Die Europäische Union sowie einige Drittstaaten untersagen Fluggerät mit Russland-Bezug die Nutzung des Luftraums. Das Putin-Regime bannt im Gegenzug jedes einzelne Land, in dem man Flugverbot kassiert hat. Unter dem Strich steht: Für die Fluggesellschaften ist das durchaus problematisch. Finnair machte am Montag auf die komplizierte Situation aufmerksam, denn ein erheblicher Teil der Flüge in Richtung Asien und Vereinigte Staaten steht akut auf der Kippe. Die notwendigen Umwege machen die Durchführung wirtschaftlich kompliziert bis untragbar, Airline-Chef Topi Manner im Zuge der Präsentation der Geschäftszahlen. Doch Finnair ist keinesfalls der einzige EU-Carrier, der unter der Untersagung der Nutzung des russischen Luftraums leidet. Lediglich geht Manner offener mit der Situation um und sagt auch, dass man sich auf die nächste längerfristige Krise einstellen wird. Es ist davon auszugehen, dass das finnische Oneworld-Mitglied den Langstrecken-Flugplan stark umbauen muss. Russland verliert rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr Die Nutzung von Lufträumen ist keinesfalls kostenfrei. Es sind diverse Gebühren zu entrichten. Die EU-Kommission schätzt, dass die Russische Föderation durch den Bann zahlreicher Airlines rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr verliert. Allerdings verlieren die EU-Mitglieder und andere Staaten ebenfalls Gebühren, die bislang von russischen Anbietern entrichtet wurden. Wie es so ist, wenn man in der EU unerwünscht ist, zeigt das Beispiel Belavia deutlich. Fluggesellschaften aus Weißrussland sind seit einiger Zeit im EU-Luftraum gebannt. Das Unternehmen muss zum Teil absurde Umwege fliegen, um Ziele im Osten ansteuern zu können. Dadurch verlängert sich, beispielsweise zwischen Minsk und Istanbul, die Flugzeit auf rund sechs Stunden. Die Folgen