Jan Gruber

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Jan Gruber

Deutschland: Lufthansa-Chef Spohr fordert Senkung von Steuern und Gebühren

Die deutsche Luftfahrtbranche steht vor zunehmenden Herausforderungen. Angesichts einer schwächelnden Verkehrsentwicklung fordert Lufthansa-Chef Carsten Spohr politische Unterstützung, insbesondere in Form einer Absenkung staatlicher Steuern und Gebühren. In einer aktuellen Stellungnahme betont Spohr die dringende Notwendigkeit, die Luftverkehrsteuer sowie die Gebühren für Passagierkontrollen und Flugsicherung zu senken. Die Kritik richtet sich an die neue Bundesregierung, die entsprechende Ansätze in ihrem Koalitionsvertrag zwar erwähnt, bislang aber nicht in die Tat umgesetzt habe. Spohr warnt davor, daß sich der Luftfahrtstandort Deutschland international zunehmend abgehängt sehe. Der innerdeutsche Flugverkehr sei außerhalb der großen Drehkreuze massiv geschrumpft, was sich negativ auf die Anbindung der wirtschaftsstarken Regionen auswirke. Die schwierige Lage des deutschen Luftverkehrs Spohrs Mahnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Luftfahrtbranche in Deutschland mit erheblichen wirtschaftlichen Hürden zu kämpfen hat. Die Pandemie hat zu einem massiven Einbruch des innerdeutschen Luftverkehrs geführt, von dem sich das Land nur langsam erholt. Spohr beschreibt die aktuelle Situation als „irre“, da drei Viertel der innerdeutschen Verbindungen abseits der Drehkreuze Frankfurt und München aus Kostengründen nicht mehr angeboten würden. Vor der Pandemie waren diese Regionalverbindungen ein wichtiger Pfeiler der nationalen Infrastruktur, die Geschäftsreisende und Touristen miteinander verband. Der Verlust dieser Routen wirkt sich direkt auf die Wirtschaft aus, da die Anbindung von regionalen Geschäftszentren deutlich schlechter geworden ist. Die Forderung nach einer Entlastung durch den Staat ist nicht neu. Die Branche argumentiert schon seit längerem, daß die im europäischen Vergleich hohen staatlichen Abgaben wie die Luftverkehrsteuer die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen schwächen. Die Steuern, die seit

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Streik droht: Gewerkschaften kritisieren Wachstumsstrategie bei ITA Airways

Die italienischen Luftfahrtgewerkschaften haben aus Kritik am neuen Geschäftsplan der Nationalairline ITA Airways mit einem Streik gedroht. Nach einem Treffen mit der Unternehmensführung leiteten die Arbeitnehmervertreter das gesetzlich vorgeschriebene Schlichtungsverfahren ein, um einen Arbeitskampf im Bereich der essenziellen Dienste einzuleiten. Kernpunkt der Auseinandersetzung ist die vom Verwaltungsrat vorgesehene Flottenentwicklung. Der Plan sieht vor, daß die Flotte bis zum Jahr 2030 nur 100 Flugzeuge umfassen soll. Aus Sicht der Gewerkschaften fehlt damit eine echte Wachstumsstrategie, die für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, die Entwicklung des Streckennetzes und die Sicherung der Arbeitsplätze entscheidend sei. Die Gewerkschaften sehen darüber hinaus eine dringende Notwendigkeit, die Lage des Personals der ehemaligen Alitalia zu verbessern. Die Gewerkschaften sandten ein Schreiben mit ihren Forderungen an die Anteilseigner, das Finanzministerium und die Lufthansa Group, die derzeit einen Anteil an der italienischen Fluggesellschaft erwerben möchte. Ein weiterer Grund für den Unmut ist die ausstehende Erneuerung des seit Dezember 2024 ausgelaufenen Tarifvertrags.

