Jan Gruber

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Jan Gruber

Eurowings ersetzt „Schalter-Zwang“ durch Upload-Funktion

Vergleichsweise spät führt Eurowings in ihrer App die Möglichkeit ein, dass Corona-Dokumente digital gespeichert werden können. Die Lösung nennt sich “MyHealth Docs” und wurde zuvor mit rund 1.500 Freiwilligen getestet. Zahlreiche Mitbewerber ermöglichen schon länger das Speichern in ihren mobilen Apps. Damit will man Reisenden ein zusätzliches Service anbieten, so dass bei Kontrollen die notwendigen Unterlagen wie Impf-, Genesungs-, oder Testnachweise sowie Einreiseformulare schneller vorgezeigt werden können. Der wahre Vorteil verbirgt sich jedoch zwischen den Zeilen der Pressemitteilung, denn nach dem Upload sollen die Reisenden ihre Bordkarte beziehen können. Das ist eine deutliche Verbesserung, denn auf fast allen Strecken außerhalb Deutschlands konnte der Web-Check-in zwar verwendet werden, jedoch die Ausgabe der Bordkarte erfolgte erst am Schalter. Mit Hilfe des digitalen Uploads soll sich das nun generell ändern.  Zuvor konnten Fluggäste über „myHealth Docs“ anhand eines detaillierten Fragebogens überprüfen, ob alle für die Einreise benötigten Dokumente vorlagen. Neu ist nun, dass Fluggäste nach Abschluss des Fragebogens die Möglichkeit erhalten, die entsprechenden Dokumente hochzuladen oder als Foto hinterlegen zu können. Anzumerken ist, dass es auf ausgewählten Strecken, beispielsweise zwischen Deutschland und Spanien, schon zuvor die Möglichkeit gab die Bordkarte auch über die App oder das Internet zu beziehen. Dazu musste ein Fragebogen ausgefüllt werden und je nach Antworten entschied das System dann, ob die Bordkarte heruntergeladen werden kann oder zum Gang zum Schalter aufgefordert wurde. Dies war aber nicht auf allen Strecken möglich.

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Juli 2021: Zürich knackte wieder die Millionen-Marke

Der Flughafen Zürich-Kloten zählte im Juli 2021 insgesamt 1.365.394 Passagiere. Gegenüber dem Vorjahresmonat konnte man um 98,3 Prozent zulegen, jedoch liegt man um 56,7 Prozent unter dem Wert, den man in 2019 erreichen konnte. Die Anzahl Lokalpassagiere lag im Juli 2021 bei 1.036.744. Der Anteil der Umsteigepassagiere betrug 23,6 Prozent was 320.926 Fluggästen entspricht. Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 54,7 Prozent auf 15.283 Starts oder Landungen. Verglichen mit Juli 2019 fanden 40,7 Prozent weniger Flugbewegungen statt. Im Schnitt befanden sich 116,6 Reisende an Bord. Gegenüber dem Vorjahreswert eine Steigerung um 11,3 Prozent. Die Auslastung verbesserte sich um 5,8 Prozentpunkte auf 68,1 Prozent. Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im Juli 31.701 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einer Zunahme von 47,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Verglichen mit dem Juli 2019 wurde 15,9 Prozent weniger Cargo abgewickelt.

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Dortmund-Schließung: Einige Wizz-Strecken fallen weg

Der Flughafen Dortmund bedauert in einer Medienmitteilung die Schließung der örtlichen Wizz-Air-Basis, betont jedoch, dass der ungarische Carrier auch weiterhin ab diesem Airport aktiv bleiben wird. Demnach will Wizz Air im Winterflugplan 2021/22 insgesamt 31 Ziele ab dem Regionalflughafen anbieten. Laut Airport sollen nur rund 15 Prozent des Passagieraufkommens direkt auf die Basis zurückzuführen sein. Die überwiegende Mehrheit nutze Maschinen, die im Ausland stationiert sind.  “Im Rekordjahr 2019 nutzten insgesamt 1,88 Mio. Passagiere die ungarische Airline ab/nach Dortmund für Ihre Reise – ohne Basis am Dortmund Airport. Dieses Volumen gibt es nach wie vor, da dieser Verkehr von der Schließung unberührt bleibt. Hinzu kommen sechs Strecken, die zwar bisher von den stationierten Fliegern in Dortmund aus bedient wurden, aber auch in Zukunft nicht aus dem Flugplan fallen sollen. Der Flughafen schätzt die potenzielle Anzahl der Wizz Air Gäste bei einem normalen Flugbetrieb deshalb auf ca. 2 Mio. pro Jahr”, so der Airport in einer Aussendung. Gleichzeitig stellt der Flughafen Dortmund in Aussicht, dass Wizz Air im Sommerflugplan 2022 die Griechenland-Ziele aufstocken könnte. Diesbezüglich will der Carrier im November 2021 eine Entscheidung treffen. Einige Base-Ziele die zunächst ab dem Winter nicht mehr von Wizz Air angeflogen werden. Dabei handelt es sich unter anderem um Destinationen wie Catania, Malaga oder Porto. „Wir bedauern die Entscheidung der Wizz Air, die Base am Dortmund Airport zu schließen. Gleichzeitig freut es uns natürlich, dass die Airline nach wie vor am Standort Dortmund festhält. Unter den gegebenen Bedingungen können wir trotzdem mit unseren Zahlen und auch

