Jan Gruber

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Jan Gruber

AUA: Online-Dokumentencheck nicht mehr ganz freiwillig

Neuerdings ist die Nutzung der “digitalen Dokumentenkontrolle” von Austrian Airlines nicht mehr ganz so freiwillig. Unabhängig davon, ob es eine Anweisung der Behörde des Ziellands gibt, will die AUA nun die Unterlagen der Passagiere sehen. Wer die “Corona-Papiere” nicht digital einreichen will, bekommt während dem Web-Check-in keine Boardkarte mehr. Diese ist dann unter Vorlage der Unterlagen am jeweiligen Check-in-Schalter abzuholen. Erst nach dem Einreichen der Reisepapiere und Freigabe durch einen AUA-Mitarbeiter kann die Bordkarte über das Internet und die App bezogen werden. Für all jene, die das nicht möchten, bleibt nur der Gang zum Schalter. In der Tat gibt es viele Staaten, die den Fluggesellschaften auferlegen die Dokumente vor dem Boarding zu sichten und Personen, die diese nicht dabei haben, vom Flug auszuschließen. Beispielsweise Deutschland verlangt dies seit längerer Zeit, aber darum scherte man sich bei Austrian Airlines bislang wenig. Allein im Sommer 2021 wurden auf stolzen acht Österreich-Deutschland-Flügen, auf denen Mitarbeiter von Aviation Direct persönlich dabei waren, keinerlei Dokumente geprüft und das obwohl Deutschland dies explizit verlangt. In diesem Licht erscheint es dann verwunderlich, dass Austrian Airlines ausgerechnet in Richtung Österreich plötzlich “Dokumentenkontrollen” durchführt. Österreich ist einer von ganz wenigen Staaten, die den Fluggesellschaften eben keine Vorab-Prüfungen auferlegt haben. Lediglich auf die aktuellen Einreisebestimmungen müssen die Carrier hinweisen, jedoch ist die Überprüfung der Dokumente weiterhin Sache der Behörden. Das hindert die AUA aber nicht daran dennoch eine “Dokumentenprüfung” durchzuführen und wer nicht uploaden will, muss beim Schalter antanzen. Eine Rechtsgrundlage gibt es hierfür nicht. Bedenkt man, dass Austrian Airlines

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Wien: Zoll erwischt 60-Jährigen am Gate mit 46.000 Euro Bargeld

Für einen 60-jährigen österreichischen Staatsbürger ist der versuchte Export von 46.000 Euro in bar nach Ägypten alles andere als plangemäß verlaufen. Der Zoll bat den Mann kurz vor dem Abflug am Gate zu einer Kontrolle und wurde fündig. Die Gesetzeslage sieht vor, dass Bargeld über 10.000 Euro bei der Ein- und Ausreise aus der Europäischen Union angemeldet werden muss. Es handelt sich um einen simplen Prozess, der am Airport bei den Zollbeamten vorgenommen werden kann. Bei der Kontrolle am Gate antwortete der Reisende zunächst, dass er kein Bargeld dabei habe. Laut Medienmitteilung des Finanzministeriums wurden die Beamten allerdings aufgrund auffälliger Formen, die aus seinen Kleidungsstücken sichtbar waren, misstrauisch. Dann war dem Passagier wohl klar, dass es nun kein Entkommen mehr gibt. Er kam der Aufforderung freiwillig alle Verstecke offenzulegen nach und händigte den Zöllnern fünf Umschläge mit insgesamt 46.000 Euro in bar aus. Im Zuge der Befragung gab der Reisende an, dass 44.000 Euro davon, also der größte Teil des Geldes, seiner Schwägerin gehören würden. Für sie hätte er damit eine Wohnung in Kairo erstehen wollen. Gegen den Mann wurde ein Finanzstrafverfahren eingeleitet. Reisende, die in die Europäische Union einreisen oder aus ihr ausreisen und Geldmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden. „Im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus ist die Bekämpfung illegaler Geldbewegungen wesentlich“, erläutert Finanzminister Gernot Blümel den Hintergrund der Zollkontrollen im Bargeldbereich.

