Jan Gruber

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Jan Gruber

Belavia kooperiert mit russischem Billigflieger Pobeda

Die belarusische Staatsfluggesellschaft Belavia weitet ihre vertriebliche Zusammenarbeit mit russischen Fluggesellschaften weiter aus. Seit Mitte Juli können Passagiere durchgehende Flugscheine buchen, die Verbindungen von Belavia mit anschließenden Flügen der russischen Low-Cost-Airline Pobeda kombinieren. Über das Vertriebsabkommen werden Umsteigeverbindungen ermöglicht, bei denen Fluggäste ihr Gepäck bis zum Zielort durchchecken können. Die Vereinbarung schließt an bestehende Kooperationen an, darunter eine bereits zuvor etablierte Zusammenarbeit mit der russischen Fluggesellschaft Aeroflot, zu deren Konzerngruppe Pobeda gehört. Durch das Abkommen stärkt Belavia ihre Anbindung an das russische Streckennetz und verschafft sich Zugang zu weiteren Zielorten innerhalb Russlands. Für die Fluggesellschaft ist der Ausbau der Partnerschaften mit russischen Marktteilnehmern eine organisatorische Konsequenz aus den anhaltenden Luftraumsperren. Seit dem Verbot von Flügen in den Luftraum der Europäischen Union sowie nach Nordamerika ist die Airline stark auf Märkte in Osteuropa, Transkaukasien und Zentralasien angewiesen. Die Einbindung von Pobeda soll die Auslastung der Zubringerstrecke zwischen Minsk und den russischen Drehkreuzen stabilisieren. Kritische Marktbeobachter verweisen darauf, dass die zunehmende Verflechtung mit dem russischen Luftfahrtsektor die einseitige Abhängigkeit der belarusischen Fluggesellschaft weiter erhöht. Während westliche Sanktionen den Zugang zu Ersatzteilen und internationaler Wartungsinfrastruktur erschweren, versuchen die Fluggesellschaften der Region, durch Kooperationen ihre Passagierzahlen zu sichern. Das Angebot richtet sich vor allem an Reisende im Punkt-zu-Punkt- und Umsteigeverkehr innerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Die operative Umsetzung solcher Abkommen stellt die Beteiligten jedoch vor Herausforderungen. Da Belavia und Pobeda unterschiedliche Tarifstrukturen und Gepäckbestimmungen anwenden, erfordert die Abwicklung von durchgehenden Tickets eine enge Abstimmung der IT- und Buchungssysteme. Ob das gemeinsame Angebot die

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Kapazitätsausbau im Golfverkehr: Air Arabia erhöht Frequenzen nach London-Gatwick

Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Billigfluggesellschaft Air Arabia baut ihre Flugverbindungen nach Großbritannien im kommenden Winterflugplan 2026/27 weiter aus. Wie aus aktuellen Branchendaten des Fachportals Aero Routes hervorgeht, erhöht die Airline ab dem 25. Oktober 2026 die Anzahl der Flüge zwischen ihrem Drehkreuz Schardscha und dem Flughafen London-Gatwick auf drei tägliche Rotationen. Damit verdichtet das Unternehmen das Verkehrsangebot auf dieser Route, um der Nachfrage im Punkt-zu-Punkt-Verkehr sowie bei Umsteigeverbindungen genüge zu tun. Für die Absolvierung der Langstreckenflüge setzt Air Arabia weiterhin auf Flugzeuge des Typs Airbus A321LR. Das zweistrahlige Schmalrumpfflugzeug ermöglicht durch seine erweiterte Reichweite den wirtschaftlichen Betrieb von Strecken zwischen dem Persischen Golf und Westeuropa. Durch die Aufstockung der täglichen Abflüge sichert sich die Fluggesellschaft zusätzliche Zeitfenster am stark reglementierten Flughafen London-Gatwick und festigt ihre Marktposition im Wettbewerb mit etablierten Netzwerk-Carriern der Golfregion. Die Frequenzerhöhung fällt in eine Phase, in der Billigfluggesellschaften vermehrt Strecken bedienen, die traditionell von Netzwerkgesellschaften dominiert wurden. Der Einsatz von Schmalrumpfflugzeugen auf Mittel- und Langstrecken reduziert zwar die Betriebskosten pro Flug im Vergleich zu Großraumflugzeugen, begrenzt jedoch gleichzeitig die Frachtkapazitäten im Frachtraum. Der Ausbau der Kapazitäten ab Schardscha unterstreicht zudem die Rolle des Flughafens als Ausweich- und Ergänzungsstandort zum benachbarten Großflughafen Dubai. Kritische Marktbeobachter verweisen darauf, dass der aggressive Kapazitätsaufbau auf Strecken zwischen Europa und dem Nahen Osten den Preisdruck auf den Strecken weiter erhöht. Das Erreichen einer stabilen Rendite hängt für Air Arabia maßgeblich davon ab, ob die hohe Sitzplatzkapazität auch abseits der Hauptreisezeiten in den Wintermonaten durchgehend ausgelastet werden kann. Zudem

