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Korean Air rüstet Flotte mit Starlink-Internet aus

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air führt ab dem 15. September 2026 den Satelliten-Internetdienst Starlink von SpaceX auf ausgewählten Routen ein. Das System wird zunächst in vier modifizierten Großraumflugzeugen angeboten, darunter drei Maschinen des Typs Airbus A350-900 und eine Boeing 777-300ER. Der Service steht den Fluggästen kostenfrei zur Verfügung und wird auf Verbindungen nach Nordamerika, Europa und Südostasien sowie auf ausgewählten Strecken innerhalb Asiens bereitgestellt. Korean Air plant, die Starlink-Konnektivität bis Ende 2027 schrittweise auf die gesamte Lang- und Kurzstreckenflotte auszuweiten. Das Satellitennetzwerk von Starlink nutzt eine Konstellation in niedriger Erdumlaufbahn (LEO), die im Vergleich zu herkömmlichen geostationären Satellitensystemen geringere Latenzzeiten und höhere Bandbreiten ermöglicht. Die Passagiere erhalten Zugriff auf Datendienste wie Video-Streaming, Online-Spiele und Cloud-Anwendungen während des Fluges. Um das Kabinenumfeld nicht zu beeinträchtigen, bleiben Sprach- und Videotelefonate über den Dienst jedoch gesperrt. Auf Flugzeugen ohne das neue System wird der bisherige kostenpflichtige Internetzugang während der Übergangsphase weitergeführt. Mit der Einführung des Dienstes agiert Korean Air als erster Vollsortiment-Anbieter in Ostasien, der das System des Anbieters SpaceX in seinen Großraumflugzeugen installiert. Die Maßnahme ist Bestandteil des laufenden Flotten- und Produktmodernisierungsprogramms der Airline im Hinblick auf die geplante operative Integration der Wettbewerberin Asiana Airlines. Nach Abschluss der Fusion soll die erweiterte Gesamtflotte schrittweise auf den einheitlichen technischen Inflight-Standard umgerüstet werden. Branchenbeobachter verweisen jedoch auf die logistischen Herausforderungen bei der flächendeckenden Umrüstung einer großen Langstreckenflotte. Die Installation der Empfangsantennen und Steuerungseinheiten erfordert planmäßige Liegezeiten im Wartungsbetrieb, was während verkehrsintensiver Sommer- oder Winterflugplanperioden zu Engpässen in der Flugzeugverfügbarkeit führen kann. Zudem hängen die

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Gefügeveränderungen erhöhen Preisrisiken beim Kerosineinkauf für Fluggesellschaften

Strukturelle Verschiebungen an den globalen Raffineriemärkten erhöhen die finanziellen Risiken für Fluggesellschaften bei der Beschaffung von Kerosin. Der Treibstoff stellt für Luftfahrtunternehmen traditionell den größten einzelnen Betriebskostenfaktor dar. Kerosin wird an den Rohstoffbörsen mit einem Preisaufschlag gegenüber Rohöl gehandelt. Die Preisdifferenz zwischen dem veredelten Endprodukt und dem Ausgangsstoff Rohöl wird in der Fachbranche als Jet Fuel Crack Spread bezeichnet. Da in der Vergangenheit eine hohe Korrelation zwischen den Rohöl- und Kerosinpreisen bestand, steuerten Fluggesellschaften ihre Preisrisiken bislang überwiegend über Absicherungsgeschäfte auf Basis von Crude-Oil-Futures. In den vergangenen Monaten zeigt sich jedoch eine zunehmende Entkopplung dieser Preise, was die Effizienz klassischer Hedging-Strategien einschränkt. Engpässe bei globalen Raffineriekapazitäten, veränderte Handelsrouten durch geopolitische Spannungen sowie Verschiebungen im Ausstoß von Mitteldestillaten führen dazu, dass der Crack Spread deutlichen Schwankungen unterliegt. Für die Finanzabteilungen der Fluggesellschaften bedeutet dies, dass reine Absicherungen gegen schwankende Rohölpreise nicht mehr ausreichen, um unerwartete Kostensprünge beim Treibstoffeinkauf vollständig abzufangen. Die gestiegene Spanne belastet die Margen der Airlines insbesondere in Phasen hoher Nachfrage im Passagier- und Luftfrachtverkehr. Da Kerosin je nach Flottenstruktur und Routennetz zwischen 25 und 40 Prozent der Gesamtkosten eines Luftfahrtunternehmens ausmacht, führen unvorhergesehene Aufschläge beim Crack Spread direkt zu einer Verschlechterung der operativen Ergebnisse. Fluggesellschaften sind dadurch gezwungen, ihre Risiko-Modelle anzupassen und vermehrt spezifische Kerosin-Derivate zur finanziellen Absicherung zu nutzen, die jedoch am Markt mit geringerer Liquidität und höheren Transaktionskosten gehandelt werden. Branchenanalysten verweisen darauf, dass die anhaltende Unsicherheit bei den Raffineriemargen die Flugpreisentwicklung im internationalen Luftverkehr weiter beeinflussen könnte. Sollte die Volatilität des Jet Fuel Crack Spreads

