Jan Gruber

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Jan Gruber

Widerøe-Übernahme durch Norwegian: Wettbewerbsbehörde hat massive Bedenken

Der Billigflieger Norwegian Air Shuttle beabsichtigt die Regionalfluggesellschaft Widerøe zu übernehmen. Norwegens Wettbewerbsbehörde sieht das Vorhaben aber kritisch und zieht sogar die Untersagung des Zusammenschlusses in Erwägung.  Widerøe ist im Inlandsverkehr stark vertreten und verbindet viele ländliche Regionen miteinander oder aber mit größeren Städten und/oder der Hauptstadt Oslo. Auch Norwegian unterhält einige Domestic-Strecken, jedoch ist man auf besonders kleinen Airports nicht präsent. Dies ist das Kerngeschäft von Widerøe, die man übernehmen will. Abgesehen von wenigen kleinen Anbietern gibt es im Inlandsverkehr nur noch SAS, die jedoch schon seit vielen Jahren schleichend auf dem Rückzug ist.  Die norwegische Wettbewerbsbehörde zeigt sich besorgt darüber, dass eine Übernahme von Widerøe durch Norwegian zu einem faktischen Zusammenschluss führt und sich die Anbietervielfalt abermals reduzieren würde. Konkret nennt man, dass dann nur noch Norwegian (inklusive Widerøe) und SAS übrigbleiben würden. Die wenigen Nischenstrecken, die von Kleinstanbietern bedient werden, wären fast nicht nennenswert.  Behörde rechnet mit steigenden Ticketpreisen  Die Wettbewerbshüter gehen davon aus, dass eine solche Konsolidierung besonders auf jenen Routen, auf denen es momentan verschiedene Anbieter gibt, zu weniger Flügen, die dann teurer verkauft werden, führen könnte. Man befürchtet explizit, dass nach der Übernahme kräftig an der Preisschraube gedreht werden könnte. Dieser Gedanke ist nicht abwegig, denn im europäischen Vergleich haben viele Übernahmen und Fusionen, aber nicht alle, mittelfristig zu höheren Ticketpreisen geführt. Selbstredend: Hauptsächlich betroffen waren Strecken, auf denen es keienn Wettbewerb, sondern nur einen Alleinanbieter gibt.  Behördenleiterin Tina Soereide sagte unter anderem, dass die geplante Übernahme von Widerøe durch Norwgeian Air Shuttle zur

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Brasilien: Boeing 737 von Runway-Oberflächenbelag beschädigt

Am 14. November 2023 hatte die von Gol betriebene Boeing 737-800 mit der Registrierung PR-GXT auf dem brasilianischen Flughafen Navegantes mit Runway-Qualitätsproblemen zu kämpfen.  Aus noch ungeklärter Ursache sollen sich während dem Beschleunigungsvorgangs Teile des Oberflächenbelags gelöst haben. Diese sind dann auf die Boeing 737-800 gekracht und haben einen noch nicht näher bezifferten Schaden verursacht.  Die Zivilluftfahrtbehörde hat die temporäre Schließung des Airports zum Zweck von Notreparaturen verfügt. Nach etwa vier Stunden wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Das beschädigte Flugzeug musste den Startvorgang abbrechen und konnte den Flug nach Rio de Janeiro aus Sicherheitsgründen nicht durchführen. 

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Österreich und Ungarn streiten um gefeuerten Raaberbahn-Vorstand

Die Abberufung eines Vorstandsmitglieds bei der ungarisch-österreichischen Raaberbahn ist der Auslöser für einen heftigen Streit zwischen den Regierungen von Österreich und Ungarn. In diktatorischer Manier wäre eine Entscheidung getroffen und vollzogen worden ohne dass die anderen Aktionäre beziehungsweise der Aufsichtsrat konsultiert worden wären.  Die Raaberbahn AG ist eine private Eisenbahngesellschaft, die den Zusammenbruch der Donaumonarchie gleichermaßen überstanden hat wie die Ära des Kommunismus in Ungarn. Über die langjährige Firmengeschichte hinweg hat sich lediglich die Eigentümerschaft immer wieder geändert. Mit 65,6356 Prozent ist der ungarische Staat der mit großem Abstand größte Aktionär. Die Republik Österreich hält 28,2378 Prozent. Der Rest entfällt auf den Strabag-Konzern.  Vor wenigen Tagen wurde Hana Dellemann, die bislang als stellvertretende Generaldirektorin sowie Leiterin der österreichischen Zweigniederlassung fungierte, abberufen. Das österreichische Verkehrsministerium will dagegen vorgehen, denn man behauptet, dass man als Aktionär gar nicht gefragt wurde. Auch soll der Aufsichtsrat mit dieser Sache gar nicht betraut worden sein. Schenkt man der österreichischen Darstellung Glauben: Die ungarische Regierung hätte einen Alleingang gemacht ohne irgendjemanden zu fragen oder zu informieren.  Seitens der Raaberbahn AG ist man wohl aus gutem Grund äußerst bedeckt. Man kommuniziert lediglich, dass Hana Dellemann nicht mehr dem Management der Eisenbahngesellschaft angehört. Weitere Fragen beantwortet man nicht, Ihre Aufgaben wären von den anderen Vorstandsmitgliedern übernommen worden.  Unter Orban wird Ungarn zunehmend autoritär regiert. In gewisser Weise ist die offizielle Reaktion des Gewessler-Ministeriums ein wenig verwunderlich, denn in autoritären Regimen ist es schlichtweg nicht üblich Andere um Erlaubnis zu fragen. Immerhin sollten die Entwicklungen in Ungarn, die vielen

