Jan Gruber

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Jan Gruber

Miles and More verlängert den Status erneut

Teilnehmer des Vielfliegerprogramms der Lufthansa Group, Miles and More, bekommen heuer eine erneute Verlängerung ihres Status. Bereits im Vorjahr verzichtete man auf eventuelle Umstufungen. Möglicherweise betroffene Vielflieger wurden von Miles and More angeschrieben und darüber informiert, dass der Status erhalten bleibt, wenn man in den Jahren 2020 oder 2021 nicht ausreichend Segmente oder Meilen sammeln konnte. Ohne die Kulanzregelung würden womöglich viele Stammkunden abgestuft werden. Laut Miles and More müssen die Teilnehmer nichts extra unternehmen. Das Level bleibt bis Feber 2023 erhalten. Gleichzeitig führt das Kundenbindungsprogramm derzeit diverse Aktionen durch. Diese sollen das Sammeln von Statusmeilen für Hochstufungen erleichtern. Dennoch kann das momentan schwierig werden, denn viele Langstreckenziele sind aufgrund harter Einreise- und Quarantänebestimmungen nur schwer zugänglich.

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Deutschland: Einreisebestimmungen werden oft ignoriert

Die Corona-Einreiseregeln werden in Deutschland offenbar von vielen Menschen regelrecht ignoriert oder gar ad absurdum geführt. Seit Jänner 2021 konnte die Bundespolizei rund 150.000 Verstöße aufdecken, jedoch geht man davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich darüber liegt. Die Zahl nannte die Exekutivbehörde zunächst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Laut Bundespolizei gibt es zwischen dem Land- und Luftweg große Unterschiede. Offenbar fühlen sich Reisende – beispielsweise – im eigenen Auto besonders sicher, denn mit 132.000 Verstößen macht dieser Weg den Löwenanteil aus. Auf den Airports ist die Anzahl der Ordnungswidrigkeiten erheblich niedriger. Im Vorjahr reisten Mickey Mouse und Angela Merkel besonders auffällig nach Deutschland ein. Die damaligen „Aussteigekarten“ wurden oftmals gar nicht oder mit Fake-Daten befüllt. Abhilfe sollte die elektronische Einreiseanmeldung schaffen, aber auch diese wird scheinbar – besonders auf dem Landweg – oftmals mit falschen Daten versehen oder einfach gar nicht ausgefüllt. Ergänzend ist anzumerken, dass Deutschland auf den Flughäfen keine systematischen Kontrollen durchführt. Nur über kurze Zeiträume wurden primär die Reisepässe und Personalausweise von Schengen-Reisenden gesichtet. Derzeit nimmt die Bundespolizei nur stichprobenartige Überprüfungen der Corona-Dokumente vor, so dass es vielen Menschen möglich ist ganz ohne Kontrolle in die Bundesrepublik einzureisen. Vor dem 1. August 2021 bestand nur auf dem Luft- und Seeweg eine Verpflichtung einen negativen Testbefund dabei zu haben. Davon ausgenommen waren und sind vollständig Geimpfte und Genesene. Auf dem Landweg besteht diese Verpflichtung erst seit dem 1. August 2021 und laut Bundespolizei hat man bereits in der ersten Woche etwa 2.500 Verstöße aufgegriffen.

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ADAC: Erste H145 mit Fünfblatt-Rotor übernommen

Die ADAC Luftrettung hat übernahm die ersten beiden H145-Helikopter mit Fünfblattrotor übernommen. Diese werden nun auf die Bedürfnisse für Rettungseinsätze vorbereitet. Die bestehende Flotte soll ebenfalls auf fünfblättrige Rotoren umgerüstet werden. Der Umbau betrifft insgesamt 14 Hubschrauber. Diese sind derzeit noch mit vierblättrigen Rotoren ausgerüstet. Geschäftsführer Frédéric Bruder hebt hervor, dass man auf modernste Flugtechnik für Rettungseinsätze setzt. Laut Airbus Helicopters soll das neue Rotorsystem ruhigere Flugeigenschaften sowie eine Reduktion der Vibrationen mit sich bringen. Gleichzeitig erhöht sich das MTOW um 150 Kilogramm, was für die ADAC Flugrettung von besonderer Bedeutung ist. Man kann künftig mehr Personal oder zusätzliche Ausrüstung mitnehmen. Wenn beides nicht benötigt wird, kann zur Reichweitensteigerung mehr Treibstoff mitgeführt werden. Airbus Helicopters beziffert die Möglichkeit mit bis zu 140 Kilometern.

