Newsticker

Weitere Artikel aus der Rubrik

Newsticker

Singapore Airlines rüstet Flotte mit neuem Bordunterhaltungssystem und Starlink-Internet aus

Die asiatische Linienfluggesellschaft Singapore Airlines hat am 22. Oktober 2026 die Einführung einer überarbeiteten Generation ihres Bordunterhaltungssystems KrisWorld sowie eine beschleunigte Satelliten-Konnektivität angekündigt. Die technische Aufrüstung ist Teil eines umfangreichen Investitionsprogramms im Volumen von rund 1,1 Milliarden Singapur-Dollar für die Umgestaltung der Langstreckenkabinen. Die Installation der Systeme beginnt ab Anfang 2027 schrittweise auf insgesamt 41 Airbus A350-900 der Teilflotten Long-Haul und Ultra-Long-Range (ULR) sowie auf der ausstehenden Flotte vom Typ Boeing 777-9. Das neue Unterhaltungssystem umfasst hochauflösende 4K-Touchscreens mit Bilddiagonalen von bis zu 32 Zoll in der First Class und 22 Zoll in der Business Class sowie räumliche Audiotechnologie. Ergänzend ermöglicht das System in ausgewählten Kabinenklassen die Kopplung eigener Bluetooth-Kopfhörer. Während auf der künftigen Boeing 777-9 sämtliche Beförderungsklassen mit den neuen Displays und Bluetooth-Schnittstellen ausgestattet werden, verbleiben die Sitzkonfigurationen und Bildschirme der Premium Economy und Economy Class auf den nachgerüsteten Airbus A350 auf dem bisherigen Stand. Für den Internetzugang an Bord kooperiert die Fluggesellschaft mit dem Satellitennetzwerk Starlink, um auf Airbus A380- und A350-Flugzeugen breitbandiges Streaming und Gaming zu ermöglichen. Der schrittweise Rollout der neuen Technologie erstreckt sich über einen mehrjährigen Zeitraum und soll nach Unternehmensangaben bis spätestens Ende 2030 abgeschlossen sein. Die Umrüstungsarbeiten im Werk verlaufen parallel zur Integration neuer Sitzprodukte in der Premium-Klasse, die der Carrier im November 2026 in Singapur der Öffentlichkeit präsentiert. Mit den Investitionen reagiert die Fluggesellschaft auf den Wettbewerbsdruck durch Golf-Airlines und europäische Mitbewerber auf den Langstreckenverbindungen zwischen Europa, Asien und Australien.

weiterlesen »

Schauinsland Reisen präsentiert Programmportfolio für die Sommersaison 2027

Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland Reisen hat sein Produktangebot für die Sommersaison 2027 vorgestellt und baut dabei die Kapazitäten in Kernmärkten des Mittelmeerraums sowie in Nordafrika aus. Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund einer stabilen Geschäftsentwicklung: Im vergangenen Geschäftsjahr beförderte der Konzern über zwei Millionen Reisende und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Mit den neuen Kontingenten reagiert das Unternehmen auf eine differenzierte Nachfragestruktur, die eine stärkere Segmentierung nach Zielgruppen wie Familien, Alleinreisenden, jüngeren Zielgruppen sowie spezifischen Verpflegungspräferenzen erfordert. Ein Schwerpunkt der Angebotserweiterung liegt auf den Balearischen Inseln, wo die konzerneigene Hotelmarke R2 ihr Portfolio auf Mallorca auf sechs Objekte verdoppelt. Neu in den Vertrieb aufgenommen werden unter anderem das R2 Paguera Park, das R2 Ponent sowie das R2 Morito in Cala Millor, bei denen das Unternehmen teilweise auch das operative Management übernimmt. Darüber hinaus baut der Veranstalter Zielgruppenkonzepte in Griechenland, Ägypten und auf den Kanarischen Inseln aus. Dies umfasst unter anderem Unterkünfte im Segment des höherpreisigen Zelttourismus (Glamping) auf Kos, revitalisierte Hotelkomplexe in Hurghada und auf Teneriffa sowie Unterkünfte mit speziellem Speisenangebot für pflanzliche Ernährung auf Mallorca. Die schrittweise Vergrößerung konzerneigener Hotelbeteiligungen und exklusiver Vertriebsrechte ist Teil der betriebswirtschaftlichen Sicherung von Bettenkapazitäten. Durch die vertikale Integration von Hotelmarken versucht der Reiseveranstalter, sich gegen Preissteigerungen unabhängiger Beherbergungsbetriebe abzusichern und die Margen im europäischen Pauschalreisemarkt zu stabilisieren.

