
Erneute technische Defekte zwingen Kreuzfahrtschiff Vasco da Gama in die Werft
Der Stuttgarter Kreuzfahrtveranstalter Nicko Cruises sieht sich mit weiteren operativen Rückschlägen bei seinem einzigen Hochseeschiff, der Vasco da Gama, konfrontiert. Nachdem das Schiff bereits Ende April die letzte Etappe seiner Weltreise in Lissabon aufgrund eines Schadens am Backbord-Propeller vorzeitig abbrechen musste, traten unmittelbar nach der vermeintlich erfolgreichen Reparatur im französischen Brest neue Probleme auf. Diesmal wurde ein Defekt an der Hauptmaschine festgestellt, der einen regulären Gästebetrieb unmöglich macht. Infolgedessen musste das Schiff erneut eine Werft ansteuern, was zur Absage der für den 26. Mai geplanten Kreuzfahrt ab Hamburg führte. Bereits eine Reise am 1. Mai war aufgrund der vorangegangenen Propellerprobleme gestrichen worden. Die technischen Schwierigkeiten wiegen für den Veranstalter schwer, da die Vasco da Gama das Flaggschiff und einzige Hochsee-Einheit im Portfolio von Nicko Cruises darstellt. Das 1993 gebaute Schiff, das früher unter anderem für Holland America Line und Cruise & Maritime Voyages im Einsatz war, ist auf den Betrieb von komplexen Maschinenanlagen angewiesen, deren Instandsetzung spezialisierte Fachkräfte erfordert. Die aktuellen Ausfälle an Hauptmaschine und Antriebssystem verdeutlichen die logistischen Herausforderungen bei der Wartung älterer Tonnage. Nicko Cruises informierte betroffene Passagiere und Reisebüros über die Absagen und bietet Umbuchungsoptionen an, um den wirtschaftlichen Schaden und den Vertrauensverlust bei den Kunden zu begrenzen. Branchenexperten beobachten die Situation mit Sorge, da ein fester Termin für die Wiederaufnahme des Dienstes derzeit noch nicht feststeht. Die Reparaturarbeiten in der Werft konzentrieren sich nun auf die Diagnose des Maschinenschadens, während gleichzeitig die Ersatzteilbeschaffung für die spezifischen Aggregate läuft. Da der Hamburger Hafen als wichtiger Basishafen für








