Jan Gruber

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Jan Gruber

IATA-Chef Walsh kritisiert neuerliche Corona-Testpflichten scharf

Immer mehr Regierungen verlangen von Passagieren, die sich zuletzt in der Volksrepublik China aufgehalten haben, die Vorlage von negativen Coronatests, die maximal 48 Stunden alt sein dürfen. Punktuell kommt es im Zuge der Einreisekontrollen zu verpflichtenden Testungen. Der Weltluftfahrtverband IATA kritisiert die Vorgehensweise scharf. Wenig überraschend: Auf EU-Ebene konnte man sich auf keine einheitliche Vorgehensweise einigen, so dass lediglich die Empfehlung ausgesprochen wurde, dass die Mitgliedsstaaten von Passagieren, die in China eingestiegen sind, die Vorlage negativer Coronatests sowie das Tragen von Masken verlangen sollen. Eine verbindliche Vorschrift ist das aber nicht, denn es obliegt weiterhin den jeweiligen Regierungen der EU-Staaten selbst zu entscheiden. Beispielsweise haben Italien und Frankreich bereits Testpflichten eingeführt bzw. zumindest angekündigt und Österreich will ab kommender Woche das Abwasser der China-Maschinen untersuchen. IATA-Chef Willie Walsh kritisiert die regelrecht panikartige Reaktion seitens zahlreicher Regierungen scharf: „Obwohl das Virus innerhalb ihrer Grenzen bereits weit verbreitet ist. Es ist äußerst enttäuschend, dass diese Maßnahmen, die sich in den letzten drei Jahren als unwirksam erwiesen haben, reflexartig wieder eingeführt werden“. Auch ist er der Ansicht, dass die neuerliche Einschränkung des Reiseverkehrs Konsequenzen für die Wirtschaft und damit für Arbeitsplätze haben könnte. „Untersuchungen, die im Zusammenhang mit der Ankunft der Omicron-Variante durchgeführt wurden, kamen zu dem Schluss, dass die Verhängung von Reisebeschränkungen keinen Einfluss auf die Spitzenausbreitung der Infektionen hatte. Die Beschränkungen verzögerten diesen Höhepunkt höchstens um ein paar Tage. Wenn eine neue Variante in irgendeinem Teil der Welt auftaucht, wäre die gleiche Situation zu erwarten“, erklärt Walsh, der fordert, dass die

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Ägypten legt Billigflieger Air Sphinx auf Eis

Die in Air Sphinx umbenannte „Geisterfluggesellschaft“ Air Sinai sollte eigentlich schon längst als Billigflieger in der Luft sein. Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen, jedoch entschied nun die Regierung von Ägypten, dass das Projekt auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt werden. Der „neue“ Carrier sollte dem Sphinx International Airport, der momentan noch wenig von Fluggesellschaften genutzt wird, beleben. Man wollte in erster Linie Billigflüge ab Nachbarländern und Europa anbieten, um zusätzliche Touristen ins Land zu locken. In untergeordnetem Ausmaß sollte Air Sphinx auch Inlandsflüge durchführen. Das Projekt wurde schon vor längerer Zeit angekündigt, jedoch gab es immer wieder Verzögerungen, die seitens der Regierung – beispielsweise – mit der Corona-Pandemie begründet wurden. Noch vor wenigen Wochen stellte das Verkehrsministerium in Aussicht, dass Air Sphinx noch im Winter 2022/23 hochgefahren werden soll. Nun kommt alles anders, denn das Projekt liegt auf unbestimmte Zeit auf Eis. Das AOC und die Betriebsgenehmigung sollen aber nicht zurückgestellt werden, denn die in Air Sphinx umbenannte Air Sinai soll weiterhin für Egyptair und andere ägyptische Carrier fliegen. Man will sich die Option offenhalten zu einem späteren Zeitpunkt den geplanten Lowcoster doch noch in die Luft zu bringen. Vorläufig legt man in diesem Segment den Fokus auf Air Cairo. Das Unternehmen soll weiter expandieren und neue Geschäftsfelder erschließen. Dazu zählt auch, dass man in Kürze die ersten Regionaljets des Typs Embraer 190 einflotten wird. Mit diesen will man Routen bedienen, auf denen der Einsatz von Maschinen der Größenklasse Airbus A320/Boeing 737 mangels Nachfrage unwirtschaftlich wäre. Air Sphinx ist eine

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Flughafen Pristina erzielte in 2022 neuen Fluggast-Rekord

Im kürzlich abgelaufenen Jahr 2022 konnte der Flughafen Pristina so viele Passagiere zählen wie noch nie. Nur knapp hat man die Drei-Millionen-Fluggäste-Marke verpasst. Man hatte 2.964.845 Reisende und damit deutlich mehr als vor der Corona-Pandemie. Der Hauptstadt Airport von Kosovo konnte sich gegenüber dem Jahr 2019 um 24,9 Prozent verbessern. Im Vergleich mit 2019 legte man um 36,2 Prozent zu. Die Anzahl der Flugbewegungen wird seitens der Geschäftsleitung mit 18.052 Starts und Landungen beziffert. Auch in dieser „Kategorie“ erreichte man einen neuen Höchstwert. Die meisten Flüge wurden von/nach Deutschland und in die Schweiz durchgeführt.

