Jan Gruber

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Jan Gruber

„Freundliche Staaten“ dürfen wieder mit Boeing 737-Max nach Russland fliegen

Die Zivilluftfahrtbehörde der Russischen Föderation hat das Flugverbot der Boeing 737 Max teilweise aufgehoben. Nur Maschinen, die von Airlines, die ihren sind in so genannten „freundlichen Staaten“ haben, dürfen das Muster im russischen Luftraum betreiben. Die Entscheidung wurde am 20. Juli 2022 mittels Notam kundgemacht. Auswirkungen auf Flüge aus der Europäischen Union hat das nicht, denn die EU-Länder werden von Russland als so genannte „unfreundliche Staaten“ betrachtet und sind mit einem generellen Luftraum-Nutzungsverbot belegt. Allerdings könnten – beispielsweise – türkische Carrier ihre Boeing 737 Max wieder von/nach Russland einsetzen. Für lokale Fluggesellschaften ist die Aufhebung des Flugverbots ebenfalls von untergeordneter Bedeutung, da bislang nur wenige Exemplare ausgeliefert wurden und wegen der Sanktionen, die im Nachgang des Angriffs auf die Ukraine erlassen wurden, darf der U.S.-amerikanische Hersteller keine weiteren 737 Max übergeben.

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Sommerferien: 40.000 Flüge in München angemeldet

Der Flughafen München rechnet damit, dass das Fluggastaufkommen mit dem Beginn der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg stark steigen wird. Die Fluggesellschaften haben bislang 40.000 Bewegungen angemeldet – doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Schulferien beginnen in dieser Region Deutschlands am 29. Juli 2022 und enden am 12. September 2022. Während diesem Zeitraum werden in München täglich bis zu 900 Flugzeuge starten und landen. Angesichts des erhöhten Verkehrsaufkommens und der aktuellen Turbulenzen im europäischen Luftverkehr sollten die Passagiere einen Zeitpuffer einplanen und circa zweieinhalb Stunden vor Abflug im Terminal sein. Zum Ferienauftakt wird zusätzlich eingesetztes Personal in den Terminals den Fluggästen Hilfestellung zu allen Fragen rund um den Abfertigungsprozess geben. Das Flugangebot ab München besteht derzeit aus rund 200 Destinationen. Mit 1.922 Starts gehen die meisten Abflüge in den Sommerferien nach Italien. Knapp dahinter folgt Spanien mit 1.778 Starts. Das am häufigsten angeflogene Urlaubsziel bleibt Palma de Mallorca (429 Abflüge). 1.175 Maschinen heben Richtung Griechenland ab. Nach Frankreich starten 1.133 Maschinen, in die Türkei stehen 1.073 Abflüge auf dem Programm. 411 Mal starten Maschinen nach Portugal. Von München aus werden auch wieder zahlreiche Langstreckenziele angeboten. Insbesondere Destinationen in den USA werden häufig bedient: Reisenden stehen in den Sommerferien insgesamt 911 Abflüge zu 14 amerikanischen Zielen zur Auswahl. Weitere 184 Flüge führen zu drei kanadischen Destinationen. Insgesamt 92 Mal heben Flugzeuge nach Katar und 129 Mal zu den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. 92 Abflüge werden auf der Route von München nach Bangkok angeboten. Weitere Nonstop-Dienste ab München führen zu Destinationen

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Reisemedikamente: Apotheken verzeichnen verstärkte Nachfrage

An einem durchaus interessanten Ort soll feststellbar sein, dass die Reisebereitschaft der Österreicher stark gestiegen ist: Apotheken verzeichnen derzeit einen gesteigerten Absatz im Bereich typischer Reisemedikamente. Der Verkauf von Mitteln gegen Reisekrankheiten ist gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent gestiegen. Parallel dazu hat sich der Verkauf von Mitteln gegen Erkältungskrankheiten und leichte Infekte um 66 Prozent erhöht. Im Gegensatz dazu steht, dass bei Produkten zur Unterstützung der Gewichtsreduktion sind die Verkäufe um über 20 Prozent zurückgegangen sind. „Veränderungen in den Lebensgewohnheiten der Bevölkerung spiegeln sich stets in den Verkäufen in den Apotheken wider. Darum ist der außergewöhnlich kräftige Zuwachs bei Mitteln gegen Reisekrankheiten ein starkes Indiz dafür, dass es unsere Landsleute wieder vermehrt in die Ferne zieht. Auch der Rückgang bei Schlankheitsmitteln unterstreicht die Rückkehr zu Lebensfreude und Genuss. Zugleich deutet das starke Plus bei Erkältungsmitteln auf den hohen Bedarf in den ersten Monaten 2022 hin, zusätzlich ist darin aber sicher auch ein Anteil zur vermehrten Vorsorge für den Spätsommer und Herbst enthalten, was angesichts der aktuellen Prognosen nicht verwundert“, erklärt Apotheker Martin R. Geisler, Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe.

