Jan Gruber

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Jan Gruber

Hongkong hat dritte Piste offiziell eröffnet

Der Flughafen Hongkong hat am 25. November 2022 die dritte Start- und Landebahn offiziell in Betrieb genommen. Der Airport wird nun im Three-Runway-System betrieben. Dies soll zu einer erheblichen Steigerung der Kapazität führen. Derzeit hält sich im Passagierbereich die Nachfrage internationaler Touristen, die die chinesische Sonderverwaltungszone besuchen wollen, in sehr eng gesteckten Grenzen. Hintergrund ist, dass die Einreise- und Quarantänebestimmungen noch immer vergleichsweise streng sind. Zwar praktiziert Hongkong lockerere Regeln als die Volksrepublik China, jedoch schrecken diese noch immer potentielle Besucher ab. Am 25. November 2022 wurde die dritte Piste des Flughafens Hongkong feierlich eröffnet. Die Bauarbeiten haben bereits im August 2016 begonnen und waren sehr aufwendig. Es mussten zunächst 650 Hektar Land gewonnen werden. Dies geschah durch Aufschüttung im Meer rund um den bestehenden Airport, dessen Areal seinerzeit ebenfalls aufgeschüttet wurde. Die rund 3.800 Meter lange Start- und Landebahn ging im Juli 2022 in den Probebetrieb. Im nächsten Ausbauschritt soll das Terminal 2 um den Flugsteig T2 erweitert werden. In diesem Zusammenhang werden auch ein neues Gepäckabfertigungssystem sowie ein automatisierter People-Mover errichtet werden.

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USA: Envoy-Air-Kapitän im Cockpit kollabiert und verstorben

Am 22. November 2022 ereignete sich auf einem von Envoy Air durchgeführten American-Airlines-Flug ein tragischer Todesfall. Der Flugkapitän ist kurz nach dem Start kollabiert und in weiterer Folge verstorben. Laut Envoy Air handelte es sich um einen jungen Piloten, der sich in Ausbildung zum Kapitän befand. Begleitet wurde er von einem erfahrenen Ausbildungspiloten, der auf dem rechten Sitz war und die Rücklandung erfolgreich absolvierte. Weiters hat sich auf dem Jumpseat ein Erster Offizier befunden. Dieser soll Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet haben. Im Cockpit nahm man an, dass der junge Kommandant einen Herzinfarkt erlitten haben könnte. Der Embraer 175 (N225NN) war als AA3556 auf dem Weg von Chicago (ORD) nach Columbus. Aus noch ungeklärter Ursache kollabierte der Kapitän während dem Start. Der Ausbildner meldete umgehend den medizinischen Notfall und forderte die Rücklandung in Chicago an. Diese konnte der zweite Pilot erfolgreich absolvieren. Die Notlandung erfolgte nur rund zehn Minuten nach dem Start. „Trotz der heldenhaften Bemühungen der Menschen an Bord und der Rettungskräfte am Boden ist unser Kollege im Krankenhaus verstorben. Wir sind zutiefst betrübt und tun alles, was wir können, um seine Familie und unsere Kollegen in dieser Zeit zu unterstützen“, so die Fluggesellschaft in einer Erklärung. Noch an Bord wurden Rettungsmaßnahmen durchgeführt. Letztlich kam für den Kapitän jede Hilfe zu spät, denn er ist in der weiteren Folge verstorben. Die Ursache für seinen plötzlichen Kollaps mit Todesfolge steht noch nicht fest. Eine Obduktion soll diese ermitteln.

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Corendon Dutch Airlines verlagert Kapazität nach Brüssel

Im Sommerflugplan 2023/24 wird Corendon Dutch Airlines auf dem Flughafen Brüssel vier Flugzeuge stationieren. Man baut das Angebot von rund 150.000 auf 260.000 Sitze aus. Bei der Entscheidung hat das Chaos, das in Amsterdam herrscht, eine entscheidende Rolle gespielt, so das Unternehmen gegenüber „De Telegraaf“. Betroffen ist die niederländische Sparte von Corendon, die unter der Leitung von Atilay Uslu steht. Gegenüber der Tageszeitung erklärte der Manager, dass die chaotischen Zustände am Flughafen Amsterdam-Schiphol dazu geführt haben, dass man rund zehn Millionen Euro verloren hat. Um einem ähnlichen Szenario vorbeugen zu können, wird man Kapazität nach Brüssel verlegen. Im Sommerflugplan 2023 will man mit vier stationieren Maschinen ab dem belgischen Airport tätig sein. Ein weiterer Faktor, der die Kosten beeinflusst hat: Die Gesamtkosten sind niedriger als ab Amsterdam. Beispielsweise beträgt die staatliche Ticketsteuer ab den Niederlanden 26 Euro. In Belgien fallen, je nach Flugstrecke, zwischen zwei und zehn Euro an. Unter dem Strich könne man wettbewerbsfähigere Preise anbieten.

