Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Fraports Krux am Flughafen St. Petersburg-Pulkovo

Eigentlich will sich der börsennotierte Flughafenbetreiber Fraport aus Russland zurückziehen. Derzeit hält man rund 25 Prozent am Airport Sankt Petersburg-Pulkovo. Allerdings kann man die Beteiligung gar nicht so einfach verkaufen, denn ein vertragliches Verkaufsverbot bis 2025 ist in den Verträgen festgehalten. Die Fraport AG befindet sich damit in einer Art Zwickmühle, denn eigentlich will man aufgrund des Ukraine-Krieges nicht mehr in der Russischen Föderation aktiv sein und andererseits drohe der Einzug der wertvollen Beteiligung durch die russische Regierung. Konzernchef Stefan Schulte schätzt den Wert des 25-Prozent-Anteils auf einen „niedrigen dreistelligen Millionenbetrag“. Im Jahr 2009 ist die Fraport AG beim Flughafen Pulkovo im Rahmen eines Konsortiums eingestiegen. Dieses hält eine 30-jährige Betreiberkonzession. In den Verträgen ist festgehalten, dass ein Verkauf nicht vor dem Jahr 2025 erfolgen darf. Bei Missachtung läuft die Fraport AG akute Gefahr, dass die russische Regierung den Anteil ohne jegliche Entschädigung verstaatlichen könnte.

weiterlesen »

Twin City Liner legt vergünstigte Familien-Fahrscheine auf

Das Katamaran-Schiff Twin-City-Liner wird ab 8. April 2022 wieder auf der Stammstrecke zwischen Wien und Bratislava verkehren. Vorerst sind bis zu drei tägliche Umläufe geplant. Dazu kommen Ausflugsfahrten nach Budapest und Esztergom/Visegrád. Im Zeitraum von 8. bis 30. April 2022, 11. bis 17. Juli 2022 und 22. Oktober bis 1. November 2022 gibt es für Familien vergünstigte Fahrscheine. In Begleitung eines Erwachsenen können bis zu zwei Kinder bzw. Jugendliche bis zum 17. Lebensjahr kostenfrei mitfahren. Der günstigste Fahrschein kostet laut Twin City Liner 22 Euro. Dieses wird in Anlehnung an das einstige Produkt der Austrian Airlines als „Red Ticket“ bezeichnet. Der neue Twin City Liner der Central Danube bietet 250 Sitzplätze und pendelt von der Schiffstation City am Schwedenplatz auf seiner Stammstrecke zwischen Wien und Bratislava. An Bord des neuen Schnellkatamarans kann die Captain’s Lounge am Oberdeck, die über komfortable Bestuhlung und fix installierte Tische verfügt, bequem über eine innenliegende Verbindung erreicht werden. Das Hauptdeck überzeugt mit Premium-Sitzen. Auf beiden Decks gibt es moderne Aufladestationen für elektronische Geräte sowie WLAN.

weiterlesen »

Österreichische Hoteliervereinigung rechnet mit schwierigem Jahr 2022

Die Österreichische Hoteliervereinigung geht davon aus, dass der heimische Tourismus auch im Jahr 2022 von vielen Unsicherheiten geprägt sein wird. Dies hängt auch mit der momentanen Kostenexplosion zusammen, so die Standesvertretung. Man nimmt Bezug auf eine aktuelle Studie der Wifo, die dem österreichischen Tourismus erneut ein schwieriges Jahr prognostiziert. „Die Nachfrage springt gerade wieder an und die Betriebe blicken positiv in Richtung der nächsten Monate. Sommerurlaub in Österreich wird auch 2022 im Trend liegen. Es braucht aber Sicherheit und Stabilität, sonst ersticken wir die Entwicklung wieder im Keim“, so ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer. Die Branche befinde sich momentan in einer Erholungsphase nach zwei Jahren Dauerkrise. Allerdings gibt es einige Umstände, die zu Unsicherheit führen. Dazu zählt unter anderem, dass völlig unklar ist wie es im Herbst und Winter 2022/23 laufen wird. Auch die aufgrund des Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Kosten wirken sich nicht gerade euphorisch aus. Man sieht die Politik auf allen Ebenen gefordert. Die Kostenexplosion, getrieben durch die Energiepreise, wie auch Gästeausfälle aus den Fernmärkten aufgrund der Ukraine-Krise sind auf kurze Sicht die beiden höchsten Unsicherheitsfaktoren: „Wir brauchen Konzepte, um der aktuellen Preisentwicklung entgegenzuwirken. Österreichs Wirtschaft kann es sich nicht leisten auf die Konjunkturlokomotive Tourismus zu verzichten, speziell vor dem Hintergrund einer drohenden Rezession in anderen Branchen“, hebt Gratzer hervor. Es braucht zudem eine rasche Rückkehr zu Normalität: Vor allem die Betriebe in Wien leiden im Vergleich zu anderen europäischen Städten massiv an den Dauerbeschränkungen der letzten zwei Jahre. Hinsichtlich der kommenden Wintersaison gibt Gratzer zu bedenken, dass es wichtig ist,

