Jan Gruber

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Jan Gruber

Wizz Air kritisiert hohe Gebühren in Deutschland

Der deutsche Markt scheint für die Billigfluggesellschaft Wizz Air derzeit nur sehr eingeschränkt attraktiv zu sein. Dies führt man aber nicht auf mangelnde Nachfrage, sondern auf die im Vergleich mit anderen Staaten hohen Steuern und Gebühren zurück. Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche sieht Robert Carey, stellvertretender Generaldirektor der Wizz Air Group, auch eine ganz andere Ursache: Der Konkurrenzkampf mit der Lufthansa Group würde dazu führen, dass beispielsweise die Tochter Gesellschaft Eurowings ihre Marktstellung „nach Kräften verteidigen“ würde. Man könnte damit zwar mithalten, aber es in anderen Märkten wären die Gewinnmargen höher. Wizz Air habe derzeit konzernweit zu wenige Flugzeuge zur Verfügung. Dies liegt hauptsächlich an den Problemen rund um die Pratt&Whitney-Triebwerke, die man bei der A320neo-Reihe-Flotte verwendet. Die Marktdominanz der Lufthansa Group in Deutschland sowie hohe Steuern und Gebühren würden dazu führen, dass der pinkfarbene Billigflieger auf Flügen ab der Bundesrepublik weniger Geld verdienen würde als ab anderen Staaten. Diese Kombination führe dazu, dass Deutschland momentan in den Expansionsplanungen eine nur sehr untergeordnete Rolle spielen würden. In der Tat hat Wizz Air zahlreiche Strecken von/nach Deutschland eingestellt. Es handelt sich um viele Routen in die Balkan-Region. Punktuell gibt es aber auch Neuaufnahmen. Beispielsweise nimmt man den Flughafen Stuttgart ab Budapest und Tirana ins Streckennetz auf. Während der Fußball-Europameisterschaft bietet das Unternehmen ab verschiedenen europäischen Airports so genannte Fan-Flüge an. Diese führen unter anderem auch nach München und Frankfurt am Main. Gegenüber der Wirtschaftswoche räumt Carey ein, dass es theoretisch möglich wäre, dass ab Deutschland aufgrund der Marktdominanz und Preispolitik von

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Flughafen Hamburg: Polizei nimmt 82-Jährigem Butterfly-Messer ab

Bei Sicherheitskontrollen am Hamburger Flughafen wurden am Mittwochmorgen zwei Passagiere mit verbotenen Gegenständen in ihrem Handgepäck gestoppt. Eine 31-jährige italienische Staatsangehörige wurde auf ihrem Weg von Hamburg nach München erwischt, als in ihrer Handtasche ein Pfefferspray entdeckt wurde, das nicht den erforderlichen Prüfzeichen entsprach. Die Bundespolizei stellte das Pfefferspray sicher, und die Frau erhielt eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Sie gab an, das Spray zur Selbstverteidigung bei Alleinreisen zu nutzen. Gegen 13:00 Uhr wurde ein 82-jähriger türkischer Staatsangehöriger kontrolliert, der nach Istanbul fliegen wollte. In seinem Handgepäcktrolley fanden die Sicherheitskräfte ein Butterflymesser, was ebenfalls als verbotener Gegenstand gilt. Der Mann wurde angezeigt, und das Messer wurde von der Bundespolizei sichergestellt. Er verweigerte eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er seine Reise fortsetzen.

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Erhöhte Luftverkehrsabgabe: Ryanair bittet in Deutschland nachträglich zur Kasse

