Jan Gruber

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Jan Gruber

Schweden führt schadstoffabhängige Gebühren ein

Die schwedische Regierung prüft momentan eine grundlegende Änderung der Landegebühren. Bislang orientieren diese sich in erster Linie am Gewicht. Künftig soll der Schadstoffausstoß den Ausschlag geben. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, so würde Schweden den Einsatz junger Maschinen, die tendenziell weniger Kohlenstoffdioxid ausstoßen vergünstigen, während ältere Flugzeuge stärker zur Kasse gebeten werden. Werden alternative Antriebe oder biologischer Kraftstoff genutzt, könnte ein zusätzlicher Rabatt winken. In erster Linie würden Airlines, die kontinuierlich in die Erneuerung ihrer Flotten investieren, profitieren. Das schwedische Verkehrsministerium geht davon aus, dass eine Art Bonus-/Malus-System einen finanziellen Anreiz für die Fluggesellschaften liefern wird. Einige Lowcoster unterhalten besonders junge Flotten, weshalb diese in den Genuss von Vergünstigungen kommen könnten. Im Parlament bekam die Ökologisierung der Start- und Landegebühren bereits Zustimmung. Ab Juli 2021 soll ein Testlauf auf den Flughäfen Stockholm-Arlanda und Göteborg-Landvetter erfolgen. Laut Verkehrsministerium ist man das erste EU-Mitglied, das die Gebühren vom Schadstoffausstoß und nicht mehr vom Gewicht und/oder Lärm abhängig macht.

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Ukraine verlangt PCR-Test von allen Einreisenden

Mit Wirksamkeit zum 24. März 2021 müssen in der Ukraine sämtliche Einreisenden einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorlegen. Bislang galt dies nur für Staaten, die rot gelistet waren. Weiters ist die Vorlage einer Covid-19-Versicherung einer Assekuranz mit Sitz oder Zweigniederlassung in der Ukraine für alle verpflichtend. Ausgenommen sind Personen mit Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltstitel der Ukraine. Diese haben die Möglichkeit alternativ eine Quarantäne anzutreten. Die Regierung des osteuropäischen Landes weist in einer Aussendung ausdrücklich darauf hin, dass Ausländer (ausgenommen mit Aufenthaltstitel) keine Quarantäne antreten können. Sollten der negative PCR-Test und/oder die Versicherungspolizze fehlen, so kann am Grenzübergang eine Zurückweisung ausgesprochen werden. Nähere Informationen zu den neuen Einreisbestimmungen bei Visit Ukraine unter diesem Link.

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Nächster Boden-Vorfall in Danzig: Partenavia P 68 kracht in Saab 340

Zum dritten Mal binnen weniger Wochen ist es am Dienstag auf dem Flughafen Danzig zu einer Kollision auf dem Vorfeld gekommen. Diesmal hatte die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air „Glück“, dass eine Saab 340 von Sprint Air im Weg stand. In diese krachte eine Partenavia P 68 Observer 2. Gleich zweimal wurde Wizz Air auf dem polnischen Airport das Opfer von Vorfeldfahrzeugen, die in Airbus-Jets gekracht sind. Beim ersten Mal verkantete sich ein Service-Fahrzeug im Heckbereich und nur wenige Wochen später krachte ein Transporter im Bereich des Bugs in einen Airbus A320. Die Chancen, dass erneut ein Wizz Air Jet in Danzig ungewünschte Bekanntschaft am Boden bekommt, standen gar nicht mal so schlecht. Wie Fotos, die vom polnischen Portal trojmiasto.pl veröffentlicht wurden, zeigen, bewahrte die SP-KPU, eine Saab 340 der Sprint Air, den ungarischen Billigflieger vor einem weiteren unverschuldeten Boden-Zwischenfall in Danzig. Die Partenavia P 68 Observer 2 mit der Registrierung SP-FPM krachte in das Turbopropflugzeug und verkantete sich zwischen linker Tragfläche und Rumpf. Die Ursache dieser Kollision ist noch unklar. Der Flughafen Danzig bestätigte auf Anfrage, dass die Untersuchungen laufen. Es gibt keine Verletzten, es ist bloßer Sachschaden entstanden. Allerdings dürfte dieser an beiden Flugzeugen nicht gerade billig ausfallen. Es bleibt aber zu hoffen, dass die fast schon „gruselige“ Boden-Crash-Serie in Danzig damit beendet ist.

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Flughafen Hannover vor Stellenabbau

Der Flughafen Hannover wird angesichts der Corona-Pandemie den Personalstand reduzieren. In erster Linie soll dies über vorzeitige Pensionierungen, natürliche Fluktuation ohne Nachbesetzung und Nichtverlängerung befristeter Verträge umgesetzt werden. Geschäftsführer Raoul Hille erklärte gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, dass das Unternehmen „den Rucksack an Schulden zügig reduzieren“ will und „wieder höhere Margen zu erwirtschaften“ beabsichtigt. Das schließt auch den Personalstand ein, den der Manager „noch schlanker“ machen will. Hannover-Chef Hille gab keine Auskünfte über das Ausmaß des geplanten Stellenabbaus, kündigte jedoch an, dass das Sparprogramm auch Auswirkungen auf die Passagiere haben wird. Im Bereich der Dienstleistungen müssen diese mit „kleineren Abstrichen“ rechnen, so der Flughafenchef weiters gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen.

