
Wachstumsstrategie und Führungswechsel bei der Deutschen Lufthansa AG
Die 73. ordentliche Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG am 12. Mai 2026 in Frankfurt am Main markierte einen bedeutenden personellen und strategischen Wendepunkt für den Konzern. Rund 1.600 Aktionäre, die über 51 Prozent des Grundkapitals repräsentierten, ebneten den Weg für eine personelle Neuaufstellung im Aufsichtsrat. Im Zentrum stand dabei der Abschied des langjährigen Aufsratsvorsitzenden Dr. Karl-Ludwig Kley, der das Gremium seit 2017 leitete. Zu seinem Nachfolger wurde Dr. Johannes Teyssen, der ehemalige CEO von E.ON, gewählt. Teyssen übernimmt die Führung in einer Phase, in der die Airline-Gruppe nach den wirtschaftlichen Verwerfungen der Vorjahre wieder auf einen stabilen Expansionskurs setzt und die operative Profitabilität im Fokus behält. Neben dem Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats wurden mit Wolfgang Nickl, dem Finanzvorstand der Bayer AG, und der Wiederwahl von Karl Gernandt weitere prominente Wirtschaftsvertreter in das Kontrollgremium berufen. Die Aktionäre zeigten sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 zufrieden und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat mit deutlicher Mehrheit. Ein wesentlicher Punkt der Tagesordnung war die Entscheidung über die Gewinnverwendung: Die Versammlung stimmte der Ausschüttung einer Dividende von 0,33 Euro je Aktie zu. Diese Zahlung unterstreicht die finanzielle Konsolidierung des Konzerns, der zuletzt von einer starken Nachfrage im Interkontinentalverkehr und stabilen Renditen bei Lufthansa Technik sowie der Frachttochter Lufthansa Cargo profitierte. Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr nutzte die Versammlung, um die Bilanz der vergangenen Jahre zu würdigen und auf die Herausforderungen der globalen Lieferketten sowie die notwendige Kapazitätsausweitung hinzuweisen. Trotz anhaltender Probleme bei Flugzeugauslieferungen plant die Gruppe, ihr Angebot im Sommer 2026 weiter auszubauen, insbesondere