Die Billigfluggesellschaft Ryanair bittet Passagiere, die Flüge nach dem 1. Mai 2024 ab Deutschland gebucht haben, nachträglich zur Kasse. Das Unternehmen fordert die von der Bundesregierung ab diesem Stichtag erhöhte Luftverkehrsabgabe nach. Die Steuererhöhung kommt in der Branche so ganz und gar nicht gut an, denn Deutschland hinkt in Sachen Erholung der Luftfahrt von der Corona-Pandemie den meisten anderen EU-Staaten sehr weit hinterher. Allerdings soll nicht die Ursache sein, dass die Nachfrage in den Keller eingebrochen ist, sondern die Airlines halten das Angebot weiterhin auf einem Niveau, das deutlich unter jenem, das es im Jahr 2019 gab. Dies wird von manchen Fluggesellschaften auch genutzt, um höhere Ticketpreise durchsetzen zu können. Zahlreiche Carrier haben ihr Angebot von/nach Deutschland für den Sommer 2024 abermals zurückgefahren und begründen dies mit den hohen Kosten für Handling, Starts und Landungen, aber insbesondere mit den in Deutschland vergleichsweise hohen Steuern und Gebühren. Manche Billigfluggesellschaften, darunter Ryanair und Wizz Air, weisen die „Nebenkosten“ nicht detailliert aus. Das hat durchaus Kalkül, denn tritt man als Fluggast seinen Flug nicht an, so hat man einen gesetzlichen Anspruch auf Erstattung der Steuern und Gebühren. Diese muss die Airline nämlich nur dann abführen, wenn der Passagier auch tatsächlich geflogen ist. Somit ist es zum Beispiel bei Ryanair und Wizz Air äußerst mühsam einen so genannten Tax-Refund durchzusetzen, denn zunächst behauptet der Kundenservice, dass man gar keine Taxen bezahlt habe. Das ist natürlich Unsinn, denn diese sind im Flugpreis eingepreist. Gerade bei äußerst billigen Tickets kommt es durchaus dazu, dass diese nicht

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Wegen Taufname „Tel Aviv“: Ethiopian-Dreamliner bekam Ärger in Beirut

Auf dem Flughafen Beirut wurde die Besatzung einer von Ethiopian Airlines betriebenen Boeing 787-9 angewiesen den Taufnamen „Tel Aviv“ zu verdecken oder zu entfernen. Andernfalls hätte die Zivilluftfahrtbehörde des Libanons den Start der Langstreckenmaschine untersagt. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag auf dem Flughafen Beirut „Rafic Al Hariri“. Der Dreamliner mit der Registrierung ET-AXK ist aus Addis Abeba kommend gelandet. Soweit noch alles alltäglich. Doch dann sah eine nicht näher kommunizierte Person den Taufnamen „Tel Aviv“, der in kleiner Schrift auf dem Rumpf zu sehen ist. Die Sache nahm ihren Lauf und wurde im Expresstempo in der Zivilluftfahrtbehörde des Libanons entschieden: Entweder der Schriftzug wird unkenntlich gemacht bzw. entfernt oder aber es gibt keine Starterlaubnis und somit würde diese Boeing 787-9 in Beirut stranden. Die äthiopische Fluggesellschaft erklärte, dass es üblich sei, den Namen des Flughafens zu vermerken, an dem das Flugzeug nach dem Kauf zum ersten Mal landet, was bei dem Flugzeug der Fall war. Das Unternehmen wies darauf hin, dass es dieses Problem nicht bemerkt habe, bevor es das Flugzeug zum internationalen Flughafen Beirut-Rafic Al Hariri brachte. Die Zivilluftfahrtbehörde forderte das Unternehmen auf, den Ausdruck vom Rumpf des Flugzeugs zu entfernen, bevor es die Erlaubnis zum Abflug von Beirut erhielt. Sie forderte außerdem das Unternehmen auf, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass keine Logos einer israelischen Einrichtung auf den Flugzeugen der Gesellschaft angebracht sind, bevor sie am Flughafen Beirut landen. Ähnliche Vorfälle, bei denen Flugzeuge mit unangemessenen oder politisch sensiblen Aufschriften auf dem Rumpf landeten,

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Deutschland: Flixtrain plant deutliche Kapazitätserweiterung und Frequenzerhöhung

Der Fernzuganbieter Flixtrain plant für den Sommer eine Kapazitätserweiterung um rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zudem sollen die Frequenzen erhöht werden, um das Angebot zu verbessern und die Mobilitätslandschaft in Deutschland nachhaltig zu verändern, so Flix-CEO André Schwämmlein. Konkret bedeutet dies, dass auf der Strecke Berlin – Köln bis zu sechs Verbindungen am Tag angeboten werden sollen, während es bisher vier waren. Auf der Route Berlin – Frankfurt sollen nun acht Züge statt bisher sechs unterwegs sein. Zusätzlich wird nach einer baustellenbedingten Pause eine Verbindung von der Hauptstadt nach Rheinland-Pfalz zurückkehren und in Mainz und Wolfsburg halten. Flixtrain bietet neben 50 eigenen Halten auch über die Kooperation mit dem Deutschlandtarifverbund (DTV) über 100 weitere Halte an, was das gesamte Angebot auf mehr als 150 Halte erhöht.

