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Embraer sichert technische Betreuung der ungarischen C-390-Flotte langfristig ab

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer hat eine umfassende Servicevereinbarung mit den ungarischen Luftstreitkräften zur Unterstützung ihrer C-390 Millennium-Flotte unterzeichnet. Der Vertrag umfasst die Wartung, logistische Planung sowie den technischen Support und nutzt dabei die europäische Infrastruktur des Herstellers. Ungarn hatte im November 2025 als weltweit erste Nation die Auslieferung aller bestellten Maschinen dieses Typs abgeschlossen und verfügt nun über zwei aktive Einheiten. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die hohe Einsatzbereitschaft der Flugzeuge, die seit ihrer Indienststellung Ende 2024 eine Missionsabschlussrate von über 99 Prozent verzeichneten, dauerhaft zu gewährleisten. Die ungarischen Maschinen nehmen innerhalb der weltweiten C-390-Flotte eine technologische Sonderstellung ein. Als erste Flugzeuge dieses Typs weltweit sind sie mit einer modularen medizinischen Intensivstation ausgestattet, die nach dem „Roll-on/Roll-off“-Prinzip schnell installiert werden kann. Neben der medizinischen Evakuierung ist die ungarische Konfiguration für ein breites Aufgabenspektrum zertifiziert, das von der Luftbetankung über den Truppentransport bis hin zu Präzisionsabwürfen aus der Luft reicht. Douglas Lobo, Vizepräsident für Kundensupport bei Embraer, betonte die Bedeutung dieser langfristigen Partnerschaft für die operative Exzellenz der ungarischen Luftwaffe innerhalb des NATO-Verbunds. Zusätzliche Branchenanalysen unterstreichen den strategischen Erfolg von Embraer auf dem europäischen Markt. Ungarn war nach Portugal der zweite NATO-Staat, der sich für den brasilianischen Transporter entschied, gefolgt von Ländern wie Österreich, den Niederlanden und der Tschechischen Republik. Die nun getroffene Servicevereinbarung ist ein wesentlicher Bestandteil der ungarischen Militärmodernisierung „Zrínyi“, in deren Rahmen veraltete sowjetische Transportkapazitäten durch westliche Technologie ersetzt wurden. Durch die Nutzung des europäischen Netzwerks von Embraer können Ersatzteilversorgung und technisches Training effizienter gestaltet werden, was die

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Eurowings weitet Wet-Lease-Kapazitäten für den Sommerflugplan 2026 aus

Die Lufthansa-Tochter Eurowings verstärkt ihre Flotte für die bevorstehende Sommersaison 2026 durch umfangreiche Wet-Lease-Vereinbarungen mit externen Partnern. Um die hohe Nachfrage in den Spitzenmonaten abzudecken, mietet die Fluggesellschaft bis zu 19 zusätzliche Flugzeuge inklusive Besatzung an. Ein neuer Partner in diesem Verbund ist die litauische Getjet Airlines, die sechs Airbus A320 am Standort Hamburg stationieren wird. Diese Maßnahme ermöglicht es dem Ferienflieger, sein Flugangebot ab Norddeutschland kurzfristig zu skalieren, ohne in eigene Flugzeuge oder fest angestelltes Personal investieren zu müssen. Getjet betreibt eine vielseitige Flotte aus Airbus- und Boeing-Maschinen und ist als erfahrener Anbieter im ACMI-Geschäft (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) bekannt. Neben dem Neuzugang aus Litauen setzt Eurowings auf bewährte Kooperationen mit Avion Express Malta und der tschechischen Smartwings. Avion Express stellt insgesamt acht Airbus A320 bereit, die von den Drehkreuzen Düsseldorf und Stuttgart aus operieren. Die Zusammenarbeit mit dem maltesischen Ableger wurde bereits im Frühjahr 2025 langfristig um drei weitere Jahre verlängert. Smartwings steuert fünf Boeing 737 bei, die am Flughafen Köln/Bonn stationiert sind. Interessant ist hierbei die veränderte Eigentümerstruktur der tschechischen Fluggesellschaft, die kürzlich von der türkischen Pegasus Airlines übernommen wurde. Trotz dieser Übernahme bleibt das operative Engagement für die deutsche Airline bestehen, was die Kontinuität der Zusammenarbeit unterstreicht. Der Einsatz von Wet-Lease-Flugzeugen ist in der Luftfahrtbranche ein gängiges Instrument, um saisonale Schwankungen ohne langfristige Fixkostenrisiken abzufangen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Eurowings durch diese Strategie flexibel auf Buchungsspitzen reagieren kann, während die Partnerunternehmen die vollständige Verantwortung für die Wartung und den operativen Betrieb der Maschinen tragen. Die

