Jan Gruber

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Jan Gruber

Air Transat fliegt ganzjährig nach Marseille und Nantes

Die kanadische Fluggesellschaft Air Transat beabsichtigt künftig ganzjährig ab Montreal nach Marseille und Nantes zu fliegen. Auf beiden Routen sollen zwei Umläufe pro Woche bedient werden. Für den Winterflugplan sind auf der Marseille-Route vorerst Flüge zwischen 29. Oktober 2023 und 7. Jänner 2024 angemeldet. Auf jener nach Nantes bis zum 12. Jänner 2024. Es ist noch offen, ob der Carrier nachlegen wird und die komplette Winterperiode 2023/24 ohne Unterbrechungen fliegen wird.

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Zürich: Ehemaliger Kapers-Funktionär wegen Untreueverdacht vor Gericht

Ein ehemaliger Kapers-Gewerkschaft, der Vertretung des Swiss-Kabinenpersonals, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Zürich verhaftet. Der Funktionär, dessen Identität nicht publik gemacht wurde, wird der Veruntreuung beschuldigt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen scheinen äußerst aufwendig gewesen zu sein, denn Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft ermittelten über mehre Monate hinweg ehe ausreichend Beweise erlangt wurden, um einen Haftbefehl erwirken zu können. Im Feber 2023 klickten für den einstigen Gewerkschafter die Handschellen und am 11. April 2023 wurde dieser vor Gericht gestellt. Gegenüber dem auf Crew-Themen spezialisierten Portal „Paddle Your Own Kanoo“ sagte Kapers-Präsidentin Sandrine Nikolic-Fuss, dass dem Vorstand die mutmaßlichen „finanziellen Unregelmäßigkeiten“ aufgefallen sind nachdem der ehemalige Gewerkschafter im Sommer 2022 sein Amt niedergelegt hatte. Nach Beratung mit den Vorstandskollegen habe man eine Rechtsanwaltskanzlei mit der internen Untersuchung beauftragt und da diese fündig geworden sein soll wurde in weiterer Folge eine Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft Zürich erstattet. Die genaue Summe, die veruntreut wurde, wurde seitens der Ermittlungsbehörden nicht kommuniziert. Kapers geht davon aus, dass es sich um eine 500.000 Schweizer Franken handeln dürfte. Die Identität des mutmaßlichen Täters wird seitens der Behörden möglichst anonym gehalten. Das Portal „Paddle Your Own Kanoo“ behauptet ohne nähere Nennung von Quellen, dass es sich um einen ehemaligen „Cabin Crew Union Chief“ handeln soll. Damit ist jedoch nicht ein ehemaliger Präsident gemeint.

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Lilihill wirft Lokalpolitik „Realitätsverlust“ vor

Die Lilihill Group, Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens, holt zum verbalen Gegenschlag gegen die Lokalpolitik aus. Man wirft dem Vorstand der KB-V, der Landesrat Martin Gruber (ÖVP) vor, dass dieser einen branchenüblichen „Standardvertrag“ zwischen Liliair und dem Airport blockieren würde. I“m sogenannten „Standard Ground Handling Agreement“ sind die Start- und Landegebühren sowie Serviceentgelte festgelegt, die jede Airline weltweit mit Flughäfen vor Aufnahme des Flugbetriebs regeln muss. Ohne diesen Vertrag kann Liliair nicht von Klagenfurt aus fliegen. Wer einen solchen Vertrag für einen Home Base Carrier als „Erpressungsversuch“ bezeichnet, ist entweder ahnungslos, verfolgt ganz andere Ziele oder leidet unter Realitätsverlust“, so Lilihill in einer Medienaussendung. Allerdings: Liliair ist keine Fluggesellschaft, sondern ein Unternehmen, das Flugzeuge chartern möchte und die Sitzplätze auf eigene Rechnung vermarkten möchte. Luftfahrtrechtlich ist daher der Operating Carrier der Vertragspartner des Airports. Daher ist durchaus fraglich wofür Liliair die Vorauszahlung, um die gestritten wird, eigentlich leistet.

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Ab Stuttgart und Salzburg: Wizz Air nimmt Skopje-Flüge auf

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air wird ab 1. November 2023 vier neue Strecken ab Skopje aufnehmen. Dabei handelt es sich um Salzburg, Stuttgart, Ljubljana und Luxemburg. Der Carrier hat eine Ausschreibung um öffentliche Subventionen gewonnen. Gemäß Ausschreibungsbedingungen müssen die vier Routen zumindest dreimal wöchentlich angesteuert werden und für mindestens drei Jahre bedient werden. Andernfalls kann die Regierung von Nordmazedonien die staatliche Unterstützung zurückfordern. Stuttgart ist gänzlich neu im Wizz-Air-Streckennetz, denn bislang war der Carrier ab diesem Airport nicht aktiv. Salzburg hatte man im Sommer 2020 kurzzeitig im Programm, jedoch zog man sich nach wenigen Flügen wieder zurück und verschiebt seither das Comeback immer wieder.

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Urteil: Volga-Dnepr Logistics BV muss für offene Leasingraten von AirBridgeCargo aufkommen

Die russische AirBridgeCargo wurde von einem U.S.-amerikanischen Gericht zur Zahlung von 406,2 Millionen U.S.-Dollar an ausstehenden Leasingraten an BOC Aviation verurteilt. Bemerkenswert ist, dass die niederländische Volga-Dnepr Logistics BV geklagt wurde und für haftbar erklärt wurde. Seit dem Einmarsch der Truppen der Russischen Föderation in die Ukraine hat das Luftfahrtunternehmen für die von der Bank-of-China-Tochter geleasten Flugzeuge keine Leasingraten mehr bezahlt. Das Gericht ist der Ansicht, dass die Regierung die Maschinen regelrecht beschlagnahmt habe und dies der BOC Aviation nicht ermögliche diese in Russland an die Kette legen zu lassen. Ob Volga-Dnepr Logistics BV in der Lage ist die Summe zu bezahlen, ist noch völlig offen.

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Marke Eigenbau: S7 Airlines will Ersatzteile selbst herstellen

Die Techniktochter der russischen Fluggesellschaft S7 Airlines hat vor einiger Zeit die behördliche Zulassung zur Herstellung von Ersatzteilen für Maschinen der Hersteller Boeing und Airbus erhalten. Außerhalb Russlands wird diese freilich nicht anerkannt. Nun hat man eine Fabrik erworben. S7 Technics soll künftig die für die westlichen Muster benötigten Ersatzteile, die man aufgrund der Sanktionen nicht mehr auf dem regulären Weg beziehen kann, selbst produzieren. In diesem Zusammenhang soll der Iran, der in Sachen „Marke Eigenbau“ über jahrzehntelange Erfahrung verfügt, entsprechende „Entwicklungshilfe“ leisten. Seitens der russischen Zivilluftfahrtbehörde wurde das Projekt bereits bewilligt, wobei die Zulassung außerhalb der Russischen Föderation nicht anerkannt ist.

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Marabu mit ES-MBU auf Kurzvisite in Nürnberg

Die Condor-Konzernschwester Marabu Airlines stattete dem Flughafen Nürnberg am Freitag, den 14. April 2023 zu Trainingszwecken einen kurzen Besuch ab. Zum Einsatz kam der Airbus A320neo mit der Registrierung ES-MBU. Ab Mitte Mai wird die neue Airline regelmäßig mit Flügen nach Heraklion auf der griechischen Insel Kreta am Airport Nürnberg zu Gast sein. Marabu Airlines wird auf dem deutschen Markt durch die bekannte deutsche Ferienfluggesellschaft Condor als Vertriebspartner vertreten und fliegt vor allem Urlaubsziele rund um das Mittelmeer und auf den Kanaren an. Zum Einsatz kommen zunächst sieben Airbus-Flugzeuge der A320-Familie. Vorerst wird Marabu nur die ES-MBU selbst betreiben. Die sechs weiteren Maschinen werden im Rahmen von Wetlease-Verträgen von Heston Airlines und Nordica bereedert. Nach und nach soll auf vollständigen Eigenbetrieb umgestellt werden.

