Jan Gruber

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Jan Gruber

AUA-Vorstand Otto: „Wir bekommen keine Dreamliner“

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Langstreckenflotte von Austrian Airlines leider derzeit aufgrund der Coronakrise nicht sonderlich viel Arbeit hat. Gleichzeitig haben manche Maschinen die besten Jahre bereits hinter sich und sollten ersetzt werden. Allerdings wird sich Lufthansa nicht an den Kosten neuer Flugzeuge für die Langstrecke beteiligen, erklärte Vorstandsmitglied Andreas Otto im Gespräch mit CH-Aviation.com. Das bedeutet, dass Träume von Boeing 787 oder Airbus A350 wohl längere Zeit noch Träume bleiben werden. Kurzfristig ist in diese Richtung laut Otto auch rein gar nichts angedacht, denn erst „irgendwann im nächsten Sommer“ werde man den Flottenplan „erneut analysieren, da es derzeit schwierig ist Pläne zu erstellen“. Bei der Bekanntgabe eines Auftrags über zwanzig B787-9 im Jahr 2019 hat die Lufthansa Group ein Jet-Rendering in die Lackierung von Austrian Airlines aufgenommen. Es wurde jedoch nie offiziell bestätigt, dass einer der B787 tatsächlich von der AUA betrieben werden würde. Otto wies darauf hin, dass die Bedingungen der jeweiligen staatlichen Rettungsaktionen Flugzeugtransfers innerhalb der Gruppe ausschließen. Damit stehen die Karten für Austrian Airlines verdammt schlecht über diese Order an nagelneue Dreamliner zu kommen. Das Austrian-Airlines-Vorstandsmitglied dazu gegenüber CH-Aviation.com: „Wir haben derzeit finanzielle Probleme innerhalb der Gruppe. Jedes Unternehmen muss für sich selbst sorgen. Wir können nicht erwarten, dass uns vom Aktionär brandneue Flugzeuge zur Verfügung gestellt werden – wir könnten nicht dafür bezahlen und Lufthansa wäre nicht in der Lage, sie uns als Zuschuss oder Darlehen zu gewähren“. Der AUA-Kommerzvorstand macht auch keinen Hehl daraus, dass die Langstreckenflotte in die Jahre gekommen ist

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Köln braucht Hilfe: 100 Millionen Euro beantragt

Die Corona-Krise hat tiefe Spuren in den Finanzen des Flughafens Köln/Bonn hinterlassen. Derzeit geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz auf etwa 220 Millionen Euro sinken wird. Indes wurde auch bekannt, dass der Aufsichtsrat den Vertrag mit Airportchef Johan Vanneste verlängert hat. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 120 Millionen Euro sinken wird und das operative Ergebnis um 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert liegen wird. Die momentane finanzielle Situation wurde im Nachgang der jüngsten Aufsichtsratssitzung als angespannt beschrieben. Zur Linderung sollen nun 100 Millionen Euro beim Infrastruktur-Corona-Fonds des Bundeslands Nordrhein-Westfalen beantragt werden. Hinsichtlich der Passagierzahlen ist das Bild in Köln/Bonn ebenfalls triest. Im September lag die Anzahl der Reisenden, die diesen Airport nutzten, um 79 Prozent unter dem Vorjahreswert. Köln ist aber kein Einzelfall, denn ein ähnliches Bild ist an fast allen europäischen Flughäfen sichtbar. Die Erholung des Luftverkehrs geht nicht nur sehr langsam voran, sondern erleidet durch neue Einreise- und Quarantänevorschriften wieder Rückschläge. Die Folge daraus ist, dass viele Airlines ihre Kapazitäten neuerlich zurückfahren. Der Aufsichtsrat ist aber offensichtlich der Meinung, dass Johan Vanneste der richtige Mann ist, um Köln/Bonn aus der schwersten Krise in der Flughafengeschichte zu führen. Der Manager ist seit Mai 2018 im Amt und wird es auch noch länger bleiben. Das Unternehmen teilte mit, dass der Kontrakt um fünf Jahre verlängert wurde.

