Jan Gruber

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Jan Gruber

KLM und Thalys bringen Kooperationszüge auf Schiene

Die Fluggesellschaft KLM und der Eisenbahnbetreiber Thalys haben die schon vor einiger Zeit angekündigte Kooperation zwischen Amsterdam und Brüssel auf die Schiene gebracht. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Flugbewegungen zwischen den beiden Städten um einen täglichen Umlauf. Ziel des Vorhabens ist es, die Zahl der Umsteigepassagiere auf der Schiene zwischen Brüssel und Schiphol zu erhöhen. Fast alle Passagiere auf dieser Strecke steigen von und zu KLM-Flügen am Flughafen Amsterdam-Schiphol um. Seitens der Fluggesellschaft hält man den Start der Kooperation für einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung des Aktionsplans der niederländischen Regierung für Schienen- und Flugdienste. Dieser sieht Aktionen und Maßnahmen vor, die sicherstellen, dass der internationale Schienenverkehr auf Strecken unter 700 Kilometern eine logische Alternative zur Ergänzung der Flugdienste wird. Seit einiger Zeit bietet KLM Transferpassagieren die Möglichkeit, auf der Strecke Brüssel-Schiphol statt eines Fluges in einen Thalys-Hochgeschwindigkeitszug einzusteigen (oder umgekehrt). Vor der Covid-19-Pandemie haben 20 bis 25 Prozent dieser Passagiere (rund 36.000 Kunden) diese Option gewählt. Darüber hinaus arbeitet KLM mit NS Dutch Railways und anderen europäischen Eisenbahnunternehmen zusammen, um die Möglichkeiten zusätzlicher komfortabler Hochgeschwindigkeitszüge für Transferpassagiere zu anderen Zielen zu erkunden. „Das neue Luft-Schienen-Produkt ist das erste konkrete Ergebnis des Aktionsplans für Schienen- und Flugdienste. Wir sind stolz auf diese Leistung. Gemeinsam mit dem Ministerium für Infrastruktur und  Wasserwirtschaft, dem Amsterdamer Flughafen Schiphol, ProRail und NS Dutch Railways streben wir danach, eine nahtlose Customer Journey mit besseren Verbindungen zwischen Bahn- und Flugreisen zu gewährleisten“, so Boet Kreiken, Executive Vice President Kundenerlebnis KLM. Während dem Versuchslauf, der bis

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Alaska Air Group ordert acht weitere Embraer E175

Die Alaska Air Group hat acht weitere Regionaljets des Typs Embraer 175 bestellt. Gleichzeitig sicherte man sich Optionen für bis zu 13 weitete Flugzeuge dieses Typs. Die Order wurde auf der Farnborough Air Show 2022 bekannt gegeben. Die Auslieferungen sollen ab dem zweiten Quartal 2023 über einen Zeitraum von vier Jahren verteilt erfolgen. Die 76-sitzigen Regionaljets werden von Horizon Air im Auftrag von Alaska Airlines betrieben werden. Bestuhlt werden diese mit 12 Sitzen in der Business-, 12 in der Premium-, und 52 in der Economy-Class. Derzeit fliegt Horizon Air mit 30 Embraer 175 und 32 de Havilland Dash 8-400 für Alaska Airlines. Bereits vor einiger Zeit hat man 12 Embraer 175 bestellt, so dass die Order nun auf 20 Exemplare angewachsen ist. SkyWest Airlines fliegt mit 42 Embraer 175 für Alaska Airlines, wobei die Maschinen Eigentum des Auftraggebers sind.

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Kanada: Porter Airlines bestellt 20 weitere Embraer E195-E2

Die kanadische Fluggesellschaft Porter Airlines hat im Rahmen der Farnborough Air Show bekanntgegeben, dass eine bestehende Embraer E195-E2-Order um 20 Exemplare aufgestockt wird. Das Gesamtauftragsvolumen besteht nun auf 50 Exemplaren. Im Juli 2021 gab der Regio-Carrier bekannt, dass man 30 Embraer E195-E2 fix bestellt hat. Gleichzeitig sicherte man sich Optionen für bis zu 50 weitere Einheiten. Die Anzahl der Kaufrechte bleibt unverändert, da die zusätzlich georderten Maschinen nicht aus diesem Kontingent stammen. Derzeit geht man davon aus, dass der erste E2-Jet im Laufe des zweiten Halbjahres 2022 übernommen werden kann. Die Regionaljets sollen ab Ottawa, Montréal Trudeau, Halifax und Toronto Pearson zu Geschäfts- und Urlaubszielen in ganz Kanada, den Vereinigten Staaten, Mexiko und der Karibik eingesetzt werden. Derzeit betreibt Porter Airlines 29 Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400. Das wichtigste Drehkreuz unterhält man am innerstädtischen Billy Bishop Toronto City Airport. Dieser darf aufgrund der Lärmbestimmungen nicht von Jets angeflogen werden.

