
Gastronomie und Hotellerie in Europa: Ausländische Kartenzahlungen verdeutlichen Abhängigkeit vom Deutschland-Tourismus
Eine Datenanalyse des Zahlungsdienstleisters Adyen für die Sommermonate Juni und Juli 2026 belegt die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Reisender für das Gastgewerbe in europäischen Nachbarstaaten. In den Gastronomiebetrieben Österreichs stammten in diesem Zeitraum fast die Hälfte der Umsätze von internationalen Gästen. Auf Touristen aus Deutschland entfielen dabei 12,4 Prozent des gesamten Restaurantumsatzes, was einem Viertel aller ausländischen Kartenausgaben im Gastronomiebereich entspricht. Auch in den Niederlanden bildeten deutsche Gäste mit einem Anteil von 24,6 Prozent am ausländischen Gastronomieumsatz die stärkste internationale Gruppe. In Dänemark und Italien rangierte die deutsche Kundschaft auf Platz zwei der umsatzstärksten ausländischen Gästegruppen. In der Hotellerie übersteigt der Umsatzanteil deutscher Urlauber in einzelnen Destinationen sogar die Ausgaben der heimischen Bevölkerung. In Österreich generierten Reisende aus Deutschland im Sommer 29,1 Prozent der Erlöse im Hotelgewerbe und lagen damit vor den einheimischen Gästen, die auf 21,8 Prozent kamen. In den Niederlanden und Polen stammten im Sommer rund ein Zehntel der Hotelumsätze von deutschen Konten. In Spanien lag der Anteil bei 7,3 Prozent, womit deutsche Gäste hinter Urlaubern aus Großbritannien und den USA an dritter Stelle der internationalen Herkunftsländer rangierten. Die Auswertung offenbart deutliche saisonale Abweichungen zwischen Süd- und Mitteleuropa. Während die absoluten Hotelumsätze in Mittelmeerländern wie Spