt wurde. Gleichzeitig kritisiert Ofner, dass nach über einem halben Jahr noch immer jeglicher Fortschritt bei der Entwicklung europaweit einheitlicher Reiseregelungen fehlt. Darunter leiden nicht nur Airlines und Flughäfen, sondern diese gesamte Tourismus- und Reisebranche. Die EU habe “bisher dramatisch versagt”. Günther Ofner gilt eigentlich als äußerst zurückhaltender und medial ruhiger Vorstand der Flughafen Wien AG, doch die jüngsten Entwicklungen scheinen nun auch ihn aus der Ruhe gebracht zu haben. Wut und Enttäuschung sitzen in der gesamten Branche tief und nun prescht Ofner vor und ergreift das Wort. Der Manager sagt viel offen, das andere Branchenvertreter hinter vorgehaltener Hand ebenfalls sagen, sich jedoch noch zurückgehalten haben. Übrigens in ganz Europa und nicht nur in Österreich. „Der neuerliche Anstieg der Infektionszahlen bremst massiv die Passagierzahlen, diese  brechen zuletzt wieder sehr stark ein, was auch durch das Wirrwarr an je nach EU- Land völlig unterschiedlichen Regelungen und Reisebeschränkungen zusätzlich verschärft wird. Obwohl die Pandemie schon ein halbes Jahr dauert, ist bedauerlicherweise eine EU-weite Koordinierung und Standardisierung nicht einmal ansatzweise sichtbar und bisher leider ein Totalversagen der damit Befassten festzustellen“, erläutert Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner die akute Problemsituation. “Die verlustbringende Aufrechterhaltung des ungestörten Betriebs unserer kritischen Infrastruktur trotz fehlender Auslastung, wie es beim Flughafen nicht zuletzt aus Gründen der Versorgungssicherheit und Aufrechterhaltung der Konnektivität notwendig ist, kostet allein in unserem Fall monatliche

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Lufthansa verschärft Sparpaket drastisch

“Good bye, Airbus A380!”, heißt es nun bald auch bei Lufthansa, denn im Rahmen des dritten Sparprogramms ist die Ausflottung dieses Maschinentyps vorgesehen. Der Vorstand stellte am Montag das Projekt “ReNew” dem Aufsichtsrat vor und will damit erhebliche Kosten einsparen. Auch der Abbau von tausenden Mitarbeitern steht unmittelbar bevor, jedoch will man mit den Gewerkschaften verhandeln. Die Unternehmensleitung rund um Konzernchef Carsten Spohr musste die bisherige Nachfrageprognose korrigieren. Das hat zur Folge, dass gruppenweit die Kapazität zurückgefahren wird. Bislang ging man davon aus, dass im vierten Quartal des Jahres etwa die Hälfte des Vorjahresniveaus angeboten werden kann. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Sachen Corona hält dies die Kranich-Spitze für nicht mehr realistisch und fährt die Kapazität nun auf 20 bis 30 Prozent zurück. Das hat zur Folge, dass es zum Teil drastische Kürzungen im Winterflugplan bei allen Airlines, die der Lufthansa Group angehören, geben wird. Auch hinsichtlich der Flotte kommt es zu Veränderungen. Der Flugzeugpark soll dauerhaft um 150 Maschinen verkleinert werden. Bereits im Frühjahr 2020 wurden sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt. Selbiges Schicksal erleiden nun die acht weiteren Maschinen dieses Typs sowie zehn Airbus A340-600. Diese werden in ein sogenanntes Longterm-Storage überführt. Lufthansa plant nicht mehr mit diesen Flugzeugen und teilte mit, dass diese nur noch dann in Dienst gestellt werden, wenn sich die Marktlage drastisch positiv ändern sollte. Weitere sieben Airbus A340-600 werden endgültig außer Dienst gestellt. Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Milliarden Euro ergeben. Der

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Swiss übernimmt ersten Airbus A321neo

Die Lufthansa-Tochter Swiss nahm am Freitag in Zürich ihren ersten Airbus A321neo in Empfang. Der Mittelstreckenjet ist auf den Namen “Stoos” getauft und trägt die Registrierung HB-JPA. Die Erstlandung erfolgte am 18. September 2020. Swiss orderte insgesamt 25 Exemplare der A320neo-Reihe. Zwei A320neo hat man bereits in den vergangenen Monaten erhalten. Der nunmehrige Neugang ist der erste A321neo in der Flotte des schweizerischen Carriers.