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Marktstagnation im Winterhalbjahr: Sitzplatzangebot im deutschen Luftverkehr fällt im europäischen Vergleich zurück

Das Sitzplatzangebot im deutschen Luftverkehr stagniert im kommenden Winterhalbjahr 2026/2027. Nach aktuellen Erhebungen des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) stellen die Fluggesellschaften für den Zeitraum von September 2026 bis Februar 2027 auf Verbindungen von, nach und innerhalb Deutschlands insgesamt 117,6 Millionen Sitzplätze bereit. Dies entspricht einem Nullwachstum gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Markt im übrigen Europa wächst im selben Zeitraum hingegen um fünf Prozent und erreicht damit 115 Prozent des Vorkrisenniveaus aus dem Winter 2019/2020. Besonders gravierend zeigt sich das Gefälle bei den europäischen Punkt-zu-Punkt-Fluggesellschaften. Während diese Anbieter im europäischen Ausland ihre Kapazitäten auf 141 Prozent des Niveaus vor der Pandemie ausbauen und dort einen Marktanteil von 43 Prozent halten, liegt ihr Angebot in Deutschland 55 Prozentpunkte darunter. Der Marktanteil der Low-Cost-Carrier im deutschen Luftverkehr verharrt damit bei lediglich 28 Prozent. Als Hauptursache für den verhaltenen Kapazitätsaufbau nennen Branchenverbände die kontinuierlich gestiegenen staatlichen Standortkosten wie die Luftverkehrsteuer, erhöhte Luftsicherheitsgebühren und stiegende Flugsicherungsabgaben. Die verhaltene Entwicklung trifft insbesondere die regionalen Sekundärflughäfen, die stark von der Anbindung durch Direktfluggesellschaften wie Ryanair, Eurowings oder Easyjet abhängen. Mehrere Anbieter haben angekündigt, Fluggeräte an kostengünstigere Standorte im europäischen Ausland zu verlagern, da die Ertragsaussichten an deutschen Flughäfen unter der gegenwärtigen Abgabenlast sinken. Dies führt dazu, dass das Angebot an Direktverbindungen für Geschäfts- und Privatreisende in Deutschland weiter ausdünnt, während die Flugpreise auf verbliebenen Strecken auf hohem Niveau verharren. Luftfahrtanalysten betonen, dass die Entkopplung des deutschen Luftverkehrsmarkts vom europäischen Trend Risiken für die Anbindung des Wirtschaftsstandorts birgt. Während Drehkreuzverbindungen über die Hauptknotenpunkte Frankfurt und München durch

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Streiterei um Handgepäck führt zu Polizeieinsatz und Rauswurf bei Austrian Airlines