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Antonow An-148: Air Koryo bekommt keine Ersatzteile mehr

Die nordkoreanische Fluggesellschaft Air Koryo steht im Zusammenhang mit zwei Antonow An-148-100 vor einem Problem. Die Ukraine hat aufgrund des Umstands, dass das abgeschottete Regime die Volksrepubliken Donezk und Luhansk offiziell anerkannt hat, sämtliche diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Das hat auch Auswirkungen auf die beiden An-148-100, die der Flotte von Air Koryo angehören, denn bislang stellte Antonow das Know-how für Wartung sowie Ersatzteile. Diese Zusammenarbeit musste mit sofortiger Wirkung beendet werden, so dass laut der U.S.-amerikanischen Website NK News nun die Lufttüchtigkeit der beiden Regionaljets in Frage ist. Bislang profitierte Nordkorea davon, dass Flugzeugteile und Fachwissen für Muster, die in der Ukraine und/oder Russland gefertigt wurden, von den internationalen Sanktionen ausgenommen waren. Die beiden An-148-100 von Air Koryo sind rund 8,6 Jahre alt und damit die jüngsten Flottenmitglieder des nordkoreanischen Staatscarriers. Abgesehen von zwei Tu-204 stammen alle anderen Maschinen noch aus Sowjetzeiten.

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Sicherheitsbedenken: Wizz Air darf mit Orban-Frachter nicht in die USA fliegen

Der Fluggesellschaft Wizz Air Hungary ist es vorläufig nicht gestattet Fracht- und Postflüge in die Vereinigten Staaten von Amerika durchzuführen. Das Department of Transportation hat den Antrag auf Erteilung des so genannten „Foreign Carrier Permit“ abgelehnt und die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken der Zivilluftfahrtbehörde FAA begründet. Kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie hat die Regierung rund um Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban beschlossen, dass ein „staatliches Frachtflugzeug“ angeschafft werden soll. Man organisierte einen vormals von Qatar Airways betriebenen Airbus A330F und beauftragte ohne Ausschreibung den Billigflieger Wizz Air mit dem Betrieb. Die Maschine trägt nicht die übliche Livery, sondern „Hungary Air Cargo“ ist auf dem Rumpf zu lesen. Formell handelt es sich bei der von der Orban-Regierung gewählten Konstruktion um eine Mischung aus Aircraft-Management und Charter. Primär kommt die HA-LHU im Regierungsauftrag zum Einsatz, jedoch lässt man auch für andere Kunden Fracht-Charterflüge durchführen. Unabhängig davon hat Wizz Air Anfang dieses Jahres beantragt Lufttransporte von Gütern und Post im Charter zwischen jedem beliebigen Airport der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika durchführen zu dürfen. Hierfür ist seitens der USA der so genannte „Foreign Carrier Permit“ erforderlich. Bei positiver Bearbeitung des Antrags hätte sich die Genehmigung zwar zunächst auf Cargoflüge beschränkt, jedoch wäre des quasi auch ein Fuß in der Tür für mögliche Passagierflüge gewesen. Daraus wird nun nichts, denn das Department of Transportation hat das Ansinnen abgelehnt und die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken, die die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde FAA hat, begründet. In der detaillierten Begründung, die am 20. Juli 2022 zugestellt wurde, ist

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Kaliningrad: Russland setzt verstärkt auf Korridorzüge durch Litauen

