Jan Gruber

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Jan Gruber

Aeroflot lässt Airbus A330-300 bei Mahan Air warten

Die russische Fluggesellschaft hat kürzlich einen Airbus A330-300 zu Wartungszwecken nach Teheran überstellt. Dort soll das Langstreckenflugzeug vom Technikbetrieb der Mahan Air überholt werden. Grund dafür ist auch, dass man so die westlichen Sanktionen umgehen will und auch Ersatzteile „Marke Eigenbau“ bekommen wird. Erstmals in der langjährigen Firmengeschichte lässt Aeroflot ein Verkehrsflugzeug im Iran warten. Die betroffene Maschine wurde am 5. April 2023 nach Teheran geflogen. Dazu ein Firmensprecher der staatlichen Airline Russlands: „Die Wartung des Airbus A330 im Iran wird von dem Anbieter für eine breite Palette von Arbeiten durchgeführt. Mahan Air verfügt über die notwendige Materialbasis, Zertifikate und große Erfahrung, der Anbieter führt die Wartung mit einem hohen Qualitätsniveau durch“. Der Iran steht – mit kurzzeitigen Unterbrechungen – seit Jahrzehnten unter westlichen Sanktionen. Dies hat zur Folge, dass man Fluggerät und Ersatzteile nur auf dem Schwarzmarkt beziehen kann. Viele Teile fertigt man in Eigenregie. Russland will sich das Know-how des abgeschotteten Landes zu Nutze machen und hat bereits im März 2022 angekündigt, dass man eng mit dem Iran zusammenarbeiten wird. Damit will man die westlichen Sanktionen so weit wie möglich umgehen.

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UK: Tui Airways nimmt Singapur-Charter auf

Die britische Tui Airways bietet im Winterflugplan 2023 Charterflüge ab Birmingham, London-Gatwick und Manchester nach Singapur an. Diese sollen mit Boeing 787-8 bedient werden. Ab London-Gatwick und Birmingham geht es ab 13. Dezember 2023 jeweils am Verkehrstag Mittwoch nach Singapur. Von 14. Dezember 2023 an fliegt man an Donnerstagen auch ab Manchester in den Stadtstadt. Die Rückfluge werden jeweils am Folgetag durchgeführt. Als Fluggerät sind Boeing 787-8 geplant.

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Orban-Sondersteuer: Ryanair erleidet erste juristische Schlappe

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat in Ungarn eine juristische Schlappe erlitten: Im Vorjahr verhängte die Konsumentenschutzbehörde eine Geldstrafe in der Höhe von 300 Millionen Forint (rund 796.715 Euro). Ein Gericht lehnte nun das Rechtsmittel, das der Carrier erhoben hatte, ab. Die Orban-Regierung führte im Vorjahr Sondersteuern, die Unternehmen zu entrichten hatten, denen so genannte Übergewinne vorgeworfen wurden, ein. Davon war auch die Luftfahrt betroffen. Ryanair stellte den betroffenen Passagieren, die bereits vor der Einführung der Steuer gebucht hatten, jedoch zum Zeitpunkt des Abfluges bereits für das Unternehmen Abgabenpflicht entstanden ist, nachträglich in Rechnung. Wer nicht bezahlt hat durfte nicht mitfliegen. Die ungarische Regierung wollte, dass die Sondersteuer von den Unternehmen getragen wird und nicht an die Konsumenten weitergereicht wird. Die staatliche Konsumentenschutzbehörde leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Ryanair ein und verhängte anschließend das besagte Bußgeld. Gegen dieses zog Ryanair vor Gericht, da der Carrier die Strafe nicht bezahlen will. Das zuständige Gericht hat nun entschieden, dass der irische Carrier keinen vorläufigen Rechtsschutz erhält. Das bedeutet konkret, dass die ungarischen Behörden die Strafe vollstrecken können. Inhaltlich hat man aber noch nicht entschieden. Verbraucherschutz-Staatssekretärin Nóra Kupecki erklärte dazu unter anderem, dass man eine weitere Entscheidung des Gerichts abwarten müsse bis auch feststehe, ob die Höhe des Bußgeldes gerichtlich bestätigt wird oder nicht. „Wir haben versprochen, dass wir im Falle der Abwälzung der Sondersteuer auf Extragewinne in jedem Fall eine Untersuchung zum Schutz der Verbraucher einleiten werden, denn die durch die sanktionierte Inflation entstandene wirtschaftliche Situation erfordert, dass jedes multinationale Unternehmen, das Extragewinne erzielt,

