Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanair lockert Handgepäcksregeln und verschärft Kontrollen

Der Billigflieger Ryanair hat die maximal erlaubte Größe für kostenloses Handgepäck angehoben. Passagiere dürfen nun ein Gepäckstück mit den Maßen 40 x 30 x 20 Zentimeter mit an Bord nehmen, was zuvor auf 40 x 25 x 20 Zentimeter begrenzt war. Die Änderung fällt in eine Phase, in der das Europäische Parlament eine einheitliche Handgepäckregelung für Flugreisen fordert. Der Vorstoß von Ryanair könnte als Reaktion auf diese Entwicklung gewertet werden. Allerdings schreibt die Fluglinie weiterhin vor, daß das Gepäckstück unter den Vordersitz passen muß. Ein zusätzliches Handgepäckstück kann nur durch den kostenpflichtigen Priority-Boarding-Service mitgeführt werden. Gleichzeitig sollen die Kontrollen verschärft werden. Berichten zufolge wird das Bodenpersonal künftig mit Prämien belohnt, wenn sie zu große oder zu schwere Handgepäckstücke entdecken. Die neue Politik zeigt das Bestreben der Fluggesellschaft, einerseits eine kundenfreundliche Maßnahme umzusetzen, andererseits aber die Einhaltung ihrer Gepäckbestimmungen streng zu überwachen.

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Russische Airline reaktiviert Passagierflugzeug des Typs Tupolev Tu-214

Die russische Fluggesellschaft Red Wings hat eine Tupolev Tu-214 reaktiviert und wieder in Dienst genommen. Die im Jahre 2008 gebaute Maschine mit der Kennung RA-64549 war seit 2015 ausser Betrieb und wurde nach einer umfassenden Überholung und Modernisierung wieder als lufttüchtig eingestuft. Die Tu-214 soll demnächst auf Routen nach Georgien und Israel eingesetzt werden. Die Airline, die eine Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Rostec ist, betreibt mehr als 100 nationale und internationale Verbindungen. Die Flotte von Red Wings besteht unter anderem aus Flugzeugen des Typs Superjet 100 und drei Boeing 777. Die Reaktivierung des Flugzeuges ist Teil der Strategie Russlands, seine Luftfahrt auf heimische Modelle umzustellen. Der staatliche Flugzeugbaukonzern UAC bereitet dafür die Wiederaufnahme der Serienproduktion des Flugzeuges in einer importunabhängigen Ausführung vor, deren Auslieferung ab 2026 beginnen soll.

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Flughafen Innsbruck baut Winterflugplan 2025/26 aus

Der Flughafen Innsbruck hat die Erweiterung seines Flugplans für die Wintersaison 2025/26 bekannt gegeben. Neue Direktflüge nach Brüssel, zusätzliche Verbindungen nach Deutschland und optimierte Flugzeiten nach Spanien sollen für eine verbesserte Anbindung an wichtige europäische Märkte sorgen. Ab dem 19. Dezember 2025 wird die Fluggesellschaft Tuifly Belgium erstmals Direktflüge von Innsbruck nach Brüssel anbieten. Die neue Verbindung wird jeweils montags und freitags bedient und ergänzt das bestehende Angebot von Austrian Airlines, die weiterhin einen wöchentlichen Flug auf dieser Strecke durchführen. Auch bestehende Routen werden ausgebaut. Eurowings wird künftig zweimal pro Woche nach Düsseldorf fliegen sowie die Frequenz nach Hamburg auf fünf Flüge pro Woche erhöhen. Zudem nimmt Iberia die Verbindung zur spanischen Hauptstadt Madrid zweimal wöchentlich in ihren Flugplan auf, wobei die angepassten Abflugzeiten die Anschlüsse für die Passagiere verbessern sollen.

