Jan Gruber

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Jan Gruber

Charleroi: Ryanair legt 20 weitere Strecken auf

Der Billigflieger Ryanair legt am Flughafen Charleroi 20 zusätzliche Strecken für den Sommerflugplan 2022. Unter Berücksichtigung des Angebots ab Brüssel kommt man nun auf 121 Strecken. Konzernchef Michael O’Leary hob in seiner Erklärung vor wie toll er denn den Charleroi-Airport findet. Gleichzeitig sparte der Manager nicht mit Kritik, denn Belgien wird voraussichtlich eine Umweltsteuer einführen. Dem aktuellen Informationsstand nach wird diese Ryanair-Passagiere mit rund zwei Euro treffen. Flüge unter 500 Kilometer Distanz sollen mit zehn Euro besteuert werden. Damit ist die Abgabe deutlich niedriger als beispielsweise in Österreich oder Deutschland. In den Kalendermonaten März und April 2022 will Ryanair zehn weitere Boeing 737 Max 200 übernehmen. Diese stammen aus der Großbestellung, die 210 Exemplare umfasst. Die Maschinen werden auf den AOCs von Ryanair DAC, Malta Air und Buzz registriert. Die genaue Verteilung benannte Michael O’Leary aber nicht. Ab Charleroi will Ryanair im Sommerflugplan 2022 neu die nachstehenden Ziele anfliegen: Billund, Brive, Lourdes, Catania, Genoa, Rome Fiumicino, Trapani, Trieste, Helsinki, Kaunas, Liverpool, Madeira, Menorca, Santiago de Compostella, Vitoria, Poznan, Sibiu, Suceava, Stockholm Arlanda und Tetuan. Vor Ort werden laut Michael O’Leary 14 bis 15 Flugzeuge stationiert sein.

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Trotz Luftraumsperre: Tschechien hat sich Nuklearmaterial aus Moskau einfliegen lassen

Am Donnerstagabend ist Volga-Dnepr Airlines erneut mit Ilyushin Il-76TD aus Moskau-Domodedowo kommend im tschechischen Brno gelandet. Der Zweck war ident wie am 1. März 2022 in Bratislava: Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke wurde eingeflogen. Die Slowakei sorgte am Dienstag für Aufsehen, denn obwohl man selbst als auch die Europäische Union russischen Fluggesellschaften die Nutzung des Luftraums untersagt haben, flog Volga-Dnepr Airlines mit einer Ilyushin Il-76TD von Moskau-Domodedowo nach Bratislava. Die slowakische Regierung hatte eine Sondergenehmigung erteilt und kam mit dieser regelrecht in Erklärungsnot. Unter anderem behauptete man, dass „dringend benötigter Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke“ ein triftiger Grund für eine Ausnahmegenehmigung sein soll. In der slowakischen und tschechischen Energiestrategie spielen Atomkraftwerke eine zentrale Rolle. Es handelt sich ausnahmslos zu Sowjetzeiten entwickelte WWER-Druckwasserreaktoren. Die Meiler in beiden Staaten sind gelinde gesagt nicht unumstritten, denn kein einziges AKW verfügt über ein Containment. Auch wurden diese teilweise mit westlicher Technologie, unter anderem von Westinghouse, umgerüstet. Dies betrifft jedoch nicht den Reaktor selbst, denn dieser ist unter anderem auf Brennstäbe aus Russland angewiesen. Der Rosatom-Konzern ist der weltweit einzige Lieferant von für die slowakischen und tschechischen Meiler kompatiblem nuklearem Brennstoff. Damit Bohunice, Mochovce, Dukovany und Temelin betrieben werden können ist man also von Lieferungen aus Moskau abhängig. Dafür erteilte nun auch Tschechien eine Ausnahmegenehmigung in Form eines „Emergency Cargo Charters“. Dieser wurde von Volga-Dnepr Airlines als VI5968 mit der RA-76952 durchgeführt. Dieses Flugzeug war auch am 1. März 2022 beim Nukleartransport nach Bratislava im Einsatz. Am 3. März 2022 landete diese Il-76TD gegen 19 Uhr 30 auf dem

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Edelweiss fährt Nordamerika-Programm wieder hoch

