Jan Gruber

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Jan Gruber

Norse Atlantic prüft Basis in London-Gatwick

Das Langstrecken-Start-up Norse Atlantic Airways plant im Laufe des Jahres 2022 mit einer Basis in London-Gatwick an den Start zu gehen. Dabei hat man insbesondere die ehemaligen Norwegian-Strecken in die USA im Fokus. Zwischenzeitlich führte man mit der Gewerkschaft Unite erste Gespräche. Diese geht davon aus, dass Norse Atlantic Airways besonders ehemaliges Norwegian-Personal, das im Zuge der Aufgabe der Langstreckenflüge den Job verloren hat, im Fokus hat. Die Gewerkschaft erklärte, dass es ein erstes Gespräch gegeben hat und nun ein Zeitplan für weitere Verhandlungen abgesteckt wurde. Ziel ist, dass ein Kollektivvertrag für die künftigen UK-Beschäftigten von Norse Atlantic Airways abgeschlossen wird. Bedingt durch den Brexit ist auch klar, dass der norwegische Carrier im Vereinigten Königreich ein weiteres AOC erlangen muss. Die klare Aussage, dass eine Basis in Gatwick geplant ist, spricht deutlich gegen Fünfte-Freiheit-Flüge. Norse Atlantic Airways erklärte auf Anfrage dazu, dass man bislang keine öffentliche Ankündigung zu einer möglichen Basis in London-Gatwick gemacht habe. Man räumt aber ein, dass die UK-Hauptstadt ein interessanter Markt ist und man deshalb frühzeitig Gespräche mit den Gewerkschaften aufgenommen habe. Das erste Flugzeug, das die Livery von Norse Atlantic Airways trägt, ist die Boeing 787-9 mit der Registrierung LN-LNO. Diese wurde im irischen Shannon in das Design des Neulings umlackiert. Diese Maschine war vormals bei Norwegian im Einsatz.

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Ryanair klagt erneut gegen TAP-Staatshilfe

Der Billigflieger Ryanair hat eine erneute Klage gegen die Bewilligung der Staatshulfe für TAP Air Portugal eingebracht. Im ersten Anlauf war man erfolgreich, jedoch räumte das Gericht der Europäischen Union der EU-Kommission die Nachbesserung der Begründung ein. Dies ist zwischenzeitlich erfolgt und Ryanair klagt nun gegen die veränderte Genehmigung der Staatshilfe. Konkret geht es um 462 Millionen Euro, die TAP vom Staat Portugal zur Verfügung gestellt wurden. Diese sind Bestandteil eines 1,2 Milliarden Euro schweren Rettungspaket, das sich in Kredite und direkte Zuschüsse unterteilt. Nachdem die ursprüngliche Bewilligung der EU-Kommission gerichtlich gekippt wurde, haben die Wettbewerbshüter die Begründung verändert und neuerlich grünes Licht gegeben. Das ist Ryanair offensichtlich ein Dorn im Auge, weshalb man eine neue Klage vor dem Gericht der Europäischen Union eingebracht hat.

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Gegenmaßnahme: USA beschränken Kapazität chinesischer Carrier

Die chinesischen Behörden verhängen gegen Fluggesellschaften, die Corona-Fälle „importieren“ empfindliche Strafen, die bis zum Flugverbot gehen können. Seitens der Heimatsaaten diverser Carrier hegt sich immer mehr Widerstand gegen diese Praxis. Die USA beschränken nun die Kapazität. Es trifft zunächst vier Fluggesellschaften mit Sitz in China. Diese dürfen über einen Zeitraum von vier Wochen nur noch maximal 40 Prozent der Sitze mit Passagieren besetzen. Konkret betroffen sind laut einer Erklärung der U.S.-amerikanischen Regierung nachstehende Airlines: Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Xiamen Airlines. In den USA macht man auch keinen Hehl daraus, dass es eine Art „Racheaktion“ ist, denn in den vergangenen Monaten kassierten amerikanische Airlines wiederholt Flugverbote oder Kapazitätsbeschränkungen, da nach der Ankunft Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Auch andere Staaten wollen auf die Maßnahmen von China reagieren und ihrerseits entsprechend chinesische Anbieter „abstrafen“. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines kassierte schon einmal ein Flugverbot für China, denn dem Carrier war man vor, dass zu viele Fälle „importiert“ wurden. In diesem Zusammenhang gab die örtliche Zivilluftfahrtbehörde sogar eine eigene Pressemitteilung heraus.