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Wien: Lauda Europe kündigt Ultra-Kurzstreckenziel Kosice an

Auf der Strecke Wien-Kosice bekommt Austrian Airlines ab November 2021 Konkurrenz, denn Ryanair wird diese Route zweimal wöchentlich anbieten. Als Fluggerät sollen Airbus A320 von Lauda Europe zum Einsatz kommen. Die Entfernung zwischen den beiden Städten beträgt rund 365 Kilometer Luftlinie oder etwa 500 Kilometer auf der Straße. Künftig werden sich zwei Carrier matchen, wobei der Umstand, dass Lauda Europe an den Verkehrstagen Freitag und Montag fliegen will, auf die Zielgruppe Wochenpendler hindeutet. Möglicherweise will man in Österreich arbeitende Ostslowaken von der Straße in die Luft bringen. Tickets sind derzeit ab rund 17 Euro oneway im Verkauf. Der Mitbewerber Austrian Airlines verlangt deutlich höhere Einstiegspreise, wobei Catering und Gepäck ebenfalls extra zu bezahlen sind. Amman soll reaktiviert werden Als Laudamotion hatte der Ryanair-Konzern ab Wien die Destination Amman kurzzeitig im Programm. Diese wurde nach nur einer Wintersaison nicht fortgeführt. Nun will man unter dem Brand der Mainline einen neuen Anlauf versuchen. Ab 2. November 2021 sollen Airbus A320 von Lauda Europe an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag zwischen den beiden Hauptstädten pendeln. Der Einstiegspreis der Tickets beträgt derzeit rund 30 Euro oneway. Zahlreiche Fluggesellschaften haben bereits durchaus umfangreiche Winterangebote vorgestellt, jedoch bleibt es – auch im Hinblick auf die Ereignisse im Winterflugplan 2020/21 – abzuwarten wie sich die Politik bezüglich Einreise- und Quarantänebestimmungen verhalten wird. Sollten wie im Vorjahr drastische Verschärfungen kommen, ist damit zu rechnen, dass viele angekündigte Routen mangels Nachfrage nicht aufgenommen werden bzw. auf Bestandsstrecken Kürzungen oder gar temporäre Einstellungen kommen könnten. Noch sind die weitere Entwicklung

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Gerd Stöwer heuert langfristig in Erfurt-Weimar an

Der Flughafen Erfurt-Weimar wird bis zumindest Ende 2023 weiterhin von Gerd Stöwer geleitet. Der Manager erhielt nach einer Empfehlung des Aufsichtsrat durch die Gesellschafterversammlung eine Vertragsverlängerung. Für den Zeitraum danach wurden bereits Optionen vereinbart. Stöwer kam im Oktober des Vorjahres als Interimsgeschäftsführer zum Flughafen Erfurt-Weimar. Eigentlich war vorgesehen, dass er die Zeit bis zur Findung und Bestellung eines neuen Firmenchefs überbrücken sollte, doch man einigte sich nun, dass der Manager den Job selbst übernehmen wird. „Prof. Stöwer hat gemeinsam mit der Belegschaft und in enger Abstimmung mit den Eigentümern den Flughafen durch die Krise geführt und jetzt wieder erfolgreich am Markt positioniert. Ich freue mich daher, dass wir ihn mit seiner umfangreichen Branchenerfahrung für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit gewinnen konnten”, so Benjamin-Immanuel Hoff, Verkehrsminister von Thüringen. Der gebürtige Berliner und Diplom-Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik hat seine Luftfahrtkarriere nach dem Studium in verschiedenen Führungsfunktionen bei der Deutschen Lufthansa in Hamburg und Frankfurt begonnen. Nach der Wiedervereinigung baute Stöwer als Geschäftsführer die Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle auf, bevor er dann für viele Jahre die Funktion des Geschäftsführers am Flughafen Münster/Osnabrück übernahm. Er hat einen Lehrauftrag für Luftverkehrsrecht und Luftverkehrspolitik an der TU Dresden, wo er bereits vor vielen Jahren zum Professor bestellt wurde. 2016 machte sich Stöwer als Unternehmensberater selbstständig, beriet Flughäfen und Airlines, bevor er im Herbst 2020 nach Erfurt geholt wurde. „Es war mir eine große Ehre, dass ich dem Freistaat Thüringen und hier speziell dem Landesflughafen in einer schwierigen Phase helfen konnte. Nun freue ich mich, dass ich

