Jan Gruber

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Jan Gruber

GZM: Einst das Tor zur Welt, nun nur wegen Corona „belebt“

Der IATA-Three-Letter-Code GZM ist vermutlich nicht vielen bekannt. Es handelt sich allerdings um den einzigen Luftfahrtort auf einer Mittelmeer-Insel. Die Piste ist mit nur 174 Metern äußerst kurz und damit für nur sehr wenige Flugzeuge tauglich. Weiters gibt es in diesem Staat nur zwei offizielle Flugplätze mit IATA-Three-Letter-Code. Zwar hat dieser Ort ein Terminal, das stark an einen Lostplace erinnert, ist aber kein Flughafen, sondern ein Heliport und zwar der einzige auf der maltesischen Insel Gozo. Der Start- und Landeplatz, der sich auf dem Gemeindegebiet von Xewkija befindet, ist gar nicht so einfach zu finden, denn Verkehrsschilder, die auf diesen hinweisen würden, gibt es schon lange nicht mehr. Wozu denn auch? Der Linienverkehr wurde vor einigen Jahren eingestellt und seither dümpelt der Gozo Heliport vor sich hin. Das Passagierterminal steht ungenutzt in einer atemberaubenden Landschaft herum, doch die Hecke und die Palmen wurden offensichtlich schon länger nicht mehr geschnitten. Die Scheiben der kleinen Abfertigungshalle, in der es mal Ticketverkauf, Check-In, Sicherheitskontrolle, einen kleinen Kiosk und sogar eine Hertz-Autovermietung gab, strotzen nur so vor Dreck. Innen sieht es in den Räumen hinter den Schaltern nicht viel besser aus. Ein trauriger Anblick, wenn man bedenkt, dass genau dieser Heliport mal eine der Lebensadern der Insel Gozo war. Steht man in dem quasi verlassenen Terminal und blickt auf die Plastiksitze im 90er-Jahre-Style und die verwaisten Schalter, kann man irgendwie nicht so ganz glauben, dass es früher mehrmals täglich Flüge zum Flughafen Luqa (Malta) gab. Ja, sogar das Gepäck wurde durchgecheckt. Umgekehrt konnten Urlauber

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„Micky Maus“ ist Deutschlands Vielflieger Nummer Eins

In der Bundesrepublik Deutschland drücken sich offenbar viele Reisende vor möglicher Quarantäne und kostenfreien Corona-Tests, in dem die von den Behörden stark abgewandelte Passenger Locator Card mit falschen Angaben versehen wird. Deutschland setzt nicht das international übliche Standard-Formblatt ein, sondern adaptierte dies. Das in Hessen zuständige Amt erklärte gegenüber der Bildzeitung, dass es oftmals unmöglich ist die Passagiere, die aus Risikoländern eingereist sind, auffinden zu können, da auf den so genannten „Aussteigekarten“ falsche Angaben gemacht werden. An manchen Tagen wären sogar vier von fünf abgegeben Zettel mit Fake-Daten befüllt. In der Zuständigkeit der hessischen Behörden befindet sich unter anderem der größte Flughafen Deutschlands, Frankfurt am Main. Ein Ministerialbeamter aus einem anderen deutschen Bundesland berichtet ebenfalls von dieser Situation und fügt hinzu, dass auf jedem fünften Formular der Name „Micky Maus“ als Passagiername eingetragen ist. Die Problematik liegt wohl offensichtlich darin, dass die deutschen Behörden es für nicht notwendig halten die Angaben der Reisenden an Ort und Stelle zumindest auf Plausibilität zu prüfen. Andere Staaten gehen wesentlich ordentlicher um oder haben elektronische Reise-Voranmeldungen (beispielsweise Griechenland, Zypern, Spanien) eingeführt. Genau das soll in Deutschland nun auch kommen, aber über die genaue Umsetzen streiten sich die Landesfürsten der einzelnen Bundesländer. Sollte jedoch ein elektronische Einreise-Voranmeldung kommen, ist geplant, dass ab 1. Oktober 2020 eine Quarantäne für alle Rückkehrer aus Risikogebieten eingeführt wird. Frühestens fünf Tage nach der Einreise in die Bundesrepublik sollen diese sich testen lassen können und falls das Ergebnis negativ ausfallen sollte, kann die Quarantäne beendet werden. Andernfalls dauert sie 14

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Hohmeister befürchtet weiteren Rückgang

Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister kritisiert die Pläne der deutschen Bundesregierung, dass die kostenlosen PCR-Tests für Reiserückkehrer wieder abgeschafft werden sollen heftig. Die Airline habe mit diesem Schritt nicht gerechnet und der Manager geht auch davon aus, dass dies Auswirkungen auf die Buchungslage haben wird, so Hohmeister im Gespräch mit dem Spiegel. „Ich bin davon überzeugt, dass derartige Tests nach wie vor der beste Weg sind, um die Pandemie einzudämmen und einen Überblick über die Lage zu bekommen. Das ist auch die beste Lösung für die Passagiere. Der aktuelle Plan bringt nicht mehr Sicherheit, sondern zusätzliche Unsicherheit. Das ist für mich völlig unverständlich“, so das Lufthansa-Vorstandsmitglied gegenüber dem Spiegel. Auf die Frage wie sich die Rücknahme der kostenlosen PCR-Tests auf Lufthansa auswirken könnten, antwortete Harry Hohmeister, dass dies „natürlich zu weiteren Buchungsrückgängen führen“ wird. Weiters: „Den Effekt sehen wir auch bei Reisewarnungen, die ebenfalls regelmäßig zu Buchungseinbrüchen führen. Deshalb sind wir auch für den September und Oktober nicht mehr so optimistisch, wie wir das noch vor Kurzem waren. Das Thema macht uns nicht nur bei der Lufthansa selbst Sorgen. Wenn wir die Tests abschaffen und jeden direkt in Quarantäne schicken, droht uns ein zweiter Lockdown, und das, obwohl wir uns große Mühe gegeben haben, diese Testzentren innerhalb kürzester Zeit aufzubauen.“ Er fordert, dass die Testkapazitäten über den Winter ausgebaut werden und zwar „deutlich über 100.000 Tests pro Tag“. Das Vorhaben der Regierung die Reiserückkehrer wieder in Quarantäne zu stecken hält er für nicht sinnvoll. Gegenüber dem Spiegel beschreibt Harry Hohmeister auch das veränderte Buchungsverhalten

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Klagenfurt krempelt vieles um

Mit 1. September 2020 kommt es am Flughafen Klagenfurt zu einer Veränderung in der Geschäftsleitung. Der Airport wird künftig von Nils Witt als Alleingeschäftsführer geleitet. Harald Stoutz verlässt den Flughafen Klagenfurt und wird eine andere Funktion bei Mehrheitseigentümer Lilihill übernehmen. Die zuletzt heftig kritisierten Betriebszeiten des Kärntner Flughafens wurden zwischenzeitlich erweitert. Klagenfurt ist seit Montag täglich von 8 Uhr 00 bis 20 Uhr 00 geöffnet. Insbesondere die Business-Aviation war mit dem Minimalbetrieb, der aufgrund der Coronakrise angeboten wurde, äußerst unzufrieden. Die Kärntner Landesregierung fordert indes, dass Mehrheitseigentümer Lilihill eine eigene Fluggesellschaft gründen soll und mit dieser beispielsweise die Strecke Klagenfurt-Frankfurt via Wien bedienen soll. Es wird gar vorgeschlagen, dass die Unternehmensgruppe von Franz Orasch entsprechende Flugzeuge leasen solle, berichtet die Kleine Zeitung. Derzeit wird in Kärnten der Kaufvertrag der Teilprivatisierung nachverhandelt. Dabei will sich Investor Orasch auch entsprechend absichern, dass von ihm getätigte Investitionen abgegolten werden, falls der Airport an die öffentliche Hand zurückfallen sollten. Die „Kleine Zeitung“ schreibt von durchaus harten Verhandlungen, aber auch dass sich die Lilihill Group dazu bereit sein soll ihren Mehrheitsanteil auf 89 Prozent aufzustocken. Das Land Kärnten bestätigte entsprechende Gespräche.

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Klagenfurt: Ryanair ist mal wieder weg

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair wird den Flughafen Klagenfurt am Freitag vorläufig letztmalig anfliegen und sich erneut aus Kärnten zurückziehen. Zuletzt bediente man Palma de Mallorca, wobei die Route ursprünglich unter der Marke Lauda angekündigt wurde. Hintergrund der vorzeitigen Einstellung ist, dass die Buchungszahlen, die dem Vernehmen ohnehin aufgrund der Corona-Pandemie schwach waren, aufgrund der für die Balearen ausgesprochenen Reisewarnung nochmals drastisch zurückgegangen sind. Ob die Ryanair Group ein drittes Comeback am Flughafen Klagenfurt vollziehen wird, ist derzeit völlig unklar.