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Sicherheitspersonal: Verdi kündigt Manteltarifvertrag

Die Gewerkschaft Verdi hat den Manteltarifvertrag für das Luftsicherheitspersonal gekündigt. Hintergrund ist, dass fünf Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Zeitzuschläge für Nacht-, Sonntags-, Feiertags- und Samstagsarbeit sowie bessere Entlohnung von Mehrarbeit keine Einigung mit den Arbeitgebern gebracht haben. Verdi erklärt in einem Anschreiben an die Mitglieder, dass seitens des Arbeitgeberverbandes BDLS keine Gesprächsbereitschaft bezüglich der Zeitzuschläge bestehen soll. Die Gewerkschaft wirft eine Blockadehaltung vor und hat den bestehenden Manteltarifvertrag per 31. Dezember 2022 aufgekündigt. Die nächsten Verhandlungen finden am 15. Dezember 2022 statt.

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Kanada: Flair-Boeing 737 machte unfreiwilligen Ausflug ins Grüne

Am Freitag, den 25. November 2022, ist die Boeing 737-800 mit der Registrierung C-FFLC, betrieben von der kanadischen Billigfluggesellschaft Flair Airlines, auf dem Waterloo International Airport von der Piste abgekommen. Der Mittelstreckenjet befand sich unter der Flugnummer F8501 auf dem Weg von Vancouver nach Waterloo. Bis zur Landung ist der Flug ohne Auffälligkeiten verlaufen. Am frühen Morgen des 25. November 2022 setzte die C-FFLC auf Piste 26 zur Landung an. Es gelang den Piloten jedoch nicht auszurollen und wie üblich von der Runway abzureden. Die Boeing 737-800 geriet am Ende der Piste in weichen Grund und blieb dort stecken. An Bord befanden sich 134 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Alle konnten das Flugzeug unverletzt verlassen. Erst kürzlich blieb ein Beluga XL nach einer Landung im Schlamm stecken. Die Maschine musste äußerst mühsam aus ihrer misslichen Lage befreit werden, wobei die Crew unverletzt geblieben ist.

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Treibstoff: Shell zieht sich vom Flughafen Klagenfurt zurück

Nach über 30 Jahren zieht sich der Mineralölkonzern Shell vom Flughafen Klagenfurt zurück. Das Unternehmen stellt mit 31. Dezember 2022 die Lieferung von Treibstoffen für Flugzeuge und Helikopter am Kärntner Flughafen ein. Zu den Gründen der Beendigung der Tätigkeit auf dem österreichischen Airport machte Shell keine Angaben. Es ist aber anzunehmen, dass der Absatz für den Mineralölkonzern nicht lukrativ genug ist. Man ist seit etwa 30 Jahren am Klagenfurter Flughafen tätig. Dieser muss nun einen neuen Anbieter finden oder aber den Verkauf von Treibstoffen in Eigenregie auf die Beine stellen. Derzeit ist noch nicht bekannt wer ab 1. Jänner 2023 Flugbenzin und Kerosin am Kärntner Airport verkaufen wird. Lilihill will im Dezember 2022 eine Neuregelung, die nahtlos erfolgen soll, vorstellen.

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Ab Nürnberg und Köln: Ryanair baut Kanaren-Angebot aus

Die Billigfluggesellschaft Ryanair nimmt ab Köln/Bonn und Nürnberg je eine Kanaren-Strecke auf. Vom NRW-Airport aus geht es nach Lanzarote und ab dem bayerischen Flughafen nach Teneriffa. Beide Strecken werden im April 2023 aufgenommen und sollen zunächst zweimal pro Woche bedient werden, so der Lowcoster in einer Medienmitteilung. „Mit Ostern und dem nahenden Sommer ’23 freuen wir uns, unseren deutschen Kunden mit der Aufnahme dieser beiden neuen Strecken – Köln nach Lanzarote und Nürnberg nach Teneriffa – in unseren Sommer ’23-Flugplan noch mehr Auswahl und Mehrwert zu bieten“, erklärt Annika Ledeboer, Ryanairs Country Managerin für die DACH-Region.

