Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

EU könnte moderne Flugzeuge subventionieren

Die EU-Kommission will eine Verkehrswende einleiten und versucht gezielt Kurzstreckenflüge auf die Schiene zu verlagern. Allerdings soll die Luftfahrt nicht „verhungern“, sondern Subventionen für neue, umweltfreundlichere Flugzeuge sind ebenfalls Teil des Programms. Die Strategie der EU sieht vor, dass bis 2030 bei Reisen unter 500 Kilometern kein Kohlenstoffdioxid mehr entstehen soll. Man will gezielt Flugverkehr auf die Schiene verlagern, allerdings hinkt dieses Vorhaben ein wenig, denn Züge werden regelrecht als frei von Kohlenstoffdioxid dargestellt. Das ist Unsinn, denn weltweit gesehen wird die Überwiegende Mehrheit des Bahnverkehrs mit wenig umweltfreundlichen Diesellokomotiven durchgeführt. Auch stammt ein ganz erheblicher Teil des Bahnstroms aus Kohlekraft. So keine Trendwende beim Antrieb der Lokomotiven und im Bereich der Herstellung der Energie für die E-Loks erfolgt, findet nur eine Verlagerung des Ortes des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes statt. Ein weiteres Merkmal ist, dass die Kommission einen Anlauf für eine Einführung einer Kerosinsteuer in Europa unternehmen will. Es gibt jedoch bislang Hindernisse, die in uralten Abkommen begründet sind. Nun hofft man darauf, dass man mit dem künftigen U.S.-Präsident Joe Biden einen Verbündeten findet, um die alten Verträge erneuern zu können. Dies wäre die Voraussetzung dafür, dass Flugtreibstoff auf internationalen Flügen besteuert werden kann. Auf Inlandsflügen ist das bereits heute möglich und wird von vielen Staaten auch praktiziert. Rest-Kerosin, das sich von einem vorherigen internationalen Flug im Tank befindet, muss bereits heute verzollt werden. Um die Luftfahrt nachhaltiger zu machen, will die EU-Kommission pro Jahr 130 Milliarden Euro an Förderungen bereitstellen. Diese können auch für die Entwicklung und Anschaffung schadstoffarmer Flugzeuge verwendet

weiterlesen »

Aeroflot setzt A330 planmäßig nach Belgrad ein

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot rechnet mit einer besonders hohen Nachfrage auf der Strecke Moskau-Belgrad. Daher werden ab 12. Dezember 2020 bis inklusive 16. Jänner 2021 Langstreckenjets des Typs Airbus A330-300 eingesetzt. Die Maschinen sind mit 296 Sitzplätzen bestuhlt. Die zweite wöchentliche Rotation, die jeweils an Donnerstagen angeboten wird, soll mit Airbus A321 bedient werden. Diese bieten 183 Passagieren Platz. Hintergrund der Maßnahme dürfte sein, dass serbische Staatsbürger vergleichsweise einfach in die Russische Föderation einreisen dürfen. Die Verlage eines negativen PCR-Tests genügt. Selbiges gilt umkehrt auch für Russen in Serbien. Voraussetzung ist aber, dass die Flugverbindungen von Aeroflot oder Air Serbia genutzt werden.

weiterlesen »