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AUA-BR-Stratberger: „Geschäftsleitung will Gerichtsurteil ‚vorwegnehmen'“

Die Gewerkschaft Vida und der Bord-Betriebsrat von Austrian Airlines weisen die Vorwürfe des Unternehmens, wonach einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet wurden, weil sie die Umschulungen von Dash-8 auf andere Flugzeugtypen verweigert hätten, entschieden zurück. Zuvor hatte unter anderem das Portal Aerotelegraph.com berichtet, dass sich rund 12 Dash-Kapitäne weigern sollen sich auf andere Muster umschulen zu lassen. Demnach hätte diesen die Degradierung zum First Officer gedroht. Als “Trostpflaster” soll es aber weiterhin den Kommandanten-Bezug geben. Die nunmehrige scharfe Klarstellung von Gewerkschaft und Betriebsrat wirft aber generell weitere Fragen zur Vorgehensweise der Austrian Airlines auf. „Im Gegensatz zu den Darstellungen des Unternehmens in einigen Medien liegen uns mehrere Schreiben der Betroffenen an die AUA vor. In diesen haben sie sich ausdrücklich als arbeitswillig und arbeitsbereit deklariert. Zudem haben diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nie eine Umschulung verweigert. Das Unternehmen hat vielmehr die Bewerbungen Einzelner nicht akzeptiert, da sie im Zuge der Umschulung den Stationswechsel aus den Länderbasen auf den Flughafen Wien abgelehnt haben. „Mit der Verknüpfung der Umschulung mit dem Stationswechsel möchte das Unternehmen eine anhängige Gerichtsentscheidung zu den Länderbasenschließungen vorwegnehmen und die Kolleginnen und Kollegen in einem neuen Dienstvertrag zwingen. Diese zwei Rechtsfragen sind allerdings getrennt voneinander zu betrachten – mit einer Vielzahl weiterer Rechtsstreitigkeiten ist daher zu rechnen“, stellen Rainer Stratberger, Vorsitzender des AUA-Betriebsrats Bord, und Christina Pratl, stellvertretende Vorsitzende des Vida-Fachbereichs Luftfahrt, klar.  Das Unternehmen hat zudem auch erst vor wenigen Tagen die Kurzarbeit für die betroffenen Beschäftigten verlängert. Der Großteil der von der Kündigung

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Aktion für Geimpfte: Malaysia Airlines fliegt für 17,90 Euro

Die Regierung von Malaysia versucht derzeit den Domestic-Flugverkehr anzukurbeln. Personen, die vollständig geimpft sind können mit ihren Kindern nahezu ohne Auflagen innerhalb des Landes fliegen. Dazu werden Tickets um umgerechnet rund 17,90 Euro angeboten. Diese Sonderaktion gilt vorerst nur für Malaysia Airlines, wobei sich möglicherweise in Kürze auch andere Carrier anschließend könnten. Die Buchungen müssen zwischen 10. August und 30. September 2021 erfolgen und bis 30. Oktober 2021 abgeflogen werden. Das Kontingent ist pro Maschine beschränkt und richtet sich an Personen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Malaysia Airlines-Chef Izham Ismail erklärt dazu unter anderem: „Malaysia Airlines ist bestens vorbereitet und freut sich seinen Teil dazu beizutragen Menschen, die ihre Lieben seit der Umsetzung der landesweiten Covid-19-Maßnahmen nicht mehr gesehen haben, wieder miteinander zu verbinden. Diese neueste Flugserie spiegelt die bedeutende Rolle der nationalen Fluggesellschaft bei der Bereitstellung kritischer Flugverbindungen während der COVID-19-Pandemie für wichtige Reisen wider“.

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USA investieren 42 Milliarden Dollar in Airports und Häfen

Die Vereinigten Staaten von Amerika wollen kräftig in die Infrastruktur ihrer Häfen und Airports investieren. Republikaner und Demokraten haben monatelang um die genaue Ausgestaltung des Pakets gerungen, doch nun ist eine Lösung da. Der Senat beschloss ein insgesamt 550 Milliarden U.S.-Dollar schweres Infrastruktur-Paket. Verteilt über mehrere Jahre soll investiert werden. Die Mittel werden für den Ausbau, aber auch die Modernisierung von Verkehrswegen zur Verfügung gestellt. Dadurch sollen zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. In die Airports und Häfen will die U.S.-Regierung rund 42 Milliarden U.S.-Dollar stecken. Die Betreiber können ihre Projekte einreichen und nach einer Evaluierung durch die Behörden könnten erhebliche Zuschüsse ausbezahlt werden werden. Es wird derzeit vermutet, dass die Flughäfen in erster Linie Ausbau- und Modernisierungsprojekte beantragen werden.

