Jan Gruber

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Jan Gruber

Italien: Gericht kippt Sizilien-Subventionen

Ein italienisches Gericht erklärte die Vergabe der PSO-Subventionen ab dem Flughafen Trapani zu sechs inländischen Zielen für rechtswidrig. Der irische Billigflieger Ryanair hatte gegen den Zuschlag, der an Tayaran Jet und Albastar erteilt wurde, geklagt. Das für die Region Lazio zuständige Verwaltungsgericht stellte in erster Instanz fest, dass die Vergabe der PSO-Subventionen nicht mit der EU-Verordnung 1008/2008 in Einklang zu bringen ist. Das Verkehrsministerium gewährt seit dem Vorjahr den zuvor genannten Carriern Zuschüsse auf sechs Strecken ab Trapani. Das Gericht begründet die Entscheidung unter anderem damit, dass auf diesen sechs Routen der Grundsatz, dass man nur dann subventionieren darf, wenn die Strecken nicht wirtschaftlich zu betreiben sind, jedoch für die Bevölkerung von hoher Bedeutung sind, gebrochen wurde. Die Angelegenheit ist jedoch noch nicht abgeschlossen, denn das italienische Verkehrsministerium hat die Möglichkeit in Berufung zu gehen. Daher sind die Auswirkungen auf Tayaran Jet und Albastar derzeit noch unklar. Auch ist noch offen, ob bereits gezahlte Subventionen zurücküberwiesen werden müssen.

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Deutschland wirft wieder Virusvarianten-Keule um sich

Die deutsche Bundesregierung hat acht afrikanische Staaten zu so genannten Virusvariantengebieten erklärt. Das bedeutet, dass ein defacto-Beförderungsverbot, von dem nur deutsche Staatsbürger und Personen mit Aufenthaltstitel oder Wohnsitz in Deutschland ausgenommen sind. Für Südafrika wurde bereits Ende der vergangenen Woche diese Maßnahme ausgesprochen. Nun kommen Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho. Für manche genannte Staaten ist der Bann eher von symbolischer Bedeutung, weil es ohnehin keine Nonstop-Flugverbindungen gibt. Sehrwohl betroffen ist aber die kommerzielle Business Aviation. Umsteiger sind vom Bann nicht erfasst, da sich das defacto-Beförderungsverbot nur auf Nonstop-Flüge bezieht. Von den Airlines wird das aber äußerst unterschiedlich interpretiert, denn manche befördern Umsteiger anstandslos, andere nehmen auch diese nicht mit, sofern diese nicht deutsche Staatsbürger sind oder unter sonstige Ausnahmen fallen. Südafrika hat auf internationaler Ebene erhebliche Kritik an den erlassenen Maßnahmen ausgesprochen. Man fühle sich diskriminiert, weil man im Gegensatz zu anderen Staaten in hohem Umfang sequenziere und mit der Entdeckung der Mutation transparent umgegangen ist. Im Gegensatz zur Einigung, die auf dem G20-Gipfel erzielt wurde, werde man für die Meldung nun international bestraft, worunter die Wirtschaft Südafrikas besonders stark zu leiden habe.

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Tuifly stockt Kapverden-Flüge auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Tuifly fährt das Kapverden-Angebot weiter hoch. Der Carrier verzeichnet laut Tui-Deutschland-Chef Stefan Baumert eine stark steigende Nachfrage. Die Routen wurden erst ab September 2021 schrittweise reaktiviert. Flüge in die Inselrepublik werden ab Hannover, Stuttgart, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main angeboten. Mit Ausnahme von Frankfurt und Düsseldorf, wo zweimal pro Woche geflogen wird, gibt es je einen wöchentlichen Umlauf. Der überwiegende Anteil der Ticketbuchungen entfällt auf Pauschalreisen von Tui Deutschland. Kapverden hat sich aufgrund der Coronapandemie vergleichsweise lange abgeschottet. Die Touristik läuft nach und nach wieder an. Die Nachfrage ist derzeit hoch, jedoch bereitet Omikron auch der dortigen Regierung Sorgenfalten. Daher ist die weitere Entwicklung abzuwarten. Kapverden gilt als besonders stark auf die Einnahmen aus der Touristik angewiesen.

