Jan Gruber

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Jan Gruber

Condor-Chef erhebt schwere Vorwürfe gegen Lufthansa

Condor-Chef Ralf Teckentrup vertritt die Ansicht, dass Lufthansa versuche die von ihm geleitete Fluggesellschaft vom Markt zu drängen. Dies geschehe in erster Linie über die Tochtergesellschaft Eurowings Discover, die viele Condor-Strecken „doppeln“ würde. Bislang war Teckentrup hinsichtlich seiner Wortwahl stets deutlich, jedoch griff er den Mitbewerber Lufthansa Group nur selten direkt an. Im Gespräch mit dem Branchenblatt FVW erhebt er durchaus schwere Vorwürfe gegen seinen Konkurrenten. So sagt er beispielsweise: „Wir haben in Deutschland einen Wettbewerber, der uns ausmerzen will. Die gucken sich an, was wir anbieten, und fliegen dann an den gleichen Tagen und mit ein oder zwei Flügen mehr pro Woche dorthin“. Weiters behauptet der Condor-Manager, dass Eurowings Discover den Reiseveranstaltern oftmals deutlich günstigere Tickets als im Einzelverkauf anbieten würde. Diese sollen auch erheblich unter dem Preisniveau von Condor liegen. Teckentrup vertritt die Ansicht, dass Lufthansa diese Praxis mit ihrer monopolartigen Stellung im innerdeutschen Verkehr gegenfinanzieren würde. Darunter würde auch Tuifly leiden und „vielleicht gibt es bald nur noch Lufthansa und Condor“. Das Luftfahrtunternehmen aus Hannover wäre auch nach dem radikalen Schrumpfkurs nicht profitabel, so der Condor-Manager gegenüber der FVW.

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Ab 1. Mai 2022: Neuseeland lässt Geimpfte mit drei Tests einreisen

Ab 1. Mai 2022 können Europäer wieder ohne Quarantäne nach Neuseeland, das sich lange Zeit wegen der Corona-Pandemie vom Rest der Welt abgeschottet hatte, einreisen. Allerding muss man dazu vollständig geimpft sein und mehrere Coronatests absolvieren. Laut Mitteilung des Fremdenverkehrsamts muss bereits vor dem Abflug in Richtung Neuseeland ein PCR-Test absolviert werden. Der negative Befund ist im Zuge der Einreise bzw. auch auf Verlangen der Fluggesellschaft vorzulegen. Am Tag der Ankunft muss in Neuseeland ein weiterer Coronatest vorgenommen werden. Der dritte Test kann wahlweise am fünften oder sechsten Tag absolviert werden. Eine Quarantäne ist bei Einhaltung der Testvorschriften nicht mehr notwendig. Ungeimpfte Personen können von den seitens der Regierung angekündigten Lockerungen bei der Einreise nicht profitieren.

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Nürnberg mit so vielen Balkan-Zielen wie noch nie

Der Flughafen Nürnberg hat eigenen Angaben nach so viele Balkan-Ziele wie noch nie im Programm. Mit Eurowings Europe und GP Aviation bieten zwei Carrier die Destination Pristina an, wobei die zuletzt genannte Fluggesellschaft am Samstag den Erstflug durchgeführt hat. Auch Wizz Air baut ihr Streckennetz weiter aus und nimmt die Verbindung Nürnberg-Tirana ab 5. Juli auf. Damit sind erstmals acht Ziele am Balkan nonstop erreichbar. Weitere Ziele sind Banja Luka und Tuzla in Bosnien und Herzegowina, Zadar in Kroatien, Belgrad in Serbien, Sofia in Bulgarien und Skopje in Nordmazedonien. Eurowings wird ab 10. April 2022 zwischen Nürnberg und Pristina fliegen. Derzeit ist vorgesehen, dass zwei Umläufe pro Woche durchgeführt werden sollen. Die Wizz-Air-Verbindung nach Tirana wird am 5. Juli 2022 aufgenommen. „Albanien entwickelt sich vom Geheimtipp zum Trendziel“, fasst Wizz Air-Pressesprecherin Zsuzsa Trubek die wachsende Bedeutung des einstmals verschlossenen Landes für westeuropäische Besucher zusammen. Die neue Strecke wird jeweils am Dienstag und am Samstag bedient.

