Jan Gruber

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Jan Gruber

Malta-Air-Piloten bangen um Kurzarbeitergeld

Den in Deutschland stationierten Piloten der Fluggesellschaft Malta Air wurde das Kurzarbeitergeld gestrichen. Die Bundesagentur für Arbeit stellte ursprünglich einen positiven Bescheid aus, revidierte jedoch nachträglich die Entscheidung. Die Vereinigung Cockpit und der Geschäftsführer der Ryanair-Tochter gaben nun eine gemeinsame Medienmitteilung heraus. „Es ist ein trauriger Tag für die deutschen Piloten, die sicher das Gefühl haben, dass ihre Regierung ihnen den Rücken zugekehrt hat, angesichts der Nachricht, dass sie ihre Entscheidung zur Gewährung von Kurzarbeiterleistungen für lokale deutsche Piloten, die deutsche Steuern und die deutsche Sozialversicherung zahlen, rückgängig macht In einer Zeit, in der andere Fluggesellschaften staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe erhalten, sollte die deutsche Regierung Piloten bei Malta Air nicht im Stich lassen, indem sie Sozialversicherungsleistungen verweigert. Die Covid-19-Krise hat der Luftfahrtindustrie extrem zugesetzt und obwohl wir hart daran gearbeitet haben, die Arbeitsplatzverluste bei deutschen Piloten so gering wie möglich zu halten, brauchen die Piloten die Unterstützung ihrer Regierung in Form dieser Leistungen. Malta Air ist einer der größten Arbeitgeber im Luftverkehr in Deutschland mit über 1.000 Piloten und Crew-Mitgliedern an unseren deutschen Stützpunkten. Es ist wichtig, dass sich die deutsche Regierung für den Schutz dieser wichtigen Arbeitskräfte einsetzt und die außerordentlichen Herausforderungen berücksichtigt, denen die Luftfahrtindustrie derzeit gegenüber steht. Gemeinsam mit der Vereinigung Cockpit fordern wir sowohl die Kölner Agentur für Arbeit als auch die Bundesregierung auf, diese diskriminierende Nichtgewährung der Unterstützung zu beenden“, so David Diarmuid O’Conghaile, CEO von Malta Air. Die Vereinigung Cockpit und die Geschäftsleitung des Carriers fordern nun die Bundesagentur für Arbeit und die deutsche

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Lauda Europe ab Mitte September 2020 in der Luft

Die maltesische Ryanair-Tochter Lauda Europe Ltd. wird ihren Flugbetrieb Mitte September 2020 aufnehmen. Geflogen wird mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320. Dabei handelt es sich um jene Flugzeuge, die momentan von der österreichischen Laudamotion GmbH betrieben werden. Aus internen Schreiben geht hervor, dass Lauda Europe die Bases Wien und Düsseldorf am 15. September 2020 übernehmen wird. Ab diesem Tag sind jene Mitarbeiter, die bislang für Laudamotion GmbH in Direktanstellung oder aber über die Leiharbeitsfirma Crewlink gearbeitet haben, Beschäftigte der Lauda Europe Ltd. Dies setzt allerdings voraus, dass die Zustimmung zum Arbeitgeberwechsel erteilt wurde. Dem Vernehmen nach sollen nur wenige ihr „I accept“ übermittelt haben. Einige Passagiere haben bereits von Ryanair ein offizielles Anschreiben per E-Mail erhalten. In diesem informiert man darüber, dass die Durchführung der gebuchten Flüge durch das Konzernmitglied Lauda Europe erfolgen wird. Die Basis Palma de Mallorca wird bereits ab 13. September 2020 unter dem maltesischen AOC fliegen. Beispielsweise sind Flüge auf der Memmingen-Strecke ab diesem Tag als „operated by Lauda Europe“ gekennzeichnet und die Reisenden wurden bereits per E-Mail entsprechend informiert. In den nächsten Tagen wird Lauda daher die Umregistrierung der aus 28 Airbus A320 bestehenden Flotte beginnen. Umlackierungen sind dem Vernehmen nach nicht geplant. Optisch sichtbar für die Passagiere wird künftig eine 9H-Registrierung anstatt der bisherigen OE-Registrierung auf dem Rumpf sein. In weiterer Folge soll die österreichische Laudamotion GmbH geschlossen werden. Welche Auswirkungen der 15. September 2020 auf die Basis Stuttgart haben wird und wann die Laudamotion GmbH ihren Flugbetrieb vollständig an Lauda Europe Ltd. übergeben