Da der Flugverkehr zwischen Moskau und Kaliningrad aufgrund von Überflugverboten derzeit mit langen Umwegen verbunden ist, setzt man nun verstärkt auf den Eisenbahnverkehr. Am Donnerstag nahm ein zusätzliches Kurspaar den Dienst auf. Die Verbindung führt von Moskau über Weißrussland und Litauen nach Kaliningrad, dessen Oblast eine Enklave der Russischen Föderation ist. Während auf dem Staatsgebiet von Belarus Ein- und Ausstiege möglich sind, wird durch Litauen ohne Zwischenhalt als so genannter Korridorzug gefahren. Die zusätzlichen Verbindungen tragen die Zugnummern 147 und 148 und sind als innerrussische Züge im Transit klassifiziert. Dessen ungeachtet gibt es dennoch Zwischenstopps auf dem Staatsgebiet von Weißrussland, jedoch ist Ein- und Aussteigen in Litauen nicht möglich. Mitgeteilt wurde, dass man sich mit den Verwaltungen der Eisenbahnen der beiden Staaten entsprechend abgestimmt habe. Die Zusatzzüge werden an den Verkehrstagen Montag, Dienstag und Freitag ab Moskau mit Fahrziel Kaliningrad verkehren. Die Rückfahrten werden jeweils an Montagen, Donnerstagen und Sonntagen angeboten. Es handelt sich um die Aufstockung einer bestehenden Transit-Bahnstrecke. Bisher fuhren drei regelmäßige Züge in die russische Exklave: ein täglicher Zug von Moskau nach Kaliningrad, ein Zug von St. Petersburg nach Kaliningrad, der viermal pro Woche verkehrt, und ein Zug von Sotschi nach Kaliningrad, der jeden zweiten Tag verkehrt. Laut der Eisenbahnverwaltung von Litauen sollen Personen-Korridorzüge von/nach Kaliningrad nicht unter die Sanktionen der Europäischen Union fallen. Russland beabsichtigt im Verkehr mit der Enklave verstärkt auf den Schienenweg zu setzen, da der Luftweg aufgrund notwendiger Umwege, die je nach Zielort durchaus sehr weit sein können, sehr kostspielig geworden ist.

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Ryanair feiert 15-jährige Präsenz am Flughafen Bremen

Die Billigfluggesellschaft Ryanair feierte am Donnerstag die 15-jährige Präsenz auf dem Flughafen Bremen. Derzeit werden ab diesem Airport acht Destinationen angeboten. Teilweise ist man auf den Routen als einziger Anbieter aktiv. „Wir freuen uns sehr, das 15-jährige Jubiläum gemeinsam mit Ryanair am Bremen Airport zu feiern. Ryanair ist mit seinen günstigen Flugangeboten zu sonnigen Urlaubsregionen und interessanten Städten ein wichtiger Partner, der viele Passagiere aus dem Einzugsgebiet des Flughafen Bremen anzieht. Wir freuen uns über den aktuellen Sommerflugplan, der insgesamt acht Destinationen umfasst, und wünschen uns sehr, dass Ryanair auch in Zukunft viele Flugziele von unserem Flughafen aus ansteuert“, so Bremen-Geschäftsführer Marc Cezanne. Im Winterflugplan 2022/23 wird der Billigflieger dem aktuellen Planungsstand nach fünf Strecken ab der Hansestadt betreiben. Seit dem Markteintritt im Jahr 2007 hat man eigenen Angaben nach rund 12 Millionen Passagiere von/nach Bremen befördert. „Als Europas Fluggesellschaft Nr. 1 freut sich Ryanair, ihr 15-jähriges Jubiläum am Flughafen Bremen mit einem aufregenden Sommerflugplan zu feiern, der acht Strecken zu Zielen wie Zadar, Porto und Palma de Mallorca umfasst. Er bietet den Bewohnern Bremens eine größere Auswahl bei der Buchung ihres bevorstehenden Urlaubs und unterstützt den Incoming-Verkehr nach Bremen und in die Region aus den wichtigsten europäischen Städten. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre erfolgreicher Partnerschaft mit dem Flughafen Bremen, insbesondere für den kommenden Winterflugplan, welcher Ende Oktober starten wird“, so Andreas Gruber von Ryanair.

