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Bustouristik verzeichnet höhere Umsätze bei rückläufigen Fahrgastzahlen

Der deutsche Markt für Bus- und Gruppenreisen weist nach aktuellen Erhebungen des Internationalen Bustouristik Verbandes (RDA) auf Basis der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen ein nominales Umsatzwachstum auf. Insgesamt spülten Busurlaubs- und Kurzreisen im Jahr 2025 rund 4,33 Milliarden Euro in die Kassen der Anbieter, während die Gäste am Zielort weitere 1,52 Milliarden Euro ausgaben. Die wirtschaftliche Erholung der Branche, die zu einem großen Teil von etwa 2.560 mittelständischen Familienbetrieben getragen wird, täuscht jedoch über rückläufige Volumina hinweg. Der Umsatzanstieg gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 ist primär auf erhebliche Preissteigerungen zurückzuführen, während die reinen Passagierzahlen weiterhin deutlich hinter früheren Werten zurückbleiben. So lag das Fahrgastaufkommen bei Busurlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer im Jahr 2025 bei 2,92 Millionen Fahrten, was einem Minus von knapp 22 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Bei den Kurzreisen fiel der Rückgang mit 36 Prozent auf 2,15 Millionen Reisen noch deutlicher aus. Parallel dazu stieg der Durchschnittspreis für eine längere Busreise auf 1.081 Euro an – eine Steigerung von rund 35 Prozent gegenüber 2019. Als Reaktion auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten und Reisepreise kürzen Verbraucher die Verweildauer: Die durchschnittliche Reisedauer sank innerhalb eines Jahres von 10,7 Tagen auf 9,5 Tage. Die Demografie der Zielgruppe verdeutlicht zudem die soziale Komponente des Busreisesektors. Mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren und einem Anteil von über 50 Prozent an Fahrgästen ab 70 Jahren bedient die Branche vor allem ältere Menschen. Mehr als die Hälfte der Kunden verfügt über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von maximal 2.499 Euro und lebt in kleineren Orten

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Ermittlungen gegen Anex-Chef Neşet Koçkar lösen Widersprüche aus

Der Mitbegründer und Eigentümer der Anex Tourism Group, Neşet Koçkar, ist in der Türkei erneut in das Visier der Justizbehörden geraten. Nach Berichten türkischer Medien führten Einsatzkräfte im Rahmen einer von der Staatsanwaltschaft Serik in der Provinz Antalya koordinierten Aktion eine Razzia durch. Bei dem Einsatz wurden 35 Adressen sowie zwei Schiffe durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 20 Personen aus der Wirtschaft sowie dem lokalen Verwaltungssektor und umfassen Vorwürfe in Zusammenhang mit dem Konsum sowie der Beschaffung von Rauschmitteln und der Vorbereitung von Prostitution. Neben Koçkar wurden weitere Personen aus der regionalen Tourismus- und Automobilbranche vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Unternehmensführung der Anex Tourism Group wies die Darstellungen über eine Festnahme umgehend zurück und bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet. Laut einer offiziellen Mitteilung des Konzerns habe der Firmenleitung lediglich eine Aufforderung zur Zeugenaussage vorgelegen. Koçkar habe diesen Behördentermin wahrgenommen und seine Aussage zu den untersuchten Vorgängen abgegeben. Aus Sicht des Reiseveranstalters ist das Verfahren gegen den Unternehmenschef damit bereits abgeschlossen, und Koçkar führt die Geschäfte des Konzerns ohne Einschränkungen weiter. Das Unternehmen betonte zudem, dass gegen die konzerneigene Hotelkette Selectum derzeit keine behördlichen Ermittlungen vorliegen. Der Vorfall offenbart erhebliche Diskrepanzen zwischen den Darstellungen der türkischen Strafverfolgungsbehörden und der Unternehmenskommunikation. Unabhängige Beobachter verweisen auf die komplexe politische und rechtliche Lage im türkischen Justizsystem, dessen Unabhängigkeit von internationalen Organisationen wiederholt infrage gestellt wird. Für die Anex Tourism Group, zu der im deutschsprachigen Raum Traditionsmarken wie Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen gehören, bergen die wiederholten Ermittlungen gegen die Führungsebene

