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Aussetzung von US-Schnellkontrollprogrammen führt zu massiven Verzögerungen

Die US-Heimatschutzbehörde (DHS) hat die vorübergehende Aussetzung der etablierten Schnellkontrollprogramme „Global Entry“ und „TSA PreCheck“ angekündigt. Ab Sonntag um 6:00 Uhr US-Ostküstenzeit werden diese Dienste an den Flughäfen landesweit gestoppt. Grund für diesen drastischen Schritt ist eine anhaltende Budgetsperre innerhalb des Department of Homeland Security, die aus dem Scheitern politischer Verhandlungen im US-Kongress über Einwanderungsreformen resultiert. Heimatschutzministerin Kristi Noem rechtfertigte die Maßnahme als notwendige Personalentscheidung in einer finanziellen Notlage. Da die Behörde seit dem 17. Februar ihre offiziellen Informationskanäle aufgrund der Haushaltssperre nicht mehr aktualisiert, blieb Reisenden und Fluggesellschaften kaum Vorlaufzeit für organisatorische Anpassungen. Für den internationalen Flugverkehr bedeutet der Stopp von „Global Entry“ einen erheblichen logistischen Rückschlag, da das Programm im Vorfeld geprüften Reisenden eine beschleunigte Zoll- und Einreiseabwicklung ermöglicht. Gleichzeitig entfällt mit „TSA PreCheck“ die verkürzte Sicherheitskontrolle für registrierte Passagiere, was die Wartezeiten an den Knotenpunkten massiv erhöhen dürfte. Der Branchenverband Airlines for America (A4A) äußerte scharfe Kritik an der kurzfristigen Bekanntgabe. Verbandschef Chris Sununu warnte vor wirtschaftlichen Folgen, die über die unmittelbaren Verzögerungen hinausgehen. Vergleichbare Stilllegungen in der Vergangenheit führten Schätzungen zufolge zu Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe für die Reise- und Luftfahrtbranche. Zusätzliche Marktanalysen deuten darauf hin, dass insbesondere große Drehkreuze wie New York (JFK), Chicago (ORD) und Los Angeles (LAX) von den personellen Engpässen bei der Grenzkontrollbehörde CBP und der Transportsicherheitsbehörde TSA betroffen sein werden. Experten raten Passagieren, deutlich mehr Zeit für die Abfertigung einzuplanen, da die regulären Kontrollschlangen durch das Wegfallen der beschleunigten Verfahren zusätzlich belastet werden. Die Budgetsperre betrifft neben den Reiseprogrammen auch weite Teile

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Umfassende Strukturreform der ÖBB für das Jahr 2027 angekündigt

Verkehrsminister Peter Hanke hat eine grundlegende Neuausrichtung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) initiiert, um den Staatskonzern für die kommenden Jahrzehnte wettbewerbsfähiger zu machen. Das Ministerium beauftragte den Aufsichtsrat und den Vorstand, innerhalb der nächsten zwei Monate ein detailliertes Konzept vorzulegen, das die strategische Ausrichtung bis zum Jahr 2040 festlegt. Der offizielle Startschuss für die neue Organisationsstruktur ist für den Beginn des Jahres 2027 geplant. Im Zentrum der Reform steht eine Modernisierung des Bundesbahngesetzes, das seit seiner letzten großen Überarbeitung im Jahr 2003 die aktuelle Aufteilung in eine Holding sowie die operativen Gesellschaften für Personenverkehr, Infrastruktur und Güterverkehr vorschreibt. Durch die geplanten gesetzlichen Anpassungen soll vor allem die unternehmerische Flexibilität des Konzerns erhöht werden. Bisherige Strukturen führten laut Ministerium zu unnötigen bürokratischen Doppelgleisigkeiten, die Entscheidungsprozesse verlangsamen. Die Reform zielt darauf ab, die ÖBB als integrierten Konzern zu erhalten, jedoch die internen Abläufe deutlich zu straffen. Trotz der angestrebten Effizienzsteigerung betonte die Politik, dass kein Stellenabbau und kein klassisches Sparprogramm im Fokus stehen. Vielmehr gehe es darum, die Kapazitäten besser zu bündeln, um auf die rasant steigende Nachfrage im Schienenverkehr und den zunehmenden Wettbewerb durch private Anbieter sowie die voranschreitende Digitalisierung reagieren zu können. ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä signalisierte Unterstützung für das Vorhaben und sieht darin eine Chance, den Handlungsspielraum des Managements zu erweitern. In Branchenkreisen wird spekuliert, dass die Reform auch eine engere Verzahnung der IT-Dienstleistungen und eine Zentralisierung von Beschaffungsprozessen vorsehen könnte, um Kosten ohne Qualitätsverlust zu senken. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Modernisierung des Fuhrparks bleiben dabei zentrale Säulen