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Boeing und die Gewerkschaft IAM einigen sich nach langem Streik in der Rüstungssparte

Nach über einem Monat Arbeitsniederlegung hat der amerikanische Luft- und Rüstungskonzern Boeing eine vorläufige Einigung mit der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM) erzielt. Die Einigung betrifft rund 3.200 Mitarbeiter der Rüstungssparte in den Bundesstaaten Missouri und Illinois, die seit Anfang August die Arbeit niedergelegt hatten. Die Vereinbarung, die nun den Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt wird, sieht eine Laufzeit von fünf Jahren vor und beinhaltet neben Einkommenserhöhungen auch eine Einmalzahlung. Dieser Schritt ist für Boeing von entscheidender Bedeutung, da das Unternehmen in seiner Rüstungssparte mit erheblichen Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei wichtigen Projekten zu kämpfen hat, was die angespannte Lage des Konzerns weiter verschärft. Hintergründe des Arbeitskampfes Der Streik, der am 1. August begann, legte die Produktion von Kampfflugzeugen wie der F-15 und verschiedenen Raketensystemen weitgehend lahm. Die Gewerkschaft, die die Beschäftigten in den Werken in St. Charles, Missouri, und Mascoutah, Illinois, vertritt, hatte in den Verhandlungen mit Boeing höhere Löhne und verbesserte Arbeitsbedingungen gefordert. Als der Arbeitskampf begann, versuchte Boeing, die Produktion durch die Einstellung neuer Mitarbeiter und die Nutzung von externen Arbeitskräften aufrechtzuerhalten. Der Konflikt in der Rüstungssparte ist nicht das erste Mal, daß Boeing mit einem Arbeitskampf konfrontiert war. Im Herbst des Vorjahres hatte ein monatelanger Streik von Zehntausenden von Arbeitern die Produktion von zivilen Flugzeugen wie dem Bestseller-Modell Boeing 737 und dem Langstreckenjet Boeing 777 lahmgelegt. Dieser weitaus größere Arbeitskampf, der die zivile Sparte betraf, endete, als die Beschäftigten einem neuen Vertrag zustimmten, der über vier Jahre ein Einkommensplus von 38 Prozent vorsah. Die

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Europäische Reiseversicherung ernennt Jochen Zöschg zum neuen Vorstandsvorsitzenden

Der Aufsichtsrat der Europäischen Reiseversicherung AG hat Jochen Zöschg zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Ab dem 1. Oktober wird er auch die Geschäftsführung der Europ Assistance Österreich übernehmen. Zöschg folgt auf Wolfgang Lackner, der sich nach fast 17 Jahren aus den Unternehmen zurückzieht. Zöschg kommt von der Zurich Versicherungs AG, wo er als Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing verantwortlich war. Der Jurist begann seine Karriere bei der Zurich im Jahr 1998 und hatte verschiedene Schlüsselpositionen in der Gruppe inne, darunter in der europäischen Zentrale in der Schweiz. Die Verantwortlichen der Europ Assistance Group hervorheben seine Expertise im Bereich der Digitalisierung als wichtig für künftige Wachstumsstrategien. Der scheidende Wolfgang Lackner war seit 2014 Vorstandsvorsitzender der Europäischen Reiseversicherung und hatte nach Angaben des Aufsichtsrats maßgeblich an der positiven Entwicklung des Unternehmens mitgewirkt. Unter seiner Führung konnten sich die beiden Gesellschaften als Marktführer in ihren Segmenten in Österreich positionieren. Die Europäische Reiseversicherung ist der größte Reiseversicherer des Landes und Teil der weltweit operierenden Generali Group.

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DRF Luftrettung sichert Betrieb in Mannheim für 15 Jahre

Die DRF Luftrettung wird den Betrieb der Luftrettungsstation in Mannheim nach dem Zuschlag in einem öffentlichen Vergabeverfahren für weitere 15 Jahre fortführen. Ab dem 1. November 2026 wird der Hubschrauber unter dem neuen Funkrufnamen „Christoph Mannheim“ fliegen. Zum Einsatz kommt ein neuer Hubschrauber des Typs H145 mit Fünfblattrotor. Dieser ist mit moderner Technik, wie einem Glascockpit und einem Vier-Achsen-Autopilot, ausgestattet. Das Fluggerät wird im sogenannten Dual-Use-Betrieb sowohl für die primäre Notfallrettung als auch für sekundäre Verlegungen zwischen Kliniken verfügbar sein. Die tägliche Einsatzbereitschaft wird zudem bis 20 Uhr verlängert. Die DRF Luftrettung ist seit 39 Jahren ein fester Bestandteil der Rettungskette im Rhein-Main-Gebiet. Die Besatzung der Station hat sich auf bestimmte Bereiche der Notfallmedizin spezialisiert, darunter die Behandlung von Kindernotfällen sowie die Anwendung invasiver Notfalltechniken. Laut dem Vorsitzenden der DRF Luftrettung, Dr. Krystian Pracz, wird die Arbeit an der Station fortgesetzt, um die Patientenversorgung aus der Luft weiter zu stärken.