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Rückzug aus Wien: Wizz Air macht die Basis dicht

Die Fluggesellschaft Wizz Air hat eine strategische Entscheidung von weitreichender Konsequenz für den Flughafen Wien bekanntgegeben: die schrittweise Schließung ihrer Basis in der österreichischen Hauptstadt. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen eine strategische Überprüfung seiner Betriebsabläufe, die ergeben habe, daß die stark gestiegenen Flughafengebühren und Steuern in Wien den Betrieb des Ultra-Low-Cost-Geschäftsmodells nicht mehr rechtfertigen. Der Wettbewerb mit Ryanair scheint seinen Beitrag geleistet zu haben. Der Rückzug soll in zwei Phasen erfolgen, beginnend am 26. Oktober 2025 mit der Einstellung von zwei Flugzeugen und zwei Strecken, gefolgt von der endgültigen Schließung am 15. März 2026. Diese Entscheidung, die 28 Routen zu 20 Ländern betrifft und 27.000 Passagiere pro Woche berührt, markiert einen schmerzhaften Verlust für den Wiener Flughafen und wirft ein Schlaglicht auf die harten wirtschaftlichen Bedingungen im europäischen Luftverkehr. Damit dürfte sich im Bereich der Lowcost-Carrier in Wien die Ryanair Group durchgesetzt haben. Die beiden Konzerne haben sich über einen längeren Zeitraum hinweg einen harten Wettbewerb auf vielen Routen geliefert. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass Wizz Air auf dem Rückzug ist. „Der Flughafen Wien bedauert die Entscheidung von Wizz Air, sich vom Standort Wien zurückzuziehen, und hält dazu fest: Die Flughafen-Entgelte sind für alle Airlines gleich und werden mit 1.1.2026 um bis zu 5% gesenkt. Der Flughafen Wien ist ein hochqualitativer Standort und im Vergleich zu vielen anderen Airports sehr wettbewerbsfähig. Aber im internationalen Standortwettbewerb spielen Kostenbelastungen wie die staatliche Flugabgabe eine große Rolle – die gibt es zum Beispiel in Österreichs Nachbarländern Ungarn und der Slowakei nicht.

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Lufthansa City Airlines stellt Flüge ab Hamburg ein

Die Lufthansa Group hat angekündigt, daß ihre neue Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines die Flugverbindungen vom Flughafen Hamburg einstellen wird. Die Airline hatte die Strecke nach München seit Juli 2024 bedient. Der letzte Flug findet am 24. Oktober statt, womit das Engagement der Gesellschaft in Norddeutschland vorläufig endet. Als Grund für die Änderung wird die hohe Nachfrage auf der Verbindung zwischen Hamburg und München genannt. Auf dieser häufig genutzten Route werden künftig wieder verstärkt Flugzeuge der Muttergesellschaft Lufthansa eingesetzt, welche eine höhere Passagierkapazität bieten. Die Lufthansa City Airlines operiert vorwiegend mit Maschinen des Typs Airbus A319 und A320, während auf der genannten Strecke die größeren Lufthansa-Jets bis zur Größe des A321 zum Einsatz kommen sollen. Die Einstellung des Betriebes in Hamburg ist somit eine strategische Anpassung an die Marktbedingungen.

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Frankfurt-Flüge: Oberösterreich will Subventionen ausschreiben – Eine hochriskante Strategie