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Konflikt um Flugshow zum Jubiläum des Flughafens Altenrhein

Die geplante Flugshow zum 100-jährigen Bestehen des Schweizer Flughafens Altenrhein sorgt für erhebliche politische Spannungen über die Landesgrenzen hinweg. Nachdem die Vorarlberger Landesregierung am vergangenen Donnerstag ihre grundsätzliche Zustimmung für das im August 2026 geplante Ereignis erteilt hatte, formierte sich umgehend Widerstand in den angrenzenden österreichischen Gemeinden. Insbesondere die Bürgermeister von Gaißau, Höchst und Fußach kritisieren die Entscheidung scharf und werfen der Landesleitung vor, die Interessen der lokalen Bevölkerung und die Belange des Lärmschutzes missachtet zu haben. Kern des Streits ist der geplante Einsatz der Kunstflugstaffel Patrouille Suisse, deren Kampfjets für die Jubiläumsfeierlichkeiten den Luftraum über dem Rheindelta nutzen sollen. Die betroffenen Rheindeltagemeinden beklagen in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass die Verhandlungen nicht auf Augenhöhe geführt wurden. Die lokalen Behörden seien erst zeitgleich mit der öffentlichen Bekanntgabe über die positive Entscheidung aus Bregenz informiert worden. Neben der massiven Lärmbelastung durch die Düsenjets führen die Gemeindevertreter operative Bedenken hinsichtlich der Überflughöhen und der Sicherheit über besiedeltem Gebiet an. Zwar sieht die Vereinbarung zwischen Vorarlberg und der Schweiz vor, dass die Vorführungen auf zwei Zeitfenster von jeweils dreißig Minuten begrenzt werden und Siedlungsräume nach Möglichkeit zu meiden sind, doch dies reicht den Kritikern vor Ort nicht aus. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch die rechtliche Prüfung der Überflugsgenehmigungen im grenznahen Bereich. Da der Flughafen St. Gallen-Altenrhein unmittelbar an der österreichischen Staatsgrenze liegt, berühren Starts und Landungen sowie Kunstflugmanöver zwangsläufig österreichisches Hoheitsgebiet. Historisch gesehen war die Lärmbelastung durch den Flugplatz bereits häufiger Gegenstand zwischenstaatlicher Gespräche. Die aktuelle Genehmigung der Landesregierung ist rechtlich gesehen lediglich

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US-Repräsentantenhaus bringt ALERT Act zur Verschärfung der Flugsicherheit ein