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Deutschland setzt weltweite Reisewarnung fort

Die deutsche Bundesregierung hält die seit 17. März 2020 ausgesprochene weltweite Reisewarnung auch über den 31. August 2020 aufrecht. Davon ausgenommen bleiben einige Länder des Schengen-Raums, das Vereinigte Königreich, Andorra, San Marino, Monaco und der Vatikan. Auch bestimmte Regionen der Türkei sind nicht betroffen. Deutschlands Außenminister Heiko Maas verfügte nun, dass die Maßnahme bis zumindest 15. September 2020 aufrecht bleibt. Weiters spricht das Auswärtige Amt seit einigen Wochen auch zunehmend wieder Reisewarnungen für Staaten und Regionen, die dem EU-Schengen-Raum angehören, aus. Die Vorgehensweise wird von der Reisebranche heftig kritisiert. So schreibt die Interessensvertretung der deutschen Luftfahrt beispielsweise, dass man von pauschalen Warnungen für ganze Drittstaaten abkommen sollte und eine risikobasierte Reisewarnung für betroffene Regionen in den jeweiligen Ländern aussprechen solle. Auch die Standesvertretung der Reisebüros sieht das ähnlich.

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Erster Lauda-A320 trägt maltesische Registrierung

Der Airbus A320 mit der bisherigen Registrierung OE-LMG, betrieben von Lauda, ist nun kein „Österreicher“ mehr, sondern wurde als 9H-LMG ein „Maltese“. Es handelt sich um die erste Maschine, die zur neugeründeten Lauda Europe Ltd. wechselt. Die maltesische Registrierung wurde im Technikbetrieb auf dem Flughafen Wien-Schwechat angebracht. Weitere Maschinen folgen in den nächsten Tagen und Wochen, denn am 15. September 2020 wird die Lauda Europe Ltd. den Betrieb der Bases Wien und Düsseldorf übernehmen. Bereits ab 13. September 2020 sind Flüge zwischen Palma de Mallorca und Memmingen geplant. Ryanair informierte bereits Fluggäste per E-Mail und machte dies im Reservierungssystem ersichtlich. Die österreichische Laudamotion GmbH hatte zuletzt 28 Flugzeuge des Typs Airbus A320 im von Austro Control geführten Register eingetragen. Dabei handelt es sich um nachstehende Maschinen: OE- Herstellerbezeichnung Seriennummer IBJ A320-232 3259 IHD A320-232 3270 IHH A320-232 2502 IHL A320-232 3105 LMB A320-232 2859 LMC A320-214 3063 LMG A320-232 4603 LMH A320-214 5015 LMI A320-214 5081 LMJ A320-214 5140 LMP A320-214 3616 LOA A320-214 3147 LOB A320-232 2928 LOI A320-214 2994 LOJ A320-232 2288 LOM A320-232 2984 LON A320-214 3048 LOO A320-214 3027 LOP A320-232 1566 LOQ A320-214 3131 LOR A320-214 3206 LOS A320-214 3153 LOT A320-232 2522 LOU A320-214 3132 LOW A320-233 2252 LOX A320-214 3272 LOY A320-232 2161 LOZ A320-232 2838

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Croatia Airlines braucht dringend Staatshilfe

Das Star-Alliance Mitglied Croatia Airlines suchte bei der kroatischen Regierung um Staatshilfe an. Das Unternehmen erklärte, dass diese benötigt wird, um die Liquidität gewährleisten zu können und die Schäden, die aufgrund der COVID-19-Krise entstandenen Schäden lindern zu können. Ex-Yu-Aviation schreibt unter Berufung auf Croatia Airlines, dass sich der Carrier in intensiven Verhandlungen mit dem Staat über eine mögliche Finanzspritze befindet. Auch wird über staatliche Garantieren für langfristige Darlehen gesprochen. Die kroatische Fluggesellschaft erlitt im ersten Halbjahr 2020 einen Netto-Verlust in der Höhe von 23,1 Millionen Euro. Allerdings war man im Vorjahreszeitraum ebenfalls in den roten Zahlen. Croatia Airlines hat drei verschiedene Szenarien entworfen, wie sich die anhaltende Pandemie auf das Geschäft auswirken kann. „Die ersten für unseren Krisenplan vorbereiteten Prognosen sehen einen Verlust von 30 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020 vor. Mit diesem Ergebnis hätten wir eine marginale Liquidität. Um einen nachhaltigen Betrieb aufrechtzuerhalten, benötigen wir daher zusätzliche Mittel durch Kredite und staatliche Garantien. Für die zweite Cashflow-Prognose, die auf einem Umsatzniveau von 52% gegenüber dem Vorjahr, der Aussetzung einiger saisonaler Strecken und einem niedrigeren durchschnittlichen Kabinenauslastungsfaktor basiert, erwarten wir einen Verlust von vierzig Millionen Euro. Sollte sich die Krise hinziehen und das Umsatzniveau 37% des Vorjahres erreichen, während sich die Wiedereröffnung der Grenzen verzögert, was zu Beginn des Jahres 2021 zu einer geringeren Nachfrage führen und unser Zeitplan auf deutlich weniger Strecken reduziert wird, könnten wir einen Fehlbetrag von 73 ausnehmen Millionen Euro “, stellte das Unternehmen fest. Seitens der kroatischen Regierung gibt es positive Signale. So wird Verkehrsminister