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Paderborn: Lufthansa kündigt München-Comeback an

Per 13. September 2021 soll in Paderborn die Anbindung an den Lufthansa-Hub München reaktiviert werden. Die Durchführung der Flüge soll mit Bombardier CRJ-900 von Lufthansa Cityline erfolgen. Vorbehaltlich negativer Entwicklungen in der Corona-Pandemie soll zunächst an den Verkehrstagen Montag bis Freitag einmal täglich geflogen werden. An Samstagen und Sonntagen sind zwei Umläufe geplant. Mit 1. Oktober 2021 plant Lufthansa den Verkehr zwischen Paderborn und München aufzustocken. “Die Verbindung nach München ist nicht nur eine Point-to-Point-Destination, sondern vor allem zur Anbindung an das internationale Flugnetz sehr wichtig für unseren Flughafen und unsere Region”, erklärt Paderborn-Geschäftsführer Roland Hüser. Für den PAD-Airport dürfte die Reaktivierung der Anbindung an das Kranich-Drehkreuz München auch in anderer Hinsicht wichtig sein, denn das Ferienflugangebot eines Ticketverkäufers stellte sich regelrecht als Flop heraus und wurde nach nur einzelnen Umläufen abgesagt. Hinterblieben sind verärgerte und gestrandete Kunden, die sogar um ihre Entschädigungen nach EU-VO 261/2004 ringen müssen, da der betroffene Anbieter versucht mit juristischen Spitzfindigkeiten dieser Verpflichtung entgehen zu können.

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Frankfurt: 2,85 Millionen Passagiere im Juli 2021

Deutschlands größter Flughafen, Frankfurt am Main, zählte im Juli 2021 rund 2,85 Millionen Reisende. Damit erreichte man den höchsten Wert seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Im direkten Vergleich mit der Leistung, die man im Juli 2019 erreichen konnte, lag man zuletzt um 59 Prozent darunter. Im Frachtbereich konnte Frankfurt gegenüber Juli 2020 um 31 Prozent zulegen. Es wurden 192.200 Tonnen Cargo umgeschlagen. Die Fraport-Geschäftsleitung rechnet damit, dass man heuer zwischen 20 und 25 Millionen Passagiere haben wird. Allerdings will man sich auf keine genaue Zahl “festnageln” lassen, da die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie nicht vorhersehbar ist. Im Vorjahr hatte Frankfurt am Main rund 19 Millionen Fluggäste, wobei es in 2019 noch etwa 70 Millionen Passagiere waren. Mit diesem Niveau rechnet Konzernchef Stefan Schulte frühestens ab 2025 oder 2026.

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Spanien: Viele Hoteliers wollen ihre Häuser loswerden

Die Corona-Pandemie sorgte in Spanien für kräftigen Rückgang der Nächtigungszahlen. Wenig verwunderlich: Zahlreiche Hoteliers wollen das Handtuch werfen und suchen Käufer für ihre Häuser. Laut Idealista sind derzeit 639 Beherbergungsbetriebe erhältlich. Besonders stark werfen Hoteliers ihre Häuser in Küstenregionen auf den Markt, denn hier sind Anstiege von 44 Prozent zu verzeichnen. Das wirkt sich negativ auf die Preise aus, denn offensichtlich gibt es derzeit deutlich mehr Angebot als Nachfrage. Das lokale Portal Hosteltur schreibt, dass allein in Andaluisen 135 Hotels auf neue Besitzer warten. In Katalonien sollen es 113 Stück sein. Auf den balearischen Inseln warten immerhin 67 Beherbergungsbetriebe auf neue Eigentümer. Fast zwei Drittel der angebotenen Betriebe befinden sich in klassischen Urlaubsgebieten. City-Hotels sind eher weniger im Angebot.