Als Reaktion auf die verheerende Kollision zwischen einem Regionalflugzeug und einem Militärhubschrauber im Januar 2025 hat das US-Repräsentantenhaus ein umfassendes Gesetzespaket zur Erhöhung der Sicherheit im Luftraum auf den Weg gebracht. Der sogenannte ALERT Act (Airspace Location and Enhanced Risk Transparency Act) zielt darauf ab, sämtliche Sicherheitsempfehlungen des National Transportation Safety Board (NTSB) gesetzlich zu verankern. Bei dem Unglück nahe dem Washington Reagan National Airport (DCA), an dem eine CRJ700 von American Airlines und ein Black Hawk Hubschrauber der US-Armee beteiligt waren, kamen 67 Menschen ums Leben. Die einjährige Untersuchung des NTSB deckte erhebliche Defizite in der Überwachung dichter Lufträume sowie technologische Lücken bei Kollisionswarnsystemen auf. Der Gesetzentwurf sieht tiefgreifende technologische Nachrüstungen vor, die weit über bisherige Standards hinausgehen. Unter dem ALERT Act müsste die Luftfahrtbehörde FAA die Einführung von ACAS-Xa für bestimmte Turbinenflugzeuge anordnen und neue Standards für ACAS-Xr entwickeln, die speziell auf Drehflügler in hochfrequentierten Lufträumen der Klasse B zugeschnitten sind. Ein zentraler Punkt ist die Integration von ADS-B-Daten in Kollisionsvermeidungssysteme, um Piloten präzisere akustische und richtungsweisende Warnungen zu liefern. Damit geht das Vorhaben deutlich über den vom Senat bereits verabschiedeten ROTOR Act hinaus, der sich primär auf die Ausweitung der ADS-B-Nutzung konzentrierte. Neben technischen Aufrüstungen adressiert die Gesetzgebung operative Verfahren der Flugsicherung und der FAA-Aufsicht. Das Gesetz weist die Behörde an, das Training für Fluglotsen in den Bereichen Fehlermanagement und visuelle Staffelung grundlegend zu revidieren. Zudem sollen die Hubschrauberrouten sowie die vertikalen Staffelungsstandards rund um den Flughafen Washington Reagan neu bewertet werden. Ein kritischer Aspekt der NTSB-Untersuchung

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Drohnenangriff auf Passagiermaschine am Flughafen Myitkyina in Myanmar

Am Flughafen Myitkyina im Norden Myanmars ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen, bei dem eine Passagiermaschine der staatlichen Myanmar National Airlines (MNA) durch Drohnenbeschuss erheblich beschädigt wurde. Berichten zufolge ereignete sich der Angriff gegen 20:12 Uhr Lokalzeit, während das Flugzeug vom Typ ATR 72-600 für einen Flug zum internationalen Flughafen Mandalay vorbereitet wurde. Die Passagiere befanden sich zum Zeitpunkt der Explosionen bereits im Boarding-Prozess. Augenzeugen und Medienberichten zufolge setzten die Angreifer mehrere Drohnen ein, von denen mindestens zwei das Flugzeug trafen. Diese waren offenbar mit Sprengköpfen ausgestattet, die denen von Panzerfäusten (RPG) ähneln. In sozialen Netzwerken veröffentlichte Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Zerstörung an der Turboprop-Maschine. Schwere Schäden sind insbesondere im vorderen Bereich nahe dem Cockpit sowie am hinteren Rumpf unterhalb des Leitwerks sichtbar, wo die Außenhaut des Flugzeugs förmlich durchsiebt wurde. Trotz der Schwere des Angriffs und der Tatsache, dass sich bereits Personen an Bord oder in unmittelbarer Nähe befanden, wurden nach derzeitigem Kenntnisstand keine Todesopfer oder Verletzten gemeldet. Der Vorfall unterstreicht jedoch die prekäre Sicherheitslage an regionalen Verkehrsknotenpunkten des Landes, die zunehmend in das Fadenkreuz bewaffneter Auseinandersetzungen geraten. Hintergrund der Tat ist der andauernde Bürgerkrieg in Myanmar. Der Angriff wird der Kachin Independence Army (KIA) zugeschrieben, einer der einflussreichsten bewaffneten ethnischen Organisationen, die gegen die Zentralregierung kämpft. Ein Sprecher der KIA wies die Verantwortung für den gezielten Schlag gegen die zivile Infrastruktur jedoch offiziell zurück. Der Flughafen Myitkyina dient nicht nur dem zivilen Luftverkehr, sondern wird auch militärisch genutzt, was ihn zu einem strategischen Ziel in dem