Der Ferienfluggesellschaft Edelweiss flog am Mittwoch nach fast zwei Jahren Pause wieder in die Vereinigten Staaten von Amerika. Der Comeback-Flug führte von Zürich nach Tampa Bay (Florida). Die Route soll jeweils mittwochs und freitags bedient werden. „Heute ist ein besonderer Tag für Edelweiss. Lange haben wir auf diesen Moment gewartet. Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Gästen ab sofort die Feriendestinationen in den USA und Kanada wieder anbieten können“, so Firmenchef Bernd Bauer. Am Montag, den 28. März 2022 nimmt Edelweiss die Nonstop-Flüge nach Las Vegas wieder in ihr Programm auf. Auch diese Destination wird zwei Mal wöchentlich, ab Juni sogar drei Mal wöchentlich angeflogen. Rechtzeitig auf die Ferienzeit in den USA eröffnet Edelweiss zudem ab dem 13. Juni die Strecke Zürich-Denver. Bis im September wird diese Destination jeweils montags und freitags angeflogen. Ab 15. Mai 2022 wird Edelweiss wieder nach Vancouver fliegen. Diese Strecke soll zunächst an den Verkehrstagen Dienstag und Sonntag bedient werden. Ab Juni 2022 wird man auch an Samstagen fliegen. Die Reaktivierung der Calgary-Strecke ist für den 5. Juni 2022 angekündigt. Bedient werden soll diese Destination jeweils Mittwochs und Sonntags. Mit den neuen Ferienzielen bietet Edelweiss diesen Sommer auf der Kurz- und Mittelstrecke 59 Destinationen in 19 Länder und auf der Langstrecke 19 Destinationen in 13 Länder an.

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Elbe Flugzeugwerke bauen 29 A330 in Frachter um

Die Elbe Flugzeugwerke konnten einen größeren Auftrag an Land ziehen: Das Unternehmen wurde mit der Umrüstung von 29 Airbus A330 in Frachtflugzeuge beauftragt. Die Air Transport Service Group will die derzeit aus 117 Flugzeugen bestehende Flotte weiter ausbauen. Die Arbeiten sollen an verschiedenen Standorten der Elbe Flugzeugwerke und bei ST Engineering vorgenommen werden. In letzter Zeit werden zunehmen Passagierflugzeuge in Frachter umgebaut, da nie weltweite Nachfrage weiterhin hoch ist. Besonders gefragt sind derzeit Konvertierungen des Airbus A321. Unter anderem liegt das auch daran, dass das Konkurrenzmodell Boeing 757F auf dem Gebrauchtmarkt aufgrund hoher Nachfrage recht teuer geworden ist.

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Märzferien: Hamburg rechnet mit 30.000 Passagieren pro Tag

Der Flughafen Hamburg rechnet in den bevorstehenden Märzferien mit rund 30.000 Passagieren pro Tag. Es handelt sich um die erste größere Reisewelle des laufenden Jahres. Derzeit geht man davon aus, dass das Aufkommen im Wochendurchschnitt bei rund 58 Prozent des Vorkrisenniveaus liegen wird. Zum Wochenende steigt die Anzahl der Flüge von rund 85 Starts und 85 Landungen auf fast 120 Starts und 120 Landungen pro Tag. Insgesamt steuern rund 40 Airlines zirka 90 Ziele direkt ab Hamburg Airport an. „Anhand der steigenden Nachfrage spüren wir deutlich: Die Norddeutschen möchten nach einem langen Winter wieder raus und in die Sonne verreisen. Dabei sind Strandziele wie die Kanarischen Inseln oder Mallorca besonders beliebt, aber auch Fernreisen über das Drehkreuz Dubai sind wieder gefragt. Hinzu kommen die klassischen Skiziele“, sagt Katja Bromm, Leiterin Kommunikation am Hamburg Airport. „Eine besonders hohe Auslastung erwarten wir zu den Wochenenden und jeweils in den frühen Morgenstunden. Wenn alle Urlaubsflieger gestartet sind, leeren sich die Terminals aber erstmal wieder. Diese ungleiche Auslastung in Kombination mit einem erhöhten Kontrollbedarf durch weiter geltende Corona-Auflagen erschwert die Planung für alle Flughafen-Dienstleister. Wir empfehlen daher allen Fluggästen, etwas mehr Zeit als üblich einzuplanen und sich mit unseren Tipps gut auf die Reise vorzubereiten.“

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Pobeda und das Dobrolet-Déjà-vu