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Luftfahrt- und Technologiekonzerne fordern flexible EU-Regeln für Biometrie an Flughäfen

Eine Allianz aus Luftfahrtverbänden und Technologieunternehmen, darunter ACI Europe, Amadeus, IATA, Idemia Public Security und Sita, hat sich zur „Responsible Biometrics Travel Industry Coalition“ zusammengeschlossen. Mit der Veröffentlichung eines gemeinsamen Manifests fordert der Zusammenschluss die Europäischen Union dazu auf, im Rahmen des geplanten Gesetzespakets „Digital Omnibus“ verlässliche und technologieneutrale Rahmenbedingungen für den Einsatz biometrischer Verfahren im Flugverkehr zu schaffen. Die Branchenvertreter warnen davor, dass bürokratische Auflagen die freiwillige Nutzung von Gesichtserkennung und Identitätsprüfungen an Terminalzugängen oder Boarding-Gates erschweren könnten. Ziel der Brancheninitiative ist eine stärkere Automatisierung der Abfertigungsprozesse an europäischen Flughäfen, um Passagierströme bei steigendem Aufkommen effizienter zu steuern und bestehende Infrastrukturen besser auszulasten. Die Befürworter verweisen auf Befragungen des Flugverbandes IATA, wonach rund 74 Prozent der Reisenden bereit wären, biometrische Daten zugunsten schnellerer Kontrollen bereitzustellen. Gleichzeitig betont die Allianz, dass die Nutzung biometrischer Systeme stets auf freiwilliger Basis erfolgen müsse. Den Passagieren sollen weiterhin herkömmliche, nicht-biometrische Prüfverfahren offenstehen sowie Kontrollrechte über die Löschung ihrer Daten gewährt werden. Bürgerrechtsorganisationen und Datenschutzexperten bewerten den Vorstoß der Industrie hingegen zurückhaltend und verweisen auf bestehende Risiken. Kritiker warnen vor einer schrittweisen Normalisierung der Erfassung sensibler biometrischer Merkmale im öffentlichen Raum, die mittelfristig den Druck auf Reisende erhöhen könnte, entsprechende Systeme trotz formaler Wahlfreiheit zu nutzen. Zudem verweisen Verbraucherschützer auf verbleibende Sicherheitsrisiken bezüglich der Speicherung und Verarbeitung digitaler Identitätsdaten bei grenzüberschreitenden Flugbewegungen. Das geplante Regulierungsvorhaben der Europäischen Kommission steht somit vor der Aufgabe, die Interessen der Luftfahrtbranche an schnellen Abfertigungszeiten mit den Vorgaben des europäischen Datenschutzrechts abzuwägen.

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FACC AG ordnet Unternehmensfinanzierung im Zuge von Investitionsplänen neu