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Streit um Tests: Emirates kassiert erneuten Bann in Nigeria

Die Fluggesellschaft Emirates wurde zum zweiten Mal binnen zwei Monaten seitens der Regierung von Nigeria mit einem Bann belegt. Hintergrund ist ein Streit im Zusammenhang mit dem Covid-Testprogramm, bei dem sich beide Seiten in gewisser Weise diskriminiert fühlen. Vom Flugverbot ausgenommen sind Fracht- und Ambulanzflüge. Bereits Anfang Feber 2021 kassierte der Golfcarrier in Nigeria einen Bann, doch der Disput konnte schnell beigelegt werden. Die Regierung des afrikanischen Staats hält es für „unsinnig“, dass Emirates von Personen, die Nigeria verlassen, insgesamt drei negative Corona-Tests verlangt. Einen Tag vor dem Abflug muss ein PCR-Test absolviert werden, am Airport ein Antigen-Schnelltest und nach der Landung in Dubai eine erneute PCR-Untersuchung. Das hält Nigerias Luftfahrtminister Hadi Sirika für „übertrieben, unsinnig und diskriminierend“. „Emirates steht weiterhin in engem Dialog mit den zuständigen Aufsichtsbehörden und Behörden in Nigeria und wir sind fest entschlossen, Fortschritte bei einer Lösung zu erzielen, um die Fortsetzung und den Ausbau unserer Geschäftstätigkeit sicherzustellen“, so die betroffene Fluggesellschaft in einer Stellungnahme.

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Motor Sich Airlines expandiert mit An-24RV in Czernowitz

Motor Sich Airlines wird am 12. April 2021 ab Kiew-Schuljany eine neue Strecke aufnehmen. Der Carrier wird an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag mit Antonow An-14 nach Czernowitz fliegen. Von Czernowitz aus wird Motor Sich Airlines auch nach Odessa und Saporischschja fliegen. Ab Kiew-Schuljany wird die Anzahl der angebotenen Ziele wieder auf drei ausgebaut, denn Odessa soll ab 26. April 2021 reaktiviert werden. Zwischen der Homebase Saporischschja und Kiew-Schuljany flog Motor Sich – mit kurzen Unterbrechungen – während der gesamten Corona-Pandemie. Die Flotte des ukrainischen Carriers besteht derzeit aus zwei Antonow An-12 AN-12-BK, drei Antonow An-24RV, einer Antonow An-74AN-74TK-200, einer Antonow An-140, drei Yakovlev Yak-40 und drei Mil Mi-8. Motor Sich Airlines ist der letzte Operator, der die An-24RV im Liniendienst einsetzt. Die UR-MSI wurde im Jahr 1962 gebaut und die UR-47297 und die UR-BXC in 1961 bzw. 1973.

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Deutschland: Lockdown ohne Quarantäne für Mallorca-Urlauber

Deutsche Urlauber, die in den Osterferien nach Mallorca reisen, müssen bei ihrer Rückkunft in der Bundesrepublik nicht in Quarantäne. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass sie „erwarten“, dass die Fluggesellschaften vor dem Rückflug – also noch in Spanien – Coronatests durchführen. Eine verbindliche Vorschrift, die Airlines dazu verpflichten würde solche Testungen vorzunehmen, gibt es allerdings nicht. Die Bund-Länder-Konferenz einigte sich darauf, dass man dies lediglich „erwarte“. Tuifly, Lufthansa, Eurowings und Condor traten gestern an Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) heran und haben die Durchführung von Coronatests vor dem Rückflug nach Deutschland angeboten. Dieser setzte sich dann für die Annahme durch die Bund-Länder-Konferenz ein. Damit konnte die Ostersaison gerettet werden, denn unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie einigen Ministerpräsidenten wird nachgesagt, dass eine Zwangsquarantäne für alle, die von Urlauben aus dem Ausland zurückkehren, eingeführt werden sollte. Dies stand unter anderem im Entwurf, mit dem Merkel in die Verhandlungen mit den Länderchefs ging. Durchsetzen konnte sie sich offensichtlich nicht. Im krassen Gegensatz dazu soll Deutschland in einen „verschärften Lockdown“ geschickt werden. Man ist der Ansicht, dass durch die Schließung der Lebensmittelgeschäfte am Gründonnerstag ein signifikanter Rückgang der Neuinfektionen erreicht werden kann. Am Karsamstag dürfen die Supermärkte wieder öffnen. Ob berücksichtigt wurde, dass es dann kommende Woche am Mittwoch und Samstag zu erhöhter Kundenfrequenz in den Lebensmittelläden kommen könnte, darf bezweifelt werden.

