Jan Gruber

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Jan Gruber

Hauptsächlich Lufthansa betroffen: Deutschland will Kerosinsteuer für Inlandsflüge

Werden die jüngsten Geldbeschaffungspläne der deutschen Bundesregierung in die Tat umgesetzt, so dürfte besonders der Lufthansa-Konzern mit erheblich höheren Kosten im innerdeutschen Flugverkehr konfrontiert sein. Nach Luftverkehrsabgabe, Mehrwertsteuer und anderen Abgaben will man nun auch noch eine Kerosinsteuer erheben.  Freilich geschieht dies wieder mal unter dem Deckmangel des Umweltschutzes, jedoch geht es in erster Linie darum frisches Geld in die klammen Kassen des defacto vor dem Staatsbankrott stehenden Deutschlands zu bringen. Aufgrund internationaler Verträge kann man für internationale Flüge gar keine Kerosinsteuer erheben. Im Inlandsverkehr sieht das anders aus. Hier wäre die Bundesrepublik auch kein Einzelfall, denn beispielsweise bittet Norwegen in diesem Segment schon seit einiger Zeit zusätzlich zur Kasse.  Abgesehen von wenigen kleineren Anbietern würde die deutsche Kerosinsteuer primär die Lufthansa Group inklusive ihrer Lowcost-Tochter Eurowings treffen. Andere Anbieter, beispielsweise Ryanair und Easyjet sowie Lübeck Air haben sich bereits weitgehend aus dem innerdeutschen Geschäft zurückgezogen. Mittlerweile hat sich das Inlandsaufkommen – im direkten Vergleich mit dem Wert, den man vor der Corona-Pandemie hatte – halbiert.  Bereits jetzt dominieren mangels Wettbewerbs zum Teil exorbitant hohe Flugpreise, wobei die Bahn in manchen Fällen auch keine preiswerte oder zuverlässige Alternative darstellt. Somit müssten sich innerdeutsche Flugreisende darauf einstellen, dass eine etwaige Kerosinsteuer in Form höherer Preise an die Passagiere weitergereicht wird. Dies führt zum weiteren Rückgang der Nachfrage und in der Folge daraus höchstwahrscheinlich zur Einstellung weiterer Inlandsstrecken. Somit ist es fraglich, ob das deutsche Finanzministerium nicht eher den Herzenswunsch von „Umweltschützern“ – Einstellung von Inlandsflügen – indirekt beschleunigen wird oder aber

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IAG meldet Air-Europa-Übernahme offiziell an

Die International Airlines Group hat die Übernahme von 80 Prozent der Air Europa offiziell bei den Kartellbehörden angemeldet. Bei Freigabe der Transaktion würde man die Globalia-Tochter vollständig übernehmen.  Derzeit hält die IAG rund 20 Prozent an Air Europa. Nun sind Kartellbehörden wie die EU-Kommission am Zug. Sowohl Globalia als auch die International Airlines Group geben sich zuversichtlich, dass im Laufe des kommenden Jahres die Freigabe erteilt wird. Im ersten Anlauf scheiterte der Deal. Nun erklärt die IAG, dass man bereits umfangreiche Zugeständnisse gemacht habe. Deshalb rechne man mit grünem Licht. 

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British Airways setzt BA Cityflyer ab Schottland ein

Im Auftrag von British Airways soll die auf Flüge ab dem London-City-Airport spezialisierte Tochtergesellschaft BA Cityflyer im Sommer 2024 auch ab Edinburgh zum Einsatz kommen.   Im Normalfall ist BA Cityflyer mit der Embraer-Flotte für Flüge von/nach London-City zuständig. Immer wieder kommt es aber vor, dass dieser Carrier ausgewählte Routen außerhalb der Homebase im Auftrag der Mutter British Airways bedient. Im Zeitraum von 25. Mai bis 10. August 2024 wird der Carrier Edinburgh-Olbia bedienen. Zusätzlich fliegt man ab diesem Termin, jedoch nur bis 30. Juli 2024, für British Airways nach San Sebastian. 

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Köln/Bonn: Eurowings kündigt Chişinău und Santiago de Compostela

Im Sommerflugplan 2024 wird Eurowings mit Chişinău und Santiago de Compostela zwei weitere Destinationen ab Köln/Bonn anbieten. Ab dem 1. Mai fliegt die Airline immer mittwochs und samstags nach Chişinău und jeden Dienstag und Samstag nach Santiago de Compostela. „Es freut uns sehr, dass unser langjähriger und wichtiger Partner Eurowings sein Angebot erweitert und ab dem Frühjahr zwei neue spannende Reiseziele für unsere Fluggäste bereithält“, sagt Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. „Mit Chişinău und Santiago de Compostela nehmen wir zwei sehenswerte Städte in Ost- und Westeuropa auf, die wir bislang nicht im Flugplan hatten.“ Die Flüge nach Chişinău starten mittwochs um 12:10 Uhr in Köln/Bonn, samstags um 18:15 Uhr. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden. Zurück ins Rheinland geht es aus der moldawischen Hauptstadt an denselben Wochentagen. Nach Santiago de Compostela hebt Eurowings dienstags um 6:25 Uhr in Köln/Bonn ab, samstags um 16:20 Uhr. Die Landung erfolgt nach rund zweieinhalb Stunden Flugzeit. Zurück aus Galicien geht es ebenfalls dienstags und samstags. Zum Einsatz kommen die Airbus-Modelle A319 und A320.