Der im oberösterreichischen Ried im Innkreis ansässige Luftfahrtzulieferer FACC AG hat die Umstrukturierung seiner Kreditlinien bekannt gegeben. Das an der Wiener Börse notierte Unternehmen, das sich mehrheitlich im Besitz der staatlichen chinesischen AVIC-Gruppe befindet, ersetzte eine bisherige Kreditvereinbarung über 225 Millionen Euro vorzeitig durch einen neuen Konsortialkredit über 190 Millionen Euro. Die Finanzierungsvereinbarung steht unter der Federführung der UniCredit Bank Austria und wird von einem Konsortium aus fünf österreichischen sowie zwei deutschen Banken getragen. Das Darlehen weist eine Grundlaufzeit von drei Jahren auf, wobei vertragliche Optionen für eine zweimalige Verlängerung um jeweils ein Jahr verankert wurden. Das neue Finanzpaket dient der Absicherung eines bis zum Jahr 2030 angesetzten Investitionsvolumens von rund 350 Millionen Euro. Die Mittel sollen unter anderem in den Ausbau von Fertigungskapazitäten, die Automatisierung von Produktionsprozessen sowie die Erweiterung internationaler Standorte fließen. Der Konzern begründet die Maßnahmen mit steigenden Abrufzahlen bei bestehenden Flugzeugprogrammen der großen Flugzeug- und Triebwerkshersteller wie Airbus und Boeing. Um die Kapazitätsengpässe in der globalen Flugzeugproduktion zu bedienen, setzt der Komponentenhersteller auf eine Ausweitung der eigenen Infrastruktur. Trotz der im Branchenvergleich positiven Umsatzentwicklung der jüngeren Vergangenheit bleibt die Finanz- und Unternehmensstruktur der FACC AG nicht frei von Risiken. Branchenanalysten verweisen auf erhebliche Herausforderungen im Marktumfeld: Anhaltende Engpässe in den weltweiten Lieferketten, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie der anhaltende Personalmangel setzen die Marge unter Druck. Hinzu kommt, dass der Zulieferer direkt von der Produktionsstabilität der großen Flugzeugbauer abhängig ist, die zuletzt immer wieder mit Fertigungsverzögerungen zu kämpfen hatten. Zudem wirft die verringerte Gesamtsumme der Kreditlinie von

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Discover Airlines stellt neuen Markenauftritt vor

Die Ferienfluggesellschaft Discover Airlines, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa Group, hat zum Start der hessischen Herbstferien eine Neuausrichtung ihrer Marketingstrategie bekannt gegeben. Nach fünf Jahren ersetzt das Unternehmen den bisherigen Slogan „Let’s discover“ durch den deutschsprachigen Claim „Wir fliegen für dich“. Damit rückt die Fluggesellschaft, die im Sommer 2021 unter dem ursprünglichen Namen Eurowings Discover an den Start ging, den persönlichen Service sowie die Interaktion zwischen Kabine und Passagieren stärker in den Fokus ihrer Markenkommunikation. Die Begleitkampagne umfasst unter anderem Werbemaßnahmen an den Hauptdrehkreuzen Frankfurt am Main und München sowie Aktivitäten auf digitalen Kanälen. Der Wechsel des Markenversprechens fällt in eine Phase betrieblicher Neustrukturierungen und Flottenanpassungen. Parallel zur kommunikativen Umstellung plant die Fluggesellschaft ab dem kommenden Jahr eine schrittweise Überarbeitung der Innenraumausstattung ihrer Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A330 unter dem Namen „Ocean Blue“. Zudem ist die schrittweise Ergänzung der Flotte durch Flugzeuge des Typs Airbus A350 vorgesehen. Die Airline verweist im Zuge der Ankündigung auf Werte des sogenannten Net Promoter Scores (NPS) von über 55 Punkten zur Messung der Kundenzufriedenheit. Kritische Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der Neuausrichtung operative Herausforderungen im Wettbewerbsumfeld vorausgingen. In der jüngeren Vergangenheit war die Fluggesellschaft mit Streikaufrufen der Gewerkschaften Cockpit und Vereinigung Kabinenpersonal konfrontiert, bei denen es um Tarifverträge und Arbeitsbedingungen für das fliegende Personal ging. Zudem ist der Markt für Ferienflüge ab Deutschland durch einen intensiven Preiskampf mit Mitbewerbern wie Condor geprägt, die ihrerseits in die Modernisierung ihrer Flotten und Serviceangebote investieren. Die Wirksamkeit des neuen Markenauftritts wird sich daher auch an der Stabilität des

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Qanot Sharq pausiert Frankfurt-Flüge zum Winterstart