Der Flughafen Linz kämpft um seine Existenz. Nach fünf Jahren in den roten Zahlen, dem nahezu vollständigen Verbrauch seiner Rücklagen und einem deutlichen Rückgang der Passagierzahlen stehen die Eigentümer, das Land Oberösterreich und die Stadt Linz, vor einer wegweisenden Entscheidung. In einer jüngsten Aufsichtsratssitzung wurde das klare Bekenntnis bekräftigt, den Flughafen zu erhalten und die entscheidende Anbindung an das globale Drehkreuz Frankfurt wiederherzustellen. Diese Verbindung, die von Austrian Airlines eingestellt wurde, gilt als oberste Priorität für die Zukunftssicherung des Flughafens. Während die Eigentümer eine Anschubfinanzierung in Höhe von acht Millionen Euro zugesichert haben, hängt die Umsetzung des Sanierungsplans von der rechtlichen Konformität mit dem strengen EU-Recht ab, das staatliche Beihilfen für Flughäfen streng reglementiert. Politik beharrt auf Frankfurt Die politisch Verantwortlichen planen nun die Strecke Linz-Frankfurt auszuschreiben. Das bedeutet konkret, dass jenes Luftfahrtunternehmen, das den Zuschlag erhält, ganz offiziell Subventionen bekommen wird. Wie diese ausgestaltet sind, ist derzeit noch völlig unklar. Vorstellbar sind verschiedene Varianten. Beispielsweise kann es sich um fixe Zuschüsse, eine vollständige Verlustabdeckung bis hin zur kompletten Übernahme des wirtschaftlichen Risikos samt in der Ausschreibung festgesetzter Preise handeln. An welchen Konzern man sich wendet, ist ohnehin klar, denn offenbar ist die oberösterreichische Politik der Meinung, dass man der Lufthansa Group damit Linz-Frankfurt wieder schmackhaft machen kann. Es gibt aber noch zahlreiche Probleme, die vorab beseitigt werden müssen. Während in vielen europäischen Ländern PSOs an der Tagesordnung sind – man denke an die Anbindung von Inseln an Hauptstädte – gibt es in Österreich momentan keinen einzigen. Auch das Luftfahrtgesetz

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Kategorischer Wandel in der Wüste: Qatar Airways führt reine Economy-Flotte ein

Die in der Luftfahrtwelt für ihren hochwertigen Premium-Service bekannte Fluggesellschaft Qatar Airways hat einen überraschenden Schritt unternommen: Sie wird erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte Flugzeuge mit einer reinen Economy-Class-Bestuhlung betreiben. Die Fluggesellschaft hat drei neue Airbus A321neo-Maschinen mit einer relativ dichten Konfiguration von 236 Economy-Sitzen erworben. Dies ist eine bemerkenswerte strategische Neuausrichtung für das Unternehmen, das traditionell auf Geschäfts- und Luxusreisende ausgerichtet ist. Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die starke und wachsende Nachfrage in der Economy Class auf bestimmten Routen, um die Marktposition in regionalen Schwellenländern zu stärken. Die neuen Flugzeuge sollen zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 sukzessive in die Flotte integriert und auf Strecken zwischen Doha und Zielen in Saudi-Arabien, Pakistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Georgien eingesetzt werden. Premium-Marke reagiert auf Marktbedürfnisse Der Schritt von Qatar Airways, Flugzeuge ohne Business oder First Class zu betreiben, ist ein deutliches Zeichen für die Anpassungsfähigkeit der Airline in einem sich schnell verändernden Markt. Bisher war die Flotte des Unternehmens so konfiguriert, daß sie eine Vielzahl von Passagieren bedienen konnte, von Geschäftsreisenden in der preisgekrönten Qsuite bis hin zu Touristen in der Economy Class. Die Entscheidung, auf einigen Strecken eine reine Economy-Konfiguration zu nutzen, bricht mit diesem traditionellen Geschäftsmodell. In einer Stellungnahme bestätigte Qatar Airways, daß die Entscheidung auf die stark wachsende Nachfrage in der Economy Class auf bestimmten Märkten zurückzuführen sei. Insbesondere die Verbindungen vom Drehkreuz in Doha zum Hamid International Airport (DOH) nach Madinah in Saudi-Arabien, Multan, Sialkot und Peshawar in Pakistan, Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten und

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Flughafen München versteigert Fundsachen in Moosburg