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Afghanistan-Krise: Lufthansa führt Sonderflüge für deutsche Regierung durch

Mit Airbus A340-300 führt Lufthansa im Auftrag der deutschen Bundesregierung Sonderflüge von Taschkent und Doha nach Deutschland durch. An Bord befinden sich Personen, die im Nachgang der Machtübernahme durch die Taliban von der Bundeswehr und den Luftstreitkräften anderer Staaten aus Afghanistan ausgeflogen wurden. In einer Medienmitteilung schreibt Lufthansa, dass man kurzfristig im Regierungsauftrag eine Luftbrücke aufbauen würde, um die Bundesregierung bei der Evakuierung zu unterstützen. Damit ermöglicht Lufthansa innerhalb nur weniger Stunden schnell und flexibel den ersten Sonderflug aus dem zentralasiatischen Land, das derzeit keine Airline der Lufthansa Group regulär anfliegt. Kurzfristig wurden Verkehrsrechte beantragt, die Creweinsatzplanung vorgenommen und das Flugzeug für den Einsatz freigestellt. Lufthansa wird im Rahmen der Luftbrücke und in Abstimmung mit der Bundesregierung in den nächsten Tagen weitere Flüge aus Taschkent, Doha oder anderen Anrainerstaaten durchzuführen.

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Air Baltic erhält weitere 90 Millionen Euro vom Staat

Die lettische Regierung beabsichtigt Air Baltic mit weiteren 90 Millionen Euro unter die Flügel zu greifen. Den entsprechenden Beschluss hat der Ministerrat am Dienstag gefasst. Die Zustimmung der EU-Kommission muss noch eingeholt werden. Der Carrier ist mehrheitlich in Staatsbesitz und soll nun Eigenkapital zugeführt bekommen. Dieses soll im Rahmen eines geplanten Börsengangs durch den Verkauf von Aktien wieder zurückgeführt werden. Bereits im Vorjahr erhielt Air Baltic aufgrund der Corona-Pandemie Staatshilfe, die von der EU-Kommission bewilligt wurde, überwiesen. „Die Unterstützung unseres Mehrheitsaktionärs bei der Bewältigung der Krise spiegelt die Anerkennung der positiven Auswirkungen von Air Baltic auf die Wirtschaft wider“, erklärt Firmenchef Martin Gauss.

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Pobeda: Max-200 oder A321neo statt B737-Max-8

Die russische Billigfluggesellschaft Pobeda hat die Boeing 737-Max-8-Bestellung endgültig storniert. Dabei musste man eigenen Angaben nach keine Vertragsstrafe an Boeing entrichten. Gleichzeitig verhandelt man mit den U.S.-Amerikanern über die Max 200. Firmenchef Andrei Kalmykov bestätigte, dass Pobeda aus dem Liefervertrag für die Boeing 737 Max 8 ohne Pönale aussteigen konnte. Gleichzeitig verhandelt man mit Boeing über das spezielle Billigfliegermodell Max 200. Dieses wurde bislang nur von der Ryanair Group und VietJetAir geordert. Weiters führt der Hersteller 40 Exemplare in den Büchern, jedoch wurde dazu noch kein Kunde veröffentlicht. Theoretisch könnte es sich um Pobeda handeln, aber dafür gibt es keine Erklärung oder gar Bestätigung. Für Boeing ist es keinesfalls in trockenen Tüchern, dass die Aeroflot-Tochter das Modell tatsächlich bestellen wird, denn Pobeda hat auch ein Auge auf den Airbus A321neo geworfen. Daraus macht man auch keinen Hehl und verhandelt mit dem europäischen Flugzeugbauer ebenfalls. Russische Muster wie die MS-21 hat man zwar im Auge, doch scheint der Lowcoster eher Boeing oder Airbus fliegen zu wollen.