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Wizz Air streicht Russland-Pläne für den gesamten Sommer 2022

Der Billigflieger Wizz Air rechnet nicht damit, dass in naher Zukunft der Flugverkehr nach Russland reaktiviert werden kann. Konzernchef Jozsef Varadi hat nun entschieden, dass das Flugangebot in die Russische Föderation zurückgestellt wird. Das beinhaltet die komplette Sommerflugplanperiode 2022. In Russland hatte der Lowcoster St. Petersburg, Moskau-Vnukovo, Krasnodar und Kasan im Programm. Allerdings waren die meisten Strecken bereits vor dem Ukraine-Krieg wegen der Corona-Pandemie eingestellt. Auch hatte man geplante Routen nach St. Petersburg, beispielsweise Salzburg, zurückgestellt. Aufgrund der gegenseitigen Luftraumsperren können Wizz Air Hungary und Wizz Air UK auf unabsehbare Zeit ohnehin nicht von/nach Russland fliegen. Die Konzernschwester Wizz Air Abu Dhabi könnte theoretisch Ziele in der Russischen Föderation ansteuern. Man hat zwar Krasnodar und Moskau-Vnokovo im Portfolio, jedoch wird man die beiden Destinationen bis mindestens Ende der Sommerflugplanperiode 2022 nicht ansteuern. Wizz Air teilte unter anderem mit: „Wizz Air überwacht ständig die aktuelle Situation, daher werden alle Flüge von/nach Russland für die gesamte Sommersaison bis zum 30. Oktober 2022 gestrichen. Die Flüge werden aus dem Buchungssystem entfernt. Alle weiteren Änderungen werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben“. Konzernchef Jozsef Varadi betonte im Rahmen einer im rumänischen Cluj abgehaltenen Luftfahrtkonferenz unter anderem, dass eine mögliche Wiederaufnahme der Russland-Flüge derzeit überhaupt nicht absehbar ist. Allenfalls wäre dies frühestens im Herbst 2022 möglich, hängt jedoch von Faktoren ab, die außerhalb von Wizz Air liegen. Gemeint sind damit unter anderem die Luftraumsperren. Wizz Air Abu Dhabi steuert die Russische Föderation auch aus einem ganz anderen Grund nicht an: Die meisten internationalen Flugzeugversicherer gewähren keinen

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Edelweiss verlangt keine Masken mehr

Auch die Ferienfluggesellschaft Edelweiss verlangt von ihren Passagieren mit sofortiger Wirkung das Tragen von Masken nicht mehr. Damit schließt man sich der Vorgehensweise, die Konzernschwester Swiss gewählt hat, an. “Maskenfrei” kann derzeit nur dann geflogen werden, wenn es seitens des Ziellandes keine behördliche Anordnung, die das Tragen von Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Masken vorschreibt, gibt. Beispielsweise Österreich und Deutschland verlangen dies explizit. Immer mehr Fluggesellschaften verzichten – wo immer möglich – ihre Passagiere zum Tragen von Masken zu zwingen. Zuletzt hoben unter anderem Swiss und Wizz Air diese Verpflichtung auf, jedoch nur dann, wenn es seitens der Behörden des Ziel- oder Herkunftslandes keine anderweitige Vorschrift gibt.

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Erholung der Luftfahrt: Wo geht die Reise hin?

Die Luftfahrt hat sich noch nicht von der Coronapandemie erholt und ist nun auch noch mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs konfrontiert. Noch ist nicht absehbar wie tiefgehend die internationalen Folgen der kriegerischen Handlung Russlands sein werden, aber schon jetzt ist die Situation – insbesondere – in Richtung Asien kompliziert. Die meisten Flughäfen und Airlines sind was Ostern und den Sommer 2022 anbelangt optimistisch, denn in Richtung Westen sind die Buchungszahlen vielversprechend. In Asien ist die Situation ein wenig anders, wie Luis Felipe de Oliveira, Director General des Airports Council International während einer Luftfahrtkonferenz im rumänischen Cluj ausführte. Beispielsweise liegt das Aufkommen in Singapur weiterhin bei etwa 15 Prozent des Vorkrisenniveaus. Ursache hierfür ist unter anderem, dass die Einreise- und Quarantänebestimmungen in vielen asiatischen Staaten restriktiv sind. Ein krasses Gegenbeispiel soll Mexiko sein: Dort konnte sich die Branche nicht nur erholen, sondern liegt gar um 40 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Jahres 2019. Generell zeigt sich laut de Oliveira, dass sich der Flugverkehr in großen Staaten mit einheitlicher Gesundheitsbehörde wesentlich schneller erholt als beispielsweise in Europa. Für das Jahr 2022 rechnet er bei internationalen Flügen mit 70 Prozent des Aufkommens von 2019 und bei Inlandsflügen mit 88 Prozent. Allerdings wird es starke regionale Unterschiede geben. Kanada streicht PCR-Vorlagepflicht Da Kanada per 1. April 2022 die Vorlagepflicht negativer PCR-Befunde aufhebt, ist mit einem starken Anstieg der Passagierzahlen zu rechnen. Luis Felipe de Oliveira, der selbst in diesem Land lebt, meinte unter anderem, dass die Kosten für PCR-Tests in vielen Ländern so hoch