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Hongkong sperrt viele Europäer aus

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong untersagt ab 2. Dezember 2021 Personen, die sich in den letzten 21 Tagen in Deutschland, Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Israel oder Italien aufgehalten haben die Einreise. Lediglich vollständig geimpfte Einwohner dürfen weiterhin Hongkong betreten. Diese müssen sich aber sieben Tage in einer staatlichen Quarantäneeinrichtung absondern und sich anschließend auf eigene Kosten in eine zweiwöchige Hotelquarantäne begegeben. Die Kosten für regelmäßige PCR-Testungen sind ebenfalls selbst zu tragen. Ausländer, die sich in den oben genannten Staaten aufgehalten haben, dürfen grundsätzlich nicht einreisen, wobei es wenige Ausnahmen, für die vorab eine Sondergenehmigung einzuholen ist, gibt. Diese befreit jedoch nicht von der Quarantäne. Personen mit Wohnsitz oder letztem Aufenthaltsort in Angola, Äthiopien, Nigeria und Sambia ist die Einreise nach Hongkong nun generell untersagt. Die Regierung der Sonderverwaltungszone will dadurch die Einschleppung und Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus vermeiden.

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Zuschlag: FraSec übernimmt Siko in Hamburg

Auf dem Flughafen Hamburg kommt es per 1. Feber 2022 zu einem Wechsel des mit der Durchführung beauftragten Sicherheitsunternehmens. Die Fraport-Tochter FraSec wird dann die Passagier- und Gepäckkontrollen übernehmen. Auftraggeber ist – wie in Deutschland üblich – nicht der Flughafen, sondern die Bundespolizei, vertreten durch das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums. Im Rahmen einer Ausschreibung setzte sich FraSec durch und erhielt den Zuschlag erteilt. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung wird sich Fraport von der Mehrheit an dieser Tochtergesellschaft trennen. Hintergrund ist, dass man in Frankfurt am Main in Zukunft die Sicherheitskontrollen in Eigenregie durchführen wird. Behördliche Auflagen verbieten es jedoch den Auftrag an eine 100-prozentige Tochtergesellschaft zu vergeben. Daher holt man sich einen Partner dazu.

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Zambia Airways startet am Mittwoch

Am Mittwoch wird Zambia Airways offiziell den Flugbetrieb mit DHC Dash 8-400 aufnehmen. Das erste Flugzeug ist die ET-ANW, die am Montag in Lusaka eingetroffen ist. Die “neue” Zambia Airways ist ein Joint-Venture zwischen Ethiopian Airlines und der Industrial Development Corporation. Zambia Airways hat eine langjährige Geschichte, die im Jahr 1994 ihr Ende fand. Damals musste der Flugbetrieb eingestellt werden. Vor ein paar Jahren gründete die Regierung “Zambia Airways 2014” und interessierte sich auch für den Ankauf von Sukhoi Superjet SSJ-100. Es kam jedoch nie zu einer Auslieferung und die geänderte Strategie sieht den Einsatz der russischen Regionaljets nicht mehr vor. Ethiopian Airlines wurde als Partner gewonnen und will einen weiteren Regional-Hub aufbauen. Am 1. Dezember 2021 will Zambia Airways die ersten Flüge durchführen und zwar auf der Strecke von Lusaka nach Ndola. Diese soll sechsmal wöchentlich mit DHC Dash 8-400 bedient werden. Weitere Ziele, die in Kürze bedient werden sollen, sind Livingstone, Mfuwe und Solwezi. Internationale Destinationen wie Johannesburg und Harare sind für das erste Quartal 2022 angekündigt.

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Easyjet stockt in Malpensa, Neapel und Venedig die Flotte auf

Der Billigflieger Easyjet bekommt in Italien zunehmend Konkurrenz durch den ungarischen Mitbewerber Wizz Air. Auch Erzrivale Ryanair baut aus. Nun will man zurückschlagen und kündigt die Erhöhung der Anzahl der stationierten Flugzeuge an. In Mailand-Malpensa, der größten Easyjet-Europe-Basis in Italien, will man künftig mit 24 statt 21 Airbusjets fliegen. In erster Linie sollen die Frequenzen auf bestehenden Routen angehoben werden. In geringerem Umfang ist man auch ab dem innerstädtischen Airport Linate tätig. Das Unternehmen betont, dass man auch hier wachsen wird. In Neapel sollen in Zukunft sechs statt vier Easyjet-Flugzeuge stationiert sein. Auf drei Maschinen stockt man in Venedig auf. Auch hier will man in erster Linie bestehende Strecken stärken, jedoch auch expandieren. “Italien war und ist für uns seit jeher ein Schlüsselmarkt: In Mailand Malpensa haben wir unsere größte operative Basis in Kontinentaleuropa und das innovativste Ausbildungszentrum für Piloten und Flugbegleiter der Branche. Der rigorose Ansatz des Kostenmanagements, der während der Gesundheitskrise beibehalten wurde, ermöglicht es uns nun, wieder stark in den italienischen Markt zu investieren, auf den wir bald zurückkehren wollen, um jedes Jahr mehr als 20 Millionen Passagiere zu befördern”, so Easyjet-CEO Johan Lundgren. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie nutzte Easyjet das Terminal 2 des Flughafens Mailand-Malpensa nahezu exklusiv. Das will man auch so bald wie möglich wieder so haben, denn die kurzen Wege eignen sich besser für Billigflieger. Die meisten anderen Lowcoster flogen auch bereits vor der Krise ab Terminal 1.