Die usbekische Privatfluggesellschaft Qanot Sharq setzt ihre Direktverbindung zwischen der zentralasiatischen Hauptstadt Taschkent und dem Drehkreuz Frankfurt am Main zum Auftakt des Winterflugplans 2026/27 vorübergehend aus. Nach Auswertungen internationaler Flugplandaten ruht der Betrieb auf der Route im Zeitraum vom 27. Oktober bis einschließlich 13. November 2026. Eine Wiederaufnahme der Flüge ist für den 17. November vorgesehen. Im Anschluss plant die Airline, die Strecke zweimal wöchentlich an den Verkehrstagen Dienstag und Freitag mit Maschinen des Typs Airbus A321 zu bedienen. Die dreiwöchige Pause fällt exakt in die Übergangsphase zwischen der Sommersaison und dem Beginn der nachfrageschwächeren Wintermonate. Branchenanalysten werten derartige temporäre Streichungen im internationalen Flugbetrieb häufig als Maßnahme zur Kapazitätssteuerung oder als Folge operativer Anpassungen bei der Flottenwartung. Qanot Sharq, die 1998 als erste private Fluggesellschaft Usbekistans gegründet wurde und nach einer mehrjährigen Pause ab 2021 den Passagierflugbetrieb neu aufnahm, betreibt eine überschaubare Flotte aus Airbus-Mittelnstreckenjets sowie Großraumflugzeugen für die Langstrecke. Für die Anbindung Zentralasiens an den europäischen Kontinent bedeuten solche Flugplanausdünnungen eine kurzfristige Verringerung des Sitzplatzangebots. Der Markt für Flüge von und nach Usbekistan steht unter einem zunehmenden Wettbewerbsdruck, da neben dem staatlichen Marktführer Uzbekistan Airways auch weitere regionale Anbieter und Billigfluggesellschaften um die Passagierströme zwischen Europa und Asien konkurrieren. Die Stabilität von Flugverbindungen privater Airlines hängt dabei stark von der jeweiligen Auslastung sowie den Vereinbarungen mit den Flughafenbetreibern ab. Passagiere mit bereits gebuchten Tickets für den Betroffenen Zeitraum stehen im Zuge der Betriebspause vor Umbuchungen oder Erstattungsforderungen. Ob die geplante Wiederaufnahme ab Mitte November ohne weitere Einschränkungen und mit

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Lufthansa stockt Langstreckenflüge ab München nach Bangalore und Johannesburg auf

Die Deutsche Lufthansa hebt im ersten Quartal 2027 vorübergehend ihre Frequenzen auf ausgewählten Interkontinentalstrecken ab dem Drehkreuz München an. Aus Branchenberichten geht hervor, dass die Fluggesellschaft in den ersten Wochen des Jahres die Verbindungen in die indische Technologiemetropole Bangalore sowie nach Johannesburg in Südafrika verdichtet. Auf der Route nach Bangalore erhöht der Konzern das Angebot vom 1. bis 13. Januar von derzeit fünf auf sieben wöchentliche Verbindungen, bevor die Frequenz ab dem 19. Januar auf sechs Flüge pro Woche angepasst wird. Auch die Verbindung nach Johannesburg wird zwischen dem 5. Januar und 13. Februar von fünf auf sechs wöchentliche Abflüge aufgestockt, wobei im Zeitraum vom 22. Januar bis 5. Februar tägliche Flüge vorgesehen sind. Auf beiden Strecken setzt der Luftfahrtkonzern Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A350-900 ein. Die Aufstockung der Frequenzen fällt in eine Phase erhöhter Nachfrage im Fernreise- und Geschäftsreiseverkehr zu Beginn des Jahres. Insbesondere der indische Markt verzeichnet seit der Pandemie ein kontinuierliches Wachstum im Passagieraufkommen, was Fluggesellschaften zu einer flexiblen Anpassung ihrer Kapazitäten veranlasst. Für den Standort München stellt der Einsatz des A350-900 das zentrale Element der Langstreckenflotte dar, da das Flugmuster durch seine Reichweite und Sitzplatzkapazität für derartige saisonale Nachfragespitzen ausgelegt ist. Parallel dazu bedient Lufthansa diese Ziele auch von ihrem primären Drehkreuz Frankfurt aus, wodurch sich das Gesamtangebot ab Deutschland temporär verdichtet. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass solche kurzfristigen Frequenzanpassungen Teil der operativen Flottensteuerung sind, um die Auslastung auf ertragsstarken Routen zu optimieren. Der temporäre Charakter der Aufstockung bis Mitte Februar deutet darauf hin, dass die Fluggesellschaft