Der Münchner Flughafen führt am kommenden Samstag, den 13. September 2025, eine Versteigerung von Fundsachen durch. Die Auktion findet im Festzelt in Moosburg im Rahmen der Herbstschau statt und umfaßt eine Reihe von Gegenständen, die von Reisenden am Flugplatz vergessen wurden. Zu den Auktionsgegenständen gehören klassische Dinge wie Schmuck, Armbanduhren, Kameras und Kosmetika. Aber auch ungewöhnlichere Funde wie eine Heckenschere, eine Schiausrüstung und ein ferngesteuerter Helikopter sollen unter den Hammer kommen. Die Gegenstände wurden alle mindestens ein halbes Jahr lang im Fundbüro aufbewahrt. Interessenten können die Auktionsware zwischen 10.30 und 12.30 Uhr besichtigen. Die Fundsachen werden an den meistbietenden Käufer verkauft, wobei die Zahlung ausschließlich in bar erfolgt. Ein Teil der Erlöse aus der Auktion wird karitativen Zwecken in der Region rund um den Flughafen zugeführt, deren Empfänger von den umliegenden Gemeinden benannt werden.

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Drei Katzen nach Flug mit Aegean Airlines vermißt – ein Fall mit weitreichenden Fragen

Ein Vorfall auf einem Flug der Aegean Airlines hat bei Tierschützern und Tierhaltern Bestürzung ausgelöst. Drei Katzen, die von einem frischvermählten Ehepaar aus Kreta gerettet wurden, sind nach einem Flug nach Paris in den Wirren des Luftverkehrs verschwunden. Obwohl die Geschichte eine glückliche Wendung nahm und die Tiere später wieder auftauchten, wirft der Vorfall gravierende Fragen über die Sorgfaltspflicht von Fluggesellschaften im Umgang mit Tieren auf. Die Fluggesellschaft Aegean Airlines erklärte, die Katzen seien nie verloren gewesen, sondern lediglich „aus betrieblichen Gründen“ nicht entladen worden. Das betroffene Paar berichtet von einem traumatisierten Zustand der Tiere und kritisiert das fehlende Bedauern der Airline, die sich in ihrer Mitteilung lediglich auf eine rein sachliche Darstellung beschränkte. Vom Rettungseinsatz zum Abenteuer im Frachtraum Der Alptraum für das Ehepaar Bethany Mulcahy-Stephenson und Adam begann, nachdem sie die drei Katzen auf Kreta gerettet hatten und deren Transport nach Paris arrangierten. Die Tiere sollten dort abgeholt werden. Obwohl die Katzen in Paris ankamen, wurden sie nicht entladen. Sie blieben im Frachtraum des Flugzeugs zurück, das seine Reise nach Thessaloniki fortsetzte. Die frischvermählten Eheleute befürchteten, die Tiere nie wiederzusehen, und sorgten sich um ihre Sicherheit in einem kalten, lauten und unbeleuchteten Frachtraum, wo sie ohne Wasser und Futter ausharren mußten. Nach einer turbulenten Kommunikationskette, in der die Fluggesellschaft zunächst eine Rückkehr der Katzen nach Paris in zwei Tagen ankündigte, willigte Aegean Airlines schließlich ein, die Tiere über Athen zurückzuschicken. Diesmal durften die Katzen in der Passagierkabine mit einem Begleiter reisen. Bethany Mulcahy-Stephenson berichtete der britischen Zeitung „The

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Icelandair verzeichnet Passagierwachstum im August 2025

Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat im Monat August 2025 ein Passagierwachstum gemeldet. Insgesamt reisten 608.000 Menschen mit der Airline, was einem Anstieg von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl der Fluggäste, die nach Island einreisten, stieg im Jahresvergleich besonders deutlich um 21 Prozent an. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf die Kernmärkte von und nach Island bestätigt sich damit in den Augustzahlen. 40 Prozent aller Reisenden flogen im Berichtszeitraum nach Island, während der Transitverkehr über den Flughafen Reykjavík 42 Prozent ausmachte. Die Auslastung der Flugzeuge lag bei 87,1 Prozent. Seit Jahresbeginn beförderte Icelandair 3,4 Millionen Passagiere, ein Wachstum von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Pünktlichkeitsrate der Fluggesellschaft betrug im Monat August 80,9 Prozent. Im Leasinggeschäft verzeichnete die Airline ein Wachstum von 30 Prozent.

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