Jan Gruber

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Jan Gruber

Billigflieger treiben Passagierzahlen an europäischen Flughäfen in die Höhe

Nach den tiefgreifenden Einbrüchen während der Corona-Pandemie erleben die europäischen Flughäfen ein beeindruckendes Comeback. Vor allem Billigfluggesellschaften wie Ryanair und EasyJet verzeichnen starke Zuwächse bei den Passagierzahlen. Laut dem Verband der europäischen Flughäfen ACI Europe hat die Branche die Krise „endlich“ hinter sich gelassen. Diese Entwicklung bringt nicht nur die Fluggastzahlen auf Vorkrisenniveau, sondern übertrifft sie teilweise sogar. Billigfluggesellschaften sind die Hauptakteure hinter dem Passagierboom. Sie treiben das Wachstum besonders an touristischen Zielen in die Höhe. Laut ACI Europe hat dies dazu geführt, dass die europäischen Flughäfen in der ersten Jahreshälfte 2024 insgesamt eine Passagierzahl verzeichneten, die um 0,4 Prozent über dem Niveau vor der Pandemie liegt. Besonders beeindruckend ist der Anstieg in Albanien: Mit seiner malerischen Adriaküste stiegen die Passagierzahlen dort im Juni dieses Jahres um 243 Prozent im Vergleich zu 2019. Diese Zunahme ist vor allem auf die Expansion der Ultra-Billigflieger zurückzuführen. Auch andere Urlaubsdestinationen verzeichneten bemerkenswerte Zuwächse. Griechenland registrierte einen Anstieg der Passagierzahlen um 23,9 Prozent, Portugal um 14,2 Prozent und Kroatien um 13,6 Prozent. Diese Destinationen profitieren von der verstärkten Nachfrage nach Erholungsreisen und der aggressiven Expansion der Billigfluggesellschaften, die attraktive Angebote für Urlauber bereithalten. Im Gegensatz zu den positiven Trends in den Urlaubsländern ist in Deutschland ein Rückgang der Passagierzahlen zu verzeichnen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 gingen die Zahlen um 17 Prozent zurück. ACI Europe führt dies auf die abnehmende Zahl von Inlandsflügen und Geschäftsreisen zurück, die zunehmend durch Videokonferenzen und Bahnfahrten ersetzt werden. Dies spiegelt einen Wandel im Reiseverhalten wider, der durch

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Ätna bricht erneut aus: Flugverkehr in Catania eingeschränkt

Binnen 48 Stunden ist der Ätna auf Sizilien zweimal ausgebrochen, was zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr führte. Der Flughafen Catania begrenzt den Flugverkehr derzeit auf sechs Starts und Landungen pro Stunde. Bereits im Juli musste der Flughafen aufgrund der vulkanischen Aktivität den Betrieb zeitweise einstellen. Der Ätna, Europas größter aktiver Vulkan, spuckt seit Wochen Lava und Asche, was zu dichten schwarzen Wolken über der Insel führt und den Alltag der Anwohner und Reisenden beeinträchtigt.

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Türkei und Vereinigtes Königreich unterzeichnen neues Luftverkehrsabkommen

Die Türkei und das Vereinigte Königreich haben ein neues Luftverkehrsabkommen unterzeichnet, das die bestehenden Regeln für den Luftverkehr zwischen beiden Ländern aktualisiert. Durch das Abkommen werden mehr Passagier- und Frachtflüge ermöglicht. Airlines aus der Türkei und dem Vereinigten Königreich können künftig eine größere Anzahl an Flughäfen anfliegen, was zu einer Verbesserung der Konnektivität und der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern führen soll.

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Kommentar: So werden aus „pünktlicher Abflug“ fünf Stunden Verspätung

Viele Passagiere kennen diese Situation: Auf der Anzeigetafel wird eine Verspätung bekanntgegeben. Nun gut, 20 Minuten ist ja nicht viel, aber bleibt es dabei auch? Oder klingelt die Kasse, weil es sich bei der Ankunft auf mehr als drei Stunden zusammensummiert. Und was zählt eigentlich als Ankunft? Ist das die Landung oder jener Moment, in dem man aussteigen kann? Ein Kommentar. Manche Fluggesellschaften versuchen sich durch inflationäre Betonung, dass man ein Premium-Carrier wäre, von der Lowcost-Konkurrenz abzuheben. Dass sich auf der Kurz- und Mittelstrecke nur noch sehr wenig von Ryanair, Easyjet und Co unterscheidet, ist mittlerweile vielen Menschen bekannt. Hat man im Falle von Verspätungen oder gar Ausfällen wirklich einen Vorteil, wenn man bei Austrian Airlines, British Airways und Co gebucht hat? Die simple Antwort: Ja und Nein. Es kommt stark darauf an welchem Airport die Unregelmäßigkeit auftritt, wer für das Ground Handling zuständig ist und wer gerade für genau diesen Flug zuständig ist. Nicht selten schieben sich Bodendienstleister und Airline gegenseitig die Schuld in die Schuhe, wenn die Umsetzung der Fluggastrechte laut EU-Verordnung nur mangelhaft oder in Extremfällen sogar gar nicht erfolgt. Wenn alles schiefgeht und sich niemand zuständig fühlt, ist es so ziemlich egal wo man gebucht hat. Es gibt leider auch Flugreisen, bei denen ist „von Anfang an der Wurm drin“. Zum Beispiel waren kürzlich Freunde von mir mit British Airways von Wien nach London-Heathrow unterwegs. Der Ärger fängt schon beim Online-Check-in an, denn dieser wollte schlichtweg nicht. Bei zahlreichen Versuchen wurde stets eine Fehlermeldung ausgespuckt, die