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Gatwick stundenlang ohne funktionierende Toiletten

Ein stundenlanger Ausfall der zentralen Wasserversorgung hat am Londoner Flughafen Gatwick zu erheblichen Einschränkungen im Passagierbereich geführt. Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, fiel ab den frühen Morgenstunden in den beiden Hauptterminals des zweitgrößten britischen Verkehrsflughafens der Wasserdruck vollständig aus, wodurch Sanitäreinrichtungen, Toilettenspülungen und Handwaschbecken für rund acht Stunden nicht nutzbar waren. Da die Hygienebestimmungen ohne fließendes Wasser keinen regulären Gastrobetrieb zulassen, mussten auch die Restaurant- und Cafébetriebe in den Sicherheitsbereichen ihren Verkauf vorübergehend einstellen. Obwohl der eigentliche Flugbetrieb ohne größere Flugstreichungen aufrechterhalten werden konnte, verdeutlicht der Vorfall die erhebliche Verwundbarkeit moderner Verkehrsinfrastrukturen bei Störungen der kommunalen Grundversorgung. Ursachen im regionalen Versorgungsnetz und Ausmaß der Störung Die Ursache für den flächendeckenden Druckabfall lag nicht in den internen Leitungssystemen des Flughafens selbst, sondern bei einem externen Dienstleister. Nach Angaben des regionalen Wasserversorgers SES Water führte ein technisches Problem im Wasserwerk Bough Beech im Südosten Englands zu massiven Engpässen. Das Wasserwerk versorgt neben der Flughafeninfrastruktur auch zahlreiche Haushalte und Gewerbebetriebe in den angrenzenden Grafschaften Sussex und Kent. Der Versorger meldete Ausfälle in mehreren Postleitzahlenbereichen, was den regionalen Charakter der Störung unterstreicht. Für die im Nord- und Südterminal anwesenden Passagiere hatte der Ausfall unmittelbare Folgen im Terminalalltag. Die Benutzung der Sanitäranlagen war stundenlang stark eingeschränkt oder gar nicht möglich. Zudem entfiel die Möglichkeit, Trinkwasser an den öffentlichen Spendern nachzufüllen. Um die hygienischen Grundbedürfnisse der Fluggäste zu decken, organisierten Flughafenmitarbeiter und Notfallteams die Verteilung von abgefülltem Flaschenwasser in den Wartebereichen. Trotz dieser Sofortmaßnahmen kam es in den Terminals zu Wartezeiten und Beschwerden seitens der

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Steigendes Passagieraufkommen: Flughafen Stuttgart stellt sich auf die Sommerferien ein