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Skyexpress deutlich aktiver als vor der Corona-Pandemie

Die griechische Fluggesellschaft Skyexpress konnte im direkten Vergleich mit dem Jahr 2019 besonders stark wachsen. Laut von Eurocontrol veröffentlichter Zahlen steigerte sich das Verkehrsaufkommen um 162 Prozent. Damit nimmt man Platz 38 unter den verkehrsreichsten Carriern ein. Im Jahr 2020 überraschte Skyexpress, die zuvor ein reiner Turboprop-Operator war, mit der Bestellung von Airbus A320neo. Viele Fluggesellschaften standen damals unter dem Schock der Corona-Pandemie und die Flugbetriebe waren stark reduziert. Das griechische Luftfahrtunternehmen stockte die Mittelstreckenflotte seither sukzessive auf. Momentan führt man im Durchschnitt 119 Flüge pro Tag durch. Damit ist man wesentlich mehr in der Luft als im Vorkrisenjahr 2019. Der Carrier behauptet, dass man im Sommer 2022 keinen einzigen Flug stornieren musste. In Zukunft will man den Flugverkehr von/nach Griechenland weiter ausbauen und sieht sich das Wachstumsmotor für den Tourismus.

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Norse Altantic beschafft sich frisches Geld

Die Billigfluggesellschaft Norse Atlantic Airways beschafft sich für die Expansion ihrer im Vereinigten Königreich angesiedelten Tochtergesellschaft frisches Geld. Dazu gibt man in zwei Schritten neue Aktionen aus. Zunächst bietet man im Rahmen einer Privatplatzierung 120 Millionen neue Anteilsscheine zum Preis von je 2,5 Norwegischen Kronen. Dadurch hat man bereits 300 Millionen Norwegische Kronen eingenommen. Im zweiten Schritt sollen abermals 60 Millionen neue Aktien ausgegeben werden.

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Vom Sitz bis zum Trolley: Sundair startet neuen Webshop

Die Ferienfluggesellschaft Sundair startet in Zusammenarbeit mit Blackforest Aviation einen neuen Webshop. In diesem kann man unter anderem Catering-Equipment, Modellflugzeuge und vieles, das an Bord des Carriers im Einsatz war, kaufen. Besonders für Sammler dürfte das Angebot durchaus spannend sein. Für Airlines wird der Bereich Ancillary Business immer wichtiger, denn allein der Verkauf von Tickets wirft besonders bei Billigfliegern nicht genug ab. So bietet man zusätzliche Optionen an, vermittelt Transfers und Hotelzimmer bzw. unterhält an Bord durchaus umfangreiche Shops. Sundair wird nun in Kooperation mit Blackforest Aviation einen umfangreichen Onlineshop anbieten. Selbstverständlich hat man auch die bei Luftfahrtliebhabern beliebten Trolleys im Programm. Nebst Produkten, die vormals bei Sundair im Einsatz waren, kann man auch andere Produkte aus dem Sortiment von Blackforest bestellen. „Mit Backforest Aviation, welches schon seit Jahren in diesem Bereich tätig ist, haben wir den idealen Partner gefunden, um den Shop für die Sundair aufzubauen und die zukunftsweisende strategische Planung fortzuführen“, sagt Robert Stahn, Manager Business Development der Sundair, „wir freuen uns auf die erfolgreiche Zusammenarbeit und unseren Gästen sowie Fans auch nach der Flugreise ein Stück Sundair für zu Hause anbieten zu können.“ „Der neu geschaffene Retail-Bereich soll die Markenidentität der Sundair stärken und somit eine bessere Relevanz, sowie auch eine größere Catchment Area erzeugen. Speziell in den Bereichen Content Management und Social Media werden wir unsere Tools einsetzen, um ein bestmögliches Ergebnis liefern zu können“, so Frank Benz, Geschäftsführer von Blackforest Aviation GmbH.

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