Jan Gruber

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Jan Gruber

Austrian Airlines: Kurzarbeit, Staatshilfe, Staatskredit und hohe Kosten – Kommentar

Während der Corona-Pandemie wurde die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines vom österreichischen Staat kräftig finanziell unterstützt. Neben 150 Millionen Euro an „nicht rückzahlbarem Zuschuss“, gab es auch einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag aus der Kurzarbeit. Mit Transparenz rund um Finanzmittel, die während der Corona-Pandemie verteilt wurden, hat die amtierende Bundesregierung schon von Anfang an ein Problem gehabt. Ein paar wenige Förderungen sind in der Transparenzdatenbank ersichtlich, jedoch hat man es besonders bei großen Unternehmen – beispielswiese unter dem Deckmantel Datenschutz – sehr wichtig gehabt, dass die Öffentlichkeit und das Parlament eben nicht wissen wie viel der Staat im Rahmen der Kurzarbeit für Austrian Airlines, die Flughafen Wien AG und andere große Unternehmen springen hat lassen. Auskünfte darüber wurden verweigert, so dass der Österreichische Rundfunk vor Gericht gezogen ist. Das Bundesverwaltungsgericht sah in der Verweigerung der Auskunft über die Höhe der Coronahilfen einen Gesetzesverstoß und ordnete die Herausgabe an. Insgesamt wurden 9,8 Milliarden Euro von der Regierung für die Kurzarbeit aufgewandt. An der Spitze der Liste der Einzelempfänger, die vom Österreichischen Rundfunk veröffentlicht wurde, findet sich Austrian Airlines. Zusätzlich zur Kurzarbeit hat dieses Unternehmen einen „nicht-rückzahlbaren Zuschuss“ in der Höhe von 150 Millionen Euro bekommen. Weiters wurde ein staatlich garantierter Kredit, der zwischenzeitlich getilgt wurde, gewährt. Im Jahr 2020 war Austrian Airlines das erste Großunternehmen, das Kurzarbeit angemeldet hat. Die Beschäftigten befanden sich über einen vergleichsweise sehr langen Zeitraum in dieser Maßnahme, die zum Erhalt der Arbeitsplätze dienen soll. Allerdings gab es für betroffene auch finanzielle Einbußen, denn das AMS übernimmt nicht die kompletten Lohnkosten.

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Austrian Airlines: Airbus A320neo mit Sonderbeklebung in der Luft

Austrian Airlines hat mit einem klaren Statement über den Wolken ihr Bekenntnis zu Europa unterstrichen. Ein A320neo der Fluggesellschaft, mit dem Kennzeichen OE LZO, fungiert als Botschafter der Europäischen Einheit und verbindet seit heute Wien mit der Welt. Kurz vor der Europawahl im Juni fliegen insgesamt vier Airbus A320 der Lufthansa Group Airlines Austrian, Brussels, Eurowings und Lufthansa Airlines mit dem Schriftzug „Yes to Europe“ quer über den Kontinent. Der Schriftzug ist auf dem Rumpf der Flugzeuge gut sichtbar und wird von einem europäischen Sternenkranz eingerahmt. Der A320neo von Austrian wird sogar über die Wahl hinaus für mehrere Monate mit dieser Sonderbeklebung unterwegs sein. Am 13. Mai 2024 werden sich alle vier Flugzeuge der Lufthansa Group mit dieser Europa-Sonderbeklebung am Flughafen Brüssel treffen.

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Turkish Airlines will 235 zusätzliche Flugzeuge bestellen

Turkish Airlines plant, ihre Flotte weiter auszubauen, indem sie mit Airbus und Boeing über die Bestellung von zusätzlichen 235 Flugzeugen verhandelt. Dies gab der Aufsichtsratsvorsitzende Ahmet Bolat in Istanbul bekannt. Bolat betonte, dass Turkish Airlines stets eine ausgewogene Politik zwischen Airbus und Boeing verfolgt habe und dass sie trotz aktueller Probleme bei Boeing keine Eile haben, Entscheidungen zu treffen.