Situation in den Bundesländern ist Vorbote für Wien

Noch vor wenigen Wochen sah es in Graz ganz gut aus, denn KLM nahm Amsterdam wieder auf und Austrian Airlines bediente wieder die Nonstop-Strecken nach Düsseldorf und Stuttgart. Doch das war nur ein kurzes Intermezzo. Mittlerweile gibt es nur noch die Anbindung an das AUA-Drehkreuz Wien. Die verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen, die Deutschland per 8. November 2020 in Kraft gesetzt hat, sind ein guter Ausblick darauf was unter Umständen auch in Wien bevorstehen könnte. Die Bundesländerflughäfen traf es schon wesentlich früher knüppelhart, denn Linz und Klagenfurt sind derzeit komplett ohne Linienfüge. In Graz, Salzburg und Innsbruck sieht es nur minimal besser aus: Innsbruck und Graz haben nur noch Anbindungen an das AUA-Drehkreuz Wien, die noch dazu nur noch sporadisch bedient werden, da Austrian Airlines streckennetzweit äußerst häufig Flüge kurzfristig streicht. Ab Salzburg gibt es nur noch wenige Umläufe pro Woche nach Düsseldorf. Zwar sind diverse Wiederaufnahmen angekündigt, doch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, dass Innenminister Karl Nehammer ab 19. Dezember 2020 die Einreise nach Österreich zu einem „großen Mühsal“ machen will und die Regierung sämtliche Personen zehn Tage in Quarantäne stecken will. Freitesten ist frühestens nach fünf Tagen möglich. Dies dürfte sich extrem nachteilig auf die Nachfrage im Flugverkehr auswirken. Daher bleibt es abzuwarten welche Strecken, die unter anderem Lufthansa, Eurowings und Austrian Airlines für die Weihnachtszeit zur Wiederaufnahme angekündigt haben, tatsächlich reaktiveren. In erster Linie trifft es dann wieder mal die Bundesländerflughäfen, denn werden die dortigen Ankündigungen nicht umgesetzt, so bleibt es beim Minimalbetrieb. Graz und Innsbruck

weiterlesen »

Graz: Aus Piste 17/35 wird 16/34

Der Flughafen Graz muss erstmalig in seiner Geschichte die Bezeichnung der Start- und Landebahn ändern. Hintergrund ist, dass sich der magnetische Nordpol immer weiter verschiebt. Es handelt sich um ein natürliches Phänomen. Derzeit nennt sich die einzige Piste 17/35. Im kommenden Jahr ändert sich dies auf 16/34. Daraus resultierend muss so einiges geändert werden. Beispielsweise müssen Anflugkarten neu gestaltet bzw. gedruckt werden. Physisch werden die neuen Ziffern zeitnah vor dem „Scharfwerden“ der Änderung auf der Oberfläche der Runway angebracht.

weiterlesen »

2021: Stuttgart rechnet mit sechs Millionen Passagieren

Der Flughafen Stuttgart-Echterdingen musste aufgrund der Corona-Pandemie bislang einen starken Rückgang in allen Bereichen verzeichnen. Die Geschäftsleitung rechnet damit, dass bis Jahresende rund 3,2 Millionen Passagiere gezählt werden. Damit liegt der größte Airport des deutschen Bundeslands Baden-Württemberg um 75 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch in 2021 werde man das Rekordjahr 2019 mit mehr als 12 Millionen Fluggästen nicht annähernd erreichen. Prognostiziert werden rund sechs Millionen Reisende. Heuer wird Stuttgart erstmals seit vielen Jahren einen Verlust schreiben. Dieser wird den aktuellen Aussichten nach im zweitstelligen Millionenbereich sein.

weiterlesen »

Easyjet: Kaufmännischer Leiter wechselt zu Wizz Air

Der bisherige kaufmännische Leiter der Billigfluggesellschaft Easyjet, Robert Carey, wird zum Mittbewerber Wizz Air wechseln. Seinen neuen Job wird der Manager im Juni 2021 antreten. Er ist direkt Konzernchef József Váradi unterstellt. Bei Easyjet hat bereits Sophie Dekkers die kaufmännische Leitung übernommen. Sie ist seit 2007 für den britischen Billigflieger tätig. Ihre bisherige Position übernimmt Easyjet-Europe-Geschäftsführer Thomas Haagensen, der auch als Group Marketing Director fungiert.

weiterlesen »

TAP verscheuert Langstreckenflüge für 75 Euro

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP versucht derzeit offensichtlich krampfhaft an Geld zu kommen. Derzeit bietet man Flüge in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Brasilien ab 75 Euro (oneway) an. Der Carrier verdient an diesen Langstreckentarifen rein gar nichts, jedoch dürfte es eher darum gehen möglichst viel Geld einzusammeln. Die Finanzlage des Unternehmens gilt als stark angespannt und die Regierung deutete an, dass gar die Liquidation eine Option ist. Ohne Staatshilfe wird TAP wohl schwer überleben. Die Gewerkschaften stemmen sich gegen den Sanierungsplan, der als Bedingung für die Ausbezahlung der staatlichen Beihilfe im Raum steht. Mitbewerber Ryanair kündigte bereits eine Klage an.

weiterlesen »