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Sun Air setzt Linienflüge erneut aus

Der dänische British-Airways-Franchisenehmer Sun Air of Scandinavia setzt erneut alle Linienverbindungen aus. Als Grund gibt man in der entsprechenden Mitteilung die Corona-Pandemie an. Unter anderem schreibt die Regionalfluggesellschaft: „Wenn sich die europäischen Länder jedoch auf harmonischere Reisebeschränkungen einigen können und eine regelmäßigere Nachfrage im Markt entsteht, sind wir bereit eine oder mehrere Routen zu starten.“ Der Carrier erklärt weiters, dass man beabsichtigt die nachstehenden Strecken, die auf eigene Rechnung unter der Marke British Airways betrieben werden, zu reaktivieren. Konkrete Zeitpunkte nennt man jedoch nicht. Einige Routen auf der Liste ruhen bereits seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Billund – Brüssel Billund – Düsseldorf Billund – London City Billund – Manchester Billund – Oslo Friedrichshafen – Dusseldorf Für alle anderen Strecken, die „vor Corona“ im Programm waren, sieht es eher düster aus. Diese sollen dem aktuellen Informationsstand nach nicht mehr reaktiviert werden. Sun Air of Scandinavia betont ausdrücklich, dass die Flugstrecke Manchester-Cambridge-Göteborg weiterhin bedient wird. Es handelt sich um einen Vollcharter im Auftrag des Pharmakonzerns AstraZeneca. Die Flotte von Sun Air of Scandinavia besteht derzeit aus 15 Dornier 328-300-Jets. Die vormals eingesetzten BAe ATP, BAe Jetstream 31/32 und Dornier 328-100 (Turboprop) wurden in den letzten Jahren ausgeflottet.

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Einreise: Deutschland ändert das Infektionsschutz-Gesetz

Die deutsche Bundesregierung hat eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit stellt man den so genannten 3G-Nachweis, der bei der Einreise verlangt wird, auf eine andere Rechtsgrundlage. Bislang basierte dieser auf Verordnungen. Nun sind Bundestag und –rat gefragt, denn die Novelle muss noch den üblichen parlamentarischen Weg gehen. Deutschland verlangt damit weiterhin – unabhängig vom Verkehrsmittel und der Herkunft – die Vorlage eines negativen Testbefunds, einer Bestätigung über eine überstandene Corona-Erkrankung oder die vollständige Impfung gegen Covid-19. Die Änderung der gesetzlichen Grundlage hat keine Auswirkungen auf die Einreiseregeln, denn diese sollen – zumindest vorläufig – in der aktuellen Form weiter angewandt werden. Möglicherweise könnte es in der kalten Jahreszeit wieder zu Verschärfungen kommen, aber das ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht spruchreif.

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Österreich hat wieder mehr Camping-Urlauber

Im Vorjahr erlebte der Camping-Urlaub eine regelrechte Renaissance. Der Aufwärtstrend setzte sich auch heuer fort. Davon profitiert auch die österreichische Touristik. So wurden im heurigen Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat mit rund 216.000 knapp 20 Prozent mehr Ankünfte auf österreichischen Campingplätzen verzeichnet. Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von vier Tagen resultieren daraus etwa 857.000 Übernachtungen – was einem Plus von rund 27 Prozent entspricht. Gäste aus dem Ausland kamen heuer, im Vergleich zum noch stärker reisebeschränkten Juni 2020, deutlich häufiger – hier gab es etwa 48 Prozent mehr Ankünfte. Als beliebteste Bundesländer für Camper erwiesen sich Kärnten und Tirol (Quelle: Statistik Austria). „Die aktuelle Statistik zeigt, dass naturnaher Urlaub mit viel Aufenthalt im Freien heuer beliebt ist und immer mehr Reisende die Vorteile der Urlaubsform erkennen“, sagt Tomas Mehlmauer, Präsident des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC).

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Kreta dehnt Corona-Maßnahmen aus

Die griechische Regierung weitet die Corona-Maßnahmen auf der Insel Kreta weiter aus. Bislang galt in Heraklion und Chania eine nächtliche Ausgangssperre. Neu wurde auch die Stadt Rethymno einbezogen. Die bestehenden Maßnahmen werden um eine Woche verlängert. Dies beinhaltet auch, dass die Gastronomie keine Musik mehr abspielen darf. Die Ausgangssperre besteht in der Zeit von 1 Uhr 00 bis 6 Uhr 00. Vorläufig sind die Anordnungen bis zum 25. August 2021 befristet, jedoch werden mögliche Verlängerungen nicht ausgeschlossen. Die Regierung will insbesondere Partys unterbinden. Man geht davon aus, dass diese zum Anstieg der positiven Fälle geführt haben. Der Gastronomie ist es in den größten Ferienorten komplett untersagt Musik abzuspielen bzw. Live-Musik vorzuführen. Während der Ausgangssperre müssen die Lokale geschlossen bleiben.