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Wizz Air senkt Jahresgewinnprognose nach kräftigem Rückgang des Betriebsgewinns

Wizz Air hat ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt, nachdem der Betriebsgewinn im ersten Quartal um 44 Prozent gesenkt wurde. Der Rückgang ist zum Teil auf Probleme mit Triebwerken von Pratt & Whitney und hohe Kosten für Wet-Lease-Verträge zurückzuführen. Vorstandsvorsitzender Jozsef Varadi erklärte, dass die Konkurrenz niedrigere Tarife anbietet, was Wizz Air unter Druck setze. Die neue Prognose für den Nettogewinn liegt bei 350 bis 450 Millionen Euro, was unter der ursprünglichen Schätzung von 500 bis 600 Millionen Euro liegt. Der Betriebsgewinn im ersten Quartal belief sich auf 44,6 Millionen Euro, während Analysten 144,3 Millionen Euro erwartet hatten. Trotz dieser Rückschläge bleibt die Nachfrage nach Flügen stark. Wizz Air plant, ihre Kapazität durch neue Airbus-Flugzeuge auszubauen. Derzeit sind 46 Flugzeuge wegen Triebwerksinspektionen am Boden, was die Kapazität einschränkt. Der Luftfahrtsektor kämpft allgemein mit den Auswirkungen der Pandemie, Verzögerungen bei Boeing und Airbus sowie weiteren Herausforderungen in der Lieferkette.

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Ryanair verzeichnet Passagierwachstum im Juli 2024

Ryanair hat im Juli 2024 etwa 20,2 Millionen Passagiere befördert, was einem Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Juli 2023 entspricht. Die Fluggesellschaft operierte im vergangenen Monat rund 100.500 Flüge, bei denen die Auslastung der Flugzeuge 96 Prozent betrug. Das Wachstum im Passagieraufkommen spiegelt die kontinuierliche Erholung des Reiseverkehrs wider. Die hohe Auslastung der Flüge deutet auf eine starke Nachfrage und effiziente Nutzung der verfügbaren Kapazitäten hin.

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Lufthansa Group streicht Flüge nach Tel Aviv und Beirut

Die Lufthansa Group hat mit sofortiger Wirkung alle Passagier- und Frachtflüge von und nach Tel Aviv bis zum 8. August gestrichen. Dies teilte ein Sprecher der deutschen Fluggesellschaft mit und begründete die Entscheidung mit der aktuellen Entwicklung in der Region. Auch die Flüge nach Beirut wurden bis zum 12. August eingestellt. Bereits in der Nacht zuvor hatte die Lufthansa einen Weiterflug von Zypern nach Tel Aviv aus Sicherheitsgründen abgesagt. Der Flugzeugtyp Airbus A321 war planmäßig von München in Larnaka gelandet, um dann nach Israel weiterzufliegen. Aufgrund der vorübergehenden Sperrung des iranischen Luftraums wurde der Weiterflug jedoch storniert. Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich weiter verschärft, nachdem der Iran Israel für Angriffe in Teheran verantwortlich gemacht hat und mit Vergeltung droht. Infolgedessen entschieden sich 23 der 190 betroffenen Fluggäste, nicht nach München zurückzukehren und auf Zypern zu bleiben. Die Lufthansa hatte kürzlich eine Zwischenlandung auf der Insel eingeführt, um Übernachtungen der Crew im Spannungsgebiet zu vermeiden. Ein weiterer Flug der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines musste nach Sofia umgeleitet werden.

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Fly2Sky erweitert Flotte um A321-200 und strukturiert Unternehmen neu

Fly2Sky, eine bulgarische ACMI- und Charterspezialistin, hat ihre Flotte um einen Airbus A321-200 erweitert, nur fünf Monate nachdem sie den Betrieb dieses Typs eingestellt hatte. Das 21,45 Jahre alte Flugzeug, das zuvor von Sunclass Airlines betrieben wurde, wurde am 24. Juli von Kemble nach Sofia überführt und anschließend nach Tel Aviv geflogen. Dort wird es bis Ende Oktober im Rahmen eines Wet-Lease-Vertrags von Arkia Israeli Airlines eingesetzt. Die aktuelle Flotte von Fly2Sky besteht nun aus sechs A320-200. Zusätzlich plant die Fluggesellschaft, im August eine weitere A320 und eine A321 sowie im September eine weitere A320 in die Flotte aufzunehmen. In einer Mitteilung an CH-Aviation.com kündigte Fly2Sky auch an, dass sie ihre Rechtsform von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (LLC) in eine Aktiengesellschaft (JSC) umwandelt, um die Unternehmensstruktur und -organisation zu verbessern. Das Kapital der neuen AG beträgt 441.100 Lewa (244.000 USD), und die Anteile werden weiterhin zwischen ALG Aero Holding (51 %) und Aerovista (49 %) aufgeteilt.