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Lufthansa startet Übergepäck-Verkauf über NDC

Die Lufthansa Group ermöglicht Agenturen nun auch das Buchen und Kassieren von Übergepäck über die NDC-Schnittstelle. Vorerst ist dies aber auf zusätzliche Gepäckstücke auf der Langstrecke nach Nord- und Zentralamerika sowie Mexiko beschränkt. Weiters berichtet Touristik Aktuell, dass Lufthansa die Plattform runderneuert habe. Seit einiger Zeit drängt der Kranich-Konzern auf die Nutzung von NDC und erhebt bei GDS-Buchungen einen Zuschlag. Von der Neuerung betroffen sind die Konzernmitglieder Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines. Bei Eurowings gibt es zumindest vorläufig keine Veränderungen.

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Plus Ultra: Gericht gibt zurückgehaltene Staatshilfe frei

Der Umstand, dass die spanische Regierung dem auf ACMI- und Charterflüge spezialisierten Anbieter Plus Ultra über den Staatsfonds Sepi finanzielle Unterstützung gewährte, brachte die Opposition in Rage. Selbst Anzeigen gegen Funktionäre des Fonds wurden erstattet. Ein Teil des Darlehens wurde eingefroren, jedoch auf Beschluss eines Gerichts zur Auszahlung freigegeben. Die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtet unter Berufung auf das Urteil, dass ohne die Auszahlung der noch offenen 34 Millionen Euro der Fluggesellschaft Plus Ultra die Insolvenz drohen würde. Insgesamt wurden über Sepi 53 Millionen Euro bewilligt. Am 28. Juli 2021 ordnete selbiges Gericht an, dass die letzte Tranche (34 Millionen Euro) aufgrund des Ermittlungsverfahrens vorerst eingefroren werden müssen. Dieser Beschluss wurde nun explizit rückgängig gemacht. In der Begründung ist weiters die Rede davon, dass die Anschuldigungen von Oppositionspolitikern sich bislang als unwahr erwiesen hätten. Es gäbe keinen objektiven Hinweis auf Verbindungen ins Ausland oder unsaubere Praktiken bei Sepi im Zuge der Vergabe des staatlich garantierten Darlehens. Das Gericht hat dabei die Bücher der Airline von der Staatsanwaltschaft und einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer unter die Lupe genommen. Auch wurden zahlreiche Zeugen einvernommen. Die Behauptung der Opposition, dass die Sepi-Staatshilfe nur aufgrund von Korruption an Plus Ultra ausbezahlt wurde, habe sich im Zuge des Ermittlungsverfahrens als “objektiv unwahr” herausgestellt, so das Gericht.

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Japan: Erster ANA-A380 wieder im Liniendienst

Nach langer Pause setzt die japanische All Nippon Airways wieder Maschinen des Typs Airbus A380 im regulären Linienverkehr ein. Zuletzt führte man mit den Superjumbos gelegentlich Rundflüge durch, doch auf der Hawaii-Strecke waren diese im März 2020 letztmalig im Einsatz. Am Montagabend machte sich die JA381A unter der Flugnummer NH184 auf den Weg von Tokio-Narita nach Honolulu. Zuvor wurde am 7. August 2021 ein Testflug über Japan durchgeführt. Am Dienstag kehrte dieser Airbus A380 kommerziell wieder zurück nach Tokio. Der Carrier beabsichtigt die Superjumbos schrittweise zu reaktivieren. Den Anfang machte die JA381A. Die Airbus-A380-Teilflotte von ANA trägt eine Sonderlackierung, die Schildkröten gewidmet ist. Die Maschinen sind äußerst jung, denn All Nippon Airways schaffte die Superjumbos vergleichsweise spät an.

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„Falsche“ Warnmeldung: Neuerliche Wizz-Air-Rücklandung in Wien

Am Mittwoch musste der von Wizz Air Hungary betriebene Airbus A320 mit der Registrierung HA-LYF eine Rücklandung auf dem Flughafen Wien-Schwechat absolvieren. Der Mittelstreckenjet hätte als W62883 nach Pristina fliegen sollen. Der Carrier bestätigte gegenüber Aviation Direct den Vorfall und erklärte, dass die Piloten eine Warnmeldung angezeigt bekommen haben, dass die Frachttür geöffnet ist. Aus Sicherheitsgründen entschied der Kapitän dann, dass eine Rücklandung auf dem Flughafen Wien-Schwechat absolviert wird. Die Passagiere konnten den Airbus A320 problemlos verlassen. Die betroffene Türe war zu jedem Zeitpunkt des Fluges geschlossen. Es handelte sich um eine fehlerhafte Warnmeldung. Techniker überprüften die Maschine und gaben den Jet kurz darauf wieder frei. Die HA-LYF flog dann mit rund zwei Stunden Verspätung und Fluggästen an Bord nach Pristina. Es handelt sich um die zweite Rücklandung von Wizz Air binnen weniger Tage.

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