Jan Gruber

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Jan Gruber

Erstes Halbjahr 2022: Skyguide sieht deutliche Erholung

Die schweizerische Flugsicherung Skyguide verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 einen deutlichen Zuwachs. Nach Instrumentenflugregeln wurden 522.006 Flüge im Luftraum der Eidgenossenschaft sowie in den von Skyguide verwalteten delegierten Gebieten gezählt. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 156,7 Prozent. Allerdings lag man um 17,3 Prozent unter dem Aufkommen, das Skyguide im ersten Halbjahr 2019 hatte. insbesondere seit Beginn der Sommersaison, und erreichte am Ende des ersten Halbjahres 90 Prozent des Verkehrsaufkommens von 2019 (im Vergleich zum Vormonat). 97,7 Prozent aller von Skyguide kontrollierten Flüge waren pünktlich, was 0,5 Prozentpunkte über der Pünktlichkeit des ersten Halbjahres 2019 liegt. Die Ukraine-Krise hatte keine Auswirkungen auf die Verkehrsströme durch die Schweiz und führte somit weder zu einer Zunahme noch zu einem Rückgang des Verkehrs.

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Fehler der Flugsicherung des Iran: Piloten verhindern Zusammenstoß zweier PIA-Flüge

Im Luftraum des Iran sind sich zwei Verkehrsflugzeuge von Pakistan International Airlines gefährlich nahe gekommen. Aufgrund eines Fehlers der Flugsicherung näherten sich die beiden Maschinen auf eine Entfernung von nur 1.000 Fuß an. Sowohl das lokale ATC als auch der Carrier haben den Vorfall am Dienstag bestätigt. Die Flugsicherung des Iran wies PIA-Flug 268, der sich auf dem Weg nach Peshawar befand, die Flughöhe von 20.000 Fuß zu. Zuvor befand sich die Maschine auf 36.000 Fuß Flughöhe. Allerdings befand sich zeitgleich PIA-Flug 211, auf dem Weg nach Dubai, auf einer Höhe von 35.000 Fuß und damit in unmittelbarer Nähe. Der Abstand betrug zeitweise nur 1.000 Fuß, wie Pakistan International Airlines offiziell bestätigte. Dass es zu keiner Katastrophe gekommen ist, verdanken die Crews und Passagiere der Aufmerksamkeit der Piloten und dem Kollisionsvermeidungssystem. Nachdem dieses ausgelöst hatte, weigerten sich die Flugzeugführer des höher fliegenden PIA-Flugzeuges die Anweisung der Flugsicherung zu befolgen. Auch jene des tieferliegenden Fluges reagierten und senkten ihre Flughöhe umgehend ab. Somit hat sich erneut gezeigt, dass aufmerksame Piloten für die Flugsicherung unbedingt notwendig sind, denn diese können Fehler der Flugsicherung kompensieren. Erst kürzlich gab es einen vergleichbaren Vorfall im Luftraum der Türkei, der auch nur deshalb keine Katastrophe wurde, weil die Flugzeugführer richtig reagiert haben und eine Anweisung des ATC verweigert haben. Nur so konnte ein Crash in der Luft verhindert werden. Pakistan International Airlines ist allerdings stinksauer auf die Flugsicherung des Iran. Ein Sprecher erklärte unter anderem, dass aus Sicht der Fluggesellschaft die ATC dem Peshawar-Flug auf keinen

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Ab Sotschi: Aeroflot Group nimmt Dubai mit Sukhoi SSJ-100 auf

Die russische Aeroflot Group reaktiviert mit Wirksamkeit zum 3. August 2022 die Flugverbindungen zwischen Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vom vor einiger Zeit in Sotschi eingerichteten Mini-Hub aus wird die Tochtergesellschaft Rossiya täglich nach Dubai fliegen. Als Fluggerät kommen Sukhoi Superjet SSJ-100 zum Einsatz. Zubringer werden unter anderem ab St. Petersburg angeboten. Ab Moskau-Scheremetjewo ist jeweils ein zusätzlicher Umstieg in St. Petersburg, Jekaterinburg, Tjumen oder Nischni Nowgorod notwendig. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass die Aeroflot Group die Destination Dubai ab der russischen Hauptstadt derzeit nur mit zwei Umstiegen anbietet. Der von Rossiya durchgeführte Flug SU 6781 wird nachts durchgeführt. Die Maschinen des Typs Sukhoi Superjet SSJ-100 verlassen Sotschi jeweils gegen 0 Uhr 35 Lokalzeit und erreichen Dubai um 5 Uhr 35. Die Rückflüge SU 6782 heben um 08 Uhr 45 in der Golfstadt ab und erreichen die Stadt am Schwarzen Meer gegen 11 Uhr 35. Interessanterweise bietet Aeroflot in diese Flugrichtung das Ziel Moskau mit nur einem Umstieg in Sotschi an.

