Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanairs Gebührenverzicht hat einen Haken

Die Ryanair Group erhebt auch für Ticketkäufe, die für Oktober und November 2020 getätigt werden, keine Umbuchungsgebühr. Allerdings muss eine etwaige Tarifdifferenz nachgezahlt werden. Lediglich die pauschale Verwaltungsgebühr für die Änderung des Tickets entfällt weiterhin. Ryanair erklärt, dass Kunden, die Flugscheine für Oktober oder November 2020 erwerben, diese ohne Erhebung der sonst üblichen Gebühr bis zum 21. März 2021 umgebucht werden können. Allerdings hat die Angelegenheit zwei Haken: Eine etwaige Tarifdifferenz muss nachgezahlt und auf die Verwaltungsgebühr verzichtet der Carrier nur dann, wenn die Änderung mindestens sieben Tage vor Abflug getätigt wird. Da sich momentan zum Teil über Nacht gravierende Änderungen in Sachen Einreisebestimmungen ergeben, ist dies nicht sonderlich kulant. „Um unseren Kunden in diesem Herbst so viel Flexibilität und Vertrauen wie möglich zu bieten, haben wir den Erlass unserer Umbuchungsgebühr auf Buchungen für Reisen im Oktober und November ausgedehnt. Kunden können jetzt eine wohlverdiente Auszeit planen und wissen, dass sie ihre Flüge ohne zusätzliche Gebühren auf ein anders Datum bis zum 21. März 2021 verschieben können“, so Dara Brady, Director of Marketing & Digital bei Ryanair.

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SAS-Aktionäre segnen den Sanierungsplan ab

Die Aktionäre der skandinavischen SAS gaben am Donnerstag im Zuge einer außerordentlichen Hauptversammlung grünes Licht für den Rekapitalisierungsplan. Dieser wurde in den letzten Monaten mehrfach überarbeitet, kann jedoch in der beschlossenen Form umgesetzt werden. SAS leidet auch stark darunter, dass beispielsweise Schweden kein Kurzarbeitsmodell hat. Daher wurden bereits viele Mitarbeiter gekündigt. Die Hauptaktionäre Schweden, Dänemark und die Stiftung Knut und Alice Wallenberg pumpen nun etwa 1,35 Milliarden Euro in das Unternehmen. Dazu nimmt der Konzern eine Kapitalerhöhung vor. Weiters gewähren die Regierungen von Schweden und Dänemark staatlich besicherte Rettungskredite. SAS-Chef Rickard Gustafson bezeichnet den Schritt in einer Aussendung als “absolut notwendige” Maßnahme, um SAS erhalten zu können. Die Zustimmung der Aktionäre nahm er positiv auf.

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KLM: Alle Tickets können kostenfrei storniert werden

Die niederländische Fluggesellschaft KLM ermöglicht nun, dass sämtliche Flüge ohne Angaben von Gründen storniert und in einen Gutschein eingetauscht werden können. Das Unternehmen betont in einer Aussendung, dass die Vouchers erstattbar sind. Vorerst sind Flugscheine mit Abflugtermin bis spätestens 31. März 2021 umfasst. Wenn Passagiere nicht fliegen können oder wollen, so kann ein Gutschein angefordert werden. Dieser kann wahlweise für Neubuchungen verwendet werden oder aber auf Antrag auch ausbezahlt werden. „Wir haben festgestellt, dass viele Menschen reisen möchten, aber aufgrund von Unsicherheiten und sich ständig ändernden Reisewarnungen zögern, zu buchen. Wir verstehen ihre Lage und bieten unseren Kunden daher diese flexible Maßnahme an, die auch für alle Kunden gilt, die bereits ein KLM-Ticket oder einen Reisegutschein besitzen. Wir erwarten, dass mehr Sicherheit und Flexibilität die Kunden beruhigen und sie dazu veranlassen, erneut bei KLM zu buchen und zu fliegen”, so Boet Kreiken, Executive Vice President von Customer Experience KLM

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Paderborn meldete Insolvenz an

