
Stadtmarketing im Infrastrukturbau: Frankfurt installiert Werbeschriftzüge im neuen Terminal 3
Die Stadt Frankfurt am Main hat die Präsenz ihrer Tourismus- und Marketingkampagne auf das im Bau befindliche Terminal 3 des Frankfurter Flughafens ausgeweitet. An zwei ausgewählten Standorten innerhalb des neuen Abfertigungsgebäudes wurden die sogenannten „Frankfurt Letters“ aufgebaut. Dabei handelt es sich um großdimensionierte, farbige Buchstaben-Skulpturen, die das Wort „Frankfurt“ bilden. Die Installationen zeigen grafische Darstellungen verschiedener lokaler Symbole und historischer Persönlichkeiten, darunter Johann Wolfgang von Goethe, die Skyline, den Euro, die Eintracht Frankfurt sowie kulinarische Elemente wie Apfelwein und Grüne Soße. Das Konzept wurde von der städtischen Tourismus+Congress GmbH entwickelt und zielt darauf ab, als Kulisse für Fotografien von Reisenden im Internet zu dienen. Die Skulpturen sind Teil einer umfassenderen Marketingmaßnahme, die bereits im Jahr 2025 mit ersten Aufstellungen im innerstädtischen Raum, unter anderem am Roßmarkt und am Mainufer, begonnen hat. Mit der Platzierung im Terminal 3 greift die Stadtverwaltung weit vor der eigentlichen Inbetriebnahme des Terminals in den Raum des Flughafens ein. Der Flughafenbetreiber Fraport plant die offizielle Eröffnung des neuen Passagierbereichs, der für die Abfertigung von jährlich bis zu 19 Millionen Fluggästen ausgelegt ist, für das Jahr 2026. Das Stadtmarketing versucht hierbei, die Transitpassagiere des internationalen Drehkreuzes frühzeitig mit lokalen Bildmotiven zu konfrontieren. Kritische Beobachter aus der Kultur- und Tourismusbranche bewerten das Konzept der großformatigen Fotoskulpturen als eine im internationalen Vergleich standardisierte Maßnahme, die auch in anderen Großstädten wie Amsterdam oder Toronto in ähnlicher Weise angewendet wird. Es wird bezweifelt, ob die Aneinanderreihung sehr unterschiedlicher Motive – vom Finanzplatzsymbol des Euro bis hin zu Sportvereinen und Speisen –