Gol setzt Boeing 737 Max wieder kommerziell ein

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol setzt als weltweit erster Carrier das Muster Boeing 737 Max wieder kommerziell ein. Erst Ende November 2020 hatte die lokale Luftfahrtbehörde das Flugverbot aufgehoben. Vorerst soll die Max allerdings nur im Inland fliegen. Jene sieben Exemplare, die Gol bereits in der Flotte hat, sollen schrittweise bis Jahresende reaktiviert werden. Für die Wiederinbetriebnahme habe man mit den rund 140 Piloten ein spezielles Training in den Vereinigten Staaten absolviert, so der Carrier in einer Medienaussendung. Gol erwartet die Auslieferung von 95 weiteren Boeing 737 Max. Der erste kommerzielle Flug nach über 20 Monaten Zwangs-Grounding wurde am Mittwoch auf der Strecke Sao Paulo-Porto Alegre durchgeführt. Für Europa veröffentlichte die EASA bereits eine Lufttüchtigkeitsanweisung, so dass mit einer Wiederzulassung im Jänner 2021 zu rechnen ist. Die FAA gab bereits grünes Licht. Abwartend verhält sich die Zivilluftfahrtbehörde von China, die die Ermittlungsergebnisse der beiden fatalen Abstürze abwarten will.

weiterlesen »

Michael Knitter verlässt Eurowings

Eurowings-Geschäftsführer Michael Knitter wird mit Ende März 2021 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Auf ihn folgt der momentane Austrian-Airlines-COO Jens Ritter. Per 1. April 2021 wird der zuletzt genannte Manager in die Geschäftsleitung des Lufthansa-Billigfliegers einziehen. Der Carrier wird künftig von Jens Bischof (CEO), Frank Bauer (CFO) und Jens Ritter (COO) geleitet. „Wir sind Michael Knitter zu großem Dank verpflichtet“, sagte Christina Foerster, Vorsitzende des Eurowings Aufsichtsrats. „Seit mehr als fünf Jahren steht Michael Knitter bei Eurowings für fliegerische Exzellenz, Kontinuität und Beständigkeit in Zeiten großer Veränderung.“ Knitter hat die Flugbetriebs-Organisation in den vergangenen Jahren so aufgestellt, dass Eurowings inzwischen regelmäßig zu den pünktlichsten Airlines Europas zählt.

weiterlesen »

Austrian Airlines baut den Vorstand um

Austrian Airlines baut mit Jahreswechsel das Führungsteam auf. Der momentane Chief Commercial Officer und Finanzchef, Andreas Otto, wird die Lufthansa Group verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen. Die Finanzagenden werden künftig von Alexis von Hoensbroech selbst wahrgenommen. Neuer CCO wird der derzeitige Swiss-Manager Michael Trestl. Chief Operating Officer wird Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino. Jens Ritter wechselt in die Geschäftsleitung von Eurowings und wird dort die Funktion dies COO übernehmen. Der Manager ist erst seit Anfang 2020 im Vorstand der Austrian Airlines. „Ich bedauere sehr, dass wir mit Andreas Otto einen erfahrenen Branchenkenner sowie eine geschätzte Führungspersönlichkeit verlieren, die den Lufthansa Konzern über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hat. Ich danke Andreas Otto für sein langjähriges und erfolgreiches Wirken und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute“, so Aufsichtsratsvorsitzende Christina Foerster. Jens Ritter verlässt Austrian Airlines mit Ende März 2021. Er war rund fünf Jahre lang für Austrian Airlines im Management tätig und wurde Anfang 2020 in den Vorstand berufen. Ritter wird bei Eurowings die Funktion des Chief Operating Officers übernehmen. Sein Nachfolger bei der AUA ist Francesco Sciortino, der am 1. April 2021 in das Leitungsgremium einziehen wird. Derzeit ist er Geschäftsführer und Accountable Manager bei Germanwings. Der Eurowings-Wetlease-Carrier wird abgewickelt. „Ich danke Jens Ritter für fünf Jahre bei Austrian Airlines, in denen er der österreichischen Airline durch seinen unermüdlichen Einsatz sowie hohen Qualitätsanspruch auf jeden Fall seinen Stempel aufgedrückt hat. Ich wünsche ihm für seine neue Herausforderung bei Eurowings viel Erfolg“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende von Austrian Airlines. „Ich freue

weiterlesen »