Die katarische Fluggesellschaft Qatar Airways könnte Berichten zufolge ihre bestehende Bestellung von 25 Boeing 737-10 Jets streichen. Der ursprüngliche Auftrag, der Mitte 2022 während eines heftigen Streits mit Airbus erteilt wurde, ist mittlerweile aufgrund verbesserter Beziehungen zum europäischen Hersteller nicht mehr zwingend erforderlich. Laut einem Bloomberg-Bericht befindet sich die Airline in der Überprüfung ihrer langfristigen Flottenstrategie, wobei alternative Optionen wie ein Wechsel zur Boeing 737-8 im Raum stehen. Die Bestellung der Boeing 737-10 war eine direkte Konsequenz aus den Spannungen zwischen Qatar Airways und Airbus. Der Streit, der sich an Lackschäden und strukturellen Problemen bei den A350-Jets entzündete, führte nicht nur zu rechtlichen Auseinandersetzungen, sondern auch zur Annullierung von Airbus-Bestellungen, darunter 50 A321-200N und 23 A350-900. Nach intensiven Verhandlungen und einer endgültigen Einigung nahmen beide Parteien die Zusammenarbeit wieder auf. Im Rahmen dieser Beilegung wurden auch die stornierten Airbus-Bestellungen reaktiviert, was den Bedarf an zusätzlichen Boeing-Flugzeugen minimierte. Strategische Neuausrichtung: Von Großraum- zu Schmalrumpfflugzeugen? Qatar Airways hat traditionell eine Flotte, die überwiegend aus Großraumflugzeugen besteht, darunter der Airbus A350, die Boeing 777 und die Boeing 787 Dreamliner. Derzeit besitzt die Airline lediglich 29 Airbus A320-200 sowie neun Boeing 737-8. Interessanterweise setzt Qatar Airways ihre Boeing 737-8 nicht für den eigenen Betrieb ein. Sechs dieser Jets sind an IndiGo Airlines verleast, während drei weitere derzeit geparkt sind. Dies verdeutlicht, dass Schmalrumpfflugzeuge im Geschäftsmodell von Qatar Airways bislang eine untergeordnete Rolle spielen. Dennoch könnte sich dies ändern. Qatar Airways prüft Berichten zufolge, ob die Bestellung der 737-10 in eine Order für die kleinere