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Ukraine lockert die Einreiseregeln

Die Ukraine lockert die Einreisebestimmungen für Nicht-Staatsbürger und akzeptiert künftig auch Genesungsnachweise. Weiters ist die vollständige Impfung nicht mehr erforderlich, sondern die Verabreichung der ersten Dosis ist ausreichend. Akzeptiert werden weiterhin alle von der WHO zugelassenen Impfstoffe. Das hat zur Folge, dass der russische Sputnik V nicht anerkannt wird. Der Impfnachweis hat in ukrainischer oder englischer Sprache vorgelegt so werden. Die EU-Impfzertifikate, die in der jeweiligen Landessprache und auf Englisch gehalten sind, werden seitens der Ukraine akzeptiert. Analog verhält es sich mit Genesungsnachweisen. Diese haben ebenfalls in ukrainischer oder englischer Sprache vorgelegt zu werden. Anerkannt werden auch die EU-Zertifikate. Bei Attesten hat eine Übersetzung in die ukrainische oder englische Sprache vorgelegt zu werden. Unverändert bleibt, dass die Einreise – mit Ausnahme von Hochrisikogebieten – auch unter Vorlage eines negativen Tests (Antigen oder PCR, maximal 72 Stunden alt) möglich bleibt. Auch die Versicherungspflicht bleibt unangetastet.

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Wizz Air kündigt Plowdiw ab Dortmund an

Der ungarische Billigflieger Wizz Air beabsichtigt ab Dortmund das Ziel Plowdiw anzubieten. Dieses soll am 6. November 2021 aufgenommen und jeweils an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag bedient werden. Derzeit unterhält der Carrier auf dem Dortmund Airport eine Basis. Diese soll jedoch noch heuer geschlossen werden. Künftig will man den deutschen Flughafen nur noch von anderen Stützpunkten aus anfliegen. Einige Strecken werden eingestellt. „Die Strecken nach Bulgarien entwickeln sich gut. Sofia und Varna sind bereits seit Jahren etablierte Ziele. Burgas ist erst seit dem 10. Juni auf dem Flugplan, wird aber bereits jetzt sehr gut angenommen“, so Guido Miletic, Leiter Airport Services und Marketing. Allein im Juli 2021 nutzten gut 18.000 Personen die Verbindungen von Dortmund nach Bulgarien. „Die neue Strecke zeigt, dass Wizz Air trotz der Base-Schließung weiter voll auf Dortmund setzt und das Streckennetz weiter ausbauen will. Plowdiw wird die 32. Stadt sein, die Wizz Air im Winter 2021/22 von Dortmund aus anfliegt“, so Miletic abschließend.

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Wegen Personalmangel bei der Siko: 140 Passagiere in Karlsruhe gestrandet

Stolze 140 Passagiere konnten am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden am Montag nicht antreten, weil die Sicherheitskontrolle mit dem Passagieraufkommen völlig überfordert werden. Nur eine einzige Kontrolllinie war geöffnet. Verantwortlich für die Siko ist das Regierungspräsidium Stuttgart und nicht der Airport selbst. Flughafenchef Uwe Kotzan bedauert im Gespräch mit dem SWR den Vorfall. Man entschuldigt sich gegenüber den Passagieren, verweist aber auch darauf, dass das Regierungspräsidum Stuttgart für die Sicherheitskontrollen verantwortlich ist. Diese hat die Durchführung an ein privates Unternehmen ausgelagert. Dieses hatte mit Krankenständen zu kämpfen und somit ist es zu personellen Engpässen gekommen. Diese waren so gravierend, dass trotz starker Buchungslage nur eine einzige Kontrollinie offen war und auch an dieser ging es alles anderes als zügig voran. Auch Fluggäste, die enorm früh am Airport sind standen sich zwei Stunden und mehr die Beine platt und verpassten dennoch ihre Flüge. Betroffen waren insgesamt vier Flüge von Ryanair. Kotzan betont gegenüber dem SWR, dass man sich bemüht habe jene Fluggäste, die nicht umgebucht werden konnten oder aber in Hotels untergebracht werden konnten, vorrangig durch die Siko zu „schleusen“. Gelungen ist das aber nicht in allen Fällen. So kam es dazu, dass insgesamt 140 Passagiere von vier Flügen ihre Reise nicht antreten konnte. Ruhig und gelassen blieben diese nicht, denn vor der Sicherheitskontrolle soll es zu tumultartigen Zuständen gekommen sein. Sogar die Polizei musste einschreiten, jedoch beruhigen konnte diese die verärgerten Passagiere nicht. Passagiere müssen in Hotels ausharren Die betroffenen Fluggäste wurden von Ryanair in verschiedene Hotels gebucht und dort warten einige noch

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