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Ryanair: Dem Aufwärtstrend folgen drastische Kürzungen

Die irische Ryanair Group beförderte im August 2020 rund sieben Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist es weniger als die Hälfte. Die Auslastung wird seitens des Carriers mit 73 Prozent angegeben und damit um 24 Prozent unter dem Wert, der im August 2019 erreicht wurde. Angesichts der Corona-Pandemie hinkt dieser Vergleich natürlich etwas. Die traditionell reisestarken Monate Juli und August 2020 direkt miteinander zu vergleichen ist daher ein wenig sinnvoller. Ryanair zählte im Juli 2020 4,4 Millionen Passagiere und steigerte sich dann im August 2020 auf sieben Millionen Reisende. Bis 30. Juni 2020 bediente der Konzern nur ausgewählte Strecken im Rahmen einer Art „Corona-Notflugplans“. Einige Tochtergesellschaften, darunter Buzz und Lauda, standen mit Ausnahme weniger Charter- und Rückholerflüge, lange still. In der Betrachtung der Auslastung der Ryanair Group zeigt sich ein bemerkenswertes Detail, denn die Werte für April, Mai und Juni 2020 werden überhaupt nicht kommuniziert. Geflogen wurde – wie erwähnt – nur auf wenigen Strecken und das mit geringer Frequenz. Vermutlich war der Loadfactor dermaßen niedrig, dass ihn Michael O’Leary lieber nicht in der Öffentlichkeit sehen möchte, obwohl das angesichts des Umstands, dass die gesamte Branche knallhart getroffen wurde und alle unter diesem Problem leiden, gar keine Schande wäre. Im Juli und August 2020 lag die Auslastung bei Ryanair um rund 25 Prozent unter den Vorjahreswerten. Unter Berücksichtigung des stark reduzierten Angebots lässt sich daraus ableiten, dass der Absatz erheblich reduziert war. Doch auch diese Werte dürften für die Zukunft recht uninteressant sein, da im Juli und

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August: Wizzair legte zu, doch der Ausblick ist mies

Die Wizzair Group zählte im August 2020 insgesamt 2.381.214 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sind dies deutlich weniger Reisende, doch gegenüber Juli 2020 konnte man sich erheblich steigern. Der angesichts der Corona-Pandemie starke Wiederanstieg der Anzahl der Passagiere ist auf verschiedene Umstände zurückzuführen: Einerseits handelt es sich bei den Kalendermonaten Juli und August um die traditionell reisestärksten Monate und andererseits waren die Einreisebestimmungen in diesem Zeitraum vergleichsweise locker. Das änderte sich bezogen auf die Balkan-Region bereits im Juli 2020 und seit etwa Mitte August werden wieder zunehmend strikte Einreise- und Quarantänebestimmungen erlassen. Diese werden sich in den Zahlen für September 2020 und den nachfolgenden Monaten drastisch niederschlagen. Betrachtet man die nachstehende Grafik, in der die Beförderungsleistung der ersten acht Monate des Jahres 2020 mit den Vorjahreswerten verglichen werden, so wird sehr deutlich, dass Wizzair zunächst mit Rekordzahlen ins Jahr 2020 starte. Ab März folgte aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie in Europa der starke Abfall. Seit Mai 2020 kann Wizzair wieder steigende Zahlen melden, liegt jedoch aufgrund der Summe aller Umstände erheblich unter dem Vorjahr. Auch angesichts des Umstands, dass Austrian-Airlines-Chef Alexis von Hoensbroech in Richtung Wizzair-Generaldirektor Jozsef Varadi den Vorwurf richtete, dass jeder mit leeren Flugzeugen fliegen könne, ist die Betrachtung der Wizzair-Auslastung möglicherweise interessanter und aussagekräftiger als die totale Anzahl der beförderten Passagiere. Hier ist festzustellen, dass der Billigflieger in den Monaten Jänner bis März 2020 nur minimale Rückgänge verzeichnete. Im Januar lag man sogar über dem Vorjahreswert. Der starke Einbruch folgte bei Wizzair im April 2020.

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Ukraine: 25 Tote nach Absturz einer An-26

In der Ost-Ukraine stürzte am Freitag ein Militärflugzeug des Typs Antonow An-26 ab. Nach aktuellem Informationsstand kamen 25 Menschen ums Leben. Zwei Insassen sollen nach Angaben des ukrainischen Zivilschutzes den Unfall zunächst überlebt haben, wobei einer davon an den Folgen in einem Spital gestorben sein soll. Genaue und gesicherte Angaben gibt es allerdings nicht. Die Maschine befand sich im Landeanflug auf den Militärflughafen Chuhuiv. Die Ursache des Absturzes ist noch vollkommen unklar. Augenzeugen berichten davon, dass die Maschine in Flammen aufgegangen sein soll. Ob dies bereits in der Luft erfolgt ist oder erst am Boden  – darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Laut Verteidigungsminister Andrej Taran werden nun die beiden Blackboxes ausgewertet. Als gesichert gilt lediglich, dass vermutlich das linke Triebwerk der An-26 ausgefallen ist. Die Maschine ist seit 1977 im Einsatz.