Ein Flug der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines von Wien nach Amsterdam hat sich am Flughafen Wien-Schwechat um rund eine Stunde verzögert. Auslöser für den unplanmäßigen Aufenthalt am Boden war eine Auseinandersetzung zwischen einem Fluggast und der Kabinenbesatzung bezüglich der Verstauung von Handgepäckstücken an Bord des Airbus A320. Nachdem die Besatzung den Passagier aufgefordert hatte, sein Gepäckstück aufgrund fehlenden Platzes in einem anderen Overhead-Bin unterzubringen, eskalierte der Streit. Der Betroffene reagierte verbal aggressiv und beschimpfte das Flugpersonal. Aufgrund des uneinsichtigen Verhaltens und zur Gewährleistung der Sicherheit an Bord machte der verantwortliche Kommandant von seinem Hausrecht Gebrauch und schloss den Mann von der Beförderung aus. Der Kapitän begleitete den Fluggast zusammen mit der leitenden Flugbegleiterin aus der Kabine des Flugzeugs. Auch die Tochter des Passagiers musste das Flugzeug verlassen. Nach dem Entladen des Gepäcks der beiden Personen konnte der Airbus A320 mit rund 60 Minuten Verspätung in Richtung des Flughafens Schiphol in Amsterdam abheben. Der Vorfall reiht sich ein in eine Zunahme von Konflikten um die Kapazitäten von Handgepäckstücken im europäischen Kontinentalverkehr. Fluggesellschaften begrenzen die Freigepäckmengen in ihren Standardtarifen zunehmend, was dazu führt, dass Passagiere vermehrt große Trolleys mit in die Kabine nehmen. Da die Gepäckfächer in älteren Flugzeugtypen wie dem Airbus A320 bei hoher Sitzplatzauslastung rasch an ihre Grenzen stoßen, kommt es beim Boarding regelmäßig zu Engpässen und Verzögerungen beim Abflug. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass Uneinsichtigkeiten bei Gepäckvorgaben ein wachsendes Abwicklungsrisiko an den Gates und in der Kabine darstellen. Der Beförderungsausschluss durch den Piloten entspricht den internationalen Richtlinien zur Aufrechterhaltung

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Air Kerala erwägt Einsatz russischer Il-114-300

Die sich im Aufbau befindliche indische Fluggesellschaft Air Kerala zieht im Rahmen von bilateralen Regierungsverhandlungen zwischen Indien und Russland die Beschaffung von bis zu 20 Turboprop-Maschinen des Typs Iljuschin Il-114-300 in Betracht. Das Vorhaben ist Teil von Absichtserklärungen über insgesamt 105 Regionalflugzeuge dieses Typs, die auch die indischen Anbieter Pinnacle Air und Sleek Aviation umfassen. Es handelt sich hierbei ausdrücklich noch nicht um verbindliche Festbestellungen, sondern um unverbindliche Vorabsprachen im Kontext einer erweiterten Luftfahrtkooperation beider Staaten. Air Kerala wartet weiterhin auf die Erteilung der operativen Betriebsgenehmigung (Air Operator Certificate) durch die indische Luftfahrtbehörde DGCA. Ursprünglich war der Betriebsstart mit drei geleasten Turboprops des Typs ATR 72-600 geplant. Engpässe auf dem globalen Leasingmarkt und Verzögerungen bei der Flugzeugbeschaffung erwiesen sich jedoch als maßgebliches Hindernis für die Aufnahme des Flugbetriebs. Vor diesem Hintergrund prüfen indische Regierungsstellen und russische Industrievertreter auch Möglichkeiten für eine spätere Lizenzmontage oder Endmontage russischer Zivilflugzeuge auf indischem Staatsgebiet. Die Orientierung auf russisches Fluggerät spiegelt die Bemühungen indischer Stellen wider, alternative Lieferketten für den Inlandsverkehr aufzubauen. Das Regionalflugförderprogramm der indischen Regierung zielt darauf ab, bisher unzureichend angebundene Flugplätze im Landesinneren zu vernetzen. Da etablierte westliche Hersteller wie ATR oder De Havilland Canada unter langen Lieferzeiten leiden, suchen indische Regionalfluggesellschaften nach Ausweichmöglichkeiten, um Flottenkapazitäten für Kurzstrecken zu sichern. Branchenbeobachter bewerten die Pläne für den Einsatz der Il-114-300 in Indien jedoch mit deutlicher Skepsis. Das Flugzeugmuster befand sich in Russland aufgrund technischer Probleme mit den TV7-117ST-01-Triebwerken und Verzögerungen im Zertifizierungsprozess wiederholt in Verzug. Ein kommerzieller Betrieb in Indien würde zudem den