weiterlesen »

Alltours übernimmt zwei Hotelanlagen auf Rhodos in die eigene Allsun-Kette

Der deutsche Reiseveranstalter Alltours gliedert zur Sommersaison 2027 die beiden Hotelanlagen Calypso Beach und Calypso Palace auf der griechischen Dodekanes-Insel Rhodos in seine konzerneigene Hotelkette Allsun Hotels & Resorts ein. Die Verträge für die Anlagen in der Bucht von Faliraki sehen vor, dass der Vertrieb im deutschsprachigen Markt ab dem kommenden Jahr exklusiv über den Düsseldorfer Konzern erfolgt. Geschäftsführer Uwe Prein begründet die Übernahme der insgesamt 462 Zimmer umfassenden Kapazität mit der angestrebten Absicherung von Bettenkontingenten in gefragten Urlaubsregionen des Mittelmeerraums. Das Vier-Sterne-Haus Calypso Beach verfügt über 323 Wohneinheiten in direkter Strandlage, während das oberhalb gelegene Calypso Palace 139 Zimmer und Suiten umfasst. Durch die Übernahme erweitert Alltours sein Portfolio in Griechenland, das sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Wachstumsmarkt des Unternehmens entwickelt hat. Die operative Ausrichtung der Häuser bleibt auf den klassischen All-Inclusive-Familien- und Freizeittourismus mit integrierten Sport- und Kinderbetreuungsangeboten fokussiert. Der Schritt fügt sich in die Kapazitätssteuerung der Alltours-Gruppe ein, die im Geschäftsjahr 2024/2025 bei 2,54 Millionen Gästen einen unkonsolidierten Umsatz von über 2,7 Milliarden Euro verzeichnete. Branchenanalysten sehen in der langfristigen Pachtung und Eingliederung von Vertragshotels in Eigenmarken ein Mittel, um sich gegen Preissteigerungen unabhängiger Hoteliers abzusichern und Margen im hart umkämpften Pauschalreisemarkt zu stabilisieren. Die exklusive Anbindung etablierter Hotelkomplexe schränkt jedoch gleichzeitig die Flexibilität der lokalen Eigentümer im Fremdenverkehr ein, da die Auslastung vollumfänglich von der Vertriebsstärke eines einzelnen Reiseveranstalters im Quellmarkt abhängt.

weiterlesen »

Destination Canada, Air Canada und Lufthansa Group starten Marketingkooperation für den indischen Markt