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Finnair feuert 1.000 Mitarbeiter

Das Oneworld-Mitglied Finnair teilte mit, dass etwa 1.000 Stellen abgebaut werden müssen. Man wäre aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise und der damit verbundenen Reise- und Einreisebeschränkungen zu diesem Schritt gezwungen. Die 1.000 Jobs sollen dauerhaft entfallen. Derzeit sind die Arbeitsplätze von 2.800 Mitarbeitern in Finnland betroffen. Viele sind temporär vom Dienst freigestellt. Von diesen könnten etwa 1.000 nicht mehr zurückkehren. Insgesamt beschäftigt der Konzern 6.700 Mitarbeiter. Durch den Stellenabbau und weitere Maßnahmen will der Konzern jährlich 100 Millionen Euro einsparen.  Der Staat Finnland, der auch die Mehrheit an Finnair hält, will Kreditgarantien mit einem Volumen von 600 Millionen Euro bereitstellen. Eine direkte Staatshilfe ist allerdings nicht vorgesehen. Das skandinavische Land verschärfte in den letzten Wochen die Einreisebestimmungen erheblich und Reisende aus vielen Staaten, darunter auch Österreich, müssen wieder in Quarantäne.

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Rettung von Virgin Atlantic unter Dach und Fach

Der Rettungsplan für die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic wurde nun von den Gläubigern angenommen. Das Unternehmen bezeichnet den Schritt als einen wichtigen Meilenstein bei der Sicherung der Zukunft der Airline. Virgin Atlantic erklärte weiters, dass 99 Prozent der Gläubiger grünes Licht erteilt haben. Die Zustimmung des Gerichts steht allerdings noch aus und wird in den nächsten Wochen erwartet. Der Carrier wird allerdings auch etwa 3.500 Arbeitsplätze abbauen. Die Finanzmittel, die Virgin Atlantic erhält, stammen aus privater Hand. Staatshilfe wurde dem Carrier verweigert, was insbesondere Richard Branson regelrecht auf die Palme brachte.

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Paderborn vor der Insolvenz

Der deutsche Flughafen Paderborn könnte in Kürze Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Der Airport befindet sich mehrheitlich im Eigentum des Landkreises Paderborn. Nun soll es auch eine politische Mehrheit für die geplante Vorgehensweise geben, berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Die Eigentümer halten es für nicht finanzierbar eine Sanierung des Airports außerhalb eines Insolvenzverfahrens durchzuführen. Der Flughafen Paderborn soll aber in seiner Existenz nicht gefährdet sein. Im Zuge der Insolvenz könnte es auch zu einem erheblichen Personalabbau kommen. Laut WDR schreibt der Airport aufgrund der Coronakrise monatliche Verluste in der Höhe von rund 700.000 Euro. Der Landkreis Paderborn ist derzeit lediglich zum Ausgleich von maximal 200.000 Euro Jahresverlust verpflichtet. Allerdings hat man auch zahlreiche Kreditbürgschaften gewährt. Der Kreis Gütersloh, der ebenfalls am Flughafen beteiligt ist, will sogar aussteigen.

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Spanien: Iberostar gründet Langstrecken-Airline