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Kroatische Regierung stundet Croatia Airlines 33,7-Millionen-Euro-Kredit

Die Fluggesellschaft Croatia Airlines hat eine Laufzeitverlängerung eines staatlichen Darlehens in der Höhe von 33,7 Millionen Euro erhalten. Dieses wurde im Jahr 2019 gewährt und wäre eigentlich in diesem Jahr fällig gewesen. Die mit der Regierung vereinbarte Stundung bewirkt, dass die Fälligkeit erst im Jänner 2025 eintreten wird. Zusätzlich soll das mehrheitlich staatliche Luftfahrtunternehmen aufgrund der Corona-Pandemie in Kürze 39,2 Millionen Euro überwiesen bekommen.

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Etihad schafft neues Vorstandsressort für Revenue-Management

Die Fluggesellschaft Etihad Airways hat mit Arik De einen neuen Chief Revenue Officer bestellt. Das Ressort wurde gänzlich neu geschaffen und soll den Umsatz des Golfcarriers optimieren. Der Manager ist bereits seit April 2022 in einer ähnlichen Funktion für Etihad tätig. „Mit der raschen Rückkehr des weltweiten Reiseaufkommens auf Vor-Pandemie-Niveau haben wir die einmalige Chance, unsere führende Position bei Etihad Airways auszubauen und zu stärken“, sagt Antonoaldo Neves, Chief Executive Officer. „Unsere neue Revenue Division wird hochmoderne Revenue-Management-Funktionalitäten haben, unsere Airline-Partnerschaften erweitern und unser Netzwerk ausbauen, um unseren Kunden zu dienen und einen Beitrag für unsere Heimat Abu Dhabi zu leisten. Arik hat in den letzten neun Monaten eine substantielle Umsatzentwicklung vorangetrieben, und ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit mit ihm, wenn wir die Zusammenhänge, die für die finanzielle Nachhaltigkeit entscheidend sind, weiter ausbauen.“

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Corendon Europe macht Basis Basel-Mulhouse dicht

Die maltesische Fluggesellschaft Corendon Europe wird ihre Basis auf dem Flughafen Basel-Mulhouse aufgeben. Der Carrier bestätigte, dass man die vor Ort stationierte Boeing 737-800 abziehen wird. Der Schritt kommt wenig überraschend, denn vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Angebot der Corendon-Gruppe ab Basel im Sommerflugplan 2023 stark reduziert wird. Defacto bietet man nur noch Türkei-Flüge an, die von der Konzernschwester Corendon Airlines durchgeführt werden. Die Basis Basel wurde erst vor knapp einem Jahr eröffnet und war die erste und bislang einzige, die sich auf den schweizerischen Markt fokussiert hat. Gegenüber der Tageszeitung „BZ Basel“ bestätigte auch der EuroAirport, dass man seitens Corendon Europe informiert wurde, dass die örtliche Basis geschlossen wird. Weiters erklärte der Flughafen Basel, dass man seitens des Carriers dahingehend informiert wurde, dass die Flotte für den Sommerflugplan 2023 verkleinert werden soll.

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Schengen-Beitritt von Kroatien: Passkontrollen im Luftverkehr entfallen Ende März 2023

Per 1. Jänner 2023 ist Kroatien sowohl der Euro- als auch der Schengenzone beigetreten. Dies hat zur Folge, dass es künftig, wenn man von anderen Schengenländern aus einreist, keine Passkontrollen mehr geben wird. Im Flugverkehr muss man sich aber noch rund drei Monate gedulden. Während auf dem Landweg, beispielsweise an der gemeinsamen Grenze mit dem Schengen-Mitglied Slowenien, die Personenkontrollen bereits entfallen sind, wird es auf dem Luftweg erst am 26. März 2023 soweit sein. Hintergrund ist, dass die Prozesse erst mit dem Wechsel auf die Sommerflugplanperiode 2023 geändert werden. Anschließend sollen alle Flüge von/nach Kroatien, die innerhalb der Schengen-Region durchgeführt werden, ohne reguläre Passkontrollen durchgeführt werden. Die Abläufe sind dann so als ob man beispielsweise zwischen Österreich und Deutschland oder zwischen Frankreich und Italien fliegen würde. Kroatien ist Staat Nummer 27, der dem Abkommen von Schengen beigetreten ist.