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Ukraine-Krieg: Niemand weiß wie es mit der Luftfahrt weitergeht

Der Krieg in der Ukraine hat die dortige Luftfahrt so schwer getroffen, dass niemand weiß wie es weitergehen wird. Für die Branche besonders problematisch ist, dass die Russische Armee gezielt Zivilflughäfen beschädigt bzw. zerstört. Es ist unvorhersehbar wann die Ukraine wieder an den Flugverkehr angeschlossen werden kann. Piotr Ikanowicz, Finanzchef von Ukraine International Airlines, erklärte im Rahmen einer Rede während einer Luftfahrtkonferenz im rumänischen Cluj unter anderem, dass auch der Zustand jener Flottenmitglieder, die man nicht rechtzeitig außer Landes bringen konnte, völlig unklar ist. Man weiß schlichtweg nicht, ob die Flugzeuge noch heil sind oder ob sie das am Ende des Krieges noch sein werden. Noch schlimmer findet der Manager aber das Leid, das die Zivilbevölkerung erleiden muss. Tagtäglich ist diese Lebensgefahr ausgesetzt und es mangelt aufgrund des Krieges an den einfachsten alltäglichen Gütern. Daher ist die Bevölkerung für jede Unterstützung, die von Menschen aus anderen Staaten gestiftet wird, dankbar. Probleme haben mit Corona angefangen Für ukrainische Fluggesellschaften hätten die Probleme aber bereits lange vor dem kriegerischen Überfall seitens der Russischen Föderation begonnen. Die Corona-Pandemie habe den Carriern und Flughäfen finanziell stark zugesetzt und davon habe man sich selbstredend noch nicht erholen können. Kaum war ein bisschen Aufwind spürbar zogen Leasinggeber ihre Maschinen zunehmend ab, denn diese waren in Angst um ihr Eigentum. In diesem Zusammenhang kritisierte Piotr Ikanowicz das Verhalten Russlands scharf: Sowohl in der Ukraine als auch in Russland wäre der Großteil der Flugzeuge geleast. Die Russen würden die Lessoren regelrecht enteignen, denn die Leasing-Maschinen werden großteils einfach

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Wizz-Chef Varadi ist Wien zu teuer und ATC-Streiks sollten verboten werden

Eigentlich sollten Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi schon vor dem Markteinstieg in Wien-Schwechat die Preislisten des Airports und der Ground-Handling-Anbieter bekannt gewesen sein. Plötzlich ist ihm nämlich der österreichische Airport zu teuer, weshalb die Präsenz in Wien verkleinert wird. Priorität hat Österreich im Streckennetz des Billigfliegers keine mehr. Noch vor ein paar Monaten klang das noch ganz anders: Wizz-Air-President Robert Carey kündigte im Rahmen einer Pressekonferenz die weitere Expansion in Wien-Schwechat an. Zusätzliche Airbus A321neo sollten stationiert werden und perspektivisch wurde weiteres Wachstum für den Winterflugplan 2022/23 in Aussicht gestellt werden. Auch Salzburg sollte laut Carey in der Streckenplanung eine hohe Priorität spielen, aber Corona hat alles durcheinander gewirbelt. Das Comeback zum Sommerflugplan 2022 wäre aber fix. Daraus wurde bekanntermaßen nichts. Die Strategie von Wizz Air in Wien hat sich zwischenzeitlich geändert. Galt es einst um jeden Preis Marktanteile zu gewinnen und sich ganz offensichtlich mit Ryanair einen knallharten Wettbewerb zu liefern, ist nun die Priorität draußen. Man steckt nicht mehr so viel Energie in den Wiener Markt und dafür hat Varadi während einer Luftfahrtkonferenz im rumänischen Cluj zwei durchaus überraschende Begründungen geliefert: Einerseits ist ihm der Flughafen Wien-Schwechat zu teuer und andererseits stört ihn, dass Austrian Airlines von der Regierung mit Staatshilfe versorgt wurde sowie die Personalkosten künstlich mit Kurzarbeit in den Keller gedrückt hat. Letzteres “selbstverständlich auf Kosten der Steuerzahler”. Eine erhebliche Marktverzerrung habe stattgefunden und Wizz Air könne das Fluggerät ab “günstigeren Airports gewinnbringender einsetzen”. Flughafen Wien lockte Wizz Air mit Preisnachlass Eingeräumt hat Jozsef Varadi, der im Jahr