weiterlesen »

Ostern: Weeze rechnet mit 70.000 Fluggästen

Der hauptsächlich von Ryanair genutzte Regionalflughafen Weeze rechnet während der Osterferien mit etwa 70.000 Passagieren. Das Angebot soll mit wöchentlich 90 Starts zu 32 Destinationen wieder auf dem Niveau des Jahres 2019 sein. Die Schulferien beginnen im Bundesland Nordrhein-Westfalen am 8. April 2022 und dauern etwa zwei Wochen. In diesem Zeitraum sind laut Flughafen Weeze rund 400 Starts und Landungen geplant. Das soll dem Niveau der Osterferien des Jahres 2019 entsprechen. Dazu Geschäftsführer Sebastian Papst: „Nach zwei Jahren Pandemie ist die Reiselust bei Familien und Einzelreisenden ungebrochen. Das hat sich bereits in den letzten Wochen gezeigt. Die Jets in die Urlaubsgebiete waren zunehmend gut ausgelastet. Wer in den Osterferien jetzt noch ab Weeze in den Süden fliegen will, sollte sich beeilen“. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Flughafen Niederrhein in seiner jüngsten Medienmitteilung den Ticketverkäufer Green Airlines in keinem Wort erwähnt. Auch die penetrante Pop-Up-Werbung für die Angebote der Karlsruher Briefkastenfirma wurde zwischenzeitlich von der Startseite des Weeze-Airports entfernt. Die Fluggesellschaft Corendon Airlines fliegt zwei Mal in der Woche Pauschalreisekunden der großen Reiseveranstalter in die Urlaubsregion Antalya. In den Osterferien steuert die Airline zudem Gran Canaria (Spanien) und Hurghada (Ägypten) an. Für den Löwenanteil der 32 Flugziele sorgt allerdings weiterhin die irische Fluggesellschaft Ryanair. Der Fokus liegt auf Sonnenziele rund ums Mittelmeer und in Nordafrika, darunter sind Cagliari (Italien), Zagreb (Kroatien), Malaga (Spanien) oder Thessaloniki (Griechenland). Nach Mallorca geht es täglich jeweils morgens und abends. „In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten haben Low-Cost-Airlines Hochkonjunktur. Mit einem breiten Flugangebot und günstigen Tickets sind wir

weiterlesen »