Die kanadische Tourismusorganisation Destination Canada hat am 22. Oktober 2026 anlässlich der Branchenmesse Routes World in Frankfurt am Main eine gemeinsame Vermarktungsinitiative mit Air Canada und der Lufthansa Group bekannt gegeben. Die Vereinbarung, die im Rahmen einer kanadischen Handelsdelegation unter Leitung des Ministers für internationalen Handel, Maninder Sidhu, in Mumbai unterzeichnet wurde, zielt auf die Erschließung von Reisenden aus Südindien ab. Durch die Verknüpfung von staatlichem Destinationsmarketing mit den Buchungs- und Vertriebskanälen der beiden Partnergesellschaften soll der Übergang von der Reiseplanung zur Flugbuchung verkürzt werden. Die Pilotinitiative konzentriert sich auf die Akquise von Fluggästen für die Frühjahrs- und Sommersaison 2027 über die Drehkreuze der Star-Alliance-Partner in Europa und Nordamerika. Ein eigener physischer Standort von Destination Canada in Indien ist im Zuge der Vereinbarung nicht vorgesehen; stattdessen setzen die Partner auf gemeinsame datenbasierte Kampagnen und die digitale Reichweite der Fluggesellschaften. Aus Sicht der kanadischen Regierung stellt der Ausbau des internationalen Tourismus ein Element zur Diversifizierung der Dienstleistungsexporte dar, um die Abhängigkeit vom US-amerikanischen Markt schrittweise zu verringern. Die Einbindung der Lufthansa Group und ihrer Tochtergesellschaften nutzt das Joint-Venture-Abkommen auf den Nordatlantikrouten, über das Umsteigeverbindungen von indischen Metropolen wie Bengaluru, Hyderabad oder Chennai über die Drehkreuze Frankfurt, München und Zürich nach Kanada angeboten werden. Für die beteiligten Fluggesellschaften bietet die Kooperation eine Möglichkeit, die Auslastung auf den Interkontinentalstrecken außerhalb der traditionellen Hauptreisezeiten zu stabilisieren. Luftfahrt- und Tourismusanalysten sehen in der Kooperation ein Beispiel für die engere Abstimmung zwischen nationalen Vermarktungsorganisationen und internationalen Airline-Allianzen. Das Erreichen der angestrebten Wachstumsziele im indischen Markt hängt

weiterlesen »

Sechste Auflage des Lichtergartens Illumina im Schlosspark Laxenburg angekündigt

Im Schlosspark Laxenburg südlich von Wien öffnet am 13. November 2026 der Lichtergarten „Illumina“ zum sechsten Mal seine Tore. Die bis zum 10. Januar 2027 anberaumte Veranstaltung umfasst einen drei Kilometer langen Rundweg mit Lichtinstallationen, Projektionen auf der historischen Franzensburg sowie einer Kombination aus Laser- und Wassershows im Burgteich. Nach Angaben des Veranstalters zieht das Format seit seiner Erstausgabe im Jahr 2021 jährlich mehr als 100.000 Gäste an. In der aktuellen Saison werden neue Lichtkunstwerke integriert, die verstärkt auf interaktive und immersive Elemente setzen. Um den Publikumsverkehr zu steuern und die Kapazitäten im Park sowie auf den drei nahegelegenen Parkplätzen zu regulieren, werden Eintrittskarten ausschließlich mit festgelegten Einlassfenstern vergeben. Ergänzend zum Individualverkehr wird an den Wochenenden ein gebührenpflichtiger Shuttlebus-Transfer vom Wiener Hauptbahnhof angeboten. Die Durchführung von Lichtergärten und saisonalen Beleuchtungsevents hat sich für historische Parkanlagen und Schlösser zu einem Segment zur Erschließung von Einnahmen im Freizeittourismus entwickelt. Neben Eintrittsgeldern generiert das Veranstaltungsformat Erlöse durch integrierte Gastronomiebereiche entlang des Rundwegs.

weiterlesen »

Fehlende Saisonkontingent-Verordnung erschwert Personalplanung der österreichischen Hotellerie