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Neue British-Airways-777 kommen mit First-Class-Suiten

Ab Oktober 2020 wird British Airways weitere Maschinen des Typs Boeing 777-300ER erhalten. Diese sind mit neuen, abschließbaren First-Class-Suites ausgerüstet. Die Beförderungsklasse soll zunächst auf einigen ausgewählten Maschinen zur Verfügung stehen. Es handelt sich laut “Simple Flying” um die gleichen Sitze, die schon in den Dreamlinern verwendet werden. Der große Unterschied ist allerdings, dass diese nun als Suite mit verschließbarer Schiebetür angeordnet werden. Eine komplett neue First-Class ist es daher nicht. Alle Boeing 777-300ER, die zur Auslieferung anstehen, sollen jedoch mit dieser Konfiguration ausgerüstet in Dienst gestellt werden.

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NRW greift Düsseldorf mit 250 Millionen Euro unter die Flügel

Der Flughafen Düsseldorf soll aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie eine Finanzspritze in der Höhe von 250 Millionen Euro erhalten. Dabei handelt es sich um einen Kredit, der mit einer Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen besichert wird. Dies berichtet die lokale Tageszeitung “Rheinische Post”. Die Airports in Düsseldorf und Mönchengladbach litten nicht nur unter den Folgen des Lockdowns, sondern auch weiterhin ist das Verkehrsaufkommen stark unter jenem der vergangenen Jahre. Momentan ist die Nachfrage auch rückläufig. Gleichzeitig allen aber die regulären Kosten an, denn nicht alles kann durch Kurzarbeit abgefangen werden. Laut der “Rheinischen Post” ist die Lage in Düsseldorf mittlerweile stark angespannt, so dass eine Unterstützung benötigt wird. Der 250 Millionen Euro schwere Kredit, für den das Land bürgen will, beinhaltet auch, dass die Eigentümer des Airports und seiner Tochter in Mönchengladbach sechs Jahre lang auf jegliche Gewinnausschüttungen verzichten müssen. Ob jedoch die Summe überhaupt ausreichend ist, werden die nächsten Wochen und insbesondere Monate zeigen, denn die weitere Entwicklung der Coronapandemie und ihrer Folgen ist nicht abschätzbar.

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Paderborn: Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Insolvenzantrag

Der deutsche Regionalflughafen Paderborn-Lippstadt wurde von der Coronakrise knallhart getroffen. Der Aufsichtsrat entschied nun, dass im Laufe dieser Woche durch die Geschäftsleitung ein Insolvenzantrag bei Gericht gestellt wird. Beantragt wird allerdings auch die Eigenverwaltung. Die “Neue Westfälische” berichtet, dass durch diese Form der Sanierung die Kosten für die notwendige Restrukturierung um etwa 600.000 Euro billiger werden sollen. Die Kehrseite ist aber auch, dass der Flughafen Paderborn auf eine Kapazität von nur 300.000 Reisenden pro Jahr verkleinert werden soll. Von den 170 Jobs sollen nur 60 erhalten bleiben, weshalb vielen Menschen nun die Arbeitslosigkeit droht.

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Nun wackeln schon 28.000 Jobs bei Lufthansa

Lufthansa-Chef Carsten Spohr verbrachte die letzten Tage in seinem Ferienhaus auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien und arbeitete dort gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen einen Rettungsplan für den Konzern aus. Am heutigen Montag trifft der Generaldirektor der größten Fluggesellschaft Deutschlands auf den Aufsichtsrat, dem er Rede und Antwort stehen muss. Die Lage bei Lufthansa und den meisten anderen Airlines weltweit ist fatal, denn die Nachfrage ist momentan so niedrig wie noch nie. Es kommen kaum Neubuchungen herein und schon gleich gar keine langfristigen, die jedoch für die Fluggesellschaften besonders wichtig sind, da mit den Einnahmen gearbeitet werden kann. Die Kosten sind da, jedoch frisches Geld kommt kaum in die Kassen. Auch der milliardenschwere Staatskredit könnte irgendwann aufgebraucht sein. Laut Süddeutschem Rundfunk stehen beim Kranich nun nicht mehr 22.000 Jobs akut auf der Kippe, sondern gleich 28.000, also 6.000 Arbeitsplätze sind nun zusätzlich gefährdet. Lufthansa steht demnach unmittelbar vor einem radikalen Personalabbau, der natürlich auch mit dem Aufsichtsrat besprochen werden muss. Die momentane Krise ist für den von Carsten Spohr geleiteten Konzern wahrscheinlich der tiefste Punkt in der Firmengeschichte. Die heutige Lufthansa wurde übrigens erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und steht zumindest rechtlich gesehen in keiner Verbindung mit der Vorkriegs-Lufthansa, die sich in der NS-Zeit aus heutiger Sicht durchaus unehrenhaft verhalten hat. Dennoch ist die Coronakrise auch eine Chance für den Kranich, denn man kann einen radikalen Umbau des Konzerns inklusive starkem Abbau von Personal durchziehen und sich damit wesentlich schlanker aufstellen. Derartige Pläne gibt es schon länger, doch bislang scheiterten die