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Einreise: Belize hat 3G-Regel abgeschafft

Die Regierung von Belize hat die bislang praktizierte 3G-Regel bei der Einreise abgeschafft. Bislang mussten ein Nachweis über Impfung, Genesung oder negativen Test vorgelegt werden. Dies galt auf allen Einreiswegen. Neu ist auch, dass der Abschluss einer Reiseversicherung, die auf dem Gebiet von Belize gültig ist, nicht mehr vorgeschrieben ist. Diese wird lediglich ausdrücklich empfohlen, da – beispielsweise – Europäer etwaige Behandlungskosten zunächst selbst bezahlen müssen und erst nachträglich für einen Kostenzuschuss bei ihrer Krankenkasse in der Heimat einreichen können. Empfehlenswert ist eine Assekuranz zu wählen, die zumindest in Krankenhäusern Direktverrechnung anbietet. Weiters ist für die Einreise nach Belize notwendig, dass man eine Buchung in einer vom lokalen Fremdenverkehrsamt zugelassenen Unterkunft vorweisen kann. Dies kann beispielsweise durch Vorlage der Bestätigung bzw. bei Pauschalreisen mit Hilfe des Vouchers des Veranstalters erfolgen. Von dieser Regelung ausgenommen sind Personen, die einen Wohnsitz in Belize haben.

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Festbestellung: Qatar Airways ordert 25 Boeing 737 Max 10

Nun also doch: Qatar Airways hat im Rahmen der Farnborough Air Show bekanntgegeben, dass man 25 Boeing 737 Max 10 fix bestellt hat. Weiters hält man Optionen für bis zu 25 weitere Exemplare. Erst kürzlich behauptete der Golfcarrier im Zuge eines der vielen Gerichtsverfahren, in denen man sich Airbus gegenübersteht, dass die Anfang dieses Jahre gesicherte Absichtserklärung über den Erwerb von Boeing 737 Max 10 abgelaufen wäre. So wirklich glaubwürdig war das nicht, denn der europäische Flugzeugbauer hat Qatar Airways den Liefervertrag über 50 A321neo gekündigt und die 737 Max 10 stellt die einzige vergleichbare Alternative da. Jedenfalls haben Boeing und der Golfcarrier am Donnerstag in Farnborough kommuniziert, dass ein Kaufvertrag über 25 B737 Max 10 unterschrieben wurde. Gleichzeitig sicherte sich Qatar Airways Optionen für bis zu 25 weitere Exemplare. Derzeit handelt es sich aber um eine Art „Reißbrettbestellung“, denn dieser Maschinentyp hat noch keine Zulassung. Boeing übt inzwischen auf allen Wegen Druck aus, denn Anfang des kommenden Jahres treten neue Kriterien für die Zertifizierung in Kraft. Zuletzt drohte der Hersteller gar mit der Einstellung des Programms.

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Nachtzüge: Alpen-Sylt-Express stellt den Fahrbetrieb ein

Der private Nachtzugbetreiber Alpen-Sylt-Express stellt mit Ende Juli 2022 sämtliche Fahrten ein. Die RDC-Tochter begründet die Entscheidung damit, dass Waggons fehlen und die stark gestiegenen Betriebskosten den Nachtzug unwirtschaftlich gemacht haben sollen. Das Unternehmen bietet ab Salzburg und der Schweiz Fahrten nach Sylt an. Man ging erst im Jahr 2020 an den Start und ist eine Tochtergesellschaft der U.S.-amerikanischen Railroad Development Corporation. „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns schweren Herzens entschlossen haben, die Saison des Alpen-Sylt-Nachtexpresses früher zu beenden und alle Fahrten ab dem 29. Juli 2022 zu streichen“, teilte das Unternehmen mit. „Alle bisherigen Fahrten, auch die Fahrt am 23. Juli, finden wie geplant statt Wir hätten uns sehr gefreut, Sie diesen Sommer wieder an Bord unseres Alpen-Sylt-Nachtexpresses begrüßen zu dürfen. Leider sind wir derzeit mit Umständen konfrontiert, die es uns nicht mehr erlauben, unseren Nachtzug in der Qualität und Zuverlässigkeit anzubieten, die Sie von uns erwarten dürfen“. Der saisonale Fahrbetrieb ab Basel und Salzburg wurde erst Ende Mai 2022 reaktiviert. Die Züge wurden bislang in der Nähe von Gemünden zusammengekoppelt und verkehrten gemeinsam bis Sylt. Angeboten wurden Fahrten an den Verkehrstagen Freitag und Sonntag. Die Garnituren weisen Schlaf-, Liege- und Sitzwagen auf.

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