Wenige Wochen vor dem Beginn der Wintersaison 2026/2027 verlangen die Branchenverbände der österreichischen Beherbergungswirtschaft die umgehende Erlassung der behördlichen Saisonkontingent-Verordnung. Die Ausgestaltung der Verordnung regelt das Höchstkontingent für befristete Arbeitsbewilligungen von Fach- und Hilfskräften aus Drittstaaten. Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) und die Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) weisen darauf hin, dass ohne den rechtskräftigen Verordnungsrahmen die individuellen Ersatzkraftverfahren des Arbeitsmarktservice (AMS) sowie die behördlichen Visaprozesse nicht fristgerecht vor den ersten Saisonstarts abgewickelt werden können. Nach Angaben von ÖHV-Präsident Walter Veit und Vertretern der westösterreichischen Landesverbände in Tirol und Vorarlberg führt der Ausfall rechtzeitiger Bewilligungen zu organisatorischen Engpässen bei der Dienstplan- und Unterkunftsgestaltung. Die Einbindung ausländischer Saisonarbeitskräfte stellt in den alpinen Wintersportregionen eine wesentliche Voraussetzung dar, um das geforderte Dienstleistungsniveau in Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben sicherzustellen. Die Betriebe warnen vor Einschränkungen des Betriebszustands und Umsatzeinbußen, falls Arbeitsverträge für Schlüsselpersonal wegen verzögerter Kontingentfreigaben nicht eingehalten werden können. Der Verzug bei der Festlegung der Saisonzahlen steht im Zusammenhang mit politischen Verhandlungen im zuständigen Arbeits- und Sozialministerium. In der abgelaufenen Periode umfasste das reguläre Kontingent im Tourismus 5.500 Plätze sowie ein Zusatzkontingent von 2.500 Bewilligungen für Arbeitskräfte aus Staaten des Westbalkans. Während Vertreter der Arbeitgeberseite eine Beibehaltung oder Erhöhung der Kontingente zur Deckung der erwarteten Buchungsnachfrage fordern, verweisen Gewerkschaftsvertreter auf die Ausschöpfung inländischer und im EU-Raum verfügbarer Arbeitskräftepotenziale sowie auf die Nachverfolgung bestehender Beschäftigungsbedingungen. Arbeitsmarktexperten veranschaulichen, dass die Verzögerung bei der Verordnungserlassung die strukturelle Abhängigkeit des alpinen Wintertourismus vom internationalen Arbeitsmarkt verdeutlicht. Die zeitkritische Bewilligungspraxis belastet die Vorlaufzeiten der Betriebe, da administrative Bearbeitungsfristen

weiterlesen »

Bundesregierung beschließt Novelle des Bundesbahngesetzes zur Neuordnung des ÖBB-Konzerns

Die österreichische Bundesregierung hat sich am 22. Oktober 2026 auf eine umfassende Strukturreform der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) geeinigt. Die von Mobilitätsminister Peter Hanke vorgelegte Novelle des Bundesbahngesetzes sieht eine Umgestaltung der Konzernstruktur vor, die mit dem Jahreswechsel 2026/2027 in Kraft treten soll. Durch die Bereinigung von Doppelgleisigkeiten und die Straffung organisatorischer Abläufe strebt die Unternehmensführung jährliche Einsparungen von rund 80 Millionen Euro an. Flankierend zur strukturellen Anpassung wurde die künftige Wertsicherung des Klimatickets Österreich sowie der Autobahnvignette auf zwei Prozent begrenzt. Im Zentrum der Gesetzesanpassung steht die Umwandlung der bisherigen Aktiengesellschaften ÖBB-Personenverkehr und Rail Cargo Austria in Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Parallel dazu werden die ÖBB-Produktion GmbH sowie die ÖBB-Technische Services-GmbH organisatorisch direkt als Tochtergesellschaften der ÖBB-Holding AG untergeordnet. Gleichzeitig rückt die Holding von einer rein strategischen Steuerungsebene in eine operative Verantwortung auf. Hierzu wird das Vorstandsgremium der Holding um einen Chief Operating Officer (COO) erweitert. Die ÖBB-Infrastruktur AG bleibt als eigenständige Aktiengesellschaft in ihrer bestehenden Rechtsform erhalten. Der Umbau erfolgt vor dem Hintergrund veränderter Marktdynamiken im österreichischen Eisenbahnsektor. Während 2016 insgesamt 63 Eisenbahnverkehrsunternehmen auf dem Netz registriert waren, stieg deren Anzahl bis 2026 auf 98 Anbieter an. Zudem nahm das Fahrgastaufkommen im Personenverkehr im Jahr 2025 auf rund 350 Millionen Reisende zu. Bereits vor der gesetzlichen Neuausrichtung hat die Konzernführung die interne Produktionsreform „PR 26“ eingeleitet, die eine zentralisierte Steuerung von Lokomotiven, Wagenmaterial und Triebfahrzeugführern vorsieht. Der operative Start der angepassten Produktionsprozesse ist für den 1. Juli 2027 terminiert.