Spätestens in diesen Tagen dürften bei der Aeroflot-Billigtochter Pobeda die Erinnerungen an den Vorgänger Dobrolet ins Bewusstsein kommen. Der kurzlebige Lowcoster verlor im Nachgang der russischen Annektierung der Krim die gesamte Flotte. Leasinggeber mussten die Flugzeuge aufgrund von Sanktionen einziehen. Eigentlich suggerierte die Aeroflot-Führung damals, dass mit dem Start von Pobeda alles anders geregelt sein wird und es ein solches Szenario nicht mehr geben wird. Der Kreml propagierte damals, dass man mit russischem Fluggerät fliegen wird, jedoch wurden es dann doch geleaste Boeing 737-800. Und genau das ist jetzt ein Problem für den Lowcoster. Der überwiegende Teil der Pobeda-Flotte wird von Leasinggebern aus dem Westen geleast. Diese müssen aufgrund der gegen Russland ausgesprochenen Sanktionen die Verträge bis Ende März 2022 abwickeln und das Fluggerät zurückfordern. Somit droht der Aeroflot-Tochter, aber auch anderen russischen Airlines, der Verlust hunderter Flugzeuge. Auch die Ersatzteilversorgung ist in akuter Gefahr, denn Boeing und Airbus wollen nicht mehr liefern. Pobeda-Chef Alexei Tankevich kündigte gegen der Agentur Tass zwar an, dass das von ihm geleitete Unternehmen Rechtsmittel gegen den Entzug der Maschinen ergreifen will, jedoch musste er einräumen, dass man bereits von zahlreichen Lessoren die Aufforderung zur Rückgabe der Flugzeuge erhalten habe. Laut CH-Aviation.com sind 25 Boeing 737-800 von russischen Lessoren geleast, jedoch der Rest von westlichen Anbietern, darunter Avolon. Unabhängig davon dürfte die schwierige Ersatzteilversorgung ein ernsthaftes Problem für Pobeda werden. Die Erinnerungen an den Vorgänger Dobrolet sind also Realität geworden.

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Feber 2022: Wizz Air mit deutlichem Fluggastrückgang

Der Billigflieger Wizz Air hatte im Feber 2022 insgesamt 1.921.153 Fluggäste an Bord. Damit beförderte man deutlich mehr Reisende als im Vorjahresmonat, denn damals hatte man lediglich 382.928 Reisende. Allerdings musste Wizz Air im direkten Vergleich mit Jänner 2022 deutlich Federn lassen. Im Startmonat des laufenden Jahres hatte man 2.396.684 Fluggäste. Der Carrier dünnte in mehreren Schritten das Angebot deutlich aus. Die Flüge in die Republik Moldau und in die Ukraine sind aufgrund von Luftraumsperren, die als Folge des kriegerischen Überfalls der Russischen Föderation gegen die Ukraine erlassen wurden, eingestellt. Wizz Air hat momentan drei Airbus A320 in Kiew-Schuljany und einen in Lwiw stehen. Derzeit ist unklar wann das Ausfliegen möglich sein wird. Teilweise machte sich das Personal zu Fuß auf die Flucht nach Polen. Die Auslastung lag im Feber 2022 bei 91 Prozent und damit deutlich besser als im Jänner 2022, denn für dieses Monat wurde der Ladefaktor mit 79,6 Prozent angegeben. Zum Vergleich: Im Feber 2020, der von der Corona-Pandemie noch weitgehend unbetroffen war, hatte Wizz Air 3.014.341 Passagiere bei einer Auslastung von 93,8 Prozent.

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Coronajahr II bescherte AUA rund 264 Millionen Euro Verlust