Kommentar: Neues vom Ticketverkäufer mit Hecke in Weeze

„Spielen wir Airline“, so oder so ähnlich könnte man den Ticketverkäufer Green Airlines beschreiben, denn von den angekündigten Flügen von Weeze nach Berlin und/oder München wurde bislang kein einziger durchgeführt. Slots hat man an den beiden Großflughäfen keine, aber diese könnte ohnehin nur ein AOC-Holder erhalten – und das ist Green „Airlines“ eben nicht. Mittlerweile scheint gar der Flughafen Weeze, der sich noch vor wenigen Wochen deutlich zum Ticketverkäufer, der an einer Briefkastenadresse in Karlsruhe residiert, bekannt hatte, auf Distanz zu gehen. Beispielsweise erwähnte man in der jüngsten Medienmitteilung bezüglich Ostern 2022 Green „Airlines“ in keinem Wort. Auch entfernte man zwischenzeitlich die aufdringliche Pop-Up-Werbung von der Homepage des Niederrhein-Airports. Zum Betrieb einer Fluggesellschaft gehört eben mehr als ein Verkaufssystem bei Worldticket zu mieten und Trolleys und T-Shirts zum Kauf anzubieten. Die wohl wichtigsten Punkte wären Sicherheit und Vertrauen. In Deutschland ist es die Aufgabe des Luftfahrtbundesamts genau dies sicherzustellen, denn Inhaber von AOC und Betriebsgenehmigung unterliegen strengen Auflagen und Kontrollen. Eine echte Fluggesellschaft muss über zahlreiche Personen, die eine fachliche Ausbildung und/oder entsprechende Erfahrung verfügen und vom LBA geprüft wurden, verfügen. Bei einem reinen Ticketverkäufer ist das aber nicht der Fall, denn dieser unterliegt nicht der Aufsicht durch das Luftfahrt-Bundesamt. Reisebüros und –veranstalter müssen Kundengeldabsicherung haben Für Laien dürfte es nur schwer verständlich sein, dass es möglich ist, dass man eine Briefkastenfirma aufzieht und mit dieser „Airline spielen“ kann – ganz ohne lästige Aufsicht durch das Luftfahrt-Bundesamt oder eine andere EU-Zivilluftfahrtbehörde. Konzessionierte Reisebüros und –veranstalter bieten durchaus Charterflüge auf eigene

weiterlesen »

Air Baltic darf nun 149 Passagiere im A220-300 befördern

Bislang waren an Bord des Maschinentyps Airbus A220-300 von Air Baltic einige Sitze dauerhaft gesperrt. Das ändert sich nun, denn der Carrier erhielt nun die Zertifizierung für die Beförderung von maximal 149 Passagieren. Jene Sitze, die bislang mit einem eingestickten Sperrhinweis versehen waren, dürfen nun für die Beförderung von Fluggästen genutzt werden. Dazu Firmenchef Martin Gauss: „Ende Februar haben wir unser erstes Airbus A220-300-Flugzeug erhalten, das für den Betrieb mit bis zu 149 Sitzplätzen zugelassen ist. Bis jetzt konnten wir 145 Sitze im Flugzeug nutzen, aber in Zukunft wird auch die bestehende Flotte angepasst, um die zusätzliche Kapazität zu nutzen, was die Effizienz unseres Betriebs weiter steigern wird.“ Im April 2022 hat das Unternehmen die Kabinenkonfiguration für die ersten fünf der 33 Airbus A220-300 geändert. Air Baltic plant, die zusätzlichen Sitzplätze in seiner gesamten Flotte bis Sommer 2023 freizugeben. Aufgrund unterschiedlicher Sitzkonfigurationen werden die ersten 20 Flugzeuge 148 Sitzplätze zur Verfügung haben, während die nächsten 12 Flugzeuge 149 Sitzplätze haben werden. Alle Flugzeuge, die zwischen 2022 und Anfang 2024 ausgeliefert werden, sollen über 148 Sitzplätze verfügen.

weiterlesen »

Land Kärnten entscheidet Ende April über Rückkauf des Klagenfurter Flughafens

Der Klagenfurter Flughafen ist seit vielen Jahren ein Objekt, über das die Lokalpolitik heftig streitet. Die mehrheitliche Privatisierung sollte einen Schlussstrich unter die politische Einmischung ziehen, jedoch ist das Gegenteil der Fall. Das Land Kärnten prüft nun den Rückkauf des Regionalflughafens. Klagenfurt ist derzeit der einzige Bundesländerflughafen, der einen privaten Mehrheitseigentümer hat. Die Lilihill Group konnte sich vor einigen Jahren im Zuge einer Verkaufsauschreibung durchsetzen und hält rund 75 Prozent. Im Herbst des Vorjahres wurde bekannt, dass der Investor den Airport vollständig übernehmen möchte, jedoch legten sich Land Kärnten und Stadt Klagenfurt quer. Nun hat die Landesregierung ein Gutachten erstellen lassen. Dieses sollte die Möglichkeiten des Rückkaufs durch die öffentliche Hand analysieren. In den Verträgen ist eine Klausel festgehalten, die unter anderem beinhaltet, dass Stadt Klagenfurt und Land Kärnten den Deal rückgängig machen können, wenn der Airport weniger als 100.000 Passagiere pro Jahr hat. Genau das war der Fall, jedoch war man sich seitens der öffentlichen Hand unsicher, ob die Klausel wegen des äußeren Umstands der Corona-Pandemie gezogen werden kann. Auslöser der jüngsten Streiterei zwischen der öffentlichen Hand, die Minderheitsgesellschafter ist, und der Lilihill Group: Die geplante Aviation City. Stadt Klagenfurt und Land Kärnten stemmen sich gegen den Plan, dass die Flughafengesellschaft die dafür benötigten Grundstücke an eine Lilihill-Konzernschwester verkaufen soll. Der private Mehrheitseigentümer hält das Projekt für die weitere Entwicklung des Airports für notwendig, die Minderheitsgesellschafter hingegen sind der Ansicht, dass die Grundstücke auch beim Airport verbleiben können. Somit ist momentan eine Patt-Situation, denn Lilihill kann den Flughafen Klagenfurt

