Jan Gruber

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Jan Gruber

Ungarischer Staat erwirbt 80 Prozent der Anteile am Flughafen Budapest

Ein Schritt in der Kontrolle strategisch wichtiger Infrastrukturen: Der ungarische Staat hat 80 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft des Budapester Flughafens Ferihegy erworben. Diese Entscheidung markiert eine deutliche Verschiebung der Eigentumsverhältnisse und stellt einen weiteren Schritt in der Politik der wirtschaftlichen Souveränität Ungarns dar. Die offizielle Ankündigung erfolgte durch das ungarische Wirtschaftsministerium in Budapest. Nach langen Verhandlungen mit dem bisherigen Mehrheitseigentümer, der in Düsseldorf ansässigen AviAlliance GmbH, wurde der Kaufvertrag unterzeichnet. Der französische Infrastrukturkonzern Vinci wird 20 Prozent der Anteile erwerben. Der Kaufpreis für diese Transaktion wird auf 3,1 Milliarden Euro geschätzt. Wirtschaftsminister Marton Nagy betonte die Bedeutung des Flughafens Ferihegy als eine zentrale Komponente des ungarischen Wirtschaftskreislaufs, sowohl im Bereich des Tourismus als auch im Cargo-Verkehr. Für Ungarn repräsentiert der Budapester Flughafen einen wichtigen Knotenpunkt für internationale Verbindungen und den Transport von Waren und Passagieren. AviAlliance, ein Flughafeninvestor, der 1997 von Hochtief gegründet wurde und Flughäfen wie Düsseldorf, Hamburg und Athen betreibt, stand unter dem Druck der ungarischen Regierung, ihre Anteile an der Budapester Tochtergesellschaft zu verkaufen. Diese Entwicklung ist Teil einer breiteren Strategie, um strategische Sektoren der Wirtschaft unter staatliche Kontrolle zu bringen. Die Politik von Ministerpräsident Viktor Orban zielt darauf ab, Unternehmen und Branchen, die als strategisch wichtig erachtet werden, entweder unter die Kontrolle des Staates oder von Oligarchen, die Orban nahestehen, zu bringen. In den letzten Jahren wurden bereits große Banken, Mobilfunknetzbetreiber und andere Telekommunikationsunternehmen in den Einflussbereich des Staates gebracht. Die Übernahme des Budapester Flughafens Ferihegy durch den ungarischen Staat verdeutlicht einen weiteren Schritt

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Lufthansa erweitert Flugangebot nach Südamerika und Kanada ab München

Lufthansa bietet ihren Passagieren ab dem 9. Dezember 2024 wieder Nonstop-Flüge von München nach Südamerika an. Ein Airbus A350 wird montags, mittwochs und freitags nach Sao Paulo abheben. Die Flugnummer LH504 startet um 11:45 Uhr in München und erreicht die brasilianische Metropole um 20:15 Uhr Ortszeit. Eine weitere erfreuliche Nachricht betrifft Kanadafans: Vancouver wird nun ganzjährig auf dem Münchner Flugplan stehen. Damit wird die kanadische Westküste das ganze Jahr über von München aus erreichbar sein. Ein Airbus A350 wird im Winter dienstags, freitags und sonntags in die kanadische Metropole am Pazifik fliegen. Die Flugnummer LH476 hebt um 12:20 Uhr ab und landet um 13:50 Uhr Ortszeit in Vancouver. Des Weiteren wird Lufthansa im Winterflugplan weitere Ziele mit ihrer neuen Kabinenausstattung „Allegris“ anfliegen. Neben bereits bedienten Zielen wie Shanghai und San Francisco können Passagiere auch auf Flügen von und nach Bangalore in Indien und Kapstadt in Südafrika die neue Ausstattung erleben. Für Fans des größten Passagierflugzeugs, des Airbus A380, gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Im kommenden Winter können Lufthansa-Gäste das doppelstöckige Flugzeug auf gleich drei Destinationen erleben. Ab München geht es nach Bangkok, Delhi und Los Angeles. Auch die Langstreckenziele Johannesburg und Seattle, die bereits im Sommer neu angeflogen wurden, stehen im Winter weiterhin mit einem Airbus A350 zur Verfügung.