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Eurowings und Hanse-Merkur starten „Corona-Versicherung“

Nun bietet auch die Lufthansa-Tochter Eurowings in Zusammenarbeit mit einer Assekuranz eine spezielle Corona-Versicherung an. Diese ist bei Buchungen, die bis zum 27. September 2020 getätigt werden, ohne Aufpreis bereits inkludiert. Versicherer ist die Hanse-Merkur, ein deutscher Spezialanbieter im Bereich Reiseversicherungen. Eurowings und die Assekuranz reagieren damit auf das zurückhaltende Buchungsverhalten vieler potentieller Kunden. Die subjektiv empfundenen Unsicherheiten sind momentan doch sehr groß. In der Einführungsphase ist das Versicherungsprodukt bei allen Ticketkäufen, die bis zum 27. September 2020 über die Homepage oder die App getätigt werden, ohne Aufpreis inkludiert. Relevant ist es, dass es sich um einen internationalen Return-Flug handelt. „Menschen wollen fliegen und verreisen, wünschen sich aber mehr Sicherheit für unsichere Zeiten. Die liefern wir in Form einer neuen Corona-Versicherung“, sagte Jens Bischof, CEO und Sprecher der Geschäftsführung von Eurowings. Die Inhalte der Versicherung werden wie folgt beschrieben: Reiserücktritt, beispielsweise wenn am Abflughafen eine Temperaturkontrolle nicht bestanden wird; Auslandskrankenversicherung inklusive medizinisch notwendigem Rücktransport; sowie Reise-Abbruchversicherung (Urlaubsgarantie), die zum Beispiel eine Rückerstattung für einen neu gebuchten Rückflug oder einen verlängerten Aufenthalt aufgrund einer Erkrankung umfasst. Abgesichert sind alle Eurowings Flüge mit einem Rückflugdatum bis Ende 2021. Die Tarife werden dabei nicht teurer, sondern im Rahmen der Herbst-Kampagne („Aus dem Alltag in den Urlaub“) um die genannten Leistungen kostenfrei erweitert. Nach Ende September kann eine Corona-Versicherung auf Wunsch weiterhin zu allen Tarifen hinzugebucht werden.

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WDL flottet letzte BAe 146 aus

Die Zeitfracht-Tochter WDL Aviation flottete am Montag den letzten verbliebenen Regionaljet des Typs BAe 146 aus. Künftig ist man mit einer reinen Embraer-190-Flotte unterwegs. Eigene Linienflüge betreibt man nicht. Der Carrier ist auf die Erbringung von Charter- und ACMI-Dienstleistungen spezialisiert. WDL war die letzte deutsche Fluggesellschaft, die den vierstrahligen Regionaljet betrieben hat. In der Vergangenheit war dieser Typ auch bei Lufthansa-Regionaltöchtern im Einsatz. Die D-AMGL ist die letzte BAe 146, die noch bei WDL im aktiven Dienst stand. Diese wird am Montag Deutschland in Richtung Australien verlassen, wo sie für einen neuen Eigentümer weiterhin im Einsatz stehen wird. Zuvor wird über der Homebase, Köln/Bonn, eine Ehrenrunde gedreht. Der ACMI-Anbieter setzte die D-AMGL 22 Jahre lang ein und flog mit dieser für viele andere Fluggesellschaften. Bis zu sechs Einheiten dieses Typs befanden sich in der WDL-Flotte. Ersetzt wurden die Vierstrahler durch gebrauchte Embraer 190. Mit der Einführung der E190 wurden die Jumbolinos bei WDL bereits seit einigen Monaten nicht mehr eingesetzt. Seitdem mussten jedoch noch einige Checkarbeiten an den Flugzeugen vorgenommen werden. In der Corona-Phase konnten die Flugzeuge zunächst auch nicht an den neuen Eigentümer in Australien geflogen werden, der aktuell eine Flotte von zehn BAe 146 betreibt und die Flugzeuge im Wetlease für andere Airlines, im Chartergeschäft oder auch als Frachtflugzeuge einsetzt. Heute endlich konnte das letzte der sechs Passagierflugzeuge an den Käufer überstellt werden.

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