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737-Max: FAA-Chef Dickson führt Testflug selbst durch

Steve Dickson, Chef der U.S.-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA, will nun selbst die Sicherheit der Boeing 737-Max überprüfen. Der Chefaufseher ordnete einen Testflug an, an dem er selbst teilnehmen wird. Erfahrung im Cockpit hat Dickson mehr als genug, denn er flog viele Jahre lang als Militärpilot und zivil bei Delta Air Lines. Der „Chef-Flug“ dürfte auch ein Signal an die Öffentlichkeit sein, denn die FAA steht seit Bekanntwerden der schweren Mängel im Kreuzfeuer der Kritik. Zwar sind für eine Wiederzulassung des Musters noch zahlreiche Schritte notwendig, doch Dickson will offensichtlich symbolisieren, dass er selbst die Sache im Auge hat und das letzte Wort haben wird.

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Daran erkennt man A320 von Lauda Europe

Laudamotion, Lauda, Lauda Europe, Ryanair Austria oder doch etwa Airbus-fliegende Ryanair – die Namen, die der Fluggesellschaft umgangssprachlich gegeben werden sind mittlerweile äußerst umfangreich. Die österreichische Airline Lauda, offiziell Laudamotion GmbH, wird durch die maltesische Lauda Europe, offiziell Lauda Europe Ltd., ersetzt. Doch was ändert sich eigentlich sichtbar für die Passagiere? Die größte Änderung wurde bereits unmittelbar vor der Wiederaufnahme des Lauda-Flugbetriebs vollzogen, denn Ryanair stampfte die eigenen OE-Flugnummern ein und degradierte die österreichische Tochter zum konzerninternen Wetlease-Operator. Das hat zur Folge, dass alle Verbindungen ganz offiziell Ryanair-Flüge sind und derzeit Laudamotion (OE / LDM) und Lauda Europe (LW / LDA) als Subunternehmer tätig. Das österreichische Unternehmen wird dicht gemacht und als Nachfolger fungiert die maltesische Ryanair-Tochter. Das hat zur Folge, dass das österreichische Hoheitszeichen am Heck der Maschinen einem maltesischen weicht. Die Registrierungen der Airbus-A320-Maschinen, die beispielsweise neben der Flagge und unter den Tragflächen angebracht sind, beginnen nicht mehr mit OE (Österreich), sondern mit 9H (Malta). Diese Veränderungen sind am offensichtlichsten, denn an der Livery ändert sich offiziell nichts. So ganz „ändert sich nichts“ ist aber nicht korrekt, denn die bislang unter dem Schriftzug „Lauda“, rechts neben der vorderen Eingangstür aufgeklebte Text „laudamotion.com“ ist bei den von Lauda Europe betriebenen Airbus A320 nicht mehr sichtbar. Die Geschäftsleitung wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern und schrieb lediglich, dass die vorgelegten Fotos schön wären. Inhaltlich ging man auf keinerlei Fragen ein. An Bord ist fast alles unverändert. Einzig die Sicherheitskarten sind ausgetauscht und wirken nun wesentlich billiger. Laudamotion setzte auf

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Dortmund: Corona-Testcenter bleibt in Betrieb

Der Flughafen Dortmund teilte mit, dass das von der kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe betriebene Corona-Testzentrum bis mindestens 25. Oktober 2020 in Betrieb bleiben wird. Reiserückkehrer können sich dort weiterhin testen lassen. Wer bis zum 25. Oktober 2020 aus einem Risikogebiet am Dortmund Airport landet, kann sich direkt nach der Ankunft kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die 14-tägige Quarantäne, die bei Rückkehr aus einem Risikogebiet vorgeschrieben ist, kann so bei einem negativen Befund deutlich verkürzt werden. Lediglich bis zum Erhalt des negativen Testergebnisses müssen Reisende in Quarantäne. In der Regel sind dies zirka drei Werktage, so der Airport in einer Aussendung.

