Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Erster Lauda-A320 trägt maltesische Registrierung

Der Airbus A320 mit der bisherigen Registrierung OE-LMG, betrieben von Lauda, ist nun kein „Österreicher“ mehr, sondern wurde als 9H-LMG ein „Maltese“. Es handelt sich um die erste Maschine, die zur neugeründeten Lauda Europe Ltd. wechselt. Die maltesische Registrierung wurde im Technikbetrieb auf dem Flughafen Wien-Schwechat angebracht. Weitere Maschinen folgen in den nächsten Tagen und Wochen, denn am 15. September 2020 wird die Lauda Europe Ltd. den Betrieb der Bases Wien und Düsseldorf übernehmen. Bereits ab 13. September 2020 sind Flüge zwischen Palma de Mallorca und Memmingen geplant. Ryanair informierte bereits Fluggäste per E-Mail und machte dies im Reservierungssystem ersichtlich. Die österreichische Laudamotion GmbH hatte zuletzt 28 Flugzeuge des Typs Airbus A320 im von Austro Control geführten Register eingetragen. Dabei handelt es sich um nachstehende Maschinen: OE- Herstellerbezeichnung Seriennummer IBJ A320-232 3259 IHD A320-232 3270 IHH A320-232 2502 IHL A320-232 3105 LMB A320-232 2859 LMC A320-214 3063 LMG A320-232 4603 LMH A320-214 5015 LMI A320-214 5081 LMJ A320-214 5140 LMP A320-214 3616 LOA A320-214 3147 LOB A320-232 2928 LOI A320-214 2994 LOJ A320-232 2288 LOM A320-232 2984 LON A320-214 3048 LOO A320-214 3027 LOP A320-232 1566 LOQ A320-214 3131 LOR A320-214 3206 LOS A320-214 3153 LOT A320-232 2522 LOU A320-214 3132 LOW A320-233 2252 LOX A320-214 3272 LOY A320-232 2161 LOZ A320-232 2838

weiterlesen »

Croatia Airlines braucht dringend Staatshilfe

Das Star-Alliance Mitglied Croatia Airlines suchte bei der kroatischen Regierung um Staatshilfe an. Das Unternehmen erklärte, dass diese benötigt wird, um die Liquidität gewährleisten zu können und die Schäden, die aufgrund der COVID-19-Krise entstandenen Schäden lindern zu können. Ex-Yu-Aviation schreibt unter Berufung auf Croatia Airlines, dass sich der Carrier in intensiven Verhandlungen mit dem Staat über eine mögliche Finanzspritze befindet. Auch wird über staatliche Garantieren für langfristige Darlehen gesprochen. Die kroatische Fluggesellschaft erlitt im ersten Halbjahr 2020 einen Netto-Verlust in der Höhe von 23,1 Millionen Euro. Allerdings war man im Vorjahreszeitraum ebenfalls in den roten Zahlen. Croatia Airlines hat drei verschiedene Szenarien entworfen, wie sich die anhaltende Pandemie auf das Geschäft auswirken kann. „Die ersten für unseren Krisenplan vorbereiteten Prognosen sehen einen Verlust von 30 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020 vor. Mit diesem Ergebnis hätten wir eine marginale Liquidität. Um einen nachhaltigen Betrieb aufrechtzuerhalten, benötigen wir daher zusätzliche Mittel durch Kredite und staatliche Garantien. Für die zweite Cashflow-Prognose, die auf einem Umsatzniveau von 52% gegenüber dem Vorjahr, der Aussetzung einiger saisonaler Strecken und einem niedrigeren durchschnittlichen Kabinenauslastungsfaktor basiert, erwarten wir einen Verlust von vierzig Millionen Euro. Sollte sich die Krise hinziehen und das Umsatzniveau 37% des Vorjahres erreichen, während sich die Wiedereröffnung der Grenzen verzögert, was zu Beginn des Jahres 2021 zu einer geringeren Nachfrage führen und unser Zeitplan auf deutlich weniger Strecken reduziert wird, könnten wir einen Fehlbetrag von 73 ausnehmen Millionen Euro “, stellte das Unternehmen fest. Seitens der kroatischen Regierung gibt es positive Signale. So wird Verkehrsminister

weiterlesen »