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Führungswechsel bei Deutsche Aircraft: Anastasija Visnakova zur CCO ernannt

Der deutsche Flugzeugbauer Deutsche Aircraft mit Sitz in Oberpfaffenhofen hat Anastasija Visnakova mit Wirkung zum Februar 2026 zur neuen Chief Commercial Officer (CCO) befördert. In dieser Schlüsselposition übernimmt sie die Leitung der globalen Geschäftsaktivitäten, was die Bereiche Vertrieb, Marketing und die strategische Kundenbetreuung umfasst. Visnakova war zuvor bereits als Vice President Sales und Marketing für das Unternehmen tätig und verfügt über weitreichende Erfahrung in der internationalen Luftfahrtindustrie. Die Ernennung erfolgt in einer entscheidenden Phase für den Hersteller, der derzeit die Markteinführung seines Regionalflugzeugs D328eco vorbereitet und seine globale Vertriebsstruktur massiv ausbaut. Die Beförderung von Visnakova wird in Branchenkreisen als strategisches Signal für Kontinuität gewertet. Deutsche Aircraft arbeitet intensiv daran, die bewährte Dornier-328-Plattform durch technologische Modernisierungen für den modernen Regionalverkehr zu optimieren. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen, dass Visnakova vor ihrer Zeit bei Deutsche Aircraft Führungspositionen bei anderen namhaften Luftfahrtunternehmen innehatte, unter anderem im Bereich des Flottenmanagements und der strategischen Geschäftsentwicklung. Ihr Fokus liegt nun darauf, die Auftragsbücher für das neue Modell zu füllen und Partnerschaften mit Regionalfluggesellschaften in Europa, Asien und Nordamerika zu festigen. Das Unternehmen investiert derzeit massiv in den Standort Oberpfaffenhofen, wo neben der Verwaltung auch die neue Montagelinie für die D328eco entsteht. Mit der Ernennung einer erfahrenen Vertriebsspezialistin an die Spitze der kommerziellen Abteilung reagiert Deutsche Aircraft auf den zunehmenden Wettbewerb im Segment der Kurzstrecken- und Regionalflugzeuge. Visnakova soll insbesondere die Verzahnung zwischen technischer Entwicklung und Marktanforderungen optimieren, um sicherzustellen, dass die Spezifikationen des Flugzeugs den betrieblichen Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Dabei spielt auch die Ersatzteilversorgung und der After-Sales-Support

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Airbus-Chef warnt vor anhaltenden Engpässen in der Flugzeugproduktion