Am Dienstag brachte Marc Cezanne in seiner Funktion als Geschäftsführer des Flughafens Paderborn/Lippstadt den bereits seit einigen Wochen erwarteten Insolvenzantrag ein. Zuvor gab der Aufsichtsrat grünes Licht für diesen Schritt. Beantragt wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. „Insbesondere aufgrund massiv rückläufiger Flugbewegungen infolge der Corona-Krise ist eine umfangreiche Unternehmenssanierung notwendig geworden. Tatsächlich liegen die aktuellen Passagierzahlen um 85 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes und es wird voraussichtlich noch einige Zeit dauern, bis die Passagierzahlen wieder annähernd das Vorkrisen-Niveau erreichen”, so Flughafendirektor Cezanne. Bereits vor der Corona-Pandemie konnte der Regionalflughafen die Betriebs- und Investitionskosten nicht mit eigenen Erlösen decken. Der Jahresverlust 2019 führte zu einem Liquiditätsabfluss, der aufgrund beihilferechtlicher Vorgaben in dieser Höhe nicht durch die kommunalen Gesellschafter kompensiert werden durfte Konsens ist, dass die Flughafengesellschaft in Zukunft nur bestehen kann, wenn die Kostenstrukturen an die zu erwartenden Erlöse angepasst werden. Im Sanierungskonzept ist vorgesehen, dass der Paderborn/Lippstadt Airport den Status eines Verkehrsflughafens mit Flugsicherung behält und weiterhin 24 Stunden am Tag in Betrieb sein wird. Angesichts der geringeren Flugbewegungen ist es jedoch kaufmännisch nicht vertretbar, die Kapazitäten für die Flugzeugabfertigung im bisherigen Umfang vorzuhalten. Eine allgemeine Reduzierung der Kapazitäten für die Flugzeugabfertigung wird wesentlich zur Kostensenkung beitragen. Dies bedeutet aber nicht, dass zukünftig geplante Flüge abgewiesen werden. Sobald der Bedarf wieder zunimmt, wird es möglich sein, die Infrastruktur des Flughafens sukzessive bis zu ihrer Kapazitätsgrenze von deutlich mehr als einer Million Passagieren jährlich auszulasten. Die Folge daraus ist, dass der Airport Paderborn den Personalstand deutlich verringert wird. Nach Angaben der

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Ocean – Lufthansas Träume von Ryanair-Löhnen?

Was Lufthansa mit der neuen Tochter-Airline Ocean GmbH so ganz genau bezweckt, wird ein bisschen wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Bekannt ist, dass über diese Plattform touristische Flüge durchgeführt werden sollen. Der Hauptvorteil dürfte dabei sein, dass der Konzerntarifvertrag derzeit nicht anwendbar ist. Die Folge daraus sind niedrigere Lohnkosten für das fliegende Personal. Im Sommerflugplan 2021 soll der Flugbetrieb der Ocean GmbH nach und nach aufgenommen werden, erklärte eine Sprecherin gegenüber dem Portal Aero.de. Gesucht werden derzeit übrigens etwa 300 Mitarbeiter für den Maschinentyp Airbus A330. Also jener Langstreckenjet, der bei Eurowings von SunExpress Deutschland und Brussels Airlines betrieben wurde. Zunächst soll Ocean unter der Marke Eurowings am Flughafen Frankfurt am Main starten. Ob das Produkt auch nach München, Zürich oder Wien kommen wird, ist noch völlig offen. Lufthansa macht zu diesem Thema keinerlei offizielle Angaben. Nach außen hin wird für die Passagiere laut derzeitigen Planungen die Marke Eurowings sichtbar sein. Das bedeutet, dass man die bisherige Strategie mit einer neuen Plattform im Hintergrund überarbeitet, aber sich nicht wagt eine neue Marke zu etablieren. Lufthansa versuchte in der Vergangenheit über Eurowings (SunExpress Deutschland und Brussels Airlines) sowie CityLine (“Jump”) offensiv in das touristische Langstreckengeschäft einzusteigen. Es war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, weshalb man nun offenbar den nächsten Anlauf in wesentlich kleinerem Umfang versucht. Mit der Eurowings-Long Haul verlochte Lufthansa nicht nur viel Geld, sondern brachte sich aufgrund wiederholter Probleme im Betriebsablauf mit mehrtägigen Verspätungen auch einen unrühmlichen Ruf ein. Mit Ocean soll nicht nur alles besser, sondern auch kleiner werden.

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BDL appelliert für differenzierte Teststrategie

Der deutsche Luftfahrtverband BDL versucht derzeit die ab 1. Oktober 2020 in Deutschland geltenden Quarantänebestimmungen noch abzuwenden oder zumindest zu verfeinern. Die Bundesrepublik plant sämtliche Rückkehrer aus Risikogebieten pauschal zumindest fünf Tage in Quarantäne zu stecken und das unabhängig davon, ob diese einen negativen PCR-Test vorlegen können oder nicht. Die Luftverkehrswirtschaft erwartet dramatische Folgen, denn bereits jetzt ist die Anzahl der Vorausbuchungen für Oktober 2020 enorm niedrig. Das gab auch Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr vor einigen Tagen zu. Gegenüber dem Handelsblatt sagte BDL-Geschäftsführer Matthias von Randow, dass man sich dafür einsetzt, dass die pauschale Quarantänepflicht durch eine differenzierte Teststrategie ersetzt wird. Dabei steht im Fokus, dass jene Personen, die einen negativen Befundbericht vorlegen können, von der Selbstisolation ausgenommen werden sollen. „Sollte hingegen das Vorhaben von Bund und Ländern umgesetzt werden, ab Oktober alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten der verschärften Quarantänepflicht zu unterziehen, würde dies einen erneuten Lockdown des internationalen Reiseverkehrs bedeuten und hätte damit sehr negative Folgen für den gesamten Wirtschaftsstandort”, so Randow gegenüber dem Handelsblatt. Der Verbandsgeschäftsführer warnt ausdrücklich davor, dass zahlreiche Flugverbindungen aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden könnten und dies habe dann Folgen für den Industriestandort Deutschland und etwa 27,3 Millionen Menschen in Europa, die im Bereich Touristik arbeiten. Daher appelliert der BDL an Bund und Länder eine praktikable Lösung zu finden, die der Branche das Überleben ermöglicht.