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Außerplanmäßige Zwischenlandung in Stuttgart wegen Randalierer

Eine Verkehrsmaschine auf dem Flug von Paris nach Sofia musste am Mittwochabend eine außerplanmäßige Zwischenlandung am Flughafen Stuttgart einlegen. Grund für den unplanmäßigen Stopp war das aggressive Verhalten eines 20-jährigen Passagiers an Bord des mit 277 Fluggästen besetzten Verkehrsflugzeugs. Nach Angaben der zuständigen Polizeidirektion Reutlingen befand sich der Mann in einem stark alkoholisierten Zustand und bedrohte den geordneten Flugbetrieb, woraufhin die Flugbegleiter den Passagier noch in der Kabine fixieren mussten. Nach der Landung auf dem Flughafen Stuttgart wurde der Randalierer von vier Polizeibeamten aus der Maschine eskortiert und in Gewahrsam genommen. Ein auf der Polizeiwache des Flughafens durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,5 Promille. Im Zuge des Polizeieinsatzes wurden zudem zwei Begleitpersonen des Mannes von der Fluggesellschaft von der Weiterbeförderung ausgeschlossen. Während Besatzung und Passagiere an Bord unverletzt blieben, zog sich der 20-Jährige bei der Festnahme und dem Abtransport leichte Verletzungen zu. Der Festgenommene verbrachte die Nacht im Gewahrsam der Flughafenpolizei, während seine beiden Begleiter nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt wurden. Unregelmäßigkeiten durch randalierende Passagiere – im Fachjargon als „Unruly Passengers“ bezeichnet – stellen die zivile Luftfahrt zunehmend vor operative und finanzielle Herausforderungen. Die Ausweichlandung in Stuttgart führte für die verbleibenden Passagiere zu einer mehrstündigen Verspätung sowie zu zusätzlichen Betriebskosten für die betroffene Fluggesellschaft. Luftfahrtexperten und Sicherheitsbehörden verweisen darauf, dass Zwischenfälle dieser Art trotz strenger Vorschriften beim Ausschank von Alkohol an Bord und an den Abfluggates im europäischen Luftraum regelmäßig vorkommen. Neben den unmittelbaren Kosten für Kerosin, Ausweichlandegeschwüre und Bodenabfertigung drohen den Verursachern zivilrechtliche Schadenersatzforderungen

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Swiss übernimmt dritten Airbus A350-900

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat ihren dritten fabrikneuen Airbus A350-900 am Drehkreuz Zürich übernommen. Das Flugzeug mit der Registrierung HB-IFC und dem Taufnamen «Zug» reiht sich nach den Maschinen «Lausanne» (HB-IFA) und «Delémont» (HB-IFB) in die Flotte ein. Der Netzwerkträger beabsichtigt, die neue Maschine ab Oktober 2026 im regulären Linienverkehr auf den Langstreckenverbindungen von Zürich nach Shanghai sowie nach Johannesburg einzusetzen. Bis zum Jahr 2030 plant die Fluggesellschaft den schrittweisen Zulauf von insgesamt zehn Einheiten dieses Flugzeugtyps, um ältere Langstreckenmuster mittelfristig zu ersetzen. Die neu eingeflottete A350-900 ist mit der überarbeiteten Kabinenausstattung «Swiss Senses» versehen, die eine Vier-Klassen-Konfiguration aus First Class, Business Class, Premium Economy und Economy Class umfasst. Neben der Übernahme von Neugeschäft treibt die Fluggesellschaft die Überholung ihrer bestehenden Flotte voran. Das erste Flugzeug vom Typ Airbus A330-300 wird derzeit an einem Wartungsstandort in Hongkong mit der neuen Kabinenausrüstung nachgerüstet. Dieses Retrofit-Programm soll bis Mitte 2028 die gesamte A330-Flotte erfassen, um ein einheitliches Produktangebot im Interkontinentalnetz der Airline zu gewährleisten. Der Umbau der Langstreckenflotte ist Teil eines konzernweiten Investitionsprogramms der Lufthansa-Gruppe, zu der die Schweizer Fluggesellschaft gehört. Die Einführung der A350-900 dient der betrieblichen Rationalisierung des Flugbetriebs auf Strecken mit hoher Kapazitätsnachfrage. Gleichzeitig soll durch die Modifikation der Bestandsflotte die preisliche Differenzierung der Sitzplatzkategorien auf Überseeflügen verstärkt werden, was insbesondere auf ertragsstarke Geschäftsreisende und Premium-Urlauber abzielt. Luftfahrtanalysten weisen jedoch auf die betrieblichen Risiken und Kosten intensiver Kabinenumbauten hin. Das mehrjährige Retrofit-Programm der A330-300-Flotte entzieht dem aktiven Flugbetrieb zeitweise Kapazitäten, was bei Wartungsverzögerungen oder Unterbrechungen in

