
Stagnation im Fernreiseverkehr: Nachfrage nach USA-Urlauben in Deutschland bleibt auf niedrigem Niveau
Der deutsche Markt für Fernreisen in die Vereinigten Staaten von Amerika verzeichnet eine anhaltende Flaute. Nach einem deutlichen Einbruch im vergangenen Jahr, bei dem die Zahl der deutschen Besucher um mehr als elf Prozent auf knapp 1,8 Millionen zurückging, zeichnet sich auch in der laufenden Saison 2026 keine nachhaltige Erholung ab. Daten des National Travel and Tourism Office (NTTO) der USA belegen, dass sich der Negativtrend in den ersten Monaten des Jahres verfestigt hat. So wies die offizielle Einreisestatistik für den Monat Februar ein Minus von gut acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Im April verschärfte sich der Rückgang sogar auf über 14 Prozent, wobei Branchenexperten diesen starken Einbruch teilweise auf die ungewöhnlich frühen Osterferien und die damit verbundenen Verschiebungen im Buchungsverhalten zurückführen. Die großen deutschen Reiseveranstalter blicken mit Sorge auf die aktuelle Entwicklung und stellen sich auf spürbare Umsatzeinbußen im Nordamerika-Geschäft ein. Während der Hamburger Spezialveranstalter Canusa mit einem Minus von knapp zehn Prozent kalkuliert, prognostiziert der Mitbewerber America Unlimited für das Gesamtjahr einen Rückgang der Buchungszahlen in doppelter Höhe. Auch der Branchenriese Dertour registrierte in den ersten Monaten des laufenden Jahres zweistellige Verluste. Die Zurückhaltung der Konsumenten spiegelt sich in einer stark verkürzten Buchungsfrist wider. Große Reisekonzerne wie die TUI berichten von einem zunehmend fragmentierten Markt: Das USA-Geschäft wird immer stärker von kurzfristigen Spontanentscheidungen geprägt, während langfristige Vorausbuchungen nur noch für ausgewählte Trend-Destinationen wie Florida oder New York stabil bleiben. Als Hauptursachen für die anhaltende Konsumzurückhaltung gelten die massiv gestiegenen Lebenshaltungs- und Reisekosten. Neben den hohen Flugpreisen








