
Auftakt der Tarifverhandlungen für Bodenpersonal im Lufthansa-Konzern
Am Montag, den 19. Januar 2026, kommen Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und des Lufthansa-Konzerns in Frankfurt am Main zur ersten Runde der Tarifverhandlungen zusammen. Die Gespräche betreffen rund 20.000 Beschäftigte in über 20 Konzerngesellschaften, die unter anderem in den Bereichen Check-in, Wartung, Technik, Logistik und Verwaltung tätig sind. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent, wobei ein Mindestbetrag von 250 Euro pro Monat sichergestellt werden soll. Neben der monetären Komponente stehen strukturelle Anpassungen im Fokus, wie die Aufwertung technischer Berufsbilder sowie die Korrektur abgesenkter Gehaltstabellen in der Fracht- und Logistiksparte. Verhandlungsführer Marvin Reschinsky betonte im Vorfeld, dass die Forderungen auf umfangreichen Befragungen innerhalb der Belegschaft basieren und angesichts der stabilen wirtschaftlichen Lage des Konzerns gerechtfertigt seien. Ein zentraler Streitpunkt dürfte zudem die Forderung nach einem umfassenden Ausgliederungsschutz für die Passagierabfertigung an den Standorten Frankfurt und München sein. Verdi reagiert damit auf Befürchtungen innerhalb der Belegschaft, dass Kernbereiche des Bodenverkehrsdienstes an externe Dienstleister übertragen werden könnten, um Personalkosten zu senken. Die Gewerkschaft kritisiert die bisherige Zurückhaltung des Managements und warnt vor einer Verschärfung des Konflikts, sollte kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt werden. Branchenanalysen und zusätzliche Recherchen zeigen, dass der Lufthansa-Konzern derzeit vor der Herausforderung steht, die Profitabilität zu steigern, während gleichzeitig die Personalknappheit in operativen Bereichen den Flugbetrieb belastet. Im Vergleich zu vorherigen Verhandlungsrunden ist der Druck auf beide Seiten hoch, da Flugausfälle aufgrund von Arbeitskämpfen im Jahr 2026 die Marktanteile gegenüber der internationalen Konkurrenz schwächen könnten. Das Management verweist auf gestiegene Investitionskosten für die Flottenmodernisierung und die Notwendigkeit einer wettbewerbsfähigen