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Verhandlungen über Tarifvertrag bei German Airways stocken weiter

Trotz zahlreicher Anläufe in den vergangenen Monaten, die Arbeits- und Vergütungsbedingungen der Piloten bei der Fluggesellschaft German Airways kollektiv zu regeln, verweigert sich die Geschäftsleitung weiterhin konsequent diesem Ansinnen, behauptet die VC. Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit, äußerte sich besorgt über die Haltung von German Airways: „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum German Airways nicht bereit ist, die Bedingungen der Piloten durch einen, auch für den Arbeitgeber, verlässlichen Tarifvertrag zu regeln und damit zu verbessern, und lieber in Kauf nimmt, dass die dadurch gegebene Fluktuation im Personalkörper überdurchschnittlich hoch bleibt.“ Gröls betonte die Dringlichkeit, die Verweigerungshaltung aufzugeben und den Wunsch der Beschäftigten nach Tarifierung zu erfüllen. Die Vereinigung Cockpit setzt sich für die Interessen der Piloten ein und strebt konstruktive Verhandlungen an, um angemessene Verbesserungen zu erreichen. Die Geschäftsleitung von German Airways muss sich nun entscheiden, ob sie weiterhin auf einen Tarifvertrag verzichtet oder den Dialog mit den Piloten sucht, appelliert die Gewerkschaft.

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Pegasus nimmt Istanbul (SAW)-Bratislava auf

Die türkische Billigfluggesellschaft Pegasus wird ab Mitte Mai 2024 Nonstopflüge zwischen Bratislava und Istanbul anbieten. In der türkischen Metropole nutzt der Carrier für diese Route den Flughafen Sabiha Gökçen, der sich im asiatischen Teil der Großstadt befindet. Der Erstflug ist seitens Pegasus für den 15. Mai 2024 angekündigt. Vorerst sollen zwei Umläufe pro Woche durchgeführt werden. Es sollen sowohl Maschinen der Airbus A320-Reihe als auch Boeing 737-800 zum Einsatz kommen.

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Fluggastrechteportal befürchtet viele Verspätungen im Mai 2024

Eine Analyse der Flugdaten von 2023 durch das Travel-Tech-Unternehmen AirHelp zeigt, dass mehr als ein Drittel der Passagiere in Deutschland, die über die Feiertage im Mai verreisten, von Flugverspätungen oder -ausfällen betroffen waren. Besonders über Pfingsten waren Probleme häufig, wobei 36 Prozent der Passagiere verspätet oder gar nicht gestartet sind. Vor allem am Freitag und Samstag war die Verspätungs- und Ausfallquote hoch. Am Tag der Arbeit hatten dagegen vergleichsweise wenige Reisende Probleme mit ihren Flügen. Die Analyse zeigt auch, dass die meisten Probleme bei Flügen in die Türkei auftraten, gefolgt von Dänemark und der Schweiz. Weniger betroffen waren Flüge nach Irland, Österreich und Spanien. Spanien war insgesamt das beliebteste Reiseziel über die Mai-Feiertage, gefolgt von Deutschland und der Türkei. Insgesamt haben über die Brückentage mehr als 1,5 Millionen Passagiere mit Flugproblemen zu kämpfen gehabt. Etwa 90.000 Passagiere haben Anspruch auf Entschädigungszahlungen aufgrund von Verspätungen oder Flugausfällen. Nina Staub, Rechtsexpertin von AirHelp, ermutigt betroffene Reisende, ihre Ansprüche geltend zu machen, unabhängig davon, ob es sich um Kurz- oder Langstreckenflüge handelt.