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Luton: Asphalt-Runway und -Vorfeld kapitulierte gegen die Hitze

Asphalt und besonders hohe Temperaturen bzw. intensives Sonnenlicht sind keine guten Freunde. Das wissen Lastwagenfahrer schon lange, denn der Belag wird weich und bei Belastung können so genannte Spurrillen auf Autobahnen entstehen, deren Sanierung teuer ist. Im Vereinigten Königreich machen nun die ersten Runways schlapp. Am Flughafen London-Luton, an dem Wizz Air UK und Easyjet die Platzhirsche sind, kam es am Montagnachmittag aufgrund der Hitze zu Beschädigungen an der Oberfläche. Betroffen waren sowohl Runways als auch das Vorfeld selbst. Der Asphaltbelag hielt den hohen Temperaturen und starken Sonneneinstrahlungen nicht mehr stand und wurde weich. Zu weich, um sicher mit Verkehrsflugzeugen darauf rollen zu können. Aus Sicherheitsgründen mussten zahlreiche Flüge zu anderen Airports im Vereinigten Königreich umgeleitet werden. Auch sagten einige Carrier Verbindungen komplett ab. Inwiefern die Infrastruktur von Luton durch die hohen Temperaturen dauerhaften Schaden genommen hat, ist noch unklar. Dies muss noch von Sachverständigen ermittelt werden. Es ist in den nächsten Tagen aufgrund der Hitzewelle nicht mit Besserung zu rechnen. Die Zivilluftfahrtbehörde geht davon aus, dass auch weitere UK-Flughäfen, deren Vorfeld bzw. Runways über Asphaltbeläge verfügen, Probleme bekommen könnten. Jene, die Beton als Oberfläche haben, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit „safe“, da dieses Baumaterial weniger anfällig für Veränderungen bei hohen Temperaturen ist. Laut Sky News ist der Vorfall in London-Luton kein Einzelfall. Man berichtet, dass auch am militärisch genutzten Airport Brize Norton der Asphalt sprichwörtlich in die Knie gegangen ist. Die Oberfläche wäre regelrecht dahingeschmolzen, so dass aus Sicherheitsgründen der Flugbetrieb eingestellt werden musste. Auch hier: Zu weicher Asphalt hält

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Nordica sucht Piloten für Airbus-A320-Projekt

Bei der estnischen Fluggesellschaft Nordica gibt es deutliche Fortschritte in Sachen Einflottung des Maschinentyps Airbus A320. Der Carrier befindet sich auf der Suche nach Kapitänen und Ersten Offizieren. Der Betrieb der ersten Einheit soll noch im Sommer 2022 aufgenommen werden. Die Nordic Aviation Group verfügt über zwei operative Flugbetriebe: Xfly und Nordica. Das zuletzt genannte Unternehmen war zunächst als virtuelle Airline tätig, jedoch erlangte man vor einiger Zeit eigene Zertifikate. Derzeit ist vorgesehen, dass das Charter- und ACMI-Geschäft bei Xfly angesiedelt sein soll und die Linienflüge bei Nordica. Allerdings gibt es bereits jetzt ganz offensichtliche Überlappungen. Auf dem Nordica-AOC setzt man künftig auf die Maschinentypen Bombardier CRJ-900, ATR72-600, Embraer E-Jets sowie Airbus A320. Xfly soll ATR72-600, CRJ-900 und Embraer E-Jets betreiben. Die Maschinen des Typs A320 sollen primär für Charter- und ACMI-Dienstleistungen zur Verfügung stehen, weshalb die Trennung zwischen Linie und Charter nicht wirklich eindeutig ist. Jedenfalls will man die Mittelstreckenjets auf dem Nordica-AOC registrieren. Ursprünglich war angekündigt, dass die erste Einheit ab dem 1. Juli 2022 kommerziell eingesetzt werden soll. Aus nicht näher genannten Gründen ist es zu einer Verzögerung gekommen, so dass man momentan davon ausgeht, dass es um den 1. August 2022 soweit sein wird. Insgesamt will Nordica über die nächsten Jahre zehn Airbus A320 einflotten. Man wird diese zunächst für Charter- und ACMI-Dienstleistungen verwenden, jedoch kann man sich vorstellen die eine oder andere Maschine auch auf eigene Rechnung auf die Linie zu schicken.