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KM Malta Airlines stellt mögliche erste Livery vor

Die neugeründete Fluggesellschaft KM Malta Airlines hat ihre mögliche Livery vorgestellt. Diese erinnert sehr stark an jene des noch fliegenden Vorgängers Air Malta sowie an jene der Malta MedAir. Der Carrier wollte die Frage, ob es sich tatsächlich um das künftige Farbenkleid handelt, nicht kommentieren.  Die von KM Malta Airlines veröffentlichten Fotos wirken als ob man von Air-Malta-Flugzeugen mittels eines Bildbearbeitungsprogramms die Schriftzüge „Malta“ bzw. „airmalta.com“ entfernt habe. Noch steht nicht fest, ob das neue Unternehmen dann tatsächlich unter dem Namen KM Malta Airlines abheben wird. Eigentümer der Marke Air Malta ist der Staat und die Regierung deutete wiederholt an, dass die New Company als Air Malta fliegen könnte.  Mit mehreren Tagen Verspätung brachte KM Malta Airlines eine eigene Homepage an den Start und hat auch den Verkauf von Flugtickets über das Internet aufgenommen. Dabei verwendet man den Two-Letter-Code KM, der momentan Air Malta zugeordnet ist. Zuvor hat man Tickets lediglich telefonisch und an einem Schalter, der sich am Flughafen Luqa befindet, verkauft.  Der Flugbetrieb soll am 31. März 2024 aufgenommen werden. Derzeit befindet man sich intensiv auf der Suche nach Personal, denn die Air-Malta-Beschäftigten müssen sich bei der neuen Firma neu um ihre Jobs bewerben. Die Lohnkonditionen sollen im direkten Vergleich mit dem Vorgänger erheblich niedriger sein.   Die Zukunft der ebenfalls staatlichen Malta MedAir, die auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisiert ist, ist noch nicht endgültig entschieden. Es ist nicht auszuschließen, dass Assets in KM Malta Airlines eingebracht werden könnten. Jedenfalls soll die heutige Air Malta

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Flughafen Salzburg mit neuem Aufsichtsratschef

Der Salzburger Flughafen hat seit wenigen Tagen einen neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrat. Stefan Schnöll, Landeshauptmann-Stellvertreter, hat seinen Vorgänger Christian Stöckl nach elf Jahren an der Spitze des Kontrollgremiums abgelöst. Bei der jüngsten Sitzung nahmen die neuen Mitglieder des Flughafen-Aufsichtsrates die Plätze der Alt-Aufsichtsratsmitglieder Günter Oblasser, Christine Seemann, Andrea Stifter, Johannes Vetter und Elisabeth Ziegler ein. „Mein Dank gilt den scheidenden Aufsichtsräten und Aufsichtsrätinnen die den Flughafen gerade in den letzten Jahren durch stürmische Zeiten begleitet haben. Die Zusammenarbeit war immer konstruktiv, von professionellem Verständnis für die Materie Luftfahrt und immer zum Wohle unseres Flughafens geprägt. Gleichzeitig freue ich mich über die neuen Mitglieder des Aufsichtsrates, wir befinden uns in herausfordernden Zeiten und freuen uns über jede Unterstützung, die den Fortbestand und die Weiterentwicklung des größten Bundesländerflughafens in Österreich sicherstellt,“ so Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer

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Nur noch digital: Deutsche Bahn schafft physische Bahncard ab

Es gibt sie seit 1. Oktober 1992, aber nun hat sie – zumindest in physischer Form – bald ausgedient: Die Bahncard, die kostenpflichtige Kundenbindungskarte der Deutschen AG, wird künftig nur noch in digitaler Form zur Verfügung stehen.  Die Rabattkarte wurde Anfang der 1990er-Jahre eingeführt und seither stetig adaptiert und um weitere Varianten erweitert. Seit wenigen Tagen hat die Deutsche Bahn AG mit der Abschaffung der physischen Plastikkarte begonnen. Wer so genannte Probe-Bahncards 25/50 kauft, bekommt nur noch eine digitale Version.  In etwa im zweiten Halbjahr 2024 sollen die Bahncards dann vollständig auf digitale Varianten umgestellt werden. Das bedeutet konkret, dass nach und nach keine Plastikkarten mehr verschickt werden. Jene, die bereits ausgegeben wurden oder noch ausgegeben werden, sollen unverändert bis zum aufgedruckten Datum gültig bleiben. Die Fahrgäste sollen durch die Ausgabe „virtueller Karten“ keine Nachteile haben, denn an den Preisvorteilen, die man gewährt, soll sich nichts ändern.  Bereits seit einigen Jahren gibt es die digitale Bahncard. Bislang handelt es sich aber um ein zusätzliches Angebot, das neben der physischen Karte existiert. Derzeit können die meisten Karteninhaber beide Varianten parallel nutzen. In absehbarer Zukunft wird es laut Deutsche Bahn AG nur noch die digitale Variante, die beispielsweise auf dem Smartphone vorgewiesen werden kann. Beim Online-Kauf von Fahrkarten kann man – wie schon jetzt auch – die Rabattkarte hinterlegen.   Die Umstellung wird seitens des Bahnbetreibers damit argumentiert, dass man pro Jahr etwa 5,1 Millionen Tonnen Plastik einsparen würde. Weiters heißt es, dass man die digitale Karte – im Gegensatz zur physischen