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Embraer und Adani Group planen Endmontagelinie für Regionaljets in Indien

Die strategische Kooperation zwischen dem brasilianischen Flugzeugbauer Embraer und dem indischen Industriekonzern Adani Defence & Aerospace nimmt konkrete Formen an. Am 21. Februar 2026 unterzeichneten beide Unternehmen in Neu-Delhi eine Absichtserklärung zum Aufbau einer Endmontagelinie (Final Assembly Line, FAL) für den Regionaljet des Typs E175 in Indien. Die Zeremonie fand im Beisein des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und des indischen Handelsministers Piyush Goyal statt. Dieser Schritt folgt einer ersten Grundsatzvereinbarung vom Januar 2026 und markiert den Beginn einer tiefgreifenden industriellen Partnerschaft, die Indien als Produktionsstandort für moderne Verkehrsflugzeuge etablieren soll. Die Entscheidung für die E175 begründet sich in der spezifischen Nachfrage des indischen Marktes. Mit einer Kapazität von bis zu 88 Passagieren gilt der Jet als ideales Fluggerät für regionale Strecken. Embraer prognostiziert für Indien in den kommenden zwei Jahrzehnten einen Bedarf von rund 500 Flugzeugen im Segment zwischen 80 und 146 Sitzen. Die lokale Fertigung soll nicht nur die Verfügbarkeit erhöhen, sondern auch die Kosten für indische Fluggesellschaften senken. Neben der reinen Montage planen Embraer und die Adani Group den Aufbau einer vollständigen Lieferkette sowie die Einrichtung von Wartungsbetrieben und Schulungszentren für Piloten direkt vor Ort. Die industrielle Initiative ist eng mit den politischen Zielen der indischen Regierung verknüpft. Im Rahmen des Programms „UDAN“ fördert der indische Staat massiv den Ausbau regionaler Flugverbindungen, um das wirtschaftliche Gefälle zwischen Metropolen und ländlichen Regionen zu verringern. Hierfür wurden bereits zahlreiche Flughäfen in kleineren Städten modernisiert oder neu errichtet. Die Partnerschaft mit Adani ermöglicht es Embraer, von diesen staatlichen

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Wizz Air sieht Hürden für weiteren Ausbau am Flughafen Ljubljana

Der Billigflieger Wizz Air verzeichnet auf seiner Ende 2023 eingeführten Verbindung zwischen Skopje und Ljubljana eine außerordentlich positive Resonanz. Im Jahr 2025 beförderte die Fluggesellschaft auf dieser Strecke insgesamt 68.060 Passagiere, was einer durchschnittlichen Sitzladequote von beachtlichen 92,9 Prozent entspricht. Trotz dieses punktuellen Erfolgs sieht das Unternehmen jedoch nur begrenzten Spielraum für eine großflächige Expansion in der slowenischen Hauptstadt. Hintergrund ist das aktuelle staatliche Subventionsmodell Sloweniens, das nach dem Zusammenbruch von Adria Airways und der Pandemie eingeführt wurde, um die Konnektivität des Landes zu stärken. Wizz Air betrachtet die Struktur dieser Anreize als nicht kompatibel mit dem eigenen Geschäftsmodell und sieht derzeit keine Basis für eine profitable Skalierung der Operationen unter den gegebenen Bedingungen. Die Geschichte von Wizz Air am Standort Ljubljana ist von Beständigkeit und Rückzug gleichermaßen geprägt. Bereits im Jahr 2006 trat der Discounter erstmals in den slowenischen Markt ein, stellte jedoch Verbindungen nach London-Luton und Charleroi nach kurzer Zeit wieder ein. Nach einer Rückkehr im Jahr 2012 hielten sich diese Strecken über ein Jahrzehnt, wurden jedoch bis 2024 sukzessive beendet. Die aktuelle Erfolgsroute nach Skopje basiert auf einem dreijährigen Fördervertrag mit der mazedonischen Regierung, der eine Fortführung der Flüge bis über das Jahr 2026 hinaus vorschreibt. Im Juni 2026 wird zudem eine neue Verbindung nach Podgorica aufgenommen, die ebenfalls durch externe Mittel – in diesem Fall durch die montenegrinische Regierung – subventioniert wird, was die Zurückhaltung gegenüber dem rein slowenischen Fördermodell unterstreicht. Das slowenische Subventionsprogramm hat bisher gemischte Resultate geliefert. Während Fluggesellschaften wie Luxair, Air Baltic und