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus sieht sich im laufenden Geschäftsjahr 2026 mit massiven Verzögerungen in der Lieferkette konfrontiert. Konzernchef Guillaume Faury bestätigte am Rande des World Governments Summit in Dubai, dass insbesondere der Rückstau bei der Auslieferung neuer Verkehrsmaschinen das operative Geschäft belastet. Als kritischster Faktor haben sich dabei die Triebwerke herausgestellt, deren Beschaffung bereits im Vorjahr erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Die Triebwerkshersteller wie Pratt & Whitney sowie CFM International kämpfen weiterhin mit Materialengpässen und verlängerten Wartungsintervallen für bestehende Flotten, was die Verfügbarkeit von Neuanlagen für die Montagebänder in Toulouse und Hamburg drastisch einschränkt. Trotz dieser industriellen Hürden verzeichnet Airbus eine ungebrochen hohe Marktdynamik. Faury betonte, dass die Nachfrage im zivilen Sektor die Produktionskapazitäten bei weitem übersteige. In diesem Zusammenhang beobachtet das Unternehmen den Aufstieg des chinesischen Konkurrenten Comac mit der C919 sehr genau. Angesichts des globalen Bedarfs an Schmalrumpfflugzeugen räumte der Airbus-Chef ein, dass der Markt groß genug für zusätzliche Akteure sei, um die Lücken zu füllen, die durch die Lieferprobleme der etablierten Hersteller entstehen. Gleichzeitig fließen vermehrt Ressourcen in den Bereich der Verteidigungsprodukte, da die geopolitische Lage die Nachfrage nach militärischen Transportmaschinen und Überwachungssystemen weltweit gesteigert hat. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen die Schwere der Lage: Airbus musste seine Auslieferungsziele bereits mehrfach anpassen, da hunderte Flugzeuge aufgrund fehlender Komponenten nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnten. Experten weisen darauf hin, dass neben Triebwerken auch Engpässe bei Halbleitern und spezialisierten Flugzeugsitzen die Endlinie blockieren. Faury signalisierte in Dubai jedoch, dass der Konzern massiv in die vertikale Integration und die Sicherung seiner Zulieferbetriebe investiert, um die

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Saudi-Arabien plant Großinvestitionen in syrischen Luftfahrtsektor

Saudi-Arabien bereitet ein umfangreiches Investitionspaket für Syrien vor, das insbesondere den Aufbau einer neuen privaten Fluggesellschaft vorsieht. Wie der Chef der syrischen Investitionsbehörde mitteilte, ist dieses Vorhaben Teil eines milliardenschweren Finanzpakets, das die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder massiv stärken soll. Es handelt sich um die bedeutendste Kapitalzusage seit der Aufhebung der US-Sanktionen gegen Syrien im Dezember 2025. Die neue Airline soll laut aktuellen Planungen mit einer Flotte von mehr als einem Dutzend Flugzeugen den Betrieb aufnehmen und damit die zivile Konnektivität des Landes nach Jahren der Isolation grundlegend verbessern. Neben der Gründung der Fluggesellschaft fließen erhebliche Mittel in die Modernisierung der Infrastruktur. Syrische Regierungsquellen bestätigten, dass Verträge zur umfassenden Entwicklung des internationalen Flughafens Aleppo unterzeichnet wurden. Aleppo soll als zweites großes Luftfahrt-Drehkreuz neben Damaskus fungieren und durch saudi-arabisches Kapital auf internationale Standards gehoben werden. Diese Maßnahmen folgen auf die Ankündigung aus dem Vorjahr, wonach Riad insgesamt 6,4 Milliarden Dollar (rund 5,4 Milliarden Euro) für den Wiederaufbau syrischer Kernsektoren bereitstellen will. Die Investitionen signalisieren eine tiefgreifende politische und wirtschaftliche Annäherung zwischen den beiden Regionalmächten. Die geopolitischen Rahmenbedingungen haben sich seit dem Sturz des Assad-Regimes vor rund 14 Monaten grundlegend gewandelt. Riad positioniert sich unter der Führung von Präsident Ahmed al-Sharaa als strategischer Partner Syriens und nutzt das Ende der internationalen Sanktionen für den Markteintritt. Marktanalysten gehen davon aus, dass die neue Fluggesellschaft vor allem regionale Routen bedienen und Syrien wieder an das globale Luftverkehrsnetz anbinden soll. Die Aufhebung der Sanktionen ermöglicht es Syrien zudem, moderne Flugzeuge westlicher Bauart sowie notwendige Ersatzteile