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Air France testet App auf USA-Flügen

Air France testet in Zusammenarbeit mit den Flughäfen Paris-Charles de Gaulle, San Francisco und Los Angeles eine neue App-Lösung, die Passagieren die Einreise erleichtern soll. Bereits seit dem 15. März 2021 läuft ein solches Verfahren auf den Strecken nach Pointe-à-Pitre und Fort-de-France. Die in einem Partnerlabor durchgeführten PCR-Tests werden in ICC AOK Pass-App dargestellt. Dank einer Partnerschaft zwischen Air France, MedAire / International SOS, Groupe ADP, dem internationalen Flughafen San Francisco und den Weltflughäfen von Los Angeles profitieren Kunden, die die App testen, von speziellen Flughafenkanälen mit vorrangigem Zugang beim Einsteigen und Passkontrolle bei der Ankunft in Paris. Dieses Programm ergänzt das Programm, das Air France am 11. März 2021 auf Flügen von Paris-Charles de Gaulle nach Pointe-à-Pitre (Guadeloupe) und Fort-de-France (Martinique) in der französischen Karibik gestartet hat. Es ist für Kunden völlig kostenlos und wird ausschließlich auf freiwilliger Basis in den folgenden vier Schritten durchgeführt: Der Kunde lädt die im App Store, Google Play Store oder Huawei App Store verfügbare mobile ICC AOK Pass-App herunter und führt den erforderlichen PCR- oder LAMP-Test (gemäß den für das betreffende Ziel geltenden Bestimmungen) in einem der Partnerlabors durch. Nach Durchführung des Tests stellt das Labor dem Kunden die Ergebnisse mit einem PDF-Dokument und einem QR-Code zur Verfügung, die sicher in die ICC AOK Pass-App heruntergeladen werden können. Am Flughafen wird der Kunde am Abflugtag durch eine spezielle Beschilderung während des Einsteigens auf eine bestimmte Fahrspur geleitet. Wenn Reisedokumente überprüft werden, zeigen Kunden den auf ihrem Smartphone angezeigten QR-Code als Beweis für ihren

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Polen verpasst „LOT-Kopie“ einen neuen Namen

Vor einiger Zeit gründete der polnische Staat eine „Kopie“ der Fluggesellschaft LOT. Über die genauen Pläne schwiegen sich bislang sowohl die Airline als auch die Regierung weitgehend aus. Nun wurde bekannt, dass die Neugründung den Namen von „LOT Polish Airlines (Mk.II)“ auf LOT Airlines geändert hat. Gegenüber dem Portal wnp.pl erklärte Maciej Małecki, stellvertretender Minister für Staatsbeteiligungen, dass „LOT Airlines“ in Märkten aktiv werden soll, in die die „alte LOT“ bislang nicht expandierte. Nähere Einzelheiten nannte das Regierungsmitglied allerdings nicht. Er verwies darauf, dass man nicht zu viele Informationen herausgeben will, um Mitbewerber überraschen zu können. LOT Airlines ist als Tochtergesellschaft der LOT Polish Airlines positioniert. Małecki betonte, dass zwischen den beiden Unternehmen keinen Wettbewerb geben soll. Auch soll es eine klare Strategie geben. Er verwies darauf, dass es in der Vergangenheit zu Spannungen zwischen Eurolot und LOT gekommen ist. Auch hätten Vorgängerregierungen keine klare Strategie gehabt. Das will man nun besser machen. Eurolot existiert seit einigen Jahren nicht mehr. Innerhalb der Regierung scheint es offensichtlich Unstimmigkeiten bezüglich der „LOT-Kopie“ zu geben. Gegründet wurde das Unternehmen im Mai 2020 durch die Staatsholding PGL. Diese ist auch Eigentümerin der LOT Polish Airlines. Im Oktober 2020 wurde ohne nähere Begründung der Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung zurückgezogen. Nun sagt Małecki, dass die in „LOT Airlines“ umbenannte Neugründung abheben soll. Wo und wann und warum, das sagte er natürlich nicht. Projekt könnte gemeinsam mit Ungarn und Tschechien aufgezogen werden Was also der polnische Staat mit einer kopierten LOT machen will, bleibt

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Mallorca: Airlines wollen vor dem Rückflug testen

Die deutsche Bundesregierung prüft derzeit eine Quarantänepflicht für alle Personen, die im Ausland auf Urlaubsreisen waren, einzuführen. Einige Fluggesellschaften haben den Vorschlag gemacht, dass in Eigenregie Testungen auf Mallorca organisiert werden. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will sich nun für das Vorhaben stark machen. Die Bildzeitung berichtet unter Berufung auf Lufthansa, Eurowings, Tuifly, Condor und Regierungskreise, dass sämtliche Mallorca-Urlauber vor dem Abflug noch auf der Insel auf das Coronavirus getestet werden sollen. Entsprechende Räumlichkeiten werden derzeit auf dem Areal des Airports gesucht. Mit diesem Vorstoß versucht die Branche das Ostergeschäft zu retten, denn bei Wiedereinführung einer Quarantänepflicht bei der Rückkehr nach Deutschland wäre möglicherweise mit einer Stornowelle zu rechnen. Verkehrsminister Andreas Scheuer soll sich innerhalb der Regierung und in der Bund-Länder-Konferenz für die von den Airlines organisierten Testungen stark gemacht haben.

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