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Antonov Airlines baut dauerhaften Stützpunkt am Flughafen Leipzig/Halle aus

Die ukrainische Antonov Airlines festigt ihre Präsenz am Flughafen Leipzig/Halle und überführt ihre seit Anfang 2022 bestehende provisorische Basis in eine dauerhafte Infrastruktur. Auf einem 24.000 Quadratmeter großen Areal im nördlichen Bereich des zweitgrößten deutschen Frachtflughafens haben die Erdarbeiten für einen modernen Wartungshangar bereits begonnen. Der Hochbau soll spätestens im April 2026 starten, wobei die Fertigstellung des Gesamtprojekts für das Jahr 2027 geplant ist. Grundlage für die Bauarbeiten ist ein Erbbauvertrag, den der Flughafenbetreiber mit der Antonov Logistics Salis GmbH (ALS) geschlossen hat. Damit reagiert das Unternehmen auf die Notwendigkeit, seine Flotte von derzeit sechs Großfrachtflugzeugen des Typs An-124 dauerhaft außerhalb der Ukraine zu warten und operativ zu steuern. Der Flughafen Leipzig/Halle dient Antonov Airlines bereits seit Ausbruch des russischen Angriffskrieges als strategisches Flottenexil. In den Stunden unmittelbar vor der Invasion im Februar 2022 gelang es der Werksfluggesellschaft, einen Großteil ihrer Maschinen aus Kiew auszufliegen und so vor der Zerstörung zu bewahren. Ein bemerkenswerter operativer Erfolg war die Überführung einer sechsten An-124 im Juli 2025, die vom Werksflughafen Kiew-Swjatoschyn nach Sachsen verlegt wurde. Die Wahl des Standorts Leipzig war dabei kein Zufall: Bereits seit 2006 unterhält Antonov am sächsischen Drehkreuz eine Wartungsbasis, die im Rahmen des SALIS-Programms (Strategic Airlift International Solution) der NATO eine zentrale Rolle beim Transport von Schwerlasten und militärischem Gerät spielt. Während Antonov Airlines massiv in die Zukunft des Standorts investiert, bleibt das Schicksal anderer Großfrachtflugzeuge am Platz ungeklärt. Auf dem Flughafengelände stehen derzeit drei weitere Maschinen des Typs An-124, die dem russischen Anbieter Volga-Dnepr gehören. Diese

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Reduzierung des Regionalverkehrs zum Flughafen BER aufgrund von Netzüberlastung