Der Flughafen Stuttgart stellt sich zum Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg auf ein erhöhtes Passagieraufkommen ein. Über den gesamten Ferienzeitraum hinweg rechnet der Betreiber mit etwa 1,5 Millionen Fluggästen in den Terminals. Als verkehrsreichster Tag zum Auftakt der Reisewelle gilt der Freitag, 31. Juli 2026, mit rund 250 Flugbewegungen, während die höchste Anzahl an Starts und Landungen gegen Ende der Ferien am 21. August erwartet wird. Zu den am stärksten nachgefragten Destinationen im Sommerflugplan zählen gewohnheitsgemäß Städte- und Urlaubsziele wie Istanbul, Palma de Mallorca und Antalya. Um Verzögerungen bei der Abfertigung zu vermeiden, empfiehlt die Flughafengesellschaft den Passagieren, zwei bis drei Stunden vor dem geplanten Abflug am Terminal einzutreffen. Insbesondere in den verkehrsintensiven Morgen- und Nachmittagsstunden ist an den Sicherheitskontrollen mit Wartezeiten zu rechnen. Zudem führt die schrittweise Einführung des neuen digitalen Ein- und Ausreisesystems der Europäischen Union (EES) bei Angehörigen von Drittstaaten zu geänderten Kontrollabläufen an den Passkontrollen, was eine gewissenhafte Überprüfung aller Ausweisdokumente im Vorfeld erfordert. Zur Entlastung des Check-in-Bereichs verweist der Flughafen auf automatisierte Verfahren wie die selbstständige Gepäckaufgabe sowie den Vorabend-Check-in einzelner Fluggesellschaften. Auf der Landseite soll die Verkehrssteuerung vor den Terminals durch zeitlich begrenzte Haltemöglichkeiten für Bringer und Abholer reguliert werden. Ergänzt wird die Anbindung an den Individualverkehr durch das regionale Nahverkehrsnetz mit S-Bahn- und Buslinien. Branchenbeobachter merken an, dass Spitzenzeiten während der Sommersaison die Kapazitätsgrenzen von Regionalflughäfen regelmäßig austesten. Der reibungslose Ablauf hängt dabei nicht nur von den organisatorischen Maßnahmen des Betreibers ab, sondern ebenso von der Personalausstattung der externen Sicherheitsdienstleister und der Pünktlichkeit

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Sicherheitsbedingte Umkehr über dem Nordatlantik rückt Alterung von Flugzeugflotten in den Blickpunkt

Ein Zwischenfall auf einem Transatlantikflug der US-amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines hat erneut Fragen bezüglich der Zuverlässigkeit älterer Langstreckenflugzeuge aufgeworfen. Eine Boeing 767-300ER, die sich am 20. Juli 2026 auf dem Weg von Newark nach Genf befand, musste nach dem Ausfall eines Reservehydrauliksystems umkehren und nach New Jersey zurückkehren. Obwohl die primäre Flugsteuerung zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt war und das Flugzeug nach rund sechs Stunden Flugzeit sicher landete, beleuchtet der Vorfall die operativen Herausforderungen, vor denen Fluggesellschaften beim Betrieb in die Jahre gekommener Modelle stehen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie technischer und organisatorischer Verzögerungen ein, die die internationale Zivilluftfahrt im Zusammenhang mit eng getakteten Flugplänen und Lieferverzögerungen bei Neugeräten belasten. Unstimmigkeiten bei der Gewichtsverteilung vor dem Start Bereits vor dem Abheben von der Startbahn des Newark Liberty International Airport kam es bei dem Flug mit der Bezeichnung UA956 zu Verzögerungen am Boden. Grund dafür waren Unstimmigkeiten in den Berechnungen der Beladungsunterlagen. Die Gewichts- und Schwerpunktberechnung gehört zu den kritischen Sicherheitsfaktoren vor jedem Start, da eine fehlerhafte Verteilung von Fracht und Gepäck die aerodynamische Stabilität des Flugzeugs sowie die erforderliche Startstrecke maßgeblich beeinflussen kann. Aufgrund abweichender Daten sah sich die Besatzung zunächst veranlasst, Vorbereitungen für eine Rückkehr zum Gate zu treffen. Erst nachdem die Flugdienstberatung überarbeitete und verifizierte Werte übermittelte, konnte bestätigt werden, dass sich das Gesamtgewicht und die Massenverteilung innerhalb der zulässigen Betriebsgrenzen befanden. Das Flugzeug setzte seinen Weg zur Startbahn fort und hob schließlich mit einer Verspätung von etwa einer Stunde in Richtung Europa ab. Systemstörung im oceanic