weiterlesen »

Studie belegt dominierenden Einfluss von Airline-Wettbewerb und Flughafenkapazitäten auf Ticketpreise

Eine am 22. Oktober 2026 veröffentlichte Analyse des Wirtschaftsforschungsinstituts Oxera stellt den Zusammenhang zwischen Flughafengebühren und den Endpreisen für Passagiere infrage. Die im Auftrag des Flughafenverbandes ACI Europe erstellte Untersuchung basiert auf der Auswertung von über 62.000 Datenpunkten auf knapp 6.000 europäischen Flugrouten. Den Ergebnissen zufolge haben Entgelte für die Nutzung der Flughafeninfrastruktur nur einen sehr geringen und statistisch unsicheren Einfluss auf die Flugpreise. Fällt die Erhöhung der Entgelte um zehn Prozent aus, steigen die Flugpreise im Schnitt lediglich um 0,35 Prozent, da die Fluggesellschaften Gebührenveränderungen nur zu rund einem Viertel an die Endkunden weitergeben. Maßgebliche Treiber der Preisentwicklung im europäischen Luftverkehr sind hingegen Kapazitätsengpässe an den Flughäfen sowie der Grad der Marktkonzentration unter den Fluggesellschaften. Ein Anstieg der Überlastung an Flughäfen um zehn Prozent führt zu Preiserhöhungen von 0,93 Prozent, während eine um zehn Prozent höhere Marktkonzentration der Airlines die Flugpreise um 1,06 Prozent ansteigen lässt. Die Verknappung von Start- und Landerechten ermöglicht es Fluggesellschaften, Knappheitsgewinne abzuschöpfen. Diese Zusatzerlöse werden in der Studie auf europaweit 6,4 Milliarden Euro jährlich beziffert, was durchschnittlich 13,54 Euro pro Oneway-Ticket an kapazitätsbeschränkten Standorten entspricht. Der Markteintritt eines neuen Mitbewerbers auf einer Strecke senkt die Flugpreise im Durchschnitt um 6,7 Prozent, während der Rückzug einer Airline zu Preisanstiegen von etwa 9,7 Prozent führt. Vor dem Hintergrund des laufenden Überprüfungsverfahrens der EU-Kommission zur Flughafengebührenrichtlinie und zur Flughafen-Slot-Verordnung fordert ACI EUROPE eine grundlegende Modernisierung der Vergaberegeln für Start- und Landerechte. Der Verband verweist dabei auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit, der bereits die Ineffizienzen bei der

weiterlesen »