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80. Jahrestag der D-Day-Landung: US-Veteranen in der Normandie geehrt

Im Rahmen des 80. Jahrestages der D-Day-Landung in der Normandie landeten diese Woche 48 US-Veteranen des Zweiten Weltkriegs auf dem Flughafen Deauville-Normandie. Die ehemaligen Soldaten, viele von ihnen in ihren späten 90ern und einige über 100 Jahre alt, kamen mit einem speziellen Charterflug von Delta Air Lines aus Atlanta. Die First Lady von Frankreich, Brigitte Macron, empfing die Veteranen gemeinsam mit Patricia Miralles, Ministerin für Veteranenangelegenheiten und Gedenken. Die Ankunft der Veteranen wurde von Hunderten von Normandie-Bewohnern, US- und französischen Streitkräften sowie Schulkindern mit begeistertem Jubel begleitet. Für einige der Veteranen war dies der erste Besuch in Frankreich seit der Landung in der Normandie. Ed Bastian, CEO von Delta Air Lines, betonte den Stolz der Fluggesellschaft, die Veteranen zu dieser besonderen Gedenkwoche nach Frankreich gebracht zu haben. Zusammen mit Brigitte Macron und Vertretern der Best Defense Foundation überreichte er Madame Macron ein Replikamodell eines Delta 767-Flugzeugs als Dank für die Unterstützung des Flughafens bei der Rückkehr der Veteranen. Die Veranstaltung beinhaltete auch eine offizielle Zeremonie, bei der WWII-Veteran Neil McCallum, der sich zuvor ein Treffen mit der First Lady gewünscht hatte, persönlich von Brigitte Macron begrüßt wurde. Die Veteranen werden während ihres Aufenthalts eine Schule in Bayeux besuchen, um ihre Geschichten mit den Schülern zu teilen und das Vermächtnis ihrer Generation weiterzugeben.

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Vereinigung Cockpit warnt vor Pilotenmangel

Die Vereinigung Cockpit warnt anlässlich der ILA Berlin Air Show vor akuten Personalengpässen in europäischen Cockpits. Pilotinnen und Piloten werden in Deutschland und Europa zunehmend zur Mangelware. Während der Corona-Krise wurden zahlreiche Ausbildungen unterbrochen oder abgebrochen, was nun zu einem Fachkräftemangel führt. Zudem zeichnen sich durch die Abgänge der geburtenstarken Jahrgänge weitere Lücken ab. Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit, betont, dass der Personalmangel bereits spürbar ist und eine weitere Belastung des vorhandenen Personals keine Lösung darstellt. Er fordert deutschland- und europaweite Anstrengungen sowie verstärkte finanzielle Investitionen der Arbeitgeber in die Ausbildung, um weiterhin hochqualifiziertes Personal bereitzustellen. Anja Granvogl, Vorständin für Flugsicherheit, lehnt Bestrebungen zur Reduzierung der Cockpit-Besatzung strikt ab und betont, dass die Sicherheit nur mit mindestens zwei gut ausgebildeten Piloten gewährleistet werden kann.

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Easyjet-Muttergesellschaft klagt gegen Hochdruckreinigungsfirma wegen Markenverletzung