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Rhein-Neckar-Air sagt Hamburg-Flüge kurzfristig ab

Eigentlich wollte die Hausmarke des Mannheimer Flughafens, Rhein-Neckar Air, ab 17. April 2023 wieder Hamburg ansteuern. Daraus wird – zumindest vorläufig – nichts, denn die Route wurde kurzfristig abgesagt. Der Verkauf von Flugscheinen wurde für diese Route bereits eingestellt. Ob die Flüge zwischen Mannheim und der Hamburg zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert werden ist noch völlig offen. Die Vorausbuchungen dürften nicht ausreichend gewesen sein, so dass man wenige Tage vor dem geplanten Comeback-Flug den sprichwörtlichen Strecker gezogen hat. Die Flüge nach Sylt und Usedom sind von dieser Veränderung nicht betroffen.

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Dank Viva-Pleite: Easyjet sichert sich zwei weitere A320neo

Die Billigfluggesellschaft Easyjet konnte sich zwei Airbus A320neo sichern, die ursprünglich für die mittlerweile insolvente Viva Air Colombia bestimmt waren. Diese wird man in Kürze ab Werk Toulouse übernehmen. Es handelt sich um die Verkehrsflugzeuge mit den Seriennummern 11230 und 11242, die als G-UJEA bzw. G-UJEB registriert wurden. Derzeit tragen diese beiden A320neo noch die Farben von Viva Air Colombia, sollen jedoch in Kürze in die Livery von Easyjet umlackiert werden.

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Braathens nimmt Göteborg-Skellefteå auf

Die Fluggesellschaft Braathens Regional Airways wird im Sommerflugplan 2023 eine temporäre Flugverbindung zwischen Göteborg und Skellefteå bedienen. Ab 4. Juli 2023 fliegt der Carrier, der hauptsächlich unter der Kurzform BRA auftritt, zweimal pro Woche zwischen Göteborg und Skellefteå. Vorerst ist diese Route bis inklusive 12. August 2023 befristet. Über eine mögliche Fortführung hat man noch nicht entschieden.

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Icelandair ersetzt Boeing 757 durch Airbus A321LR/XLR

Schon länger dachte die isländische Fluggesellschaft Icelandair darüber nach bei Airbus die Muster A321LR/XLR zu bestellen. Eigentlich ist man langjähriger Kunde von Boeing, jedoch kann der U.S.-amerikanische Hersteller das von den Isländern regelrecht geliebte Muster B757 nicht mehr liefern, so dass man sich bei Airbus umgesehen hat. Mittlerweile wurde eine Absichtserklärung über den Erwerb von 13 A321XLR unterschrieben. Gleichzeitig sicherte sich Icelandair Optionen für bis zu 12 weitere Einheiten. Über Leasinggeber will man zumindest vier A321LR beziehen. Die Neuzugänge sollen nicht nur die Basis für weitere Expansion darstellen, sondern auch die zum Teil in die Jahre gekommen Boeing 757 ersetzen. Die ersten vier A321LR sollen voraussichtlich ab 2025 in die Flotte aufgenommen werden. Man befinde sich dazu mit Leasinggebern in intensiven Gesprächen. Auch deutet man an, dass weitere Exemplare folgen werden, denn auch diesbezüglich verhandelt man sowohl mit Lessoren als auch mit dem europäischen Flugzeugbauer. Das erste Exemplar der A321XLR-Bestellung wird für das Jahr 2029 erwartet. Die 13 Einheiten sollen sukzessive übernommen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt will man dann entscheiden, ob die 12 Optionen gezogen werden oder nicht. Generell handelt es sich um die ersten Airbus-Maschinen in der Flotte von Icelandair, denn bislang war man treuer Boeing-Kunde. Die A321LR/XLR-Flugzeuge wird man parallel zur B737-Max-Flotte betreiben. Bereits seit dem Jahr 2019 wird offen darüber spekuliert, ob der Ersatz der in die Jahre gekommen 757-Maschinen durch Modelle der Europäer erfolgt. Zeitweise stand auch die Boeing 737-Max-10 zur Diskussion. „Die B757 ist seit 1990 der Eckpfeiler des Flugbetriebs von Icelandair. Ihre einzigartigen

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American Airlines: Verhaftung nach Streit um Gin Tonic in der First Class