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South African reaktiviert Johannesburg-Perth

Perth Airport feiert die Rückkehr von South African Airways (SAA) mit der Wiederbelebung ihrer Direktverbindung zwischen Johannesburg und Perth. Die stellvertretende Premierministerin Rita Saffioti betont die Bedeutung für die Erholung der Luftfahrt und die Tourismusbranche in Westaustralien und hebt die Vorteile für südafrikanische Expats und Besucher bei großen Veranstaltungen hervor. Jason Waters, CEO des Perth Airport, äußert Begeisterung für die Partnerschaft und erwartet eine Erhöhung der Flugfrequenz. SAA-CEO John Lamola betont die strategische Bedeutung der Strecke und ihre Rolle bei der Stärkung der Beziehungen zwischen Südafrika und Westaustralien. Mit einem Fokus auf Komfort und Effizienz betreibt SAA die Strecke mit einem Airbus A340-300 und bietet sowohl Business- als auch Economy-Class-Optionen.

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Lorenzo Stoll verlässt Swiss

Nach elf Jahren bei der Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss verlässt Lorenzo Stoll das Unternehmen Ende Juni, um eine neue Position außerhalb der Luftfahrtbranche anzunehmen. Stoll, der zuletzt die Position des Chefs der Frachttochter Swiss World Cargo innehatte, wird die Leitung eines Schweizer Unternehmens im Gesundheitssektor übernehmen. Sein Abschied markiert das Ende eines bedeutenden Kapitels bei Swiss und den Beginn einer neuen, spannenden beruflichen Herausforderung. Stoll war 2013 als Chef Westschweiz zu Swiss gestoßen und hatte im April 2021 die Leitung von Swiss World Cargo übernommen. In einem Post bedankte er sich bei den Teams, mit denen er zusammengearbeitet hatte, für ihre engagierte Arbeit und betonte die Freude und Ehre, die er während seiner Zeit bei Swiss empfunden habe.

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Kenia und DR Kongo streiten um verhaftete Airline-Mitarbeiter

Ein politischer Streit zwischen Kenia und der Demokratischen Republik Kongo (DRC) eskaliert, nachdem Kenya Airways (KQ, Nairobi Jomo Kenyatta) am 30. April 2024 ihre Flüge nach Kinshasa N’Djili eingestellt hat. Die Fluggesellschaft beschuldigt das kongolesische Militär, zwei ihrer Mitarbeiter illegal festgenommen zu haben, angeblich aufgrund fehlender Zollpapiere für Fracht. „Wir sind beunruhigt über diese Aktion gegen unschuldige Mitarbeiter und betrachten sie als Belästigung, die sich gegen das Geschäft von Kenya Airways richtet“, sagte der Group Managing Director und CEO Allan Kilavuka. Er sagte, die anhaltende Inhaftierung der beiden Mitarbeiter „erschwerte es uns, unsere Operationen in Kinshasa zu überwachen, zu denen Kundenservice, Bodenabfertigung, Frachtaktivitäten und allgemein sichere, sichere und effiziente Operationen gehören. Wir bitten auch darum, dass unsere Mitarbeiter während dieser rechtswidrigen Inhaftierung menschlich und respektvoll behandelt werden.“ Die beiden Mitarbeiter wurden am 19. April 2024 im Büro der Fluggesellschaft am Flughafen Kinshasa N’Djili festgenommen. Sie werden weiterhin von der Militärgeheimdiensteinheit der DRC (Detection Militaire des Activities Anti Patrie – DEMIAP) inhaftiert. „Während ihrer Festnahme wurden ihre Handys beschlagnahmt, und der Zugang zu ihnen wurde verweigert. Am 23. April 2024 durften kenianische Botschaftsbeamte und einige KQ-Mitarbeiter sie besuchen, aber nur für wenige Minuten.“ Die fehlenden Zolldokumente betrafen wertvolle Fracht, die am 12. April auf einem Kenya Airways-Flug transportiert werden sollte, aber aufgrund unvollständiger Dokumentation nicht angenommen wurde. Kilavuka sagte, die Mitarbeiter hätten die Fracht nie besessen, die sich noch im Freigabeverfahren befand, als Sicherheitsteams Fehlverhalten behaupteten.