Die easyGroup, Aktionärin der renommierten britischen Billigfluggesellschaft easyJet, befindet sich erneut im Zentrum eines Rechtsstreits um Markenrechte. Diesmal hat die Unternehmensgruppe eine Hochdruckreinigungsfirma im Vereinigten Königreich verklagt, weil sie angeblich die Marke easyJet verletzt haben soll. Die Beklagte, Easy Jetwash, wehrt sich und hat eine Spendenkampagne gestartet. Easy Jetwash, ein Unternehmen für Hochdruckreinigung mit Sitz im Vereinigten Königreich, behauptet, dass die easyGroup, die Muttergesellschaft von easyJet, sie bedroht und zur Einstellung ihres Geschäfts aufgefordert habe. Die Vorwürfe von Easy Jetwash wurden auf einer GoFundMe-Seite veröffentlicht, die der Eigentümer des Unternehmens nach Einleitung des Gerichtsverfahrens durch die easyGroup eingerichtet hat. Dort erklärt der Inhaber, dass der Name seines Unternehmens auf der Fähigkeit beruhe, harte Arbeit leicht zu machen. Die easyGroup behauptet jedoch, dass Easy Jetwash ihre Marke verletzt und verlangt hat, dass das Hochdruckreinigungsunternehmen seinen Betrieb einstellt. Der Inhaber von Easy Jetwash argumentiert dagegen, dass sein Unternehmen keine Aktivitäten ausübt, die mit denen der easyGroup in Verbindung stehen. Dies ist nicht das erste Mal, dass die easyGroup gegen vermeintliche Markenverletzungen vorgeht. Die Unternehmensgruppe hat eine spezielle Seite namens „Markendiebe“ auf ihrer Website eingerichtet, um gegen Unternehmen vorzugehen, die den Namen „easy“ oder ähnliche Versionen missbräuchlich verwenden. Ein ähnliches Schicksal ereilte im Oktober 2023 die britische Indie-Band Easy Life, die von der easyGroup wegen der Verwendung ihres Namens bedroht wurde. Die Band änderte ihren Namen schließlich in „Hard Life“, um rechtlichen Schritten zu entgehen. Die easyGroup hat in einer Erklärung bekannt gegeben, dass sie eine Lösung mit der Band gefunden hat, die

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Austrian Airlines hat über Zukunft der OE-LZQ noch nicht entscheiden

Noch hat Austrian Airlines nicht final über das weitere Schicksal des schwer beschädigten Airbus A320neo mit der Registrierung OE-LZQ entschieden. Vor einigen Wochen wurde das äußerst junge Flugzeug während einem Schleppvorgang, bei dem sich keine Personen an Bord befanden, in Mitleidenschaft gezogen. Dabei erlitt der Mittelstreckenjet eine schwere Beschädigung. Austrian Airlines hat aber noch nicht entschieden, ob man die Maschine reparieren wird oder ob ihr gar die Verschrottung blüht. Dazu eine Sprecherin gegenüber Aviation.Direct: „Eine Reparatur der OE-LZQ wird nach wie vor evaluiert. Eine Entscheidung dazu wird voraussichtlich im Juli fallen“.

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Bremen-Handling unter neuer Geschäftsleitung

Ulrike Reddel übernimmt ab sofort die Geschäftsführung der Bremen Airport Service GmbH und der Bremen Airport Handling GmbH, beide 100-prozentige Tochterunternehmen der Flughafen Bremen GmbH. Darüber hinaus leitet sie die Customer Experience und berichtet in allen Funktionen an Marc Cezanne, den Geschäftsführer der Flughafen Bremen GmbH. Zuvor war Reddel zehn Jahre als Leiterin Produkte und Services am Flughafen München tätig. Ihre Karriere umfasst Stationen bei den Flughäfen Köln/Bonn und Frankfurt am Main sowie bei Air Berlin. Reddel bringt umfangreiche Erfahrung und Fachwissen mit, was laut Cezanne die positive Entwicklung des Flughafens Bremen weiter stärken wird. Mit der Anbindung an sechs internationale Drehkreuze und einer Mischung aus Linien-, Charter- und Low-Cost-Fluggesellschaften sieht Reddel ihre neuen Aufgaben als äußerst reizvoll an.

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Ryanair verliert Klage gegen staatliche Finanzspritze für Finnair vor EU-Gericht

Die Fluggesellschaft Ryanair hat vor dem Gericht der Europäischen Union eine Klage bezüglich einer Finanzspritze von 600 Millionen Euro für Finnair während der Covid-19-Pandemie verloren, die von der finnischen Regierung garantiert wurde. Finnland hatte im Frühjahr 2020 staatliche Hilfe in Form eines Darlehens aus einem Pensionsfonds gewährt, wobei die Regierung 90 % des Betrags garantierte. Die Hilfe war zur Sicherung von Finnairs Rückzahlungen an den Pensionsfonds gedacht. Die Europäische Kommission genehmigte diese staatliche Beihilfe im Mai 2020, ähnlich wie bei anderen Fluggesellschaften während der Pandemie. Das Gericht entschied, dass ein Zusammenbruch von Finnair schwerwiegende Folgen für die finnische Wirtschaft gehabt hätte. Ryanair argumentierte gegen die Beihilfe und bezeichnete sie als diskriminierend. Das Gericht wies die Klage jedoch ab. Ryanair hat bereits mehrere ähnliche Entscheidungen vor Gericht angefochten und musste nun auch die Kosten des Verfahrens tragen.