Mitten in der Krise: Rekordauftrag für Recaro

Mitten in der Coronakrise ist es dem deutschen Sitzhersteller Recaro gelungen einen Großauftrag für 31.767 SL3710-Economy-Class-Sessel an Land zu ziehen. Diese sollen ab dem kommenden Jahr in 146 Airbus-Jets von Wizzair eingebaut werden. Der Auftrag ist Bestandteil eines noch viel größeren Deals, den Großaktionär Indigo Partners mit Recaro ausverhandelt hat. Es handelt sich um die umfangreichste Bestellung, die der Hersteller von Flugzeugsitzen jemals an Land ziehen konnte. „Diese Leistung ist ein bedeutender Meilenstein für Recaro und die beteiligten Teams, die alle große Anerkennung und Dankbarkeit verdienen“, sagte Mark Hiller, CEO und Aktionär von Recaro Aircraft Seating. „Dies ist möglicherweise der schnellste Hochlauf eines Auftrags, den wir je erlebt haben, und ich bin zuversichtlich, dass unsere Teams darauf gut vorbereitet sind.“ Der größere Vertrag mit dem Indigo Partners-Portfolio von Fluggesellschaften umfasst 459 Maschinen mit insgesamt 96.000 Sitzen der  Reihe SL3710. Indigo Partners hat seinen Hauptsitz in Phoenix, Arizona, und setzt auf das Geschäftsmodell der Ultra-Low-Cost-Fluggesellschaft, das den Passagieren minimale Einschlüsse in den Tarif und eine Reihe von Zusatzgebühren für Annehmlichkeiten bietet. „Es wurde viel Arbeit in die Auswahl eines Sitzplatzanbieters für diese Bestellung gesteckt, aber was uns an Recaro am meisten beeindruckt hat, war die Kundenorientierung“, erklärt Heiko Holm, Chief Operations Officer von Wizz Air. „Das globale Netzwerk von Produktions- und Kundendienststandorten war nicht nur für unsere einzelnen Fluggesellschaften leicht zugänglich, sondern Recaro hat auch den SL3710-Sitz an unsere Bedürfnisse angepasst. Dies gab uns zusätzliche Einblicke in Recaro, der bereit ist, die Extrameile zu gehen, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen.“

weiterlesen »

Edelweiss kündigt drei neue Winterziele an

Die Ferienfluggesellschaft Edelweiss wird im Winterflugplan 2020/21 insgesamt 25 Destinationen in elf Ländern anbieten. Neu im Programm sind Agadir, Sharm El Sheikh und Sal.  Die neuen Routen werden im Oktober 2020 aufgenommen.  „Schweizerinnen und Schweizer buchen ihre Reise kurzfristiger als in der Vergangenheit. Ferien zu typischen Badeferiendestination sind auch im Winterhalbjahr hoch im Kurs. Eine intakte touristische Infrastruktur und hohe Anforderungen an die Gesundheitssicherheit sind für uns in dieser Zeit besonders wichtig“, so Patrick Heymann, Chief Commercial Officer von Edelweiss. Ab 1. Oktober 2020 bietet Edelweiss einen wöchentlichen Flug nach Agadir an. Ab 2. Oktober 2020 fliegt Edelweiss bis zu zweimal wöchentlich von Zürich nach Sharm El Sheik. Ab 26. Oktober 2020 bedient Edelweiss einmal wöchentlich Sal auf den Kapverdischen Inseln ab Zürich.  Übersicht aller Ferienziele im Winterflugplan 2020/21: Ägypten: Hurghada, Marsa Alam, Sharm El Sheikh Griechenland: Heraklion, Kalamata Italien: Catania, Lamezia Terme Kap Verde: Sal Kosovo: Pristina Marokko: Agadir, Marrakesch Nordmazedonien: Skopje Portugal: Faro, Funchal Schottland: Edinburgh Spanien:  Fuerteventura, Gran Canaria, Ibiza, Lanzarote, La Palma, Palma de Mallorca, Santiago de Compostela, Sevilla, Teneriffa Zypern: Larnaca

weiterlesen »