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Zürcher Flughafen verzeichnet Rekordmonat bei Passagierzahlen

Der Flughafen Zürich hat im August 2025 einen neuen Höchstwert bei den Passagierzahlen verzeichnet. Mit insgesamt 3.266.710 Reisenden war der Berichtsmonat der am meisten frequentierte in der Geschichte des Flughafens. Das entspricht einem Anstieg von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Anzahl der Umsteigepassagiere lag bei rund 969.000, was einem Anteil von 29,7 Prozent entspricht und die Rolle des Flughafens als wichtiges Drehkreuz unterstreicht. Auch auf Tagesbasis gab es einen neuen Rekordwert: Am 3. August wurden 115.587 Passagiere gezählt, ein leichter Anstieg gegenüber dem bisherigen Höchstwert im Juli. Die Anzahl der Flugbewegungen stieg im Berichtsmonat um 4,8 Prozent auf insgesamt 25.279 Starts und Landungen. Die durchschnittliche Zahl der Passagiere pro Flug lag bei 145,9. Im Frachtgeschäft wurden am Flughafen Zürich insgesamt 34.578 Tonnen abgewickelt, was einer Zunahme von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Wachstum zeigt die anhaltende Erholung des Flugverkehrs im Sommer 2025.

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Avelo Airlines ordert Embraer E195-E2 und läutet strategische Neuausrichtung ein

Die amerikanische Billigfluggesellschaft Avelo Airlines hat einen strategischen Kurswechsel eingeleitet, der ihre Position im hart umkämpften US-amerikanischen Luftverkehrsmarkt stärken soll. In einem bemerkenswerten Schritt gab das Unternehmen eine feste Bestellung von 50 Embraer E195-E2-Jets bekannt, mit einer Kaufoption für weitere 50 Flugzeuge. Mit einem Listenpreis von 4,4 Milliarden Dollar ist dies die erste Zusage einer US-Airline für Embraers E2-Familie und ein deutliches Signal für Avelos Absicht, aggressiv mit der Konkurrenz zu konkurrieren. Die Auslieferung der neuen Maschinen soll in der ersten Hälfte des Jahres 2027 beginnen. Dieser Flottenausbau, der kurz nach einer umfangreichen Kapitalerhöhung bekannt gegeben wurde, markiert den Beginn einer Dual-Flotten-Strategie, die Avelos Netzwerk dramatisch erweitern und dem Unternehmen mehr Flexibilität verleihen soll. Vom Wachstumsmotor zum strategischen Wandel Avelo Airlines wurde 2021 gegründet und hat sich mit einer Flotte von 22 Boeing 737NGs eine Nische im US-Luftverkehr erarbeitet. Das Unternehmen bedient derzeit 47 Destinationen in den Vereinigten Staaten, Puerto Rico sowie drei internationale Märkte in Mexiko, Jamaika und der Dominikanischen Republik. Die neue Embraer-Bestellung wird die bestehenden Boeing-Jets nicht ersetzen, sondern vielmehr die Flotte ergänzen, um das Wachstum der Airline voranzutreiben. Dies ist ein entscheidender Schritt für eine Fluggesellschaft, die sich als aggressiver Wettbewerber im Niedrigpreissegment positionieren möchte. Die Ankündigung erfolgt nur wenige Tage, nachdem Avelo eine neue Finanzierungsrunde bekanntgab, die größte Kapitalerhöhung seit der Gründung. Diese Finanzspritze sollte die Bilanz des Unternehmens stärken und die Expansion vorantreiben. Die Bestellung der Embraer-Jets verdeutlicht nun, wie diese Mittel eingesetzt werden sollen: für einen signifikanten Flottenausbau, der Avelo in die Lage

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Österreichs Luftfahrt im Wandel: Eine Analyse der Entwicklungen seit dem Jahre 2020