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Laura Meyer wird neue Hotelplan-Chefin

Die schweizerische Hotelplan Group wird künftig von Laura Meyer geleitet. Die Managerin gehört bereits dem Verwaltungsrat an und wird Anfang 2021 auf Thomas Stirnimann folgen. Dieser übernimmt künftig eine Funktion im Verwaltungsrat des Konzerns. „Ich freue mich, dass wir eine ideale CEO-Besetzung für die Hotelplan-Gruppe gefunden haben. Laura Meyer verfügt über ein ausgeprägtes digitales und unternehmerisches Know-how mit internationalen Erfahrungen“, sagt Fabrice Zumbrunnen, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes und Verwaltungsratspräsident von Hotelplan Group. „Die Reisebranche befindet sich aufgrund der gravierenden Folgen des Coronavirus in einem unvergleichlichen Strukturwandel in Richtung Digitalisierung. Ich bin überzeugt, dass Laura Meyer dank ihrem Erfahrungshintergrund in diesem Bereich wichtige neue Impulse für die Zukunft der Hotelplan-Gruppe liefern wird, die sich an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden orientieren“, so Fabrice Zumbrunnen. Thomas Stirnimann hat die Hotelplan-Gruppe seit November 2012 geführt und den Reisekonzern in den letzten acht Jahren trotz stetig neuer Herausforderungen im Tourismusgeschäft erfolgreich weiterentwickelt. „Unter seiner Führung ist Hotelplan Group mit den verschiedenen Business Units nicht nur näher zu den reisebegeisterten Kundinnen und Kunden gerückt, sondern hat sich vor dem Rückschlag durch die Auswirkungen des Coronavirus trotz starkem Wettbewerb operativ auf der Erfolgsspur behauptet“, sagt Fabrice Zumbrunnen. „Für sein langjähriges, unermüdliches Engagement danke ich ihm herzlich und freue mich, dass Hotelplan Group auch weiterhin auf die umfassende Branchenerfahrung von Thomas Stirnimann zählen kann.“ Thomas Stirnimann wird bis zum seit längerem geplanten CEO-Wechsel die Hotelplan-Gruppe noch bis Ende Jahr leiten und anschließend deren Verwaltungsrat ab 1. Januar 2021 verstärken.

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Lufthansa: UFO nimmt am Gewerkschaftsgipfel nicht teil

Für Montag hat die Geschäftsführung der Lufthansa drei Gewerkschaften zu Gesprächen eingeladen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation sagte ihre Teilnahme ab und verweist in einer Medienmitteilung darauf, dass man sich nicht zum Feigenblatt machen lässt. „Seit dem viel beachteten Abschluss unseres Krisen- und Absicherungspakets im Juni werden wir öffentlich immer wieder als Beispiel für erfolgreiche Krisentarifverträge angeführt. Allerdings ignoriert der Konzern seit Unterschrift jeden Versuch, den Personalüberhang sozialverträglich und gemeinsam anzugehen. Der Termin am kommenden Montag suggeriert insofern einen Zustand, den es nicht gibt, denn die Mitarbeiter werden eher als Gegner denn als Verbündete gesehen. Es gibt keine Bereitschaft, gemeinsame Strategien zu entwickeln. Wortbruch gegenüber Germanwings und SunExpress mit hartem Stellenabbau sind Ausdruck für das Gegenteil von verantwortlichem und partnerschaftlichem Vorgehen, gerade wenn gleichzeitig für einen mickrigen Lohn beim Projekt Ocean eingestellt wird. Wir werden uns nicht länger als Feigenblatt eines funktionierenden Umgangs miteinander missbrauchen lassen“, erklärt Daniel Flohr, UFO-Vorsitzender. „Seit vier Monaten gibt es keine inhaltlichen Gespräche mehr zwischen Lufthansa und UFO, obwohl der Handlungsbedarf groß und dringend ist. Der Personalüberhang in der Muttergesellschaft wird stiefmütterlich angegangen, alle unsere Vorschläge werden schlicht ignoriert. Die Haltung des Managements gegenüber seinen Mitarbeitern und deren Vertretung hat sich im Vergleich zu der Zeit vor der Krise leider gar nicht verändert. Dagegen hat UFO bewiesen, gerade in der Krise lösungs- und gestaltungsfähig zu sein, das fordern wir vom Management seit langem ein“, sagt Nicoley Baublies, UFO-Verhandlungsführer für Lufthansa. „Wir verweigern keine Gespräche, um die Themen der Kabine anzugehen. Wir fordern diese sogar explizit ein.

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