Malta-Air-Piloten bangen um Kurzarbeitergeld

Den in Deutschland stationierten Piloten der Fluggesellschaft Malta Air wurde das Kurzarbeitergeld gestrichen. Die Bundesagentur für Arbeit stellte ursprünglich einen positiven Bescheid aus, revidierte jedoch nachträglich die Entscheidung. Die Vereinigung Cockpit und der Geschäftsführer der Ryanair-Tochter gaben nun eine gemeinsame Medienmitteilung heraus. „Es ist ein trauriger Tag für die deutschen Piloten, die sicher das Gefühl haben, dass ihre Regierung ihnen den Rücken zugekehrt hat, angesichts der Nachricht, dass sie ihre Entscheidung zur Gewährung von Kurzarbeiterleistungen für lokale deutsche Piloten, die deutsche Steuern und die deutsche Sozialversicherung zahlen, rückgängig macht In einer Zeit, in der andere Fluggesellschaften staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe erhalten, sollte die deutsche Regierung Piloten bei Malta Air nicht im Stich lassen, indem sie Sozialversicherungsleistungen verweigert. Die Covid-19-Krise hat der Luftfahrtindustrie extrem zugesetzt und obwohl wir hart daran gearbeitet haben, die Arbeitsplatzverluste bei deutschen Piloten so gering wie möglich zu halten, brauchen die Piloten die Unterstützung ihrer Regierung in Form dieser Leistungen. Malta Air ist einer der größten Arbeitgeber im Luftverkehr in Deutschland mit über 1.000 Piloten und Crew-Mitgliedern an unseren deutschen Stützpunkten. Es ist wichtig, dass sich die deutsche Regierung für den Schutz dieser wichtigen Arbeitskräfte einsetzt und die außerordentlichen Herausforderungen berücksichtigt, denen die Luftfahrtindustrie derzeit gegenüber steht. Gemeinsam mit der Vereinigung Cockpit fordern wir sowohl die Kölner Agentur für Arbeit als auch die Bundesregierung auf, diese diskriminierende Nichtgewährung der Unterstützung zu beenden“, so David Diarmuid O’Conghaile, CEO von Malta Air. Die Vereinigung Cockpit und die Geschäftsleitung des Carriers fordern nun die Bundesagentur für Arbeit und die deutsche

weiterlesen »

Lauda Europe ab Mitte September 2020 in der Luft

Die maltesische Ryanair-Tochter Lauda Europe Ltd. wird ihren Flugbetrieb Mitte September 2020 aufnehmen. Geflogen wird mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320. Dabei handelt es sich um jene Flugzeuge, die momentan von der österreichischen Laudamotion GmbH betrieben werden. Aus internen Schreiben geht hervor, dass Lauda Europe die Bases Wien und Düsseldorf am 15. September 2020 übernehmen wird. Ab diesem Tag sind jene Mitarbeiter, die bislang für Laudamotion GmbH in Direktanstellung oder aber über die Leiharbeitsfirma Crewlink gearbeitet haben, Beschäftigte der Lauda Europe Ltd. Dies setzt allerdings voraus, dass die Zustimmung zum Arbeitgeberwechsel erteilt wurde. Dem Vernehmen nach sollen nur wenige ihr „I accept“ übermittelt haben. Einige Passagiere haben bereits von Ryanair ein offizielles Anschreiben per E-Mail erhalten. In diesem informiert man darüber, dass die Durchführung der gebuchten Flüge durch das Konzernmitglied Lauda Europe erfolgen wird. Die Basis Palma de Mallorca wird bereits ab 13. September 2020 unter dem maltesischen AOC fliegen. Beispielsweise sind Flüge auf der Memmingen-Strecke ab diesem Tag als „operated by Lauda Europe“ gekennzeichnet und die Reisenden wurden bereits per E-Mail entsprechend informiert. In den nächsten Tagen wird Lauda daher die Umregistrierung der aus 28 Airbus A320 bestehenden Flotte beginnen. Umlackierungen sind dem Vernehmen nach nicht geplant. Optisch sichtbar für die Passagiere wird künftig eine 9H-Registrierung anstatt der bisherigen OE-Registrierung auf dem Rumpf sein. In weiterer Folge soll die österreichische Laudamotion GmbH geschlossen werden. Welche Auswirkungen der 15. September 2020 auf die Basis Stuttgart haben wird und wann die Laudamotion GmbH ihren Flugbetrieb vollständig an Lauda Europe Ltd. übergeben

weiterlesen »