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TAP Air Portugal weitet Südbrasilien-Angebot im Sommer 2026 aus

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP Air Portugal verstärkt ihre Präsenz auf dem südamerikanischen Markt und erhöht die Flugfrequenzen in den Süden Brasiliens. Ab Juli 2026 wird die Airline jeweils eine vierte wöchentliche Verbindung von Lissabon nach Porto Alegre und Florianópolis anbieten. Die zusätzliche Frequenz nach Florianópolis startet am 5. Juli und wird jeweils sonntags bedient, während Porto Alegre ab dem 6. Juli montags einen weiteren Flug erhält. Diese Entscheidung erfolgt weniger als zwei Jahre nach der Aufnahme der Verbindung nach Florianópolis im September 2024 und unterstreicht die hohe Nachfrage in der Region Santa Catarina. Die Expansion ist Teil einer breiteren Wachstumsstrategie von TAP in Brasilien. Bereits im Vorfeld kündigte die Fluggesellschaft an, ab dem 2. Juli 2026 mit Curitiba ein 14. Ziel in Brasilien direkt anzufliegen, womit die Airline ihre Position als wichtigster europäischer Anbieter für Flüge nach Südamerika festigt. Für Porto Alegre bedeutet der Kapazitätsausbau eine wichtige Konsolidierung, nachdem der dortige Flughafen Salgado Filho nach schweren Überschwemmungen im Jahr 2024 zeitweise den internationalen Betrieb einstellen musste. Mit der Rückkehr zu einem stabilen und erweiterten Flugplan signalisiert TAP Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung des Bundesstaates Rio Grande do Sul. Operativ setzt TAP auf dieser Langstrecke vornehmlich Flugzeuge vom Typ Airbus A330-200 und A330-900neo ein. Die zusätzlichen Flüge sind zeitlich auf die europäische Sommersaison abgestimmt, um dem erhöhten Passagieraufkommen im Transatlantikverkehr gerecht zu werden. Neben dem Ausbau der Flugziele führt die Airline zum Sommer 2026 zudem eine neue Zwischenklasse in Teilen ihrer Flotte ein, um die Flexibilität für Reisende zu erhöhen. Durch

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Dan Air verdoppelt Flottenkapazität und baut Streckennetz ab Rumänien massiv aus

Die rumänische Privatfluggesellschaft Dan Air leitet zum 1. April 2026 eine umfassende Expansionsphase ein. Durch die Inbetriebnahme eines zweiten fest für den Linienbetrieb reservierten Flugzeugs verdoppelt das Unternehmen seine aktive Flottenkapazität auf zwei Maschinen des Typs Airbus A320 mit jeweils 180 Sitzplätzen. Diese Kapazitätserweiterung ermöglicht die Aufnahme von sechs neuen Destinationen in Westeuropa und im Mittelmeerraum. Im Fokus stehen dabei Märkte in Spanien, Italien, Frankreich und Zypern, die sowohl für den Tourismus als auch für die Verbindung der rumänischen Diaspora in Europa von zentraler Bedeutung sind. Die neuen Verbindungen werden während der gesamten Sommersaison bis Ende Oktober 2024 bedient. Besonderes Gewicht legt die Fluggesellschaft auf den regionalen Ausbau am Flughafen Bacău, der sich zunehmend zum wichtigsten Drehkreuz für die Region Moldau entwickelt. Ab Bacău werden künftig zwölf Ziele angeflogen, darunter neue Routen nach Madrid, Barcelona, Paris-Beauvais und Treviso. Zudem werden die Frequenzen nach London-Luton und Brüssel auf drei wöchentliche Flüge erhöht. Auch ab dem Standort Bukarest erweitert die Airline ihr Angebot um Flüge nach Larnaca und Valencia. Branchenanalysen zeigen, dass Dan Air damit gezielt Lücken füllt, die durch den Rückzug anderer Billigflieger aus rumänischen Regionalknoten entstanden sind. Hintergrund dieser Entwicklung sind die stabilen operativen Kennzahlen des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2025 beförderte die Fluggesellschaft rund 235.000 Passagiere und erreichte eine Pünktlichkeitsrate von 98 Prozent. CEO Matt Ian David sieht in der Stationierung des zweiten Flugzeugs einen entscheidenden Schritt, um der steigenden Nachfrage nach Direktverbindungen gerecht zu werden. Neben dem Linienverkehr bleibt das Unternehmen weiterhin im Charter- und ACMI-Geschäft tätig, wobei die