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Mitten in der Krise: Rekordauftrag für Recaro

Mitten in der Coronakrise ist es dem deutschen Sitzhersteller Recaro gelungen einen Großauftrag für 31.767 SL3710-Economy-Class-Sessel an Land zu ziehen. Diese sollen ab dem kommenden Jahr in 146 Airbus-Jets von Wizzair eingebaut werden. Der Auftrag ist Bestandteil eines noch viel größeren Deals, den Großaktionär Indigo Partners mit Recaro ausverhandelt hat. Es handelt sich um die umfangreichste Bestellung, die der Hersteller von Flugzeugsitzen jemals an Land ziehen konnte. „Diese Leistung ist ein bedeutender Meilenstein für Recaro und die beteiligten Teams, die alle große Anerkennung und Dankbarkeit verdienen“, sagte Mark Hiller, CEO und Aktionär von Recaro Aircraft Seating. „Dies ist möglicherweise der schnellste Hochlauf eines Auftrags, den wir je erlebt haben, und ich bin zuversichtlich, dass unsere Teams darauf gut vorbereitet sind.“ Der größere Vertrag mit dem Indigo Partners-Portfolio von Fluggesellschaften umfasst 459 Maschinen mit insgesamt 96.000 Sitzen der  Reihe SL3710. Indigo Partners hat seinen Hauptsitz in Phoenix, Arizona, und setzt auf das Geschäftsmodell der Ultra-Low-Cost-Fluggesellschaft, das den Passagieren minimale Einschlüsse in den Tarif und eine Reihe von Zusatzgebühren für Annehmlichkeiten bietet. „Es wurde viel Arbeit in die Auswahl eines Sitzplatzanbieters für diese Bestellung gesteckt, aber was uns an Recaro am meisten beeindruckt hat, war die Kundenorientierung“, erklärt Heiko Holm, Chief Operations Officer von Wizz Air. „Das globale Netzwerk von Produktions- und Kundendienststandorten war nicht nur für unsere einzelnen Fluggesellschaften leicht zugänglich, sondern Recaro hat auch den SL3710-Sitz an unsere Bedürfnisse angepasst. Dies gab uns zusätzliche Einblicke in Recaro, der bereit ist, die Extrameile zu gehen, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen.“

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Edelweiss kündigt drei neue Winterziele an

Die Ferienfluggesellschaft Edelweiss wird im Winterflugplan 2020/21 insgesamt 25 Destinationen in elf Ländern anbieten. Neu im Programm sind Agadir, Sharm El Sheikh und Sal.  Die neuen Routen werden im Oktober 2020 aufgenommen.  „Schweizerinnen und Schweizer buchen ihre Reise kurzfristiger als in der Vergangenheit. Ferien zu typischen Badeferiendestination sind auch im Winterhalbjahr hoch im Kurs. Eine intakte touristische Infrastruktur und hohe Anforderungen an die Gesundheitssicherheit sind für uns in dieser Zeit besonders wichtig“, so Patrick Heymann, Chief Commercial Officer von Edelweiss. Ab 1. Oktober 2020 bietet Edelweiss einen wöchentlichen Flug nach Agadir an. Ab 2. Oktober 2020 fliegt Edelweiss bis zu zweimal wöchentlich von Zürich nach Sharm El Sheik. Ab 26. Oktober 2020 bedient Edelweiss einmal wöchentlich Sal auf den Kapverdischen Inseln ab Zürich.  Übersicht aller Ferienziele im Winterflugplan 2020/21: Ägypten: Hurghada, Marsa Alam, Sharm El Sheikh Griechenland: Heraklion, Kalamata Italien: Catania, Lamezia Terme Kap Verde: Sal Kosovo: Pristina Marokko: Agadir, Marrakesch Nordmazedonien: Skopje Portugal: Faro, Funchal Schottland: Edinburgh Spanien:  Fuerteventura, Gran Canaria, Ibiza, Lanzarote, La Palma, Palma de Mallorca, Santiago de Compostela, Sevilla, Teneriffa Zypern: Larnaca

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