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Lufthansa: A350-900 D-AAEU in München eingetroffen

Lufthansa hat den Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AAEU am Donnerstag von Luqa nach München überstellt. Das Langstreckenflugzeug ist noch nicht in der Livery des neuen Operators lackiert. Es handelt sich um einen gebrauchten A350-900, der vormals als RP-C3506 bei Philippine Airlines im Einsatz war. Am 6. September 2021 wurde der Jet von Manila nach Luqa überstellt. Auf dem maltesischen Airport wurden bei Lufthansa Technik umfangreiche Wartungsarbeiten vorgenommen. Eine Umlackierung in die Kranich-Livery wurde in Malta hingegen nicht durchgeführt. Derzeit befindet sich die nunmehrige D-AAEU auf dem deutschen Flughafen München. In den nächsten Wochen soll der erste kommerzielle Einsatz erfolgen. Bis dahin soll dieser Langstreckenjet noch einen Besuch im Paintshop absolvieren.

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Der Winter hat Wien erobert

Am Freitag wurde der Winterdienst des Flughafens Wien-Schwechat aus dem “Sommerschlaf” geweckt. Aufgrund des Schneefalls waren Räumfahrzeuge und Enteisung besonders stark nachgefragt. Dies führte auch zu Verzögerungen im Flugverkehr. Aus Sicherheitsgründen müssen Flugzeuge bei Schnee- und Eisbildung vor dem Abflug enteist werden. Unterlässt man dies, kann es unter bestimmten Umständen gefährlich werden. In der Vergangenheit gab es zumindest zwei fatale Abstürze, – einer in Kanada und einer in den USA – die maßgeblich auf unterlassene bzw. mangelhafte Enteisung zurückgeführt werden konnten. Bei Maschinen, die die Triebwerke am Heck montiert haben, ist eine gründliche Enteisung der Tragflächen im Winter besonders wichtig, denn es könnten Eisklumpen in die Strahltriebwerke geraten und diese beschädigen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass man Freitag besonders viele Flugkapitäne vor dem Start die Enteisung angefordert haben. Das führte dazu, dass Wartezeiten von einer Stunde und mehr keine Seltenheit, sondern eher der Regelfall waren. Die Gründe hierfür werden aber von Flugzeugführern und Airport unterschiedlich gesehen. Beispielsweise behauptete ein Kapitän, dass der Flughafen Wien viel zu wenig Personal für die Geräte im Einsatz habe. Ganz anders sieht man das seitens der Flughafen Wien AG: “Es waren am Freitag die gesamte Enteisungsmannschaft, alle Fahrzeuge und alle Enteisungspositionen im Einsatz. Aufgrund der Witterungsbedingungen hat es sich allerdings tatsächlich um eine Ausnahmesituation gehandelt – wir haben gestern mit 173 Flugzeugenteisungen mehr Enteisungen am Tag durchgeführt als in den vergangenen fünf Jahren. Grund war der aufgrund der verhältnismäßig milden Temperaturen schwere und nasse Schnee bei gleichzeitig ganztägig anhaltendem Schneefall, wodurch der einzelne Enteisungsvorgang

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Eigenbau-Impfstoff: Polizei löst Impfaktion am Flughafen Lübeck auf

Am Flughafen Lübeck wurde eine Impfaktion von Polizei und Hansestadt Lübeck aufgelöst. Diese soll laut Mitteilung großen Andrang gehabt haben, jedoch war der angebotene Impfstoff nicht zugelassen. Die Exekutive ermittelt nun wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz. Dass die Aktion im Terminal des Airports durchgeführt wurde ist kein Zufall. Das angebotene Vakzin wurde von Mediziner Winfried Stöcker selbst entwickelt. Im April 2020 bestätigte sein Büro, dass bereits Selbstversuche vorgenommen werden. Laut EMA liegt momentan kein Antrag auf Marktzulassung vor, so dass bislang auch keine erteilt wurde. Lokale Medien berichten, dass es für die am Samstag durchgeführte Impfaktion auch eine Terminvergabe gegeben haben soll. Die Exekutive nahm Proben des Vakzins und stellte Spritzen sowie Impflisten sicher. Nähere Angaben machte die Behörde noch nicht. Unklar ist wie viele Personen geimpft wurden. Offiziellen Mitteilungen nach sollen sich etwa 80 Personen vor dem Terminal und etwa 150 in der Abfertigungshalle befunden haben.

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