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ACI Europe fordert Reformen in Bosnien und Herzegowina

Der europäische Flughafendachverband ACI Europe fordert von den politischen Entscheidungsträgern in Bosnien und Herzegowina grundlegende Reformen zur Stärkung der regionalen Luftverkehrsanbindung. Bei Terminen in Sarajevo beriet Generaldirektor Olivier Jankovec mit Regierungsvertretern auf Staats-, Föderations- und Kantons-Ebene sowie Führungskräften der Zivilluftfahrtbehörde BHDCA und der Flugsicherung BHANSA über die operative und regulatorische Ausrichtung des Sektors. Das Passagieraufkommen am Hauptstadtdrehkreuz Sarajevo verzeichnete zuletzt einen Anstieg von 28,6 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau des Jahres 2019, während das Flugangebot im selben Zeitraum um 40 Prozent ausgeweitet wurde. Zur Sicherung der internationalen Einbindung mahnt der Branchenverband die Abschaffung der Passagierabgabe an, die auf jeden abreisenden Fluggast erhoben wird und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Flughäfen im Vergleich zu benachbarten Standorten belastet. Darüber hinaus fordert ACI Europe die Bereitstellung finanzieller Anreizprogramme für Fluggesellschaften, um Streckenverbindungen zu sichern. Weitere Kernelemente des Forderungskatalogs sind die Beschleunigung der Angleichung an das EU-Luftfahrtrecht im Rahmen des ECAA-Abkommens sowie die Umsetzung des „One-Stop-Security“-Prinzips zur Vereinfachung der Kontrollprozesse bei Umsteigeverbindungen nach Europa. Auf infrastruktureller Ebene steht die Anpassung des Masterplans 2028–2048 für den Flughafen Sarajevo im Mittelpunkt. Vorgesehen sind unter anderem die Sanierung und Verlängerung der Start- und Landebahn, der Ausbau der Terminal- und Hangarkapazitäten, die Verlegung der Treibstofflager sowie die Verbesserung der landseitigen Verkehrsanbindung. Um den künftigen Flächenbedarf abzusichern, verlangt der Verband die rechtliche Ausweisung von Entwicklungskorridoren durch die örtlichen Baubehörden. Neben dem Flughafen Sarajevo wurden in den Konsultationen auch die Entwicklungsoptionen für die Regionalflughäfen Mostar und Bihać thematisiert. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die Entfaltung der Passagierzahlen in Sarajevo stark

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Flughafen Zürich veröffentlicht Verkehrszahlen für August 2026