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EU-Kommission winkt Tarom-Staatshilfe durch

Die Europäische Kommission hat grünes Licht für Rumäniens Plan gegeben, seiner staatlichen Fluggesellschaft Tarom 95,3 Millionen Euro an Umstrukturierungshilfe zur Verfügung zu stellen. Die Hilfe soll Tarom dabei helfen, langfristige Lebensfähigkeit zu erreichen, indem finanzielle Schwierigkeiten durch Maßnahmen wie die Flottenerneuerung und Kostensenkungen angegangen werden. Die Bewertung der Kommission ergab, dass die Hilfe verhältnismäßig ist und mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht, wobei Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. Kommissarin Margrethe Vestager betonte die Bedeutung der Hilfe für die Aufrechterhaltung der regionalen Konnektivität für rumänische Bürger und Unternehmen.

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Air Asia X konkretisiert Übernahme von Konzernschwestern

Die Verwaltung von AirAsia X hat Einzelheiten über die geplante Übernahme von AirAsia Bhd und AirAsia Aviation Group bekannt gegeben. Laut einer Einreichung bei der Bursa Malaysia plant AirAsia X die Ausgabe kostenloser Optionsscheine, eine private Platzierung und eine Kapitalreduzierung nach Abschluss des Angebots. Die Übernahme wird von einer internen Umstrukturierung begleitet, bei der sieben Fluggesellschaften unter dem Dach der neuen Investment-Holding AirAsia Group Sdn Bhd zusammengefasst werden. Dies soll eine zentralisierte Entscheidungsfindung und koordinierte Netzwerkpläne ermöglichen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Bursa Malaysia und der Aktionäre.

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Schauinsland-Reisen mit neuem Airline-Buchungstool

Schauinsland-reisen setzt als erster Reiseveranstalter auf die neue Plattform Calisto Ancillary des IT-Dienstleisters Airxelerate. Diese ermöglicht es Reisebüros, Zusatzleistungen wie Sitzplatzreservierungen, Zusatzgepäck oder Mahlzeiten direkt über ihr Reservierungssystem in die Buchungen zu integrieren. Nach einer umfangreichen Testphase zeigt sich Vertriebsleiter Detlef Schroer überzeugt von den Ergebnissen. Die Implementierung der neuen Buchungsplattform Calisto | Ancillary verspricht eine deutliche Vereinfachung des Buchungsprozesses für Reisebüros und Kunden. Bisher mussten Zusatzleistungen separat hinzugebucht werden, doch damit ist nun Schluss. Kunden können nun innerhalb einer Buchung spezielle Sitzplätze reservieren oder Zusatzgepäck anmelden. Das neue Buchungstool ist bereits bei Buchungen mit SunExpress- und Air Cairo-Flügen verfügbar und soll zukünftig auch bei weiteren Airlines wie Sundair und Eurowings zum Einsatz kommen. Die Plattform, Ende Januar von Airxelerate vorgestellt, wurde nach einer erfolgreichen Testphase von Schauinsland-Reisen implementiert.  Detlef Schroer hebt hervor, dass nicht nur der Service für Kunden und Reisebüros verbessert werde, sondern auch die Verdienstmöglichkeiten der Vertriebspartner steigen, da über das neue Tool gebuchte Flug-Zusatzleistungen ebenfalls verprovisioniert werden.

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United Airlines vereinfacht Sitzplatzreservierungen

United Airlines vereinfacht die Auswahl von Sitzplätzen für Passagiere mit einer neuen Funktion in ihrer mobilen App. Kunden können nun ihre bevorzugten Plätze markieren und speichern, einschließlich Fenster- oder Gangplatz, mehr Beinfreiheit oder Plätze in der Nähe von Notausgängen. Sobald der gewünschte Sitzplatz verfügbar wird, werden Passagiere automatisch umgesetzt. Die Funktion steht allen Nutzern der United-App zur Verfügung und wird pünktlich zum Beginn der Sommersaison eingeführt. United Airlines ist eigenen Angaben nach die erste und einzige US-Fluggesellschaft, die dieses Feature anbietet.

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