weiterlesen »

ITA Airways least zwölf zusätzliche Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ITA Airways stockt ihre Flotte um weitere zehn Airbus A320neo und zwei A330-900 auf. Diese werden von Leasinggeber AerCap bezogen und kommen zusätzlich zu jenen Flugzeugen, die man direkt bei Hersteller Airbus bestellt hat. Die Leasingmaschinen sollen ab dem kommenden Jahr an ITA Airways übergeben werden. Derzeit ist vorgesehen, dass die Auslieferungen im Laufe des Jahres 2024 abgeschlossen sein werden. Alle 12 Flugzeuge stammen aus bestehenden Orders des Leasingebers AerCap. Direkt bei Airbus hat ITA Airways elf A320neo, zehn A330-900 und sieben A220-300 bestellt. Über Leasinggeber bezieht man zusätzlich sechs A350-900. Die erste Einheit wurde erst vor wenigen Tagen im französischen Toulouse in das Design des Alitalia-Nachfolgers lackiert.

weiterlesen »

Startup SupremeFly eröffnet Ticketbüro in Wien

Das österreichische Luftfahrt-Startup SupremeFly hat ein Ticketbüro in Wien eröffnet. In diesem können unter anderem Flugscheine für die Charterflüge, die im Sommer 2022 angeboten werden, gekauft werden. Auch kann man sich für das Abo-Modell vorregistrieren. Die Verkaufsstelle befindet sich im dritten Wiener Gemeindebezirk in der Rochusgasse 19/2. Geöffnet ist das Büro Montag bis Donnerstag von 9 Uhr 00 bis 17 Uhr 00 und an Freitagen von 8 Uhr 00 bis 12 Uhr 00 sowie von 15 Uhr 00 bis 18 Uhr 00. Im Gegensatz zum Vorjahr werden die Tunesien-Flüge heuer nicht ab Bratislava, sondern ab Wien-Schwechat angeboten. Durchgeführt werden die Charterflüge laut SupremeFly an folgenden Terminen: Sonntag 03.07 Freitag 15.07 Donnerstag 21.07 Samstag 06.08 Dienstag 16.08 Freitag 26.08 Samstag 03.09

weiterlesen »

März 2022: Ryanair mit deutlich mehr Passagieren

Aufgrund des Krieges in der Ukraine musste der Billigflieger Ryanair Group allein im März 2022 rund 2.000 Flüge streichen. Diese waren in den bzw. ab dem vom kriegerischen Überfall seitens der Russischen Föderation betroffenem Staat geplant. Streckennetzweit führte die Ryanair Group im März 2022 rund 67.800 Flüge durch. Die durchschnittliche Auslastung wird mit 87 Prozent kommuniziert. An Bord befanden sich 11,2 Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Monat Feber 2022, in dem man 8,7 Millionen Reisende hatte, konnte man deutlich zulegen. Bei Ryanair zeigt sich seit Jahresanfang ein Aufwärtstrend, denn man starte mit sieben Millionen Passagiere. Zuletzt lag man bei 11,2 Millionen Reisenden. Es ist aufgrund der Ostferien und des mit Beginn der Sommerflugplanperiode ausgeweiteten Angebots damit zu rechnen, dass im April 2022 die Anzahl der beförderten Fluggäste abermals stark steigen wird.

weiterlesen »