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Embraer steigert Auftragsbestand im zweiten Quartal 2026

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer verzeichnet für das zweite Quartal 2026 ein weiteres Anwachsen seines Auftragsbestands auf 34,5 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Zunahme um 16 Prozent, während gegenüber dem ersten Quartal 2026 ein Plus von 7 Prozent erzielt wurde. Das Wachstum erstreckt sich über mehrere Sparten des Konzerns, wobei insbesondere der Bereich Verteidigung und Sicherheit sowie das Segment der zivilen Verkehrsflugzeuge deutliche Zuwächse aufweisen. Im Segment der zivilen Luftfahrt beläuft sich das Auftragsvolumen auf 15,1 Milliarden US-Dollar. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete eine Nachbestellung der Leasinggesellschaft Azorra über 15 Maschinen des Typs E195-E2. Damit summiert sich die Zahl der Festbestellungen für die E2-Modellreihe auf über 500 Einheiten. Zudem bestätigte das Unternehmen auf der Luftfahrtmesse in Farnborough die Zuordnung von zwei Festaufträgen für den Typ E175 an die japanische Fluggesellschaft Fuji Dream Airlines. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz in dieser Sparte lag in den vergangenen zwölf Monaten bei 1,8. Das militärische Rüstungsgeschäft verzeichnete den stärksten relativen Zuwachs: Hier stieg der Auftragsbestand um 42 Prozent auf 6,1 Milliarden US-Dollar. Maßeinheit für diesen Anstieg ist ein Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Lieferung von zehn Transportflugzeugen des Typs C-390 Millennium sowie Optionen für zehn weitere Einheiten. In der Geschäftsreiseflugsparte erreichte das Bauvolumen 7,8 Milliarden US-Dollar, gestützt durch die behördliche Zulassung der überarbeiteten Modelle Praetor 500E und Praetor 600E durch die Luftfahrtaufsichten in Brasilien, den USA und Europa. Die Sparte Services und Support kletterte auf 5,5 Milliarden US-Dollar, unter anderem durch Servicevereinbarungen mit der kanadischen Jazz Aviation

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Anpassungen im Streckennetz der Fluggesellschaft Eurowings für die Winterperiode 2026/2027

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings nimmt im Hinblick auf den Flugplan der Winterperiode 2026/2027 Änderungen an ihrer Streckenführung vor und stärkt die Abflugbasis am Flughafen Berlin Brandenburg. Die Tochtergesellschaft der Lufthansa erweitert ihr Angebot ab der Bundeshauptstadt um Direktverbindungen zu europäischen Städterezielen, darunter Porto, Bilbao, Lissabon und Sarajevo. Einige dieser Routen waren bereits in den Sommermonaten im Programm enthalten und werden aufgrund der festgestellten Nachfrage nun auch in der kalten Jahreszeit fortgeführt. Ergänzend dazu plant die Airline temporäre Verbindungen vom Flughafen Köln/Bonn in die georgische Hauptstadt Tiflis sowie eine Intensivierung der bestehenden Codeshare-Kooperation mit der Fluggesellschaft SunExpress. Diese Anpassungen spiegeln den Versuch wider, die Flottenauslastung außerhalb der Hauptreisesaison stabil zu halten und das Angebot für Städtereisende sowie Familienbesuche anzupassen. Ausbau der Verbindungen ab dem Flughafen Berlin Brandenburg Am Flughafen Berlin Brandenburg baut Eurowings das Flugangebot für die kommende Winterperiode schrittweise aus. Die portugiesische Küstenstadt Porto sowie die nordspanische Industriemetropole Bilbao werden ab Berlin zweimal wöchentlich angeflogen. Ab Dezember 2026 kommen zwei weitere europäische Hauptstädte hinzu: Lissabon und Sarajevo. Die Entscheidung, diese Strecken in den Winterflugplan aufzunehmen, basiert auf den Fluggastzahlen der vorangegangenen Sommermonate. Das Management der Fluggesellschaft nutzt damit die Strategie, saisonal erprobte Routen ganzjährig im Programm zu halten. Neben dem klassischen Urlaubsverkehr zielen die Verbindungen nach Südeuropa und Südosteuropa auch auf Reisende ab, die Verwandte besuchen oder Geschäftsreisen in diese Regionen unternehmen. Durch die Aufstockung des Flugprogramms festigt Eurowings ihre Position als eine der führenden Fluggesellschaften am Standort Berlin Brandenburg, wo sie sich im Wettbewerb mit internationalen Billigfliegern wie Ryanair