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Österreich: Amira Air ist jetzt RP Aircraft Management

Gleich zweimal gründete Ronny Pecik Fluggesellschaften unter dem Namen Amira Air. Die erste verkaufte er an Niki Lauda, aus der dann die ehemalige Airline Lauda sowie Laudamotion Executive hervorgegangen sind. Nun bekam die “zweite Amira Air” einen neuen Firmennamen. Das Unternehmen ist nun unter dem Wortlaut RP Aircraft Management GmbH aktiv. Künftig wird man die Marke RP Air nutzen. Eine Homepage hat man allerdings noch nicht. Die Bedarfsfluggesellschaft ist im Besitz von AOC und Betriebsgenehmigung der österreichischen Behörden. Laudamotion Executive ist übrigens seit einiger Zeit als Sparfell unterwegs. Der Name, der an den vormaligen Eigentümer erinnert, wurde abgelegt. Die Billigfluggesellschaft Lauda, die vormals Amira Air hieß, gab Ende des Vorjahres die Zulassungen an die österreichischen Behörden zurück. Als Ersatz gründete Ryanair auf Malta die Lauda Europe Ltd.

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Eurowings ersetzt „Schalter-Zwang“ durch Upload-Funktion

Vergleichsweise spät führt Eurowings in ihrer App die Möglichkeit ein, dass Corona-Dokumente digital gespeichert werden können. Die Lösung nennt sich “MyHealth Docs” und wurde zuvor mit rund 1.500 Freiwilligen getestet. Zahlreiche Mitbewerber ermöglichen schon länger das Speichern in ihren mobilen Apps. Damit will man Reisenden ein zusätzliches Service anbieten, so dass bei Kontrollen die notwendigen Unterlagen wie Impf-, Genesungs-, oder Testnachweise sowie Einreiseformulare schneller vorgezeigt werden können. Der wahre Vorteil verbirgt sich jedoch zwischen den Zeilen der Pressemitteilung, denn nach dem Upload sollen die Reisenden ihre Bordkarte beziehen können. Das ist eine deutliche Verbesserung, denn auf fast allen Strecken außerhalb Deutschlands konnte der Web-Check-in zwar verwendet werden, jedoch die Ausgabe der Bordkarte erfolgte erst am Schalter. Mit Hilfe des digitalen Uploads soll sich das nun generell ändern.  Zuvor konnten Fluggäste über „myHealth Docs“ anhand eines detaillierten Fragebogens überprüfen, ob alle für die Einreise benötigten Dokumente vorlagen. Neu ist nun, dass Fluggäste nach Abschluss des Fragebogens die Möglichkeit erhalten, die entsprechenden Dokumente hochzuladen oder als Foto hinterlegen zu können. Anzumerken ist, dass es auf ausgewählten Strecken, beispielsweise zwischen Deutschland und Spanien, schon zuvor die Möglichkeit gab die Bordkarte auch über die App oder das Internet zu beziehen. Dazu musste ein Fragebogen ausgefüllt werden und je nach Antworten entschied das System dann, ob die Bordkarte heruntergeladen werden kann oder zum Gang zum Schalter aufgefordert wurde. Dies war aber nicht auf allen Strecken möglich.

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Juli 2021: Zürich knackte wieder die Millionen-Marke

Der Flughafen Zürich-Kloten zählte im Juli 2021 insgesamt 1.365.394 Passagiere. Gegenüber dem Vorjahresmonat konnte man um 98,3 Prozent zulegen, jedoch liegt man um 56,7 Prozent unter dem Wert, den man in 2019 erreichen konnte. Die Anzahl Lokalpassagiere lag im Juli 2021 bei 1.036.744. Der Anteil der Umsteigepassagiere betrug 23,6 Prozent was 320.926 Fluggästen entspricht. Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 54,7 Prozent auf 15.283 Starts oder Landungen. Verglichen mit Juli 2019 fanden 40,7 Prozent weniger Flugbewegungen statt. Im Schnitt befanden sich 116,6 Reisende an Bord. Gegenüber dem Vorjahreswert eine Steigerung um 11,3 Prozent. Die Auslastung verbesserte sich um 5,8 Prozentpunkte auf 68,1 Prozent. Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im Juli 31.701 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einer Zunahme von 47,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Verglichen mit dem Juli 2019 wurde 15,9 Prozent weniger Cargo abgewickelt.

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