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Diesmal über Amman: AUA hat Friedenslicht nach Österreich geflogen

Auch in diesem Jahr hat Austrian Airlines wieder das traditionelle ORF-Friedenslicht nach Österreich eingeflogen. Dieses hat aufgrund des von der Hamas angezettelten Krieges eine ganz besondere Bedeutung. Aus Sicherheitsgründen konnte es diesmal nicht in Tel Aviv an Bord einer AUA-Maschine gebracht werden.  Austrian Airlines pausiert seit einigen Wochen sämtliche regulären Israel-Flüge. Im Auftrag der Bundesregierung hat man Sonderflüge durchgeführt, denn die ursprünglich angedachte Lösung, dass das Bundeheer mit den betagten Hercules-Maschinen zum Einsatz kommt, ist grandios gescheitert. Das militärische Fluggerät war fluguntauglich.  Die AUA konnte das in Bethlehem entzündete Friedenslicht diesmal nicht in Tel Aviv abholen, sondern es wurde zunächst auf dem Landweg nach Amman (Jordanien) gebracht. Von dort aus flog es dann am 16. November 2023 an Bord von OS854 nach Wien-Schwechat.  „Das ORF-Friedenslicht ist heuer mehr denn je ein starkes Zeichen der Sehnsucht nach Frieden, das so vielen Menschen Hoffnung und Zuversicht schenkt“, betont ORF Oberösterreich-Landesdirektor Klaus Obereder beim Empfang des Lichtes am Flughafen Wien-Schwechat: „Vor mehr als 2000 Jahren ist die Botschaft vom Weihnachtsfrieden in Bethlehem verkündet worden – darum ist dieses Weihnachtssymbol heuer besonders wichtig. Verbunden mit der großen Hoffnung auf Frieden in der Welt.“  Das ORF-Friedenslicht kann am 24. Dezember in allen ORF-Landesstudios, auf allen besetzten Bahnhöfen und in allen Rotkreuz-Dienststellen, bei vielen Feuerwehren und auch in vielen Kirchen geholt werden. 

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Frankreich: Fluglotsen streiken erneut

Für Montag, den 20. November 2023 sind Frankreichs Fluglotsen erneut zum Streik aufgerufen. Die Zivilluftfahrtbehörde geht davon aus, dass es zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr kommen wird.  An den Airports Toulouse und Paris-Orly sowie in Bordeaux und Marseille musste bereits mitgeteilt werden, dass die Anzahl der Flüge deutlich reduziert werden muss. Von den Arbeitsniederlegungen sind nicht nur Flüge von/nach Frankreich betroffen, sondern auch Überflüge. Daher kann es europaweit zu Einschränkungen kommen. 

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Ab 10. Dezember 2023: Mehr REX7-Züge zum Flughafen Wien

Die Österreichischen Bundesbahnen erhöhen mit Wirksamkeit zum 10. Dezember 2023 die Anzahl der täglichen REX7-Züge, die zum Flughafen Wien-Schwechat führen. Laut Verkehrsverbund Ostregion werden die bisherigen Taktlücken am Vormittag geschlossen.  Im Gegensatz zu den Schnellbahn-Zügen der Linie S7 halten die Regional-Express-Verbindungen zwischen Wien-Rennweg und Flughafen Wien nicht in jeder Haltestelle, sondern lediglich in Kaiserebersdorf und Schwechat. Laut VOR sollen die REX7 ab 10. Dezember 2023 von Montag bis Freitag stündlich zwischen 4 Uhr 00 und 21 Uhr 00 verkehren. Zur Spitzenzeit halbstündlich. 