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United Airlines übernimmt zehn Flugzeuge später

Das Star-Alliance-Mitglied United Airlines wird sieben Boeing 737-Max und drei Boeing 787-10, die heuer zur Auslieferung angestanden wären, erst nächstes Jahr übernehmen. Dies geht aus dem jüngsten Quartalsbericht des Carriers hervor. Das hat zur Folge, dass United plant heuer 43 Boeing 737 Max sowie fünf B787-10 zu übernehmen. Bei zuletzt genanntem Maschinentyp ist dies aber nicht in Stein gemeißelt, denn es notwendige grüne Licht der U.S.-amerikanischen Zivilluftfahrtbehörde FAA steht noch aus. „Wir erwarten derzeit bereinigte Investitionsausgaben für das Gesamtjahr 2022 in Höhe von etwa 5,2 Mrd. U.S.-Dollar, die in dem Maße niedriger ausfallen werden, wie weniger Flugzeuge tatsächlich ausgeliefert werden“, sagte Finanzvorstand Gerald Laderman.

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EU hat Luftfahrt-Sanktionen gegen Russland minimal gelockert

Die Europäische Union hat die gegen die Russische Föderation ausgesprochenen Sanktionen neuerlich angepasst. Im Bereich von Ersatzteile für Verkehrsflugzeuge kommt es zu minimalen Lockerungen, die an der Börse Moskau regelrecht gefeiert wurden, denn die Aktie von Aeroflot legte deutlich zu. Während in den meisten Bereichen die Sanktionen ausführlich ausformuliert sind, ist der Bereich Verkehrsluftfahrt eher kurz gehalten. Die EU-Kommission hält es nun für „angemessen“, „den Austausch von technischer Unterstützung mit Russland für Luftfahrtgüter und -technologien zuzulassen, soweit dies erforderlich ist, um die Arbeit der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zur Festlegung technischer Industrienormen zu gewährleisten“. Die westlichen Sanktionen verbieten die Ausfuhr und den Verkauf oder die Weitergabe aller Flugzeuge, Teile und Ausrüstungen an das Land sowie alle damit verbundenen Reparatur-, Wartungs- und Finanzdienstleistungen und das Leasing. Die nunmehrige Änderung bedeutet eine minimale Lockerung.

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Etihad Airways wertet Wien-Präsenz auf und baut aus

Mit Wirksamkeit zum 1. August 2022 ändert Golfcarrier Etihad Airways das Wien-Konzept. Der Zwischenstopp in Mailand-Malpensa, der bislang noch auf einigen Umläufen praktiziert wurde, entfällt dann. Die österreichische Bundeshauptstadt soll künftig fünfmal wöchentlich nonstop – in beide Richtungen – mit Abu Dhabi verbunden werden. Bei der Aufnahme wurde die Route mit Zwischenlandung in Malpensa angeboten. Zuletzt hatten noch zwei Umläufe auf dem Weg nach Wien einen Stopp auf Mailands größtem Flughafen. Ab 1. August 2022 wird Etihad Airways sämtliche Flüge zwischen Wien und Abu Dhabi als Nonstopflüge durchführen. Weiterhin soll im Regelfall Fluggerät des Typs Boeing 787-9 zum Einsatz kommen. Auf die Flüge ab der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate nach Mailand-Malpensa hat dies zur Folge, dass zweimal pro Woche der Umweg über Wien entfällt. Weiterhin werden sieben Umläufe auf dieser Route angeboten. Etihad Airways plant ab voraussichtlich 1. Jänner 2023 täglich zwischen Abu Dhabi und der österreichischen Hauptstadt zu fliegen. Konkret bedeutet das, dass zwei zusätzliche Umläufe dazu kommen werden. Auf dieser Strecke steht mit in direktem Wettbewerb mit dem Billigflieger Wizz Air, der ebenfalls mehrmals wöchentlich unterwegs ist.

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Lufthansa hat bereits am Dienstag 45 Flüge gestrichen