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Wechsel an der Spitze des Weltluftfahrtverbandes: Saadia Zahidi übernimmt IATA-Führung

Der Verwaltungsrat des internationalen Luftfahrtverbandes IATA hat Saadia Zahidi mit Wirkung zum 1. November 2026 zur neuen Generaldirektorin ernannt. Sie folgt auf Willie Walsh, der sein Amt am 31. Juli 2026 niederlegt. Für die dreimonatige Übergangsphase von August bis Ende Oktober übernimmt die bisherige Finanzchefin Sandrine Le Borgne die interimistische Leitung. Zahidi wird als neunte Person und als erste Frau die Führung der IATA übernehmen, die rund 330 Fluggesellschaften vertritt und mehr als 80 Prozent des weltweiten Luftverkehrs repräsentiert. Zahidi wechselt von der Geschäftsführung des Weltwirtschaftsforums (WEF) an die Spitze des Branchenverbandes mit Hauptsitz in Montreal und Exekutivsitz in Genf. Beim WEF lag ihr Arbeitsschwerpunkt auf globalen Wirtschafts- und Arbeitsmarktanalysen sowie Risikobewertungen. Der scheidende Generaldirektor Willie Walsh, ehemaliger Chef der International Airlines Group (IAG), hatte die Verbandsführung im April 2021 übernommen und steuerte die Organisation durch die Phase nach der Pandemie. Die Berufung einer Führungskraft aus einer internationalen Institution markiert eine Veränderung in der Ausrichtung des Verbandes, der zuvor von Managern aus den Reihen der Fluggesellschaften geleitet wurde. Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase operativer und geopolitischer Spannungen im Luftverkehrsmarkt. Einschränkungen von Lufträumen, anhaltende Lieferengpässe bei Triebwerken und Flugzeugbauteilen sowie steigende Betriebskosten fordern die Mitgliedsunternehmen heraus. Neben der Weiterentwicklung technischer und finanzieller Standards wie der Digitalisierung von Vertriebssystemen verlangt die Wahrnehmung der Verbandsinteressen gegenüber nationalen Regierungen und internationalen Regulierungsbehörden Verhandlungsgeschick. Branchenbeobachter werten die Verpflichtung Zahidis als Versuch, die Positionierung der IATA in internationalen wirtschaftspolitischen Debatten zu schärfen. Die Übertragung von Konsensmodellen internationaler Organisationen auf die wettbewerbsintensive und stark reglementierte Luftfahrtindustrie

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Weiterer Ausbau der Infrastruktur und Milliardeninvestition am Flughafen München