Der Flughafen Zürich verzeichnete im August 2026 ein leichtes Wachstum beim Passagieraufkommen. Im Berichtsmonat nutzten insgesamt 3.326.119 Fluggäste die Infrastruktur des größten Schweizer Drehkreuzes, was einem Anstieg von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Die Zahl der Lokalpassagiere lag bei 2.303.777 Personen. Der Anteil der Umsteigepassagiere belief sich auf 30,6 Prozent, was absolut 1.016.420 Flugreisenden entspricht und die Bedeutung des Standorts als Hub für die Netzwerkfluggesellschaft Swiss und den Lufthansa-Konzern unterstreicht. Parallel zum Passagierwachstum stieg die Zahl der Flugbewegungen im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent auf insgesamt 26.009 Starts und Landungen. Allerdings zeigt die betriebliche Effizienz pro Flug leichte Rückgänge: Die durchschnittliche Anzahl der Passagiere pro Flug sank um 2,2 Prozent auf 142,6 Fluggäste. Auch die durchschnittliche Sitzplatzauslastung der Flugzeuge ging im Vergleich zum August des Vorjahres um 1,4 Prozentpunkte zurück und lag bei 83,4 Prozent. Im Frachtgeschäft zeigte sich eine weitgehend stabile Entwicklung mit leichten Abstrichen. Die Flughafen Zürich AG wickelte im Berichtsmonat ein Frachtvolumen von 34.444 Tonnen ab, was einem geringfügigen Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Das Frachtaufkommen am Standort wird zu einem erheblichen Teil über die Beiladungsfracht (Belly-Capacity) in den Unterdecks der Linienpassagiermaschinen abgewickelt, weshalb das Frachtvolumen eng an die Kapazitäten im Interkontinentalverkehr gekoppelt ist. Luftfahrtexperten werten die August-Zahlen als Zeichen einer Konsolidierung des Wachstums nach den starken Erholungsphasen der Vorjahre. Der Rückgang bei der Sitzplatzauslastung und der Passagierzahl pro Flug deutet darauf hin, dass das von den Fluggesellschaften aufgestockte Sitzplatzangebot im Sommerreiseverkehr die Passagiernachfrage stellenweise überstieg. Die Betreibergesellschaft des Flughafens steht damit vor

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Flydubai startet eigene Frachtersparte ab Oktober 2026

Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Flydubai startet zum 1. Oktober 2026 eine eigenständige Frachtersparte mit dedizierten Cargo-Flugzeugen. Im Rahmen eines Wet-Lease-Abkommens mit dem Anbieter SolitAir übernimmt die Airline drei Frachtmaschinen des Typs Boeing 737-800BCF in ihre Flotte. Die Frachter werden am Flughafen Dubai-World Central (DWC) im Areal Dubai South stationiert. Mit einer zusätzlichen Nutzlast von 23 Tonnen pro Flug ergänzen die Maschinen die bisherige Laderaumkapazität (Belly-Hold) in den Unterdecks der bestehenden Flotte aus 98 Boeing 737-Passagierflugzeugen. Die Verlegung der reinen Frachtoperationen an den Flughafen DWC ermöglicht der Cargo-Sparte des Unternehmens die Nutzung spezialisierter Infrastruktur sowie die Abwicklung von Sonderfracht. Das erweiterte Angebot umfasst Transportmöglichkeiten für Pharmaprodukte, verderbliche Waren, Lebendtiere, Gefahrgut sowie Luftfahrtsonderkomponenten. Über das bestehende Streckennetz von mehr als 125 Zielen bedient Flydubai Märkte in Nord- und Ostafrika, Zentralasien, dem Kaukasus, Südosteuropa, den Golfstaaten sowie Süd- und Südostasien. Die Einflottung der drei Mittelstreckenfrachter bildet die erste Phase eines längerfristigen Kapazitätsausbaus im Frachtsegment, um die erhöhte Nachfrage im vierten Quartal abzudecken. In späteren Schritten plant das Unternehmen eine Erweiterung der Transportkapazitäten durch die Auslieferung von 30 bestellten Passagierflugzeugen des Typs Boeing 787 Dreamliner ab den späten 2020er Jahren. Zudem prüft das Management für den Zeitraum ab 2029 den Umbau eigener Passagiermaschinen zu Frachtflugzeugen (Passenger-to-Freighter Retrofit). Luftfahrtanalysten verweisen darauf, dass der Schritt von Flydubai in den Markt für Hauptdeck-Luftfracht eine Reaktion auf das veränderte Handelsaufkommen und den wachsenden E-Commerce-Sektor in der Golfregion ist. Durch die Aufstellung einer Frachterflotte tritt die Airline in direkte Konkurrenz zu etablierten Anbietern von Regionalfracht im Nahen Osten.

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