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Wizz Air schafft die Maskenpflicht ab

Ein April-Scherz ist es laut Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi nicht: Der Billigflieger schafft die aufgrund der Coronapandemie erlassene Maskenpflicht zum 1. April 2022 ab. Der Carrier wird das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen nur noch empfehlen, jedoch nicht mehr vorschreiben. Allerdings hat die Ankündigung des Lowcosters einen kleinen, aber feinen Haken. Varadi selbst räumte ein, dass die Maskenpflicht nicht auf allen Strecken entfällt. Beispielsweise haben Passagiere von/nach Deutschland oder Österreich davon vorerst rein gar nichts. Hintergrund ist, dass beide Staaten das Tragen von Masken, im Falle der Alpenrepublik explizit FFP2-Masken, behördlich vorschreiben und die Airlines entsprechend mittels Notam angewiesen haben. Vereinfacht gesagt bedeutet das für Passagiere: Wenn einer der beiden Staaten, zwischen denen man mit Wizzair fliegt, das Tragen von Masken vorschreibt, dann muss man an Bord eine aufhaben. Gibt es eine solche behördliche Anordnung nicht, dann ist es ab 1. April 2022 beim pinkfarbenen Lowcoster nicht mehr verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Varadi nannte hierfür als exemplarisches Beispiel Flüge zwischen dem Vereinigten Königreich und Rumänien. Beide Staaten haben die Maskenpflicht generell abgeschafft und schreiben das Tragen an Bord von Verkehrsflugzeugen nicht mehr vor. Während einer im rumänischen Cluj abgehaltenen Luftfahrtkonferenz sagte Varadi auch, dass er damit rechnet, dass sehr bald zahlreiche weitere Staaten nachziehen werden und die Maskenpflicht generell abschaffen werden. Ob sich Deutschland und/oder Österreich dazu durchringen werden, ist derzeit nicht absehbar. Im Gegensatz zur Schweiz hält beispielsweise die Bundesrepublik beharrlich an Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, zu denen auch Flugzeuge zählen, fest. Die aktuelle österreichische Verordnung läuft kurz nach Ostern ab

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Auch Swiss schafft die Masken ab

In der Schweiz werden mit Wirksamkeit zum 1. April 2022 sämtliche Coronamaßnahmen inklusive der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmittel aufgehoben. Swiss wird das Tragen von Mund-Nasen-Schutz dann nicht mehr vorschreiben. In der Praxis gibt es jedoch Einschränkungen, denn wenn das Zielland des Fluges weiterhin Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen anordnet, muss Swiss dafür sorgen, dass die Passagiere Masken tragen. Das bedeutet, dass dem aktuellen Stand nach beispielsweise von/nach Österreich und Deutschland keine Änderungen erfolgen. Die Alpenrepublik schreibt gar das Tragen von FFP2-Masken vor. Gibt es eine solche Anordnung nicht, dann müssen an Bord der Flotte von Swiss keine Masken mehr getragen werden. Dies gilt auch für die Besatzungsmitglieder. Der Carrier will die Passagiere vor dem Abflug darüber informieren, ob aufgrund einer behördlichen Vorschrift Mund-Nasen-Schutz, gar FFP2-Masken getragen werden müssen oder nicht. Immer mehr Staaten heben sämtliche Coronamaßnahmen auf und befreien die Bürger von den unliebsamen Masken. In Österreich und Deutschland gibt es derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln diese Vorschrift aufgehoben wird. In der Bundesrepublik hält man in Öffis, so auch in Flugzeugen, eisern an der Vorschrift fest. Die momentane österreichische Verordnung, die kurz nach Ostern auslaufen wird, sieht dies ebenfalls vor und es ist nicht absehbar wie sich die Regierung dann verhalten wird.

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