Finnair feuert 1.000 Mitarbeiter

Das Oneworld-Mitglied Finnair teilte mit, dass etwa 1.000 Stellen abgebaut werden müssen. Man wäre aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise und der damit verbundenen Reise- und Einreisebeschränkungen zu diesem Schritt gezwungen. Die 1.000 Jobs sollen dauerhaft entfallen. Derzeit sind die Arbeitsplätze von 2.800 Mitarbeitern in Finnland betroffen. Viele sind temporär vom Dienst freigestellt. Von diesen könnten etwa 1.000 nicht mehr zurückkehren. Insgesamt beschäftigt der Konzern 6.700 Mitarbeiter. Durch den Stellenabbau und weitere Maßnahmen will der Konzern jährlich 100 Millionen Euro einsparen.  Der Staat Finnland, der auch die Mehrheit an Finnair hält, will Kreditgarantien mit einem Volumen von 600 Millionen Euro bereitstellen. Eine direkte Staatshilfe ist allerdings nicht vorgesehen. Das skandinavische Land verschärfte in den letzten Wochen die Einreisebestimmungen erheblich und Reisende aus vielen Staaten, darunter auch Österreich, müssen wieder in Quarantäne.

weiterlesen »

Rettung von Virgin Atlantic unter Dach und Fach

Der Rettungsplan für die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic wurde nun von den Gläubigern angenommen. Das Unternehmen bezeichnet den Schritt als einen wichtigen Meilenstein bei der Sicherung der Zukunft der Airline. Virgin Atlantic erklärte weiters, dass 99 Prozent der Gläubiger grünes Licht erteilt haben. Die Zustimmung des Gerichts steht allerdings noch aus und wird in den nächsten Wochen erwartet. Der Carrier wird allerdings auch etwa 3.500 Arbeitsplätze abbauen. Die Finanzmittel, die Virgin Atlantic erhält, stammen aus privater Hand. Staatshilfe wurde dem Carrier verweigert, was insbesondere Richard Branson regelrecht auf die Palme brachte.

weiterlesen »

Paderborn vor der Insolvenz

Der deutsche Flughafen Paderborn könnte in Kürze Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Der Airport befindet sich mehrheitlich im Eigentum des Landkreises Paderborn. Nun soll es auch eine politische Mehrheit für die geplante Vorgehensweise geben, berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Die Eigentümer halten es für nicht finanzierbar eine Sanierung des Airports außerhalb eines Insolvenzverfahrens durchzuführen. Der Flughafen Paderborn soll aber in seiner Existenz nicht gefährdet sein. Im Zuge der Insolvenz könnte es auch zu einem erheblichen Personalabbau kommen. Laut WDR schreibt der Airport aufgrund der Coronakrise monatliche Verluste in der Höhe von rund 700.000 Euro. Der Landkreis Paderborn ist derzeit lediglich zum Ausgleich von maximal 200.000 Euro Jahresverlust verpflichtet. Allerdings hat man auch zahlreiche Kreditbürgschaften gewährt. Der Kreis Gütersloh, der ebenfalls am Flughafen beteiligt ist, will sogar aussteigen.

weiterlesen »

Spanien: Iberostar gründet Langstrecken-Airline

Man muss schon sehr mutig sein mitten in der Corona-Krise eine neue Fluggesellschaft zu gründen und mit dieser auch noch auf die Langstrecke gehen zu wollen. Der spanische Reiseveranstalter Iberostar, der bereits heute mehr als 30.000 Mitarbeiter hat, will eine eigene Airline in die Luft bringen. Unter dem Namen „World 2 Fly“ soll der Carrier mit Airbus A350 Langstreckenziele bedienen. Der Konzern mit Sitz auf Mallorca betreibt eigenen Angaben nach 120 Hotels in 19 Staaten und sieht durchaus Potential darin sich unabhängiger von externen Airlines zu machen. Gegenüber der lokalen Tageszeitung „Diario de Mallorca“ sagte man, dass die Dominikanische Republik, Kuba und Mexiko zu den ersten Zielen zählen werden. Gesichert habe man sich bereits einen Airbus A350 und befindet sich in den Verhandlungen über einen zweiten, baugleichen Langstreckenjet. Derzeit strebt Iberostar an, dass die Neugründung im März 2021 abheben soll. Gerade der Fokus auf die Long Haul ist ein mutiger Schritt, denn aufgrund internationaler Einreise- und Quarantänerichtlinien ist gerade dieses Segment besonders hart von der Coronakrise getroffen. Einst hochprofitable Routen können zum Teil überhaupt nicht mehr bedient werden oder haben eine so geringe Nachfrage, dass das Fliegen wirtschaftlich keinen Sinn macht.

weiterlesen »