Europäische Kommission leitet DSA-Verfahren gegen Booking.com ein

Die Europäische Kommission hat am 21. Oktober 2026 ein förmliches Prüfverfahren gegen die Buchungsplattform Booking.com nach den Bestimmungen des Digital Services Act (DSA) eingeleitet. Gegenstand der Untersuchung ist die Frage, ob der Online-Vermittler systematische Risiken durch gefälschte Unterkunftsinserate, Phishing-Angriffe über das interne Mitteilungssystem sowie mangelhaft gekennzeichnete Bezahlplatzierungen in den Suchergebnissen ausreichend bewertet und gemindert hat. Im Falle nachgewiesener Verstöße gegen die Pflichten für sehr große Online-Plattformen drohen dem US-Mutterkonzern Booking Holdings erhebliche Geldbußen. Anlässlich des Verfahrens fordern die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Hotelstars Union (HSU) den verpflichtenden Abgleich von Hotelangaben mit offiziellen Klassifizierungsdatenbanken. Nach Angaben von Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der WKÖ, sowie HSU-Präsident Markus Luthe könnten durch eine automatisierte Schnittstelle sowohl die Sternekategorie als auch die physische Existenz und Anschrift eines Betriebs verifiziert werden. Der Branchenverband verweist darauf, dass Wettbewerber wie Tripadvisor und Expedia entsprechende Registerdaten seit Jahren zur Verifizierung nutzen, während Booking.com Sterneangaben weiterhin auf Basis unüberprüfter Eigentümerangaben anzeigt. Das Vorgehen des Buchungsportals stand bereits zuvor in der Kritik: Nach einer Entscheidung der niederländischen Reclame Code Commissie aus dem Jahr 2025, die im April 2026 rechtskräftig bestätigt wurde, wurden unüberprüfte Sterneangaben auf der Plattform als irreführend eingestuft. Gemäß Artikel 26 sowie den Risikominimierungsvorschriften des DSA haftet ein Online-Marktplatz für die Richtigkeit von Angaben, sofern diese für den Verbraucher wie eigene Plattforminformationen erscheinen. Die HSU hat der Europäischen Kommission angeboten, den kostenfreien Zugriff auf das Datenregister von über 22.000 klassifizierten Betrieben in 22 europäischen Partnerländern als verbindliche Abhilfemaßnahme im Verfahren festzuschreiben.

weiterlesen »

Nationalrat berät über Mittelbedarf des Bundesheeres und offene Prüfberichte

Im Landesverteidigungsausschuss des österreichischen Nationalrats hat am 22. Oktober 2026 eine Debatte über die künftige Budgetierung des Bundesheeres und militärische Beschaffungsvorhaben stattgefunden. Im Zentrum der Diskussion stand der Streit um die Absicherung des Zielwerts von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Ausgaben im Verteidigungsressort bis zum Jahr 2032. Freiheitliche Mandatare forderten vor dem Hintergrund des aktuellen Landesverteidigungsberichts eine gesetzliche Anpassung, da für die Umsetzung des Streitkräfteaufbaus im Zeitraum von 2027 bis 2031 eine Finanzierungslücke von rund 12,56 Milliarden Euro drohe. Sämtliche Oppositionsanträge – darunter auch Initiativen zur ehestmöglichen Beschaffung bewaffneter Kampfdrohnen – wurden von den Regierungsfraktionen vertagt. Neben der Debatte um die Budgetentwicklung standen Anträge der Grünen im Ausschuss zur Abstimmung. Die Fraktion forderte die zügige Behandlung einer überarbeiteten Sicherheitsstrategie für Österreich bis Jahresende 2026 sowie die vollständige Vorlage des Prüfberichts zum Kauf von zwölf Jet-Trainern des Typs Leonardo M-346FA aus Italien. Die Anschaffung der Flugzeuge im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro war Ende November 2025 auf dem Weg einer Direktvereinbarung zwischen Regierungen beschlossen worden, was Kritik wegen mangelnden Wettbewerbs und hoher Stückkosten nach sich zog. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Vertreter der Regierungsfraktionen verwiesen bezüglich der Finanzierung auf bisherige Budgetsteigerungen im Verteidigungsetat und hielten am Zweiprozentziel fest. Die Beschaffung unbemannter Systeme bleibe Bestandteil der militärischen Planungen, erfordere jedoch Vorbereitungen bei Ausbildung und Infrastruktur. Hinsichtlich der Beschaffungsprüfung der Leonardo-Jets betonte das Ministerium, dass die Übermittlung des Berichts an das Parlament nach Abschluss der laufenden Stellungnahmeverfahren der Kommission erfolgen werde. Sicherheits- und Fachbeobachter verweisen darauf, dass die Vertagung der parlamentarischen Anträge die

weiterlesen »