Die österreichische Luftfahrtbranche hat in den vergangenen Jahren eine beispiellose Achterbahnfahrt erlebt. Nach dem abrupten Einbruch im Jahre 2020, der den internationalen Flugverkehr nahezu zum Erliegen brachte, setzte eine Phase der langsamen, aber stetigen Erholung ein, die in den Jahren 2024 und 2025 in einem kräftigen Aufschwung mündete. Eine Analyse der Passagier- und Frachtzahlen der sechs größten Flughäfen in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Innsbruck offenbart nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Branche, sondern auch die differenzierten Entwicklungen an den einzelnen Standorten. Während der Personenverkehr die Verluste der Pandemiejahre nahezu vollständig kompensieren konnte, hat die Luftfracht neue Rekordwerte erreicht. Dieser umfassende Bericht beleuchtet die Entwicklung jedes Flughafens im Detail und vergleicht insbesondere die monatlichen Daten der Jahre 2024 und 2025, um die jüngsten Tendenzen aufzuzeigen. Der Flughafen Wien-Schwechat: Stabilität, Erholung und neue Rekorde Der Flughafen Wien-Schwechat, das führende Luftverkehrsdrehkreuz in Mitteleuropa, zeigt die Erholung der Branche am eindrücklichsten. Nach einem dramatischen Rückgang der Passagierzahlen auf lediglich 3,9 Millionen im Jahre 2020, begann eine langsame Wiederbelebung. Das Jahr 2023 war mit über 29,5 Millionen Passagieren bereits von einer starken Erholung geprägt. Im Jahre 2024 konnte der Airport mit 31,7 Millionen Reisenden nicht nur einen beeindruckenden Anstieg von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, sondern auch das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 übertreffen. Die monatlichen Vergleiche der Jahre 2024 und 2025 zeigen eine stabile Entwicklung auf hohem Niveau. Die vorläufigen Zahlen für das laufende Jahr deuten darauf hin, daß das Passagieraufkommen weiter leicht ansteigen wird, mit einer Prognose von rund 32 Millionen Passagieren

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Streik französischer Fluglotsen droht Flugverkehr zu beeinträchtigen

Ein geplanter Streik der französischen Fluglotsen könnte am Donnerstag, dem 18. September, zu erheblichen Auswirkungen auf den Flugverkehr in Europa führen. Der Ausstand wurde von der Gewerkschaft SNCTA angekündigt und soll den ganzen Tag andauern. Betroffen sind insbesondere die Flughäfen in Paris, wobei mit erheblichen Verspätungen und Annullierungen gerechnet werden muß. Da es sich um einen Streik des Flughafenpersonals handelt, wird dieser juristisch als sogenannter außergewöhnlicher Umstand eingestuft, der außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaften liegt. Experten für Fluggastrechte weisen darauf hin, daß betroffene Reisende deshalb keinen Anspruch auf Entschädigungszahlungen nach der europäischen Fluggastrechteverordnung haben. Ein vergleichbarer Streik im Juli 2025 führte bereits zur Annullierung jedes vierten Fluges an den betroffenen Flughäfen. Trotzdem bleiben die Fluggesellschaften in der Pflicht, ihren Passagieren Hilfsleistungen anzubieten. Bei Verspätungen von mehr als zwei Stunden haben Reisende Anspruch auf Mahlzeiten, Getränke und die Möglichkeit, zu telefonieren. Bei längeren Verspätungen von mehr als fünf Stunden oder bei Annullierung müssen die Airlines zudem den vollen Ticketpreis erstatten oder eine Umbuchung auf die nächstmögliche alternative Verbindung vornehmen.

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Finale der Veranstaltungsreihe ‚Kultur bei Winzern‘ in Niederösterreich

Die sommerliche Veranstaltungsreihe ‚Kultur bei Winzern‘ in Niederösterreich ist am vergangenen Freitag, dem 5. September, zu Ende gegangen. Das Finale fand mit einem Konzert der Musikerin aNNika im Weingut Hiedler in Langenlois statt. Die Reihe verbindet Kultur, Weinbau und Tourismus. Die diesjährige Saison umfaßte insgesamt 34 Veranstaltungen, die in allen acht Weinbaugebieten des Landes stattfanden. Die Abende in Weingütern, traditionellen Heurigen und Kellergassen lockten rund 2.800 Besucher an, wobei viele der Veranstaltungen ausverkauft waren. Das Programm wurde durch eine Mischung aus etablierten Künstlern und neuen Talenten gestaltet. Vertreter des Landes sowie der Tourismus- und Weinwirtschaft äußerten sich positiv über die erfolgreiche Saison. Die Veranstaltungsreihe gilt als touristisches Aushängeschild Niederösterreichs und hat sich als wichtiger Teil des sommerlichen Kulturkalenders etabliert. Mit dem Ende der Reihe wird zugleich der Auftakt für den Weinherbst in der Region geliefert.

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