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Notlandung in Dublin: Medizinischer Notfall unterbricht Delta-Flug nach Tel Aviv

Ein Langstreckenflug der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines musste am frühen Morgen des 3. Februar 2026 auf dem Weg von New York nach Tel Aviv unplanmäßig am Flughafen Dublin zwischenlanden. Die Maschine des Typs Airbus A330-900neo mit der Registrierung N430DX befand sich etwa vier Stunden in der Luft, als die Besatzung über dem Nordatlantik den internationalen Notruf-Code „Squawk 7700“ absetzte. Grund für die Kursänderung war ein akuter medizinischer Notfall an Bord, der eine sofortige ärztliche Versorgung des betroffenen Passagiers am Boden erforderlich machte. Die Landung in Dublin stellte die Piloten vor eine technische Herausforderung, da das Flugzeug aufgrund der erst kurzen Flugdauer noch einen Großteil seiner Treibstoffreserven für die geplante zehnstündige Reise mitführte. Da das Gewicht der Maschine das strukturell vorgesehene maximale Landegewicht überschritt, musste eine sogenannte „Übergewicht-Landung“ (Heavyweight Landing) durchgeführt werden. Bei diesem Verfahren sind besondere fliegerische Präzision sowie eine anschließende Inspektion der Fahrwerke und Bremssysteme zwingend vorgeschrieben, um die strukturelle Integrität des Flugzeugs nach der hohen Belastung sicherzustellen. Nach dem Aufsetzen gegen 01:17 Uhr Ortszeit wurde der Patient unmittelbar von bereitstehenden Rettungskräften übernommen und in ein Krankenhaus in der Nähe des Flughafens transportiert. Der Airbus verblieb für notwendige technische Überprüfungen und zur Betankung knapp vier Stunden am Boden in Irland. Nachdem die Techniker die Freigabe erteilt hatten, setzte Flug DL234 seine Reise um 05:03 Uhr fort und erreichte Tel Aviv mit einer entsprechenden Verspätung. Branchenberichte bestätigen, dass solche Vorfälle auf der Nordatlantikroute regelmäßig vorkommen und Dublin aufgrund seiner Lage oft als Ausweichflughafen dient. Zusätzliche Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 zeigen,

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Aegean-Tochter Olympic Air investiert in griechischen Wartungsspezialisten Apella