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Fluggastfrust durch Streiks: Deutschland führend in Streikaktivität

Fluggäste in Deutschland erlebten auch in diesem Jahr eine Flut von Streiks an Flughäfen. Laut einer Analyse des Travel-Tech-Unternehmens AirHelp gehörte Deutschland sowohl 2019 als auch 2022 zu den Ländern mit der höchsten Streikaktivität in der EU. Im Jahr 2022 gab es in Deutschland insgesamt 17 Streiks, wobei die Bundesrepublik mit 14 Arbeitsniederlegungen und drei Klimaprotesten an der Spitze stand. Ähnliche Muster waren auch in Italien zu beobachten, wo 15 Streiks stattfanden. Die Zahl der Streiks in der EU ist insgesamt gesunken, aber die Lage bleibt herausfordernd. Im Jahr 2022 gab es in zwölf Ländern insgesamt 70 Streiks, im Vergleich zu 77 Streiks im Jahr 2019. Trotz dieser Verbesserung stieg die Streikaktivität in Frankreich um 175 Prozent. Die Kabinencrew führte 2022 die Liste der Streikenden in der EU an, gefolgt von Piloten und Bodenpersonal. In Deutschland verbesserte sich die Gesamtbilanz trotz einer hohen Streikaktivität in den letzten Jahren. Im Jahr 2023 wurden mit zwölf Streiks die niedrigste Anzahl an Streiks verzeichnet, obwohl die meisten Streiks nicht zu Entschädigungszahlungen führten, da sie von anderen Gruppen als den Fluggesellschaften selbst durchgeführt wurden. Bei Flugverspätungen oder -ausfällen aufgrund von Streiks haben betroffene Passagiere jedoch möglicherweise Anspruch auf Entschädigungszahlungen. „Streiken Mitarbeitende der Fluggesellschaften, wie es bei Discover Airlines oder der Lufthansa der Fall war, haben Betroffene bei Verspätungen von über drei Stunden oder Ausfällen einen Anspruch auf eine Entschädigungszahlung von bis zu 600 Euro“, erklärt Nina Staub, Rechtsexpertin bei AirHelp.

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Flughafen Wien AG gewinnt erneut Wiener Börse Preis 2024

Die Flughafen Wien AG wurde erneut beim Wiener Börse Preis 2024 ausgezeichnet, dieses Mal mit dem ersten Platz in der Mid-Cap-Kategorie. Dr. Günther Ofner, Vorstand, und Mag. Bernd Maurer, Leiter Capital Markets der Flughafen Wien AG, nahmen die Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes im Palais Niederösterreich entgegen. Der Flughafen Wien AG wurde diese Ehre bereits zum zweiten Mal in Folge zuteil. Der Flughafen Wien, der dieses Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert, hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 zu einem bedeutenden Akteur entwickelt. Mit einer Marktkapitalisierung von 4,1 Milliarden Euro und einer eindrucksvollen Aktienkursentwicklung, die seit 2012 um mehr als 600 Prozent gestiegen ist, ist der Flughafen Wien AG eine treibende Kraft in der Finanzwelt. Die umfassende und engagierte Finanzmarktkommunikation des Unternehmens wurde ebenfalls honoriert. Der Mid-Cap-Preis beim Wiener Börse Preis wird aufgrund verschiedener Kennzahlen ermittelt, darunter Finanzberichterstattung, Investor Relations Tätigkeiten, Management sowie quantitative Faktoren wie Kursentwicklung und Liquidität. Neben der Flughafen Wien AG wurden auch STRABAG SE und Palfinger AG ausgezeichnet.

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