Man muss schon sehr mutig sein mitten in der Corona-Krise eine neue Fluggesellschaft zu gründen und mit dieser auch noch auf die Langstrecke gehen zu wollen. Der spanische Reiseveranstalter Iberostar, der bereits heute mehr als 30.000 Mitarbeiter hat, will eine eigene Airline in die Luft bringen. Unter dem Namen „World 2 Fly“ soll der Carrier mit Airbus A350 Langstreckenziele bedienen. Der Konzern mit Sitz auf Mallorca betreibt eigenen Angaben nach 120 Hotels in 19 Staaten und sieht durchaus Potential darin sich unabhängiger von externen Airlines zu machen. Gegenüber der lokalen Tageszeitung „Diario de Mallorca“ sagte man, dass die Dominikanische Republik, Kuba und Mexiko zu den ersten Zielen zählen werden. Gesichert habe man sich bereits einen Airbus A350 und befindet sich in den Verhandlungen über einen zweiten, baugleichen Langstreckenjet. Derzeit strebt Iberostar an, dass die Neugründung im März 2021 abheben soll. Gerade der Fokus auf die Long Haul ist ein mutiger Schritt, denn aufgrund internationaler Einreise- und Quarantänerichtlinien ist gerade dieses Segment besonders hart von der Coronakrise getroffen. Einst hochprofitable Routen können zum Teil überhaupt nicht mehr bedient werden oder haben eine so geringe Nachfrage, dass das Fliegen wirtschaftlich keinen Sinn macht.

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Reichlich spät: BER denkt über Shuttlebus nach

Weltweit gesehen gibt es an fast allen Flughäfen, deren Terminals sehr weit voneinander entfernt sind, kostenfreie Beförderungsmöglichkeiten. Beispielsweise Busse, an manchen Airports gibt es bahnähnliche Angebote. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, doch am Flughafen BER zeigt sich nun eine absurde Diskussion. Die Abfertigungsgebäude des heutigen Schönefeld-Airports werden nach der Inbetriebnahme der BER-Gebäude als Terminal 5 geführt. Dazu passte die Betreibergesellschaft bereits die Bezeichnungen der Gates an. Die Krux an der Sache ist aber, dass die Terminals 1+2 sowie 5 äußerst weit voneinander entfernt liegen. Vereinfacht gesagt am jeweils anderen Ende vom Gelände. Daher ist es notwendig diese mit einem Verkehrsmittel miteinander zu verbinden, um Umsteigern den Wechsel der Abfertigungshalle zu ermöglichen. Oder noch viel simpler: Es kommt immer wieder vor, dass Reisende versehentlich oder in Unwissenheit zum falschen Terminal fahren. Laut einem Bericht der lokalen Zeitung MOZ war seitens des BER bislang geplant, dass der Transport zwischen den beiden Terminals mit den normalen Verbindungen des Nahverkehrs, also Bus und Schnellbahn, bewerkstelligt werden sollen. Hierfür sollten die normalen Fahrscheinpreise zu bezahlen sein. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte dies heftig, denn die unterschiedlichen Tarifsysteme der beiden lokalen Verbände dürften wohl für Nicht-Berliner oder Nicht-Brandenburger, die lediglich vom einen zum anderen Terminal wollen, fast undurchblickbar sein. Die Interessensvertretung fordert daher unmissverständlich, dass die Flughafengesellschaft einen kostenlosen Shuttlebus, wie an den meisten Großflughäfen üblich, einrichten soll. Hierbei verweist man auch darauf, dass dies international Standard ist und machte damit einen Seitenhieb darauf, dass sich der BER stets als Großflughafen in der Öffentlichkeit vermarktet. Nun reagierte auch

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Umbuchungen: Die Tarifdifferenz wird immer fällig

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa und ihre Töchter Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines erheben bis Ende Dezember 2020 in allen Tarifklassen keine Umbuchungsgebühr. Das betrifft auch Economy Light. Allerdings kann – je nach gebuchtem Tarif – dennoch eine Aufzahlung anfallen, wenn der neue Flug teurer ist. Die Airlines der Lufthansa Group und viele Mitbewerber könnten sich bei vielen potentiellen Kunden das Vertrauen durch die laut Bundesverband Verbraucherzentrale absichtliche Missachtung der gesetzlichen Frist für die Rückerstattung von Tickets, die aufgrund der Coronakrise nicht genutzt werden konnten, verspielt haben. Noch immer warten tausende Kunden auf die Rückzahlung ihrer Ticketgelder. Die Tarife, die nun als „flexibel“ beworben werden, bedeuten lediglich, dass bei einer Umbuchung die pauschale Gebühr, die sonst für diesen Vorgang erhoben wird, nicht anfällt. Eine eventuelle Tarifdifferenz ist weiterhin aufzuzahlen und wenn der neue Flug günstiger ist gibt es kein Geld zurück. Davon ausgenommen sind erstattbare Flexi-Tarife, die in den Bestimmungen explizit vorsehen, dass keine Aufzahlung anfällt. Insofern ist die „neue Flexibilität“, die von der Lufthansa Group nun erneut beworben wird, nur sehr beschränkt zutreffend. Lediglich die Pauschalgebühr, sie sonst zusätzlich zur Tarifdifferenz verrechnet wird, ist zumindest bis Ende Dezember 2020 nicht zu entrichten. 

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Lufthansa: Loungezutritt gegen Bezahlung

Ab sofort können Lufthansa-Passagiere mit einem Economy-Class-Ticket die Lounges in Frankfurt am Main und München gegen Bezahlung einer Eintrittsgebühr in der Höhe von 39 Euro nutzen. Die Bezahlung erfolgt vor Ort mit Kreditkarte. Der Carrier weist darauf hin, dass „Buy-in“ derzeit nur in Frankfurt und München möglich ist, wenn in der jeweiligen Kranich-Lounge ausreichende Kapazitäten verfügbar sind. Vom „Einkaufen“ ausgenommen sind die First Class Lounges, die laut Lufthansa weiterhin Reisenden der Ersten Klasse und HON-Circle-Mitgliedern vorbehalten ist. Die österreichische Tochtergesellschaft Austrian Airlines hält ihre Lounges am Flughafen Wien-Schwechat weiterhin geschlossen. Passagiere mit Status oder Business-Ticket können den momentan einzigen exklusiven Wartebereich, Sky Lounge Schengen, nutzen. Ein Sprecher sagte dazu: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere eigenen Lounges wieder öffnen zu können.“

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Ryanair: Buchungslage in Irland „furchtbar“

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat offenbar ausgerechnet im Heimatmarkt Irland ein Absatzproblem. Konzernchef Michael O’Leary erklärte in einem Interview, dass die Buchungszahlen im Inselstaat furchtbar wären. Dies führt er auch auf die durchaus sehr strengen Quarantänebestimmungen zurück. In Deutschland und Italien hingegen verzeichnet Ryanair eine wachsende Nachfrage, die er auf die kostenfreien Testungen nach der Rückkunft zurückführt. Die verschiedensten Reiseeinschränkungen und komplizierten Einreisebestimmungen vieler europäischer Staaten hält Michael O’Leary würden die gesamte Airline-Branche schwer treffen. Indes erklärte Betriebsleiter Neal McMahon in einem Gespräch mit Reuters, dass der ursprünglich vorgesehene Personalabbau kleiner ausfallen wird. Grund dafür ist, dass man sich in zahlreichen Ländern auf Sparpakete einigen konnte. Mit Stand vom 21. August 2020 hätten konzernwert 97 Prozent der Piloten und 90 Prozent des Kabinenpersonals die so genannten Paycuts und Änderungen an ihren Arbeitsverträgen akzeptiert. Im Mai 2020 sagte Michael O’Leary, dass Ryanair höchstwahrscheinlich rund 3.000 Mitarbeiter des fliegenden Personals abbauen muss. Konkret sagte er auch, dass es jene treffen werde, die den Änderungen und den damit verbundenen Lohnkürzungen, die durchaus 20 Prozent ausmachen, nicht zustimmen. So geschehen auch bei der Tochtergesellschaft Lauda: Sämtliche fliegenden Mitarbeiter, die in Österreich ihre Zustimmung zum neuen Kollektivvertrag nicht erteilt haben, wurden gekündigt. Bei dieser Gelegenheit fuhr man auch gleich mit dem „Eisenbesen“ durch die Verwaltung und trennte sich auch in diesem Unternehmensbereich von vielen Beschäftigten. Lauda kündigte auch in Düsseldorf alle Mitarbeiter, die nicht mit „I accept“ geantwortet haben und dem Vernehmen nach auch weitere. In Stuttgart wurde allen Beschäftigten der „blaue Brief“ geschickt und absurderweise

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