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Green Airlines bietet nun Tickets mit fiktivem IATA-2L-Code an

Der deutsche Ticketverkäufer Green Airlines hat seine Homepage umfassend überarbeitet und bezeichnet sich nun nicht mehr als „Airline“ oder „Fluggesellschaft“. In der Eigenbeschreibung nennt man sich jetzt „virtuelle Fluggesellschaft“. Der Button „Airline“ wurde durch „virtuelle Airline“ ersetzt. Zuvor hatte man es auf der eigenen Internetseite sehr wichtig als Fluggesellschaft wahrgenommen zu werden, jedoch ist man keine, denn das Unternehmen hat weder AOC noch Betriebsgenehmigung. Darauf weist man neuerdings in der Eigenbeschreibung hin. „Als virtuelle Airline arbeiten wir mit Partnerairlines zwecks Flugdurchführung zusammen. Wir stellen dabei den Bereich des Ticketverkaufs bereit und kümmern uns um die technischen Hintergrundprozesse, sowie die Umsetzung unserer Konzepte. Die eigentliche Luftbeförderung der Passagiere wird dann durch Dritte per ACMI durchgeführt“, ist auf der Website von Green Airlines zu lesen. Allerdings ist das Wording doch etwas unglücklich, denn als reine Vertriebsgesellschaft kann man sich um keine technischen Angelegenheiten kümmern, da hierfür eine Part-145-Zulassung als Wartungsbetrieb notwendig wäre. Weiters ist eine reine Verkaufsfirma nicht in der Lage Flugzeuge im so genannten ACMI (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) einzusetzen, denn hierfür wären AOC und Betriebsgenehmigung erforderlich. Green Airlines chartert Flugzeuge, so dass die korrekte Bezeichnung „Charter“ bzw. „Charterflüge“ wäre. Auch ist „Linienflüge“ auf der Startseite irreführend, denn es handelt sich um Charterflüge. Fluggastrechte: In Fettschrift wird auf den Operating Carrier verwiesen Ein Blick in den Menüpunkt Passagierrechte zeigt, dass man sich offenbar auch über diese vor Kundenforderungen nach Ausgleichsleistungen nach EU-VO 261/2004 absichern will. Neuerdings ist in Fettschrift dieser Satz zu lesen: „Zuständig für die Gewährung Ihrer Rechte ist das

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Airlines fliegen großen Bogen um Afghanistan

Aufgrund der rasanten Entwicklungen in Afghanistan meiden die meisten Fluggesellschaften den Überflug über diesen Staat. Es bestehen bei vielen Carriern aufgrund der Machtübernahme durch die Taliban Sicherheitsbedenken. Die Folge daraus ist, dass Umwege geflogen werden müssen. Dadurch verlängern sich die Flugzeiten, was bis zur Anpassung der Pläne zu Verspätungen führt. Wie lange die Maßnahme andauern wird ist derzeit überhaupt nicht abschätzbar. Der zivile Flugverkehr am Flughafen Kabul ist aufgrund der Sicherheitslage eingestellt. Derzeit versuchen Staaten wie Deutschland und die USA mit militärischem Fluggerät ihr Personal und Staatsbürger auszufliegen. Auf dem Airport gab es dramatische Szenen, denn viele Afghanen versuchen das Land zu verlassen und hoffen darauf einen Platz in einer Maschine ergattern zu können. Dabei waren so viele Menschen auf dem Areal, dass zeitweise die Runway durch Menschenmassen blockiert war. Während die Vereinigten Staaten ihre Transportflugzeuge nach Möglichkeit bis zum absoluten Maximalgewicht, mit dem gestartet werden kann, mit Menschen „füllen“, hat ein Airbus A400 der deutschen Luftwaffe den Airport Kabul mit nur sieben Fluggästen an Bord verlassen. Wie lange der Flughafen Kabul überhaupt noch genutzt werden kann, ist völlig offen. Die Sicherheitslage wird im Minutentakt neu bewertet.