Austrian Airlines verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 einen Verlust in der Höhe von 264 Millionen Euro. Damit lag das Adjusted-Ebit zwar um 17 Prozent besser als im ersten Coronajahr, dennoch schloss man schlechter ab als in 2019. Damals hatte man ein Adjusted-Ebit von 19 Millionen Euro. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Blick auf die Passagierzahlen. Im Vorjahr hatte Austrian Airlines rund fünf Millionen Reisende an Bord. Gegenüber 2020 ein Plus von 61 Prozent, jedoch weiterhin nur ein Bruchteil des Rekordjahres 2019 (14,7 Millionen Passagiere). Im Gesamtjahr 2021 ist der Umsatz bei Austrian Airlines um 62 Prozent auf 743 Millionen Euro gestiegen (2020: 460 Mio. Euro, 2019: 2.108 Mio. Euro). Die Gesamterlöse sind um 15 Prozent auf 774 Millionen Euro angestiegen (2020: 672 Mio. Euro, darin enthalten sind u.a. 150 Mio. Euro Katastrophenbeihilfe, 2019: 2.181 Mio. Euro). Im selben Zeitraum stiegen die Gesamtaufwendungen um 5 Prozent auf 1.038 Millionen Euro (2020: 991 Mio. Euro, 2019: 2.164 Mio. Euro). Trotz geringerer Produktion bleibt die Liquidität der heimischen Airline weiterhin deutlich über Plan. Gegenüber 2020 hat sich das Adjusted EBIT, welches Bewertungsgewinne/-verluste aus Flugzeugverkäufen bzw. -bewertungen exkludiert, mit -264 Millionen Euro um 17 Prozent verbessert (2020: -319 Mio. Euro, darin enthalten sind u.a. 150 Mio. Euro Katastrophenbeihilfe, 2019: 19 Mio. Euro). Löwenanteil des Umsatzes im Sommer 2021 gemacht Der Umsatz von Austrian Airlines im zweiten Halbjahr machte 2021 rund Dreiviertel des Gesamtjahresumsatzes aus. So landete die heimische Airline im dritten Jahresquartal, geprägt von einem starken Sommerpeak, zum ersten Mal seit Krisenbeginn mit einem

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Alaska und American zeigen S7 Airlines die rote Karte

Russische Fluggesellschaften haben nicht nur Flugverbot im Luftraum der Vereinigten Staaten kassiert, sondern das Oneworld-Mitglied S7 Airlines bekam auch von den bisherigen Partnern Alaska Airlines und American Airlines die rote Karte gezeigt. Beide Carrier haben als Reaktion auf den kriegerischen Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine sämtliche Kooperationen mit S7 Airlines sowie weiteren russischen Partnern ausgesetzt. Punktuell hatte man auch mit Aeroflot Codeshare-Abkommen – auch diese sind nun suspendiert. In der Praxis wird dieser Schritt kaum Auswirkungen haben, da der Flugverkehr zwischen den Vereinigten Staaten und Russland aufgrund der gegenseitigen Luftraumsperren weitgehend zum Erliegen kommen wird. Allerdings ist es weder S7 Airlines noch anderen russischen Carriern möglich dies über Umsteigeflüge mit Hilfe der bisherigen Kooperationspartner zu umgehen.

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Hamburg gibt Pistensperren für 2022 bekannt

Der norddeutsche Flughafen Hamburg wird im Jahr 2022 Pistensperren vornehmen, um die Start- und Landebahnen warten zu können. Im Juni 2022 wird zeitweise nur eine Bahn zur Verfügung stellen. Weitere Sperren sind über das Jahr verteilt. Die Termine für die jährlich notwendigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Start- und Landebahnen am Hamburg Airport stehen fest: Im Juni werden beide Pisten jeweils eine Woche gesperrt. Zusätzlich sind über das Jahr verteilt weitere Sperrungen notwendig, um die gestiegenen Anforderungen an die Start- und Landebahnen zu erfüllen. Entsprechend dem Wunsch aus der Flughafen-Nachbarschaft bündelt Hamburg Airport diese Tage in fünf Sperrblöcken à fünf Tage. Diese werden über das gesamte Jahr verteilt, um die notwendige Regelmäßigkeit zu gewährleisten. Während eine Piste gesperrt ist, starten und landen alle Flüge über die jeweils andere Bahn. Bahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn): voraussichtlich Mittwoch, 8. Juni, bis Mittwoch, 15. Juni 2022 à Alle Flüge starten und landen über Norderstedt und Alsterdorf. Bahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf): voraussichtlich Donnerstag, 16. Juni, bis Donnerstag, 23. Juni 2022 à Alle Flüge starten und landen über Niendorf und Langenhorn. Die Sperrblöcke werden voraussichtlich wochentags an folgenden Terminen stattfinden: Montag, 21. März, bis Freitag, 25. März 2022 à voraussichtlich Bahn 05/23; alle Flüge starten und landen über Norderstedt und Alsterdorf Montag, 16. Mai, bis Freitag, 20. Mai 2022 à voraussichtlich Bahn 15/33; alle Flüge starten und landen über Niendorf und Langenhorn Montag, 22. August, bis Freitag, 26. August 2022 à voraussichtlich Bahn 05/23; alle Flüge starten und landen über Norderstedt und Alsterdorf Montag, 5. September, bis Freitag,

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