Der Streik des Lufthansa-Bodenpersonals hat noch gar nicht begonnen, jedoch hat der Carrier eigenen Angaben nach bereits am Dienstag rund 7.500 Passagiere nicht geflogen. Die Schuld dafür sucht man bei der Gewerkschaft Verdi und das obwohl noch gar nicht gestreikt wurde. Lufthansa teilte mit, dass man am Dienstag ab Frankfurt und München rund 45 Flüge gestrichen hat. Dabei soll es sich fast ausschließlich um Langstreckenverbindungen, die angeblich ausgebucht waren, gehandelt haben. Betroffen sind laut Kranich-Airline unter anderem die Flüge aus Bangkok, Singapur, Boston, Denver, New York, Chicago, Los Angeles, San Francisco und Seoul nach München. In Richtung Frankfurt am Main sind unter anderem Buenos Aires, Johannesburg, Miami und Neu-Delhi abgesagt worden. Für Mittwoch hat Lufthansa aufgrund des Streiks des Bodenpersonals fast alle Flüge gestrichen. Damit wirkt sich der Streik bereits heute auf Gäste aus, die morgen planmäßig in München oder Frankfurt gelandet wären. Lufthansa erklärt weiters, dass man „mit Hochdruck“ daran arbeiten würde den Flugbetrieb bis zum Wochenende zu stabilisieren. In den nächsten Tagen ist mit Nachwirkungen in Form weiterer Ausfälle und Verspätungen zu rechnen. Auch die Konzernschwester Austrian Airlines hat alle für Mittwoch geplanten Verbindungen nach Frankfurt und München gestrichen.

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Russland: Airlines verzeichnen deutlichen Fluggastrückgang

In der Russischen Föderation sind die Fluggastzahlen im Nachgang des kriegerischen Angriffs auf die Ukraine stark zurückgegangen. Allein die temporäre Schließung der Airports in Südrussland sorgt im Jahr 2022 für einen Fluggastrückgang von etwa 19 Millionen Passagieren. Auch wenn es von Politikern immer wieder beschwichtigt wird: Die Ersatzteilversorgung für Maschinen, die außerhalb der Russischen Föderation gebaut wurden, erweist sich für viele Carrier als immer problematischer. Die Lager neigen sich dem Ende zu und die Importlösungen über China bzw. „Marke Eigenbau“ sind noch nicht ins Laufen gekommen. Derzeit sind insgesamt elf Airports in Russland sowie auf der Krim, über deren Status die Russische Föderation und beispielsweise die EU unterschiedlicher Ansicht sind, geschlossen. Auch die Lufträume rund um diese Flughäfen können nur eingeschränkt genutzt werden. Die Schließung wurde aufgrund des Krieges gegen die Ukraine verfügt und bislang mehrfach verlängert. Die Zeitung „Wedomosti“ berichtet, dass die Folgen für die Fluggesellschaften durchaus signifikant sind: Allein im Juni 2022 mussten die Carrier einen Rückgang um 2,7 Millionen Passagiere verzeichnen. Für die traditionell reisestarken Monate Juli und August 2022 prognostiziert man einen Abgang zwischen 3,2 und 3,3 Fluggästen. Die Regierung will den Airlines mit Staatshilfen in der Höhe von etwa 1,7 Milliarden Euro unter die Flügel greifen.

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Easyjet weiterhin tief in den roten Zahlen

Die Billigfluggesellschaft Easyjet hat das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das Ende Juni 2022 endete, mit einem Verlust in der Höhe von 114 Millionen Pfund vor Steuern und Sondereffekten abgeschlossen. Markant ist, dass man allein 133 Millionen Pfund für Betriebsausfälle und Flugstreichungen aufwenden musste. Im Vorjahreszeitraum, der von deutlich geringerer Nachfrage geprägt war, lag der Fehlbetrag bei 318 Millionen Pfund. Die Geschäftsleitung von Easyjet gibt sich zuversichtlich, dass man bis Ende September 2022 das Angebot auf 90 Prozent des Vorkrisenniveaus ausweiten kann. Derzeit liege man bei etwa 87 Prozent. Der Umsatz verbesserte sich auf rund 1,8 Milliarden Pfund. An Bord hatte man 22 Millionen Passagiere und damit ist im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum eine Versiebenfachung eingetreten. Allerdings musste man in mehreren Schritten das Angebot deutlich reduzieren. Beispielsweise hat man in Berlin-Brandenburg, London-Gatwick und Amsterdam viele Flüge aus den Planungen genommen. Als Begründung wurde jeweils Personalmangel angegeben.

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Maersk lässt drei B767-300F von Amerijet betreiben

Die kürzlich von Maersk Air Cargo erworbenen Frachtflugzeuge des Typs Boeing 767-300F will das Unternehmen von Amerijet International betreiben lassen. Man wird die Maschinen an die Fluggesellschaft vermieten und dann samt Personal „zurückmieten“. Das Portal Freightwaves berichtet unter Berufung auf die beiden Unternehmen, dass der Deal drei Boeing 767-300F umfasst. Die Flugzeuge sollen in den Vereinigten Staaten von Amerika stationiert werden und zunächst auf Asien-Strecken eingesetzt werden. Laut Cargofacts wird es sich um die Boeing 767-300F mit den Seriennummern 67025, 67026 und 67027 handeln. Dem aktuellen Informationsstand nach soll der Erstflug zwischen den USA und China durchgeführt werden, wobei sich dies noch ändern kann.

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