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Mongolei prüft Einsatz chinesischer Passagierflugzeuge vom Typ C919

Die mongolische Regierung evaluiert die Beschaffung und den operativen Einsatz von Verkehrsflugzeugen des chinesischen Herstellers Commercial Aircraft Corporation of China (Comac). Im Rahmen eines Arbeitstreffens am 25. September in Shanghai erörterten der mongolische Verkehrsminister B. Delgersaikhan und Comac-Chef Shen Bo die Bedingungen für eine mögliche Flottenerneuerung der Staatsfluggesellschaft MIAT Mongolian Airlines. Das Treffen befasste sich zudem mit Optionen zur Intensivierung der bilateralen Luftverkehrsbeziehungen sowie der Beschaffung des kleineren Regionalflugzeugs C909, das zuvor unter der Bezeichnung ARJ21 vertrieben wurde. Die technische Auswertung durch das mongolische Ministerium umfasst wesentliche betriebliche und regulatorische Kriterien für den Flugbetrieb. Untersucht werden die gegenseitige Anerkennung der zivilen Musterzulassung, die Flugsicherheitsstandards sowie die Zuverlässigkeit der Triebwerke und Systeme bei extremer Kälte und auf hochgelegenen Flugplätzen. Zudem stehen Betriebskosten, Reichweite, Treibstoffeffizienz, Ersatzteilversorgung und Wartungsstrukturen im Fokus der Prüfung. Der Hersteller Comac stellte technische Unterstützung bei den Betreiberstrukturen sowie Schulungsangebote für mongolisches Flug- und Wartungspersonal in Aussicht. Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der China versucht, seine im Inlandsverkehr erprobten Flugzeugmuster international zu etablieren. Während die etablierten westlichen Flugzeugbauer Boeing und Airbus mit Lieferkettenproblemen und langen Wartezeiten kämpfen, bietet Comac Staaten in Asien und Afrika eine Alternative. Dennoch steht der internationale Export der C919 vor Hürden, da dem Flugzeugmodell bislang die behördlichen Zulassungen durch die US-amerikanische Federal Aviation Administration (FAA) sowie die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) fehlen, was den weltweiten Flugbetrieb und Weiterverkauf maßgeblich einschränkt. Für die mongolische Fluggesellschaft MIAT, deren Flotte derzeit vor allem aus Boeing-Maschinen besteht, würde die Einfügung chinesischer Flugzeugmuster Anpassungen bei Wartungsprozessen, Pilotenlizenzen

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Flughafen Paderborn/Lippstadt rüstet Feuerwehr mit drei Großlöschfahrzeugen auf