Die griechische Fluggesellschaft Olympic Air, eine Tochtergesellschaft der Aegean Airlines S.A., hat eine Minderheitsbeteiligung von 45 Prozent an dem Luftfahrttechnik-Unternehmen Apella S.A. erworben. Die Transaktion umfasst sowohl den Kauf bestehender Anteile als auch eine Kapitalerhöhung zur Stärkung der Unternehmensbasis. Dr. Nikos Kontogiannis behält mit 55 Prozent die Mehrheit der Anteile und wird das Unternehmen weiterhin als Geschäftsführer leiten. Apella ist als zertifizierter EASA-Part-145-Betrieb auf die Instandhaltung von Flugzeugkomponenten spezialisiert und gilt in Griechenland als Marktführer bei der Reparatur von Rädern und Bremsen. Neben der zivilen Luftfahrt ist das Unternehmen ein wichtiger Partner im Verteidigungssektor und unterstützt unter anderem das F-16-Viper-Modernisierungsprogramm der griechischen Streitkräfte. Durch den Einstieg der Aegean-Gruppe soll die Entwicklung eines neuen Wartungszentrums in Almyros, Zentralgriechenland, forciert werden. Auf einem rund 100.000 Quadratmeter großen Areal nahe dem Flughafen Nea Anchialos ist der Aufbau einer umfassenden Infrastruktur für die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von Luftfahrzeugen geplant. In der ersten Ausbaustufe stehen Flugzeugabstellflächen und Demontagekapazitäten im Fokus, während in späteren Phasen Lackierhallen und Einrichtungen für schwere Wartungsereignisse, sogenannte Heavy Maintenance Checks, hinzukommen sollen. Apella erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 15 Millionen Euro bei einem Nettogewinn von 1,3 Millionen Euro und beschäftigt aktuell 151 Fachkräfte. Die Investition ist Teil einer übergeordneten Strategie der Aegean-Gruppe, Griechenland als regionales Kompetenzzentrum für technische Luftfahrtdienstleistungen zu etablieren. Erst Anfang 2024 eröffnete der Konzern ein neues Wartungs- und Trainingszentrum am Flughafen Athen. Dimitris Gerogiannis, CEO von Aegean, betont, dass die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie Apella den Aufbau eines weitreichenden Ökosystems aus technischer Expertise

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Vertragsverlängerung für Marjan Rintel: Fokus auf finanzielle Restrukturierung bei KLM

Der Verwaltungsrat der Luftfahrtgruppe Air France-KLM hat die Nominierung von Marjan Rintel für eine zweite vierjährige Amtszeit als Präsidentin und CEO von KLM Royal Dutch Airlines bestätigt. Die Entscheidung erfolgte auf Vorschlag des Aufsichtsrats sowie des Konzernchefs Benjamin Smith. Die formelle Bestätigung wird im Rahmen der kommenden Hauptversammlung erwartet, nachdem der Betriebsrat über den Schritt informiert wurde. Rintel, die das Amt im Juli 2022 von Pieter Elbers übernahm, soll die niederländische Fluggesellschaft durch eine Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen führen, um die operative und finanzielle Widerstandsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern. Hintergrund der personellen Kontinuität ist ein ambitioniertes Transformationsprogramm, mit dem KLM auf ein schwieriges Marktumfeld reagiert. Die Fluggesellschaft sieht sich in den Niederlanden mit steigenden Standortkosten, massiven Steuererhöhungen im Luftverkehrssektor und Kapazitätsbeschränkungen am Drehkreuz Amsterdam Schiphol konfrontiert. Um die Gewinnmargen zu stabilisieren, hat Rintel Maßnahmen zur Vereinfachung der Organisationsstruktur und zur Senkung der Fixkosten angekündigt. Ein zentraler Aspekt ihrer Strategie ist die verstärkte Einbindung des Vorstands in das operative Tagesgeschäft, um die Zuverlässigkeit des Flugbetriebs nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre wiederherzustellen. Zusätzliche Wirtschaftsdaten verdeutlichen den Druck auf die Fluggesellschaft: Trotz einer Erholung der Passagierzahlen nach der Pandemie leidet KLM unter überdurchschnittlich hohen Lohnkosten und technischen Engpässen bei der Wartung der Flotte. Das Ziel der Unternehmensführung ist eine deutliche Ergebnisverbesserung, um die im Konzernverbund mit Air France vereinbarten Renditeziele zu erreichen. Benjamin Smith betonte in diesem Zusammenhang, dass die Gruppe KLM künftig verstärkt unterstützen werde, um Synergieeffekte innerhalb des Konzerns – etwa beim gemeinsamen Einkauf von Flugzeugen und Treibstoff sowie

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