Der Schienenverkehr zwischen der Berliner Innenstadt und dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) erfährt nur wenige Monate nach der Eröffnung der Dresdner Bahn eine deutliche Einschränkung. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat angekündigt, eine der fünf stündlichen Regionalverbindungen vom Hauptbahnhof zum Flughafen vorübergehend zu streichen. Betroffen ist die Linie RE20, die bislang zur vollen Stunde verkehrte. Hintergrund dieser Maßnahme ist die anhaltende Überlastung des Nord-Süd-Tunnels, in dem es seit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke im Dezember vermehrt zu Stauerscheinungen und Verspätungen kam. Die Bahntochter DB InfraGO sieht die Kapazitätsgrenzen des Knotens Berlin derzeit überschritten, weshalb die Länder Berlin und Brandenburg einer kurzfristigen Angebotsreduzierung zugestimmt haben. Trotz der Streichung der Linie RE20 bleibt der Flughafenexpress (FEX) als zentrale Verbindung bestehen, wird jedoch in seinem Takt angepasst. Die Züge verkehren künftig viermal pro Stunde zu den Minuten 0, 22, 37 und 52. Ursprünglich war das Ziel der 16 Kilometer langen Neubaustrecke der Dresdner Bahn zwischen Südkreuz und Blankenfelde, die Fahrzeit zum BER massiv zu verkürzen und die Kapazitäten zu erhöhen. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass die Infrastruktur im Bereich des Nord-Süd-Tunnels nicht ausreichend auf das dichte Verkehrsaufkommen vorbereitet war. Der VBB betont, dass die aktuelle Anpassung lediglich eine Notlösung darstellt und fordert von der DB InfraGO langfristige technische Anpassungen, um das ursprünglich geplante Angebotskonzept sicher umzusetzen. Die Einschränkungen sind zunächst bis zum 30. April 2026 befristet. Dieses Datum korreliert mit dem geplanten Ende der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin. Da die Deutsche Bahn jedoch kürzlich witterungsbedingte Verzögerungen bei diesem Großprojekt einräumen musste, bleibt ungewiss,

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Air Serbia plant Netzwerk-Expansion zum hundertjährigen Jubiläum

Die serbische Nationalairline Air Serbia bereitet sich auf ein historisches Jahr vor. Anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums der serbischen Luftfahrt im Jahr 2027 plant das Unternehmen eine signifikante Erweiterung seines Streckennetzes. Wie der Vorstandsvorsitzende Jiri Marek auf der Tourismusmesse in Belgrad bekannt gab, bedient die Fluggesellschaft bereits heute über 100 Ziele im Linien- und Charterverkehr. Für das laufende Geschäftsjahr wurden bereits sieben neue Routen identifiziert, die das Portfolio ergänzen sollen. Die Auswahl der Destinationen erfolgt dabei auf Basis detaillierter Marktanalysen, um das wirtschaftliche Potenzial optimal auszuschöpfen und die internationale Anbindung des Standorts Serbien zu stärken. Ein zentraler Pfeiler der künftigen Strategie ist die Zusammenarbeit mit der spezialisierten Weltausstellung Expo 2027, die vom 15. Mai bis zum 15. August in Belgrad stattfinden wird. In Vorbereitung auf dieses Großereignis haben Air Serbia und die Expo 2027 eine offizielle Partnerschaft geschlossen, die am 26. Februar am Flughafen Nikola Tesla formell besiegelt wird. Die Fluggesellschaft prüft in diesem Zusammenhang auch den Einsatz dedizierter Charterverbindungen, um den erwarteten Besucherstrom aus aller Welt direkt in die serbische Hauptstadt zu befördern. Ziel dieser Kooperation ist es, die internationale Sichtbarkeit des Landes zu erhöhen und die Rolle Belgrads als regionales Luftverkehrsdrehkreuz weiter auszubauen. Parallel zur Netzerweiterung investiert Air Serbia verstärkt in die Servicequalität und das Kundenerlebnis. Geplant ist die Einführung eines neuen Vielfliegerprogramms sowie die Optimierung des Bordprodukts. Insbesondere für jüngere Fluggäste werden künftig Aktivitätspakete mit Spielzeug und Unterhaltungsmedien angeboten. Die wirtschaftliche Resonanz auf der Belgrader Tourismusmesse war bereits positiv: Durch Rabattaktionen konnte die Airline ihren Ticketabsatz vor Ort

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