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Gewerkschaften: Joachim Vázquez Bürger ist neuer Ufo-Vorsitzender

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat mit Joachim Vázquez Bürger einen neuen Vorsitzenden bekommen. Er folgt auf Daniel Kassa Mbuambi, der vor einigen Wochen seinen Rückzug angekündigt hat.  „Mein Dank geht an Daniel Kassa Mbuambi, der eine krisengeschüttelte UFO übernahm, um sie mit seiner besonnenen Art wieder in ruhige Fahrwasser zu lenken. Wir wünschen ihm für seinen neuen beruflichen Weg alles Gute”, so Joachim Vázquez Bürger, UFO-Vorsitzender.  Der ehemalige Bundeswehroffizier Vázquez Bürger ist Flugbegleiter bei der Lufthansatochter CityLine und ausgebildeter Luftverkehrskaufmann. Er war im April 2021 in den amtierenden Vorstand gewählt worden und hatte sich bisher um das Ressort Politik & Außenbeziehungen gekümmert. Mit ihm übernimmt ein erfahrener Tarifexperte die Gewerkschaftsführung, der bereits in der Vergangenheit seinen strategischen Blick für die großen politischen Zusammenhänge im Luftverkehr immer wieder unter Beweis gestellt hat. 

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KLM droht Verlust vieler Slots in den USA

Die „Lärm- und Klimaschutzpläne“ der niederländischen Regierung könnten KLM in den Vereinigten Staaten von Amerika teuer zu stehen kommen, denn es steht im Raum, dass dem Carrier seitens des U.S.-Verkehrsministerium etwa 1.000 Slots bzw. 22 Prozent des aktuellen USA-Angebots entzogen werden. Damit würde die U.S.-amerikanische Regierung auf den Umstand reagieren, dass U.S.-amerikanische Fluggesellschaften 1.135 Start- und Landerechte am Flughafen Schiphol entzogen werden sollen. Hintergrund ist, dass die niederländische Regierung unter dem Deckmantel „Lärm- und Umweltschutz“ die Kapazität beschränken will. Dagegen läuft unter anderem Jetblue Sturm. Sollte dies umgesetzt werden, hätte es besonders in den USA für KLM negative Konsequenzen.

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Memmingen: GP Aviation nimmt Pristina-Flüge auf

Seit 10. November 2023 fliegt GP Aviation einmal wöchentlich im Veranstalterauftrag zwischen Ljubljana und Pristina. Per 18. Dezember 2023 soll diese Ultrakurzstrecke auf drei Umläufe pro Woche aufgestockt werden. Ab 20. Dezember 2023 wird dieser Carrier auch ab Memmingen Charterflüge in die Hauptstadt des Kosovo durchführen. Beide Routen sind nicht direkt über die Airline buchbar, sondern werden online und offline von verschiedenen Tour Operators vermarktet. Kernzielgruppe sind Personen mit Kosovo-Bezug, die beispielsweise Heimaturlaube verbringen wollen.

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Nationalrat: Gewessler hält Lobeshymne auf das Klimaticket

Aus der Sicht von Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) soll das im Jahr 2021 geführte Klimaticket ein voller Erfolg sein. Euphorisch erklärte das Regierungsmitglied, dass ihre Erwartungen sogar übertroffen worden wären. Wie eben üblich, denn aus der Sicht dieses Ressorts sind ja sämtliche Projekte prinzipiell erfolreich.  Kein Wort verlor die österreichische Verkehrsministerin, die sich selbst als Klimaschutzministerin bezeichnet, darüber, dass nationale Verbindungen, die von privaten Unternehmern eigenwirtschaftlich erbracht wurden, eingestellt werden mussten, da diese mit der Netzkarte nicht mehr mithalten konnten. Ins Klimaticket wurden diese aber nicht aufgenommen, da man im grün geführten Ministerium dem Zug gegenüber Fernbus und Flugzeug Priorität einräumen will.   Zum Beispiel haben die nationalen Flixbusverbindungen ab Graz nach Salzburg und Linz sowie von Klagenfurt nach Wien das Klimaticket nicht überlebt. Diese wurden nach und nach unwirtschaftlich, so dass sich der Betreiber Blaguss Reisen dazu entschlossen hat diese einzustellen. Auch die vom Mitbewerber betriebenen Fernbuslinien von Graz nach Wien sowie Flughafen Wien sind kein Bestandteil des Klimatickets, da das Gewessler-Ministerium keine Fernbusverbindungen inkludiert haben will, sofern es eine Alternative auf dem Schienenweg gibt. Ob die Fahrzeit dadurch länger ist oder aber mit mehreren Umsteigen verbunden ist, spielt keine Rolle. Zug vor Bus und Flugzeug, lautet die Devise, die seit der Amtsübernahme von Leonore Gewessler vorgegeben wird.  Nicht alle Verkehre sind inkludiert  Es handelt sich übrigens nicht um die einzigen Verkehre, die nicht im Klimaticket inkludiert sind. Für Fluggäste des Wiener Flughafens ist durchaus ärgerlich, dass weder der City Airport Train noch die Vienna Airport Lines (betrieben

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