Die Deutsche Lufthansa AG und die Flughafen München GmbH haben die konkreten Planungen für ein umfassendes Ausbauprojekt am zweitgrößten deutschen Drehkreuz aufgenommen. Im Mittelpunkt der Vorhaben steht eine bauliche Ergänzung des bestehenden Terminal 2 sowie dessen Satellitengebäudes durch ein Bauwerk, das unter der Bezeichnung T-Stiel geführt wird. Ziel des gemeinsamen Unterfangens ist die Erhöhung der jährlichen Passagierkapazität um bis zu zehn Millionen Fluggäste bei einer angestrebten Fertigstellung im Jahr 2035. Die geschätzten Investitionskosten belaufen sich auf rund zwei Milliarden Euro. Neben dem Gebäudeausbau ist die Stationierung von mindestens zehn weiteren Langstreckenflugzeugen der Lufthansa am Standort München vorgesehen. Die Verantwortlichen betonen, dass das Vorhaben im Rahmen des bestehenden Start- und Landesystems ohne die Errichtung einer dritten Startbahn umgesetzt werden soll. Hintergründe der Partnerschaft und historische Entwicklung der Infrastruktur Die Basis für die geplante Baumaßnahme bildet die seit dem Jahr 2003 bestehende Kooperation zwischen dem Flughafenbetreiber und der Fluggesellschaft. In Form eines Gemeinschaftsunternehmens halten die Flughafen München GmbH 60 Prozent und die Lufthansa 40 Prozent der Anteile am Betrieb des Terminal 2. Diese Form der direkten Beteiligung einer Fluggesellschaft an einem Flughafenterminal gilt in der europäischen Luftfahrtbranche als seltenes Modell. Im Jahr 2016 wurde die Anlage bereits durch ein Satellitengebäude ergänzt, das die Abfertigungskapazitäten erheblich erweiterte. Erste Überlegungen für eine weitergehende Vergrößerung der Gebäudeinfrastruktur existierten bereits vor dem Jahr 2020. Die weltweiten Verwerfungen im Luftverkehr infolge der Corona-Pandemie führten jedoch zu einer vorübergehenden Aussetzung aller diesbezüglichen Planungen. Mit der im Frühjahr 2026 beschlossenen Verlängerung der Partnerschaftsverträge bis zum Jahr 2056 wurden die

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Krankheit während des Zeitausgleichs unterbricht Guthabenabbau nicht

In Österreich herrscht bei vielen Arbeitnehmern Unklarheit über die rechtlichen Unterschiede zwischen Erholungsurlaub und Zeitausgleich. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) weist darauf hin, dass eine Erkrankung während eines vereinbarten Zeitausgleichs nicht zum Erhalt der Zeitguthaben führt. Anders als beim konsumierten Urlaub, bei dem ein Krankenstand von mehr als drei Kalendertagen gemäß Urlaubsgesetz die Urlaubstage gutschreibt, verfallen die Stunden beim Zeitausgleich trotz nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit. Grundlage für diese Praxis ist die gefestigte Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (OGH). Die Richter begründen dies damit, dass während des Zeitausgleichs die Arbeitspflicht durch die Vereinbarung über den Zeitatmungsabbau bereits ausgesetzt ist. Da die Leistungspflicht entfällt, verhindert die Erkrankung rechtlich gesehen keine Arbeitsleistung mehr. Das Zeitkonto wird somit trotz bestehender Krankheit abgebaut, da der Freistellungszweck in der Rechtslogik im Vorfeld festgelegt wurde. Arbeitsrechtler verweisen darauf, dass diese Regelung insbesondere bei Beschäftigten mit hohen Überstundenbeständen zu Konflikten führt. Während der Erholungsurlaub gesetzlich geschützt ist, um die physische und psychische Wiederherstellung der Arbeitskraft zu sichern, gilt der Zeitausgleich rechtlich primär als Abgeltung bereits erbrachter Mehrarbeit. Einige Kollektivverträge oder betriebliche Vereinbarungen enthalten jedoch abweichende Sonderregelungen, die eine Gutschrift unter bestimmten Bedingungen vorsehen. Kritiker aus den Arbeitnehmervertretungen fordern seit Längerm eine gesetzliche Angleichung der Bestimmungen zum Zeitausgleich an das Urlaubsrecht. Arbeitgeberverbände verweisen hingegen auf die organisatorische Planungssicherheit in den Betrieben sowie die Notwendigkeit, bestehende Zeitkonten ohne nachträgliche Korrekturen abwickeln zu können. Beschäftigten wird geraten, sich bei Unklarheiten vor Antritt längerer Zeitausgleichsphasen über die jeweiligen betrieblichen Bestimmungen zu informieren.

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