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Flughafen Kiel mit neuem Betriebsleiter

Der norddeutsche Flughafen Kiel hat mit Marcus Beurer per 1. Dezember 2023 einen neuen Betriebsleiter bekommen. Er folgt auf Michael Schlaeger, der in den Ruhestand getreten ist. „Wir bedanken uns bei Michael Schlaeger für die vielen Jahre enger und guter Zusammenarbeit. Er hat die Entwicklung des Kieler Flughafens maßgeblich mitbestimmt. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, sagt Volker Prange, Geschäftsführer der Flughafen Kiel GmbH. „Mit Herrn Breuer übernimmt ein erfahrener Pilot mit erstklassigen fliegerischen Kenntnissen die Betriebsleitung. Zuletzt hat er als Aerodome Flight Information Officer (AFISO) und stellvertretender Betriebsleiter zukunftsträchtige Investitionsprojekte am Flughafen mitvorangetrieben“.

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Verdi fordert mehr Lohn für Lufthansa-Bodenpersonal

Die Gewerkschaft Verdi fordert für das Bodenpersonal von Lufthansa 12,5 Prozent mehr Lohn pro Monat. Die Bezüge sollen um mindestens 500 Euro pro Monat steigen. Die Arbeitnehmervertreter wollen weiters, dass es künftig Schichtzulagen von 3,6 Prozent des Grundgehalts geben soll. Weiters fordert man, dass aufgrund der hohen Inflation einmalige Prämien von 3.000 Euro ausbezahlt werden sollen. Die Verhandlungen um den neuen Tarifvertrag sollen am 18. Jänner 2024 aufgenommen werden.

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Bahnhofs-Ranking: Zürich und Wien top, deutsche Stationen flop

Die Hauptbahnhöfe von Zürich und Wien haben im „European Railway Station Index 2023“ die Plätze Eins und Zwei eingenommen. Viele deutsche Bahnstationen finden sich auf nur der schwachen Positionen und Bremen Hauptbahnhof trägt überhaupt die „rote Laterne“. Generell zeigt die Studie, die vom U.S.-amerikanischen Consumer Choice Center vorgenommen, dass viele Bahnhöfe in Deutschland desaströs abschneiden. Verglichen wurden die nach Passagierzahlen 50 größten Stationen in Europa. Den ersten Platz hat der Zürcher Hauptbahnhof, gefolgt vom Derivat in Wien, eingenommen. Aus deutscher Sicht durchaus erschreckend erscheint, dass gleich sechs deutsche Bahnhöfe die letzten Plätze einnehmen. Besonders schlecht schnitten Essen Hbf, Berlin-Ostkreuz, Berlin-Gesundbrunnen, Berlin-Zoologischer Garten, München-Pasing und Bremen Hbf ab. Der zuletzt genannte Bahnhof erreichte lediglich 39 Punkte. Im Vergleich dazu: Zürich Hbf bringt es auf 102 Punkte und Wien Hbf auf immerhin 94 Punkte. Betrachtet man die Studie im Detail, so zeigt sich rasch, dass nicht nur heruntergekommene oder gar nicht vorhandene Infrastruktur das Ergebnis der deutschen Bahnhöfe nach unten katapultiert hat, sondern auch mangelnde Sauberkeit und Pünktlichkeit massiv kritisiert wurden. Angemerkt wird auch, dass das Neun-Euro-Ticket, das im Vorjahr für drei Monate angeboten wurde, gezeigt hat, dass die Infrastruktur und das Angebot an vielen Standorten einer regen Nutzung des Bahnverkehrs nicht gewachsen sein sollen. Dies habe zu massiver Überlastung der Stationen und Züge geführt und in weiterer Folge auch zu erheblichen Verspätungen im Regionalverkehr. Der Fernverkehr soll während der Phase des Neun-Euro-Tickets regelrecht leer gefegt gewesen sein. Dies dürfte an der eigentümlichen deutschen Regelung, dass Züge des Fernverkehrs (zum Beispiel Intercity,

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