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Innsbruck kämpft weiter um Erhalt des Flugwetterdienstes

Die Entscheidung, den Flugwetterdienst für die Bundesländerflughäfen zukünftig zentral in Wien-Schwechat zu betreiben, stößt auf Widerstand, insbesondere am Flughafen Innsbruck. Die Austro Control, eine Bundesgesellschaft, plant, den Wetterdienst Mitte des Jahres vom Innsbrucker Flughafen zu verlagern. Dies hat zu Bedenken bezüglich der Sicherheit geführt, aber bisherige Initiativen, den Wetterdienst in Innsbruck zu belassen, wurden von der Austro Control und dem Klimaschutzministerium abgelehnt. Dennoch geben der ÖVP-Nationalrat Hermann Gahr und die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) als Mehrheitseigentümerin des Flughafens nicht auf. Sie haben Experten konsultiert und sich an die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln gewandt. Dabei wird angezweifelt, ob die Zentralisierung des Wetterdienstes in Wien-Schwechat den rechtlichen Anforderungen entspricht. Es wird auch die Objektivität des Ministeriums im Zusammenhang mit der Zentralisierung angezweifelt. Es besteht die Befürchtung, dass die budgetären Interessen des Bundes die Flugsicherheit beeinträchtigen könnten. Die besonderen meteorologischen Bedingungen am Flughafen Innsbruck erfordern eine genaue Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und Erfahrungswerte, betonen die Gegner der Zentralisierung. Hermann Gahr drängt darauf, dass Klimaschutzministerin Leonore Gewessler einen Meinungsumschwung vollzieht. Er argumentiert, dass die Verlegung des Wetterdienstes nach Wien-Schwechat die Prognosen verschlechtern würde. Die Besonderheiten des Flughafens Innsbruck, wie die Lage im Gebirge und die speziellen An- und Abflugverfahren, erfordern präzise Wettervorhersagen für die Flugsicherheit. Gahr betont die Bedeutung der Sicherheit für den Flugverkehr und die Stadt Innsbruck. Ohne genaue Wetterprognosen würde der Flughafen an Sicherheit und Akzeptanz verlieren, so seine Überzeugung. Er fordert moderne Technik und ein erfahrenes Team von Wetterexperten am Flughafen Innsbruck, um die Prognosen zu erstellen und die

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ÖBB mit mehr Gewinn und Fahrgästen im Jahr 2023

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben im Geschäftsjahr 2023 trotz einer Energiekrise, hoher Inflation und einem allgemeinen Wirtschaftsabschwung wirtschaftlich gut abgeschnitten. Ein wesentlicher Grund dafür war die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen: Mit knapp 494 Millionen Passagieren, die mit dem Zug oder Bus unterwegs waren, verzeichneten die ÖBB einen Anstieg um 10,5 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit einen neuen Rekordwert. Trotz eines Rückgangs des Ergebnisses vor Steuern (EBT) um 42,2 % auf 111,6 Millionen Euro, was auf einen Sondereffekt im Vorjahr zurückzuführen ist, konnte der ÖBB Konzern insgesamt ein solides Plus erwirtschaften. Alle Teilkonzerne der ÖBB haben im Jahr 2023 Gewinne erzielt: Der ÖBB Personenverkehr schloss mit 109,1 Millionen Euro ab, die ÖBB Rail Cargo Group mit 13 Millionen Euro und die ÖBB Infrastruktur mit 7,7 Millionen Euro. Während der Personenverkehr einen Rekord bei den Fahrgastzahlen verzeichnete, verzeichnete der Güterverkehr aufgrund der rezessiven Industrieumgebung einen Rückgang von 8,4 %. Die Pünktlichkeit litt unter den steigenden Passagierzahlen, lag jedoch immer noch bei respektablen 95,0 % im Gesamtsystem. CEO Andreas Matthä betonte die Rolle der Fahrgäste bei diesem Erfolg und freute sich über den Zustrom und Zuspruch. CFO Manuela Waldner wies darauf hin, dass trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen alle Teilkonzerne positive Ergebnisse erzielt haben. Besonders der Güterverkehr wurde durch den Wirtschaftsabschwung und die hohen Strompreise belastet. Um die Verlagerung auf die Schiene attraktiver zu machen, investieren die ÖBB in intermodale Angebote. Der ÖBB Personenverkehr erwirtschaftete 2023 einen Umsatzanstieg von 15 % auf 3.136,3 Millionen Euro, jedoch sank das Ergebnis vor Steuern

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