Die Flughafen-Feuerwehr am Flughafen Paderborn/Lippstadt übernimmt künftig drei neue Flugfeld-Löschfahrzeuge des Modells Rosenbauer Panther 8×8. Die Beschaffung der rund 48 Tonnen schweren Spezialfahrzeuge dient der Anpassung an die international vorgeschriebenen Sicherheitsstandards der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) für den Brandschutz auf Verkehrsflughäfen. Jedes der Fahrzeuge verfügt über eine Motorleistung von 1.400 PS, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h und ist mit 12.500 Litern Wasser, zwei Schaummitteltanks sowie 250 Kilogramm Löschpulver ausgestattet. Über den Dachwerfer lassen sich bis zu 6.000 Liter Löschmittel pro Minute bei einer Reichweite von maximal 90 Metern austragen. Die Investition in den Fuhrpark erfolgt vor dem Hintergrund der behördlichen Auflagen zur Aufrechterhaltung der Feuerwehr-Kategorie für den regionalen Passagier- und Charterverkehr. Um bei Flugzeugbränden die gesetzlich geforderte Eingreifzeit von maximal drei Minuten an jedem Punkt des Rollfelds einzuhalten, setzt der Betreiber auf die Beschleunigung der vierachsigen Allradfahrzeuge, die in 22 Sekunden von null auf 80 km/h beschleunigen. Der österreichische Hersteller Rosenbauer beliefert zahlreiche internationale Drehkreuze mit der Modellreihe, die speziell auf die Bekämpfung von Großbränden an Luftfahrzeugen zugeschnitten ist. Branchenanalysten verweisen jedoch auf die erheblichen Kapitalkosten, die mit der Anschaffung und Instandhaltung von Großlöschfahrzeugen dieser Leistungsklasse für kleinere Regionalflughäfen verbunden sind. Für den Flughafen Paderborn/Lippstadt, der nach der Insolvenz im Jahr 2020 durch eine Neuausrichtung und kommunale Beihilfen stabilisiert werden musste, stellt die Erneuerung der Feuerwehrinfrastruktur einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Der betriebswirtschaftliche Nutzen solcher Spezialfahrzeuge steht in direktem Zusammenhang mit der langfristigen Auslastung des Standorts durch Fluggesellschaften. Die Ausrüstung der Flughafen-Feuerwehr mit moderner Löschtechnik erhöht die operative Einsatzbereitschaft bei Notfällen,

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Flugunfallbehörde ermittelt wegen Beinahe-Kollisionen am Flughafen Sydney

Am Flughafen Sydney verzeichnet die australische Flugunfalluntersuchungsbehörde Australian Transport Safety Bureau (ATSB) eine auffällige Zunahme gefährlicher Annäherungen zwischen Flugzeugen auf den Start- und Landebahnen. Eine statistische Auswertung für den Zeitraum von 2016 bis 2026 ergab, dass die sogenannte Konfliktrate je Flugbewegung am größten Drehkreuz des Landes um rund 20 Prozent über dem nationalen Durchschnitt liegt. Insbesondere seit dem Ende der Pandemie hat sich das Risiko für Zwischenfälle auf dem Rollfeld im Vergleich zu anderen großen Verkehrsflughäfen Australiens spürbar erhöht. Aktuell stehen sechs Vorfälle aus den Monaten Juli und August 2026 im Fokus der Ermittler. Das ATSB hat nun vier vorläufige Untersuchungsberichte veröffentlicht, die das Ausmaß der Sicherheitsmängel verdeutlichen. Ein Vorfall Ende Juli wurde von den Ermittlern als eine der schwersten Verletzungen von Bahnabständen in der Geschichte der australischen Luftfahrt eingestuft: Eine Boeing 737 und eine Bombardier DHC-8 der Fluggesellschaft Qantas verfehlten sich auf überschneidenden Pisten um lediglich 120 Meter. Bei weiteren Zwischenfällen gerieten Maschinen im Landeanflug oder beim Verlassen der Piste in Konflikt mit startenden Passagierflugzeugen. Ein zentraler Ermittlungsansatz der Behörde richtet sich auf die Personalausstattung der staatlichen Flugsicherung Airservices Australia. Branchenkenner und Pilotengewerkschaften weisen seit Längerem auf anhaltenden Personalmangel, überhohe Belastung der Fluglotsen sowie organisatorische Engpässe im Kontrollturm von Sydney hin. Schichtunterbesetzungen führten in der Vergangenheit wiederholt zu einer Zusammenlegung von Kontrollsektoren, was die Arbeitsbelastung des Dienst habenden Personals bei dichtem Flugverkehr drastisch steigert und das Fehlerrisiko bei Freigaben erhöht. Die Kombination aus hoher Verkehrsdichte, komplexe Pistenkreuzungen am Kingsford Smith Airport und strukturellen Problemen bei der Flugsicherung stellt die

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