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Volocopter und Deutsche Bahn arbeiten an Frachtdrohne

Der Lufttaxi-Pionier Volocopter und die Deutsche-Bahn-Tochter DB Schenker arbeiten nun gemeinsam an der Entwicklung einer Frachtdrohne. Im kommenden Jahr soll bereits der kommerzielle Nachweis der Notwendigkeit erbracht werden. Bei DB Schenker geht man davon aus, dass durch eine solche Drohne die Lieferketten im innerstädtischen Bereich komplett neu aufgestellt werden können. Volocopter sitzt in Bruchsal (Deutschland) und ist seit neun Jahren auf dem Markt tätig. Erste kommerzielle Testflüge auf deutschem Boden sollen noch heuer in Berlin durchgeführt werden. DB Schenker stieg Anfang des Jahres als strategischer Investor ein. Bei der Bahntochter hält man den Einsatz von Drohnen im Liefer- und Transportdienst für eine zukunftsträchtige Investition.

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Oman Air kehrt nach Frankfurt zurück

Ungeachtet der momenten beiderseits harten Einreisebestimmungen wird Oman Air am 1. Oktober 2020 nach Frankfurt am Main zurückkehren. Der Carrier beabsichtigt vorerst zwei wöchentliche Umläufe zwischen Maskat und dem größten Flughafen Deutschlands zu bedienen. Oman Air ist die nationale Fluggesellschaft des Omans und betreibt derzeit eine Flotte von 52 Verkehrsflugzeugen. Darunter befinden sich auch Langstreckenjets der Typen Airbus A330 und Boeing 787. Der Carrier ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization und unterhält das Hauptdrehkreuz in Maskat.

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Niederlande: Innsbruck und Wien sind nun Risikogebiete

Immer mehr Länder setzen Österreich und/oder die Hauptstadt Wien auf ihre Risikolisten und sprechen Reisewarnungen aus. Zuletzt setzte Zypern diesen Schritt für das komplette Staatsgebiet. Nun sprach am Dienstag auch die Regierung der Niederlande eine entsprechende Warnung für Innsbruck und Wien aus. Personen, die aus der Landeshauptstadt Tirols oder der österreichischen Bundeshauptstadt in die Niederlande einreisen wollen, müssen sich nun zehn Tage in Quarantäne begeben. Die niederländische Regierung begründet den Schritt damit, dass in den beiden österreichischen Städten die Infektionszahlen zuletzt stark gesteigen sind. „Sie können, mit Ausnahme der Hauptstadt Wien und der Stadt Innsbruck, für Urlaubsreisen nach Österreich fahren, aber bleiben Sie wachsam“, ist in den entsprechenden Hinweisen der Regierung der Niederlande zu lesen. Für Flugreisende gibt es allerdings eine Erleichterung: Die bloße Nutzung der Airports Wien-Schwechat und Innsbruck führt Angaben der Regierung nach nicht zur Quarantänepflicht. Das dürfte auch beim Wintertourismus für Erleichterung sorgen, denn besonders Innsbruck und Salzburg sind beliebte Landeorte niederländischer Wintersportler. In den letzten Tagen sprachen Deutschland, Dänemark, Belgien, die Schweiz, Zypern und nun auch die Niederlande Reisewarnungen aus. Während Dänemark und Zypern ganz Österreich als Risikogebiet betrachten, beschränken sich die Schweiz, Deutschland und Belgien auf die Bundeshauptstadt Wien. Die Niederlande warnen zusätzlich auch vor Innsbruck. Weitere Staaten im skandinavischen und baltischen Raum machen derzeit Personen mit Wohnsitz oder Aufenthaltsort Österreich schwierig bis unmöglich. Zypern stufte die Alpenrepublik bereits im August auf die B-Liste ab. Nun befindet sich Österreich sogar unter den C-Staaten. Das hat zur Folge, dass bei der Einreise ein negativer PCR-Test vorgelegt

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Lufthansa: Vertragsverlängerung für Harry Hohmeister

Während bei Lufthansa konzernweit tausende Mitarbeiter um ihre Jobs bangen, kann sich zumindest Vorstandsmitglied Harry Hohmeister über eine vorzeitige Vertragsverlängerung um drei Jahre freuen. Der Kontrakt läuft nun bis zum 30. Juni 2024. Der Aufsichtsrat fasste am Montag den entsprechenden Beschluss. „Die große Erfahrung und Kompetenz von Harry Hohmeister sind in diesen Zeiten großer Herausforderungen wichtiger denn je. Er genießt das Vertrauen des Aufsichtsrats, und wir freuen uns, dass er seine erfolgreiche Vorstandsarbeit fortsetzen wird”, so Lufthansa-Aufsichtsratspräsident Karl-Ludwig Kley. Hohmeister gehört seit Juli 2013 dem Vorstand der größten Fluggesellschaft Deutschlands an und leitet derzeit den Bereich “Commercial Passenger Airlines.”

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