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Vida: Lauda-Europe-Piloten soll das Grundgehalt gestrichen werden

Die am Flughafen Wien tätige Lauda Europe soll laut Gewerkschaft Vida an der Lohnschraube der Piloten drehen. Künftig sollen diese einen Stundenlohn in der Höhe von 40 Euro (brutto) pro tatsächlich absolvierter Flugstunde bekommen. Das Grundgehalt soll demnach gestrichen werden. Die Arbeitnehmervertreter berufen sich auf Unterlagen, die ihnen von betroffenen Flugzeugführern vorgelegt wurden. Das so genannte Basiseinkommen errechnete sich aus zumindest 40 Flugstunden zu diesem Stundensatz. Dieses war vertraglich garantiert. Laut Vida sollen so mindestens 1.600 Euro brutto pro Monat fix gewesen sein. Das soll sich nun ändern, denn künftig will man nur noch die tatsächlich geleistete Flugzeit mit 40 Euro brutto pro Flugstunde entlohnen. Die Gewerkschaft Vida rechnet damit, dass so die Einkommen sinken werden und es angesichts der Corona-Situation auch dazu kommen könnte, dass überhaupt ein Gehalt verdient wird. Hierzu gilt es unter anderem den Winter 2020/21 sowie die temporäre Einstellung des Flugbetriebs von März bis Ende Juni 2021, damals noch als Laudamotion, in Erinnerung zu rufen. Viele wollen laut Vida „einfach nur weg“ Betroffenen berichten zudem von weiteren Schikanen seitens des Unternehmens: So soll auch während des Lockdowns in den Dienstplänen „Standby“ eingetragen worden sein, obwohl es an vielen Tagen ohnehin keine Flüge gegeben habe, berichten Piloten. Das habe nichts anderes bedeutet, als den ganzen Tag fern von den Familien in der Nähe des Flughafens absitzen zu müssen. Mit den neuen Verträgen verschärfe sich diese Situation abermals, da diese Dienste nun ohne jegliche Grundvergütung erfolgen würden. „Aufgrund dieser Schikanen sind zu Lockdown-Zeiten teilweise um die 80 Pilotinnen

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Motor Sich Airlines: Das fliegende Luftfahrtmuseum in der Ukraine

In Europa setzen die meisten Fluggesellschaften auf moderne Maschinen und manchmal rühmt man sich auch damit wie jung die Flotte ist. In der Ukraine gibt es einen Carrier, der Maschinen, die in den 1960er und 1970er Jahren gebaut wurden, auf der Linie einsetzt: Motor Sich Airlines. Gegründet wurde der Carrier noch zu Sowjetzeiten als Tochter des in Saporischschja ansässigen Motor Sich Konzerns. Dieser ist auch im Bereich der Produktion von Flugzeugantrieben tätig. Dieser Umstand spielt eine entscheidende Rolle, denn die meisten Triebwerke, die Motor Sich Airlines im Flugbetrieb benötigt, stellt die Muttergesellschaft selbst her. Als Auftragsproduzent von Antonov produziert man obendrein viele Ersatzteile selbst und das völlig legal, denn man ist der weltweit einzige autorisierte Produzent. Unter diesem Aspekt ist es nicht verwunderlich, dass der Carrier eine definitiv in die Jahre gekommene Flotte unterhält, jedoch aufgrund konzerninterner Synergien wohl beneidenswert niedrige Anschaffungskosten für Triebwerke und Ersatzteile hat. Derzeit besteht die Flotte aus zwei Yakovlev Yak-40, drei Antonov AN-24RV, einer Antonov AN-140-100, einer Antonov AN-74TK-200 (Convertible), einer Antonov AN-12 (Cargo), drei Mil Mi-8MSB (Cargo) und zwei Mil Mi-2. Jüngstes Flugzeug wurde im Jahr 2003 ausgeliefert Die An-140-100 ist das jüngste Mitglied, denn die UR-14005, die auch eine Sonderlackierung trägt, wurde im Jahr 2003 fabrikneu ausgeliefert. Zum Vergleich: Die ebenfalls im Linienverkehr eingesetzte An-24 mit der Registrierung UR-MSI wurde im Jahr 1962 gebaut. Die Verkehrsflugzeuge haben – abgesehen von der An-140 – zumindest ein Dreimann-Cockpit. In manchen Maschinen versehen aber auch zusätzlich ein Navigator und sogar ein Funker ihren Dienst. Die Corona-Pandemie

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