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Tailstrike: Airbus A321neo von Indigo beschädigt

Der von der Billigfluggesellschaft Indigo betriebene Airbus A321neo mit der Registrierung VT-ILR erlitt am 3. Jänner 2023 einen Tailstrike. Dabei wurde der Mittelstreckenjet erheblich beschädigt. Derzeit ist noch unklar, ob dieser bereits beim Start in Dhaka oder bei der Landung in Kolkata entstanden ist. Unabhängig davon wurden nach der Ankunft im indischen Kolkata Schäden im Heckbereichs dieses Airbus A321neo festgestellt. Die betroffene Maschine wird momentan von Technikern untersucht und ist reparaturbedürftig. Die Höhe des Sachschadens ist noch offen. Für die Passagiere und Crewmitglieder bestand laut Indigo keine Gefahr. Diese konnten den Mittelstreckenjet nach der Landung regulär und unverletzt verlassen. Nachstehende Fotos, die in Social-Media-Netzwerken verteilt wurden, zeigen die Beschädigungen, die der Airbus A320neo mit der Registrierung VT-ILR am 3. Jänner 2023 erlitten hat:

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Turkish-A330 trägt Uefa-Champions-League-Sonderbeklebung

Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines hat dem Airbus A330 mit der Registrierung TC-JNM eine Sonderbeklebung zu Gunsten der Uefa Champions League verpasst. Die Maschine kam am 1. Jänner 2023 unter der Flugnummer TK1821 erstmals in diesem Design zwischen Istanbul und Paris-Charles de Gaulle zum Einsatz. Hintergrund der Special-Livery ist, dass Turkish Airlines offizieller Sponsor des Fußball-Events ist. Auch soll das Finalspiel im Jahr 2023 in der türkischen Metropole Istanbul ausgetragen werden. Dazu erkläre Vorstandsvorsitzender Ahmet Bolat: „Wir werden das Finale der UEFA Champions League 2023 in Istanbul als einer der offiziellen Sponsoren ausrichten. Wir freuen uns, Teil dieses wichtigen Ereignisses zu sein, das zudem im 100. Jahr unserer Republik stattfindet. Jahrestag unserer Republik stattfindet. Da dies eines der bedeutendsten Sponsorings in der türkischen Sportgeschichte ist, ist unser Flugzeug mit dem UEFA-Champions-League-Motiv ein Beweis für unser Engagement im Sport“. Offiziellen Angaben nach wurde die Sonderbeklebung vom konzerneigenen Technikbetrieb Turkish Technic angebracht. Der Zeitaufwand soll bei in etwa vier Arbeitstagen gelegen haben. Der Carrier erhofft sich vom Uefa-Champions-League-Design auch eine erhöhte Aufmerksamkeit seitens Spotter.

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Dezember 2022: Ryanair übertrifft Vorkrisenniveau deutlich

Die Billigfluggesellschaft Ryanair konnte im Dezember 2022 rund 11,5 Millionen Passagiere befördern. Damit hatte man um rund drei Prozent mehr Reisende an Bord als im Vergleichszeitraum dies Jahres 2019. Das Wachstum konnte auch völlig unabhängig vom Umstand, dass Ryanair am 25. Dezember 2022 überhaupt nicht geflogen ist, erzielen. An diesem Tag hat man die gesamte Flotte am Boden gelassen. Nicht ein einziger Flug wurde durchgeführt. Dennoch bezeichnet man das Geschäft rund um Weihnachten und Neujahr als stark. Man konnte das Vorkrisenniveau um etwa drei Prozent übertreffen und hatte im letzten Monat des Jahres 2022 rund 11,5 Millionen Reisende an Bord. Zum Vergleich: Im Dezember 2021 sind 9,5 Millionen Passagiere mit Ryanair geflogen und im Dezember 2020, der stark von komplizierten Einreise- und Quarantänebestimmungen geprägt war, hatte man nur 1,9 Millionen Fluggäste. Im aktuellen Geschäftsquartal schwankt die Auslastung zwischen 92 und 94 Prozent, wobei der Carrier die Kapazität um etwa zehn Prozent erhöht hat. Konzernchef Michael O’Leary gibt sich bezüglich der weiteren Entwicklungen optimistisch. Er geht davon aus, dass man bis 31. März 2023, wenn das laufende Geschäftsjahr endet, rund 166,5 Millionen Fluggäste befördert haben wird. Weiters hofft er, dass der Gewinn über einer Milliarde Euro liegen wird. Hinsichtlich der Passagierzahlen könnte Ryanair einen neuen Allzeit-Rekord erzielen. Der Ryanair Group gehören die Fluggesellschaften Malta Air, Lauda Europe, Ryanair UK, Buzz und Ryanair DAC an.

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