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IAG bläst Air-Europa-Übernahme erneut ab

Die British-Airways-Muttergesellschaft IAG (International Airlines Group) hat ihre Pläne zur Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Air Europa erneut aufgegeben. Die Entscheidung fiel aufgrund des Widerstands der EU-Behörden, die Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs hatten. Der Vorstand von IAG entschied, dass es unter den aktuellen regulatorischen Bedingungen nicht im besten Interesse der Aktionäre sei, die Transaktion fortzusetzen. Diese Nachricht wurde am Donnerstag nach Börsenschluss in London bekannt gegeben und führte am Freitagvormittag zu einem Kursanstieg der IAG-Aktie um rund 4,7 Prozent. IAG, die auch Marken wie Iberia, Vueling und Aer Lingus umfasst, plante ursprünglich, die restlichen Anteile an Air Europa für 400 Millionen Euro zu übernehmen. Der Konzern hält derzeit eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an der spanischen Fluggesellschaft und wird dies auch weiterhin tun. Aufgrund der abgesagten Übernahme muss IAG eine Strafzahlung von 50 Millionen Euro leisten. Die Übernahme von Air Europa stand schon seit einiger Zeit auf der Kippe. Vertreter der EU-Kommission hatten die unterbreiteten Zugeständnisse von IAG als unzureichend bewertet. Das Hauptproblem lag in der Sorge, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb auf bestimmten Strecken einschränken würde, was Konkurrenten wie Air France-KLM benachteiligen könnte. Bloomberg berichtete unter Berufung auf Insider, dass die Regulierer skeptisch waren, ob die von IAG angebotenen Streckenabgaben tatsächlich die Wettbewerbsnachteile beseitigen würden. Die Bedenken der EU-Kommission sind nicht ungewöhnlich in der Luftfahrtbranche, die für ihre strengen Wettbewerbsauflagen bekannt ist. Ein ähnlicher Fall betrifft die Deutsche Lufthansa, die bei ihren Übernahmeplänen der staatlichen italienischen Fluggesellschaft ITA (ehemals Alitalia) ebenfalls zahlreiche Bedingungen erfüllen musste. Anfang Juli wurde bekannt gegeben,

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Konsumentenschutz: Minister Rauch geht gegen Ryanair und AUA vor

In einer Zeit, in der die meisten Menschen ihre Flugreisen online buchen, sorgen undurchsichtige Zusatzgebühren und nachteilige Vertragsklauseln bei Fluggesellschaften für Unmut und Verwirrung. Zu den Hauptbeschwerdepunkten gehören versteckte Kosten wie Check-in-Gebühren, Sitzplatzreservierungsgebühren und Ticket-Service-Gebühren. Aufgrund zahlreicher Beschwerden hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums rechtliche Schritte gegen einige dieser Praktiken eingeleitet. Besonders im Fokus stehen dabei Ryanair und die Austrian Airlines (AUA). Ryanair, bekannt für seine aggressiven Preismodelle, sieht sich mit einer Klage des VKI konfrontiert. Im Mittelpunkt stehen fünfzehn Klauseln, die zusätzliche Gebühren vorsehen. Eine dieser Gebühren betrifft die sogenannte „Kleinkindergebühr“ von 25 Euro, die erhoben wird, obwohl das Kind während des Flugs auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzt. Familien mit minderjährigen Kindern müssen zudem eine Sitzplatzreservierungsgebühr zahlen, um sicherzustellen, dass sie während des Flugs zusammen sitzen können. Diese Praxis führt effektiv zu versteckten Zusatzgebühren für Kinder. Ein weiterer strittiger Punkt ist der Online-Check-In. Dieser ist bei Ryanair nur zwischen 24 Stunden und zwei Stunden vor Abflug kostenlos. Verpasst man dieses Zeitfenster, wird eine Gebühr von 55 Euro fällig, selbst wenn technische Probleme seitens der Fluggesellschaft den Check-In verhindern. Auch Umbuchungen sind mit hohen Kosten verbunden: Zwischen 45 und 100 Euro müssen Reisende zahlen, selbst wenn der neue Flug günstiger ist. Ein besonderes Ärgernis ist das im Flugpreis inkludierte Handgepäck. Dieses entspricht nicht dem Standardmaß, sodass viele Reisende am Flughafen zusätzliche Gebühren zahlen müssen, wenn ihr Handgepäck die üblichen Maße überschreitet. AUA: Abmahnung wegen unfairer Vertragsklauseln Auch die Austrian Airlines stehen wegen ihrer Vertragsbedingungen in

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