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Marabu Airlines hat AOC und Betriebsgenehmigung erteilt bekommen

Die estnische Condor-Konzernschwester Marabu Airlines ist seit 6. April 2023 offiziell eine Fluggesellschaft, denn an diesem Tag hat man seitens der Zivilluftfahrtbehörde Estlands AOC und Betriebsgenehmigung erteilt bekommen. Die Aufnahme des kommerziellen Flugbetriebs ist für Mai 2023 geplant. Das erste auf dem AOC registrierte Flugzeug ist der Airbus A320neo mit der Kennung ES-MBU. Derzeit ist geplant, dass man eine Maschine selbst betreiben wird und sechs weitere im Rahmen von Wetlease-Verträgen von Nordica und Heston Airlines einmieten wird.

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Geplatzter AUA-Deal: Al Jaber klagt „weit über eine Milliarde Euro“ ein

Lange ist es her, aber möglicherweise könnte der Umstand, dass im Jahr 2008 ein Deal zwischen Scheich Al Jaber und Austrian Airlines geplatzt ist, für den heutigen Eigentümer richtig teuer werden. Das Handelsgericht Wien entschied vor wenigen Wochen, dass der Rückzug des Investors rechtmäßig, da dieser über die tatsächliche Finanzlage der AUA vom Management getäuscht wurde. Einst wurde Al Jaber als Retter der Austrian Airlines, die sich damals in einer äußerst angespannten Finanzsituation befand und mit Staatshilfe in der Luft gehalten wurde. Auch gab es den berühmten Feier-Sager des damaligen AUA-Chefs Alfred Ötsch „die AUA ist saniert“. Nur wenige Tage später kam ans Licht, dass es um die Austrian Airlines schlechter denn je bestellt war. Der Einstieg von Al Jaber, der zunächst groß gefeiert wurde, kam nie zustande, denn der Scheich zog sein Angebot zurück, da er sich über die tatsächliche Finanzlage des Carriers seitens des Managements getäuscht fühlte. Seither sehen sich Austrian Airlines und Al Jaber regelmäßig vor Gericht, denn die AUA wolle das Geld einklagen. Die Rechtsstreitigkeiten ziehen sich schon seit vielen Jahren. Ein Urteil, das erst im März 2023 ergangen ist, könnte nun für den heutigen Eigentümer Lufthansa sehr teuer werden. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus kündigte der Scheich an, dass er Schadenersatzansprüche gerichtlich geltend machen wird. Al Jaber sieht seine Sichtweise der Dinge durch das Urteil des Handelsgericht Wien vollinhaltlich bestätigt. Gegenüber dem Medium kündigt er unter anderem an: „Aufgrund der langfristigen Schäden, die der absurde Rechtsstreit angerichtet hat, werde ich von der Lufthansa Group Schadenersatz verlangen“.

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Ab Hamburg und München: Marabu nimmt Tallinn-Flüge auf

Die estnische Ferienfluggesellschaft Marabu wird auch Nonstop-Flüge ab München und Hamburg nach Tallinn anbieten. Diese werden mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320neo bedient. Ab dem bayerischen Airport bietet man die Flüge in die estnische Hauptstadt ab 21. Mai 2023 an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag an. Ab 16. Juni 2023 geht es an Freitagen und Samstagen von Hamburg aus nach Tallinn. Die Flüge dürften auch dem Abtausch von Crews und Maschinen dienen, denn in der Hauptstadt Estlands befinden sich die Hauptsitze von Marabu Airlines und des Wetleasepartners Nordica.

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