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Easyjet will stabil zwischen der Schweiz und Deutschland fliegen

Die Billigfluggesellschaft Easyjet will im Sommer 2022 keine weiteren Kürzungen im Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland vornehmen. Man wolle den bereits reduzierten Flugplan stabil durchführen, erklärte Deutschland-Chef Stephan Erler gegenüber dem „Tagesspiegel“. In mehreren Schritten hat Easyjet das Angebot für den Hochsommer 2022 ab Berlin-Brandenburg zurückgefahren. Zuvor ist es aufgrund von Personalmangel wiederholt zu kurzfristigen Streichungen und erheblichen Verspätungen gekommen. Auch gab es in einem zwischenzeitlich gelösten Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi einen Warnstreik der Flugbegleiter. Ab Genf und Basel will Easyjet im Winterflugplan 2022/23 neue Strecken auflegen. Ab der zuerst genannten Stadt fliegt man zweimal wöchentlich nach Marseille. Die Route soll ab 31. Oktober 2022 bis vorerst 24. März 2023 an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedient werden. Ab Genf nimmt Easyjet die Destination Venedig auf. Der Erstflug soll am 30. Oktober 2022 durchgeführt werden. Derzeit ist geplant, dass bis 22. März 2023 jeweils an den Verkehrstagen Mittwoch und Sonntag geflogen werden soll.

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SkyUp gründet Tochter-Airline auf Malta und will mit 19 Maschinen den EU-Markt aufmischen

Die ukrainische Billigfluggesellschaft SkyUp Airlines will sich dauerhaft im ACMI- und Chartergeschäft in der Europäischen Union etablieren. Dazu gründet man eine neue Tochtergesellschaft, die ein EU-AOC erhalten soll. Diese soll auch ab März 2023 ins Liniengeschäft einsteigen. Großaktionär Alexander Alba kündigte an, dass man zunächst ab der Slowakei, Tschechien, Rumänien, Polen, Moldawien und den baltischen Staaten aus Charterflüge für Reiseveranstalter durchführen wird. Gleichzeitig wurde auch betont, dass die bestehenden ACMI-Kooperationen auf das neue AOC übertragen werden. Beispielsweise Smartwings hat derzeit eine Boeing 737-800 von SkyUp im Wetlease. Damit dürfte auch klar sein warum man beispielsweise die Slowakei und Tschechien explizit genannt hat. Linienflüge ab Österreich und Deutschland „wahrscheinlich“ Der SkyUp-Teilhaber sagte auch, dass die Neugründung auch ab Österreich und Deutschland aktiv werden könnte. Damit sind nicht bestehende ACMI-Aufträge, beispielsweise für Corendon, sondern Charterflüge sowie Linienstrecken. Nähere Einzelheiten wurden noch nicht genannt. Zunächst will man mit dem ACMI- und Chartergeschäft starten. In diesem ist die ukrainische SkyUp bereits tätig. Die künftige Konzernschwester SkyUp Europe soll die bestehenden Kunden in der EU „übernehmen“ und für diese weiterhin im ACMI bzw. Charter fliegen. Zusätzlich will man eigene Linienflüge ab den im zweiten Absatz genannten Staaten aufnehmen. Linienaktivitäten ab Österreich und Deutschland hält man für wahrscheinlich, befinden sich jedoch derzeit noch in Prüfung. Bedienen will man klassische Urlaubsländer, darunter die Türkei, Ägypten und auch Tansania. Konzernschwester Join Up soll für Grundauslastung sorgen Mit der Join-Up-Group, die Niederlassungen in den baltischen Staaten, Rumänien und Polen hat, hat man laut SkyUp-Commercial-Director Liudmyla Slobodyaniuk bereits den ersten

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Jet2 stockt Airbus-A321neo-Großbestellung weiter auf

Die britische Fluggesellschaft Jet2 hat eine bestehende Airbus A321neo-Order erneut aufgestockt. Der Carrier hat weitere Optionen, die im Zuge der ursprünglichen Großbestellung vereinbart wurden, gezogen. Es handelt sich um die dritte Erweiterung der Order, denn bereits kurz darauf stockte man um 15 Exemplare auf und im April dieses Jahres kommunizierte das Luftfahrtunternehmen, dass man die Bestellung um sechs Einheiten auf 57 Airbus A321neo aufgestockt hat. Nun zieht Jet2 drei weitere Kaufrechte, so dass die Bestellung auf insgesamt 60 Exemplare angewachsen ist. Weiterhin hält Jet2 Optionen für 15 weitere Exemplare dieses Typs. Die britische Fluggesellschaft setzt große Hoffnungen in diesen Maschinentyp. Die Großbestellung gilt als großer Schachzug von Airbus im Konkurrenzkampf mit dem U.S.-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing.

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Verschleppte Erstattungen: Blue Air kassiert zwei Millionen Euro Bußgeld

Die Billigfluggesellschaft Blue Air hat in Rumänien eine saftige Geldstrafe kassiert. Die Verbraucherschutzbehörde ANPC legte dem Carrier ein Bußgeld in der Höhe von umgerechnet zwei Millionen Euro auf, weil man sich rund ein Jahr lang nicht an die gesetzlichen Erstattungspflichten bei gestrichenen Flügen gehalten hat. Es ist die höchste Strafe, die in Rumänien jemals in Konsumentenschutzangelegenheiten verhängt wurde. Die Behörde wirft Blue Air vor, dass das Unternehmen im Zeitraum von 30. April 2021 bis 30. April 2022 in tausenden Fällen bei gestrichenen Flügen das Geld nicht innerhalb von 10 Tagen zurückbezahlt hat. Gesetzlich ist dies innerhalb von sieben Tagen vorgeschrieben, wobei das Amt bereits eine „Kulanzfrist“ von drei weiteren Tagen Bearbeitungszeit zugestanden hat. Zu den Ermittlungen geführt haben insgesamt 924 Beschwerden, die aus 20 EU-Staaten (inklusive Rumänien) gegen die Billigfluggesellschaft eingebracht wurden. Die Behörde erklärte, dass es sich um insgesamt 11.289 Flüge, die auf 178.405 Buchungen entfallen, handelt. Der Umsatzwert wurde mit 66,6 Millionen Rumänischen Lei geschätzt. Da sich Blue Air strikt geweigert haben soll die Einnahmen offenzulegen, wurden diese geschätzt und anschließend das Bußgeld in der Höhe von zwei Millionen Euro verhängt. Blue Air will dies nicht auf sich sitzen lassen und kontert, dass die von der Konsumentenschutzbehörde genannten Zahlen nicht stimmen würde. Es handle sich um Flüge, die aufgrund der Coronawellen 3, 4 und 5 ausgesetzt werden mussten. Auch hätten die meisten Betroffenen ihre Reisen umgebucht und mittlerweile angetreten. Gegen das Bußgeld steht Blue Air ein Rechtsmittel offen, das man auch ergreifen möchte. Sofern das Unternehmen dieses binnen

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Wegen Streichungen: Moldau entzieht FlyOne Verkehrsrechte auf 23 Strecken

Mangels Flugzeugen musste die FlyOne in den letzten Wochen zahlreiche Flüge streichen. Nun kassierte man seitens der Zivilluftfahrtbehörde der Republik Moldau eine saftige Strafe: Die Verkehrsrechte auf 23 von 38 Strecken wurden entzogen. „Zum Zeitpunkt der Erteilung hat AAC die verfügbare Kapazität des Unternehmens und die Tatsache berücksichtigt, dass es zwei A321-200 einführen wollte, die vom Lieferanten nicht geliefert wurden. Als Ergebnis der Analyse und der Gespräche mit der Fluggesellschaft wurden zur Verringerung des Risikos von Flugausfällen und Verspätungen eine Reihe von Änderungen an den zuvor von der AAC erteilten Fluggenehmigungen vorgenommen“, teilte die Behörde mit. FlyOne unterhält auch eine Tochtergesellschaft in Armenien. Die derzeit aus fünf Flugzeugen bestehende Flotte ist laut CH-Aviation.com aber vollständig in der Republik Moldau registriert. Zu der behördlichen Maßnahme wollte sich die Firmengruppe auf Anfrage zunächst nicht äußern.

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