
Biman Bangladesh Airlines setzt auf Boeing-Großauftrag
Die nationale Fluggesellschaft von Bangladesch, Biman Bangladesh Airlines, hat mit der Unterzeichnung eines weitreichenden Kaufvertrags über 14 Flugzeuge des US-amerikanischen Herstellers Boeing die Weichen für eine umfassende Neuausrichtung gestellt. Der Auftrag, der am 30. April 2026 in Dhaka offiziell besiegelt wurde, umfasst acht Maschinen des Typs Boeing 787-10, zwei Boeing 787-9 sowie vier Boeing 737-8. Mit einem geschätzten Listenpreis-Volumen von rund 3,7 Milliarden US-Dollar handelt es sich um die größte Einzelbestellung in der Geschichte der Fluggesellschaft. Diese Entscheidung markiert nicht nur eine technologische Zäsur für den staatlichen Carrier, sondern ist auch das Ergebnis intensiver diplomatischer Verhandlungen im Rahmen eines bilateralen Handelsabkommens zwischen Bangladesch und den Vereinigten Staaten. Durch die Erweiterung der Kapazitäten plant die Airline, ihre Präsenz auf den hochfrequentierten Routen in den Nahen Osten massiv auszubauen und gleichzeitig neue Langstreckenverbindungen nach Europa und Nordamerika zu etablieren. Die Wahl des US-Herstellers bedeutet gleichzeitig eine Abkehr von früheren Plänen, die den Erwerb von Airbus-Maschinen vorgesehen hatten, was in europäischen Regierungskreisen für erhebliche Verstimmung sorgte. Expansionsstrategie für den internationalen Luftverkehr Die Verteilung der bestellten Flugzeugtypen folgt einer klaren operativen Logik, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des Streckennetzes zugeschnitten ist. Die acht Boeing 787-10, die größte Variante der Dreamliner-Familie, sollen primär auf den Routen in den Nahen Osten eingesetzt werden. Diese Strecken sind für Biman von zentraler Bedeutung, da sie die wachsende Zahl von Gastarbeitern und Geschäftsreisenden zwischen Bangladesch und den Golfstaaten bedienen. Mit der 787-10 kann die Airline pro Flug etwa 30 bis 40 Passagiere mehr befördern als mit den kleineren Varianten,