So genannte „unruly PAX“ sorgen immer wieder für Aufsehen. In den USA hat man nun auf fragwürdige Art und Weise einen First-Class-Passagier von einem American-Airlines-Flug ausgeschlossen, denn der Reisende fragte vor dem Abflug lediglich nach einem Gin Tonic und verhielt sich ansonsten regelkonform. Nachdem der Mann einen Flugbegleiter fragte, ob er vor dem Start einen Gin Tonic haben könne, wurde er kurz darauf in Kenntnis gesetzt, dass der Kapitän entschieden habe, dass er nicht mitfliegen dürfe und das Flugzeug zu verlassen haben. Der First-Class-Passagier verstand die Welt nicht mehr und weigerte sich. Daraufhin wurde die Polizei geholt. Zunächst forderten die Beamten ihn mehrmals respektvoll auf, den Flug zu verlassen. Daraufhin streitet er sich mit den Flugbegleitern. Der Mann fordert die Beamten wiederholt auf, ihm mitzuteilen, welches „Verbrechen“ er begangen habe, um nicht mitfliegen zu dürfen. Als der Mann der Aufforderung nicht nachkommt, kann man sehen, wie ein Beamter sein Gepäck aus dem Gepäckfach nimmt. Kurz darauf versuchen die Beamten, den Mann gewaltsam von seinem Sitz zu entfernen. Der Passagier fordert die Beamten dramatisch auf, „aufzuhören“, als er seinen Sitz verlässt. Der Mann stöhnt weiter, bevor er sich auf dem Boden ausstreckt, während ihm Handschellen angelegt werden. Sein Turnschuh wird zur Seite geschleudert, und man hört ihn weinen. Offenbar wurde erst dann Gewalt angewendet, als der Mann sich nicht bewegte und den wiederholten Aufforderungen des Beamten nicht nachkam. In der First Class von American Airlines können die Passagiere vor dem Abflug ein Getränk wählen, es ist jedoch unklar, warum dem Mann

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Condor stockt Frankfurt-Eriwan auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor wird ab Ende Mai 2023 häufiger zwischen Frankfurt am Main und Erwian, der Hauptstadt Armeniens fliegen. Derzeit bietet man bis zu vier wöchentliche Umläufe an. Mit Wirksamkeit zum 20. Mai 2023 wird Condor auch an den Verkehrstagen Dienstag und Donnerstag fliegen, so dass das Angebot auf sechs Rotationen pro Woche erhöht wird.

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Nächster Showdown in Klagenfurt: Lilihill stellt Bedingungen für Kapitalerhöhung

Schenkt man dem Anfrageformular auf der Liliair-Homepage Glauben so soll bereits am kommenden Wochenende der erste Flug durchgeführt werden. Buchen kann man aber noch keine Tickets und es ist auch äußerst fraglich, ob der Erstflugtermin überhaupt halten wird. Indes gibt es am Airport Klagenfurt wiedermal einen Schlagabtausch zwischen Politik und Lilihill. Diesmal geht es um die notwendige Kapitalerhöhung. Hintergrund ist, dass der Flughafen finanziell äußerst schlecht aufgestellt ist. Dies ist auch eine Nachwirkung der Corona-Pandemie, denn über längere Zeiträume hinweg gab es am Kärntner Airport überhaupt keine Linienflüge. Auch generell ist das Angebot äußerst mau, so dass die Einnahmen aus dem Passagierflugverkehr kaum ausreichen dürften, um die Betriebskosten abzudecken. Die General Aviation ist zwar auch ein wichtiges Standbein, jedoch macht diese sprichwörtlich das Kraut nicht fett. Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Klagenfurter Flughafen benötigt eine Finanzspritze, um finanziell für die Zukunft aufgestellt zu sein. Da käme die von Liliair angekündigte Vorauszahlung gerade recht, jedoch ist es fraglich wofür diese eigentlich sein soll, denn als so genannte virtuelle Fluggesellschaft ist man hinsichtlich der Durchführung der Flüge gar nicht der direkte Vertragspartner des Kärntner Airports. Dazu kommt, dass der Vertrag, der noch nicht vom Aufsichtsrat abgesegnet wurde, einige Klauseln hat, die nicht gerade alltäglich sind. Beispielsweise ist für den Fall, dass der Airport die Leistungen, für die Liliair luftfahrtrechtlich ohnehin nicht der Vertragspartner ist, nicht erbringen kann, eine Pönale in der Höhe von drei Millionen Euro vereinbart. Diese ist somit wesentlich höher als die „Vorauszahlung“ von 1,7

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