Jan Gruber

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Jan Gruber

Österreich spricht neue Reisewarnungen aus

Österreich hebt die seit längerer Zeit geltenden Reisewarnungen für Schweden und große Teile Portugals auf. Das hat zur Folge, dass Rückkehrer ab Montag keinen negativen PCR-Test mehr vorlegen müssen und der Antritt einer Quarantäne ebenfalls entfällt. Während die Aufhebung in Schweden für das gesamte Staatsgebiet gilt, sind in Portugal die Regionen Norte und Lissabon ausgenommen. Für die zuletzt genannten bleiben die Reisewarnung und somit auch die Einreisebestimmungen aufrecht. Neu auf der Liste der Risikoregionen, die mit der Reisewarnstufe der höchsten Stufe versehen wurden, finden sich die tschechische Hauptstadt Prag sowie die französischen Regionen Île de France und Provence-Alpes-Côte d’Azur. Für diese gilt ab Montag eine Reisewarnung inklusive Quarantäne bzw. Vorlagepflicht eines negativen PCR-Tests. Eher symbolischen Charakter haben aufgrund der ohnehin bereits zuvor beiderseits harten Einreisebestimmungen die nun für Israel, Argentinien, Bahrain, Kuwait, Costa Rica und Malediven ausgesprochenen Reisewarnungen der höchsten Stufe. Laut Außenministerium gilt diese derzeit für 37 Staaten.

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AUA kürzt Deutschland- und Schweiz-Flugplan

Mangels Nachfrage, die durchaus auch den zahlreichen Reisewarnungen geschuldet ist, kürzt Austrian Airlines das Flugangebot nach Deutschland und in die Schweiz. Teilweise nimmt man Frequenzen zurück, setzt auf kleineres Fluggerät oder aber führt Verbindungen mit Zwischenstopp durch. Nach Angaben des Unternehmens soll vorerst das Angebot in die Schweiz und nach Deutschland gekürzt werden. Derzeit ist nicht vorgesehen, dass Strecken gänzlich eingestellt werden, jedoch werden die Verkehrsflugzeuge der Austrian Airlines diese weniger häufig bedienen. Insbesondere in die Schweiz plant der Carrier mit kleineren Maschinen. Die Ziele Leipzig und Nürnberg werden künftig in der Form Wien-Leipzig-Nürnberg-Wien angeflogen. Die Maßnahmen sollen vorerst bis Ende Oktober 2020 gelten. Ob es auch zu Kürzungen in Richtung der Niederlande und Belgien kommen wird, ist noch offen. Eine Entscheidung ist laut Austrian Airlines noch nicht gefallen, man beobachtet derzeit die Lage.

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Wien: Ryanair streicht noch im September 12 Strecken

Mit Monatsende stellt die Ryanair Group, der auch Lauda angehört, zahlreiche Strecken ab Wien-Schwechat ein. Hintergrund dürfte die aufgrund der Corona-Pandemie äußerst verhaltene Nachfrage sein. Diverse Reisebeschränkungen, die dazu führen können, dass Personen mit Aufenthaltsort Wien bzw. Österreich überhaupt nicht einreisen können, wirken sich offensichtlich zusätzlich negativ auf den Absatz aus. Nun gibt Ziele wie Paris-BVA, Bordeaux und Danzig auf. Insgesamt streicht Ryanair mit Ende September 12 Destinationen ab Wien-Schwechat. Dabei handelt es sich nicht nur um Sommerziele, die vorzeitig eingestellt werden, sondern auch City-Shuttle-Ziele sind betroffen. Ende Oktober 2020 fallen nach aktuellem Informationsstand neun weitere Strecken weg. Gleichzeitig nimmt man jedoch die Kanaren wieder ins Programm. Generell ist der Winterflugplan ab Wien stark abgespeckt und Klassiker wie Marrakesch und Agadir fehlen gänzlich. Bei anderen Destinationen erscheint die Aufnahme aufgrund harter Einreise- und Quarantänebestimmungen und damit verbundener quasi-null Nachfrage äußerst fraglich. Ryanair selbst äußerst sich nicht zu den Veränderungen im Wiener Flugplan, jedoch sind diese nicht nur auf der Homepage des Konzerns ersichtlich, sondern betroffene Passagiere wurden bereits im großen Stil per E-Mail über die Annullierung ihrer Buchungen informiert. Die Lauda-Konzernmutter ist allerdings kein Einzelfall, denn auch die Mitbewerber Wizzair und Austrian Airlines adaptierten in den letzten Tagen und Wochen wiederholt ihre Flugpläne und passten diese auf die aktuelle Nachfrage an. Während die AUA keinen Hehl daraus macht, dass die Lage momentan herausfordernd ist, scheinen Fragen zu Streckeneinstellungen bei Wizzair nicht erwünscht zu sein. Mögliche Auswirkungen der Streichungen auf das Personal der Tochtergesellschaft Laudamotion bzw. des maltesischen Nachfolgers Lauda Europe

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Ryanair mit 1+1-Gratis-Aktion

Die Ryanair Group verscherbelt nun zwei Flugscheine zum Preis von einem. Das Angebot ist auf den Reisezeitraum 25. September bis 14. Dezember 2020 beschränkt und kann am Donnerstag, den 24. September 2020 bis 23 Uhr 59 gebucht werden. Der Carrier schreibt, dass es im Value-Tarif anwendbar ist. „Zum ersten Mal in der Geschichte von Ryanair starten wir ein „Buy One Get One Free“-Angebot. Man wäre verrückt, wenn man sich das entgehen lässt! Buchen Sie noch heute für Reisen vom 25. September bis 14. Dezember 2020 auf 1.600 Strecken und erhalten Sie ein zweites Ticket für denselben Flug kostenlos“, so Dara Brady, Director of Marketing & Digital bei Ryanair.

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Wizzair verscherbelt Tickets erneut

Die Billigfluggesellschaft Wizzair bietet am 24. September 2020 eine Rabattaktion an. In dieser werden die Flugscheine um bis zu 50 Prozent vergünstigt angeboten. Das optionale Flexpaket ist temporär auf einen Euro vergünstigt. Der Carrier versucht mit der neuerlichen Werbeaktion offensichtlich die derzeit äußerst geringe Nachfrage zu stimulieren. In den letzten Wochen beklagten sich zahlreiche Fluggesellschaften über vergleichsweise besonders geringe Vorausbuchungszahlen für Oktober 2020 und die folgenden Monate. Viele Airlines verzichten derzeit auf Umbuchungsgebühren, kassieren jedoch eine etwaige Tarifdifferenz. Bei Wizzair ist das nicht der Fall, es sei denn das kostenpflichtige Flexpaket wurde bei der Buchung dazu gekauft. Die Werbeaktion endet nach Angaben der Billigfluggesellschaft am Donnerstag, den 24. September 2020 um 23 Uhr 59.

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Stellenabbau: Airbus und IG Metall verhandeln

Am heutigen Donnerstag starten die Tarifverhandlungen zwischen dem europäischen Flugzeugbauer Airbus und der Gewerkschaft IG Metall. Der Konzern beabsichtigt angesichts der aufgrund der Corona-Pandemie stark gesunkenen Nachfrage rund 3.000 Stellen in Deutschland zu streichen. Allein im Werk Hamburg-Fuhlsbüttel sind etwa 2.325 Jobs betroffen. IG Metall hält den Stellenabbau für nicht notwendig und plädiert dafür, dass Airbus auf Kurzarbeit setzen solle. Daher werden vor dem Hotel, in dem die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft stattfinden auch Protestaktionen durchgeführt. In den letzten Wochen organisierten IG Metall und Betriebsrat wiederholt ähnliche Veranstaltungen. Das Ziel der Arbeitnehmervertreter ist die Verhinderung der bevorstehenden Kündigungen.

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Toulouse: Letzter A380 in Endmontage

Das Produktionsende des Airbus A380, umgangssprachlich auch Superjumbo genannt, rückt unaufhaltsam näher. Das Exemplar mit der Seriennummer 272 befindet sich in der Endmonatage auf Station 40. Der Vierstrahler ist zur Auslieferung an Emirates vorgesehen. Ob dieser A380 jemals in den aktiven Liniendienst gestellt wird, ist noch völlig offen. Weltweit sind derzeit viele Einheiten dieses Typs abgestellt. Zahlreiche Fluggesellschaften verkündeten bereits das endgültige Aus für ihre Superjumbo-Flotten. Ein kommerzieller Erfolg war das Prestigeprojekt Airbus A380 nicht, denn im Vorjahr verkündete der europäische Flugzeugbauer die Einstellung der Produktion. Hintergrund ist, dass leider keine Neubestellungen mehr vorliegen. Mit der Abarbeitung der letzten Orders endet die Herstellung nach 251 Exemplaren. Einige bereits fertiggestellte Airbus A380 befinden sich in Toulouse und auf einem anderen französischen Flughafen in „Zwischenlagerung“. Diese neun Superjumbos sind zur Auslieferung an Emirates bzw. ANA vorgesehen, wobei eine Übergabe aufgrund der Corona-Pandemie bislang nicht erfolgt ist. Lokale Spotter teilten auf Twitter ein Foto des letzten Airbus A380: The last one ! 😭Initial assembly of msn 272, the last #Airbus #A380 is completed, it was transferred from station 40 to station 35 this morning. 🇦🇪 #AvGeek #Toulouse pic.twitter.com/wvKDqKyLil — Aviation Toulouse (@Frenchpainter) September 23, 2020

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AUA: Masken-Ärger für FPÖ-Abgeordneten

Am Dienstag ist es auf einem Austrian-Airlines-Flug von Innsbruck nach Wien zu einem absurden Zwischenfall gekommen. An Bord befand sich der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Peter Wurm, der nach der Landung in Wien von der Exekutive „begrüßt“ wurde. Der Politiker behauptet, dass dies erfolgt wäre, weil die Crew die Art und Weise wie er seinen Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt habe, nicht gepasst habe. Was sich nun tatsächlich an Bord abgespielt hat, ist völlig unklar. Die Darstellungen gehen sehr weit auseinander. Der Nationalratsabgeordnete sagt, dass er seine MNS-Maske zum Trinken abgenommen habe. Dies wäre auch zulässig, denn das Kabinenpersonal weist in Durchsagen ausdrücklich darauf hin, dass der Mund-Nasen-Schutz zum Essen und Trinken kurzzeitig abgenommen werden darf. Darauf pocht auch der Politiker und postet in Sozialen Medien ein „Beweisfoto“, auf dem er mit korrekt sitzender Maske und einer 0,5-Liter-PET-Wasserflasche zu sehen ist. Angesichts des Umstands, dass zahlreiche FPÖ-Politiker öffentlich gegen den Mund-Nasen-Schutz poltern, ist es nicht auszuschließen, dass der Vorfall eine bewusste Inszenierung war. Immer wieder berichten Medien, dass hochrangige Politiker dieser Partei angeblich vielerorts das Tragen der Masken verweigern sollen. Insofern würde eine bewusste Provokation samt Polizeieinsatz und nachgereichter Videoberichte in FPÖ-TV durchaus in dieses Schema passen. Austrian Airlines will auf den konkreten Vorfall gar nicht eingehen und verweist allgemein darauf, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Beförderungsbedingungen verankert ist. Das hat zur Folge, dass man sich mit dem Kauf zur Einhaltung und damit auch zum korrekten Tagen einer MNS-Maske verpflichtet. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Beispielsweise sind kleine Kinder befreit. Personen, denen aus gesundheitlichen

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Im Oktober: Lufthansa Group will Schnelltests einführen

Mittlerweile dürfte zahlreichen Politikern verschiedener EU-Länder klar geworden sein, dass das momentane System der Reisewarnungen, Einreisebeschränkungen und Quarantänepflichten der gesamten Transport- und Tourismusbranche nach und nach das Überleben unmöglich macht. Deutschland prüft nun die Einführung von Schnelltests, die beispielsweise vor jedem Abflug durchgeführt werden, könnten. Mittlerweile sind auf dem Markt sehr zuverlässige Antigen-Tests erhältlich. Diese liefern binnen etwa 15 Minuten ein Testergebnis. Fällt dieses negativ aus, so kann der Passagier fliegen. Ist es positiv, so obliegt es den Gesundheitsbehörden gegebenenfalls weiter Maßnahmen zu veranlassen. Die IATA drängt mittlerweile auf eine solche Lösung. Beispielsweise könnte im Zuge der Sicherheitskontrolle ein Corona-Schnelltest durchgeführt werden. Dies würde Einreise- und Quarantänebeschränkungen obsolet machen. In Deutschland ist das Projekt mittlerweile so weit fortgeschritten, dass die Lufthansa Group darüber spricht, dass im Laufe des Oktobers derartige Schnelltests vor jedem Abflug eingeführt werden könnten. Man befindet sich bereits in intensiven Verhandlungen mit dem Pharmakonzern Roche und will Antigen-Tests für die Flugbegleiter anschaffen. Dies berichtet Reuters. Auf offizieller Ebene finden intensive Verhandlungen zwischen Bund und Ländern statt. Ebenfalls Teil dieser ist, dass der Einsatz in Alten- und Betreuungsheimen angedacht ist. Besucher und Personal würden täglich getestet werden, was letztlich zu mehr Sicherheit für die Bewohner führen soll. Die Luftfahrt hofft freilich darauf, dass Corona-Schnelltests so schnell wie möglich, optimalerweise weltweit, vor jedem Abflug eingeführt werden. Gleichzeitig versucht man Gespräche zu führen, die in eine Kostenübernahme durch die Staaten münden sollen. Dabei haben manche Anbieter schlagkräftige Argumente, denn wenn es so weiter geht wie jetzt, dann droht vielen Airlines

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PNR-Datenweitergabe: Deutschland droht Ärger aus Brüssel

Wozu müssen derzeit bei der Einreise in viele Länder Formulare ausgefüllt werden? Diese Frage stellen sich Flugreisende durchaus häufig, denn bedingt durch die Fluggastdatenverordnung haben die Behörden ohnehin Zugriff auf eine äußerst umfangreiche und umstrittene Datensammlung. Doch ausgerechnet der Datenschutz ist hier ein Hindernis und bringt Deutschland jetzt sogar Ärger aus Brüssel ein. Die so genannte PNR-Datenbank wurde zur Erleichterung der Verfolgung von grenzüberschreitenden Strafdelikten ins Leben gerufen. Eigentlich sollten auf diese nur Exekutivbehörden Zugriff haben und da die entsprechende EU-Verordnung ohnehin massiv umstritten war und ist, wurde immer wieder beteuert, dass auch sonst niemand auf die Datensammlung zugreifen darf. Deutschland bedient sich nun den in den PNRs gespeicherten Datensätzen und leitet diese an regionale Gesundheitsbehörden weiter. Diese Praxis wird von der EU-Kommission scharf kritisiert. Die Verordnung sieht schlichtweg nicht vor, dass Informationen aus der Passenger-Name-Record-Datenbank an die lokalen Gesundheitsbehörden weitergeleitet werden dürfen. Aus diesem Grund lassen die meisten EU-Staaten Formulare ausfüllen oder gar eine Online-Vorab-Anmeldung durchführen. Deutschland setzt war auch auf Papierkram, jedoch kontrolliert diesen bislang niemand an Ort und Stelle. Das will Innenminister Horst Seehofer nun ändern und die Bundespolizei dazu anhalten die Richtigkeit der Daten auf den Formularen zu prüfen. Doch die Weitergabe der PNR-Daten an die im Regelfall in den Landratsämtern und/oder Rathäusern angesiedelten Gesundheitsbehörden, sehen Oppositionspolitiker, die EU-Kommission und Datenschützer äußerst kritisch. Im Extremfall könnte der Bundesrepublik Deutschland sogar ein teures Vertragsverletzungsverfahren blühen. Die Rechtsgrundlage für die momentane Praxis fehlt vollständig. Auch ist nicht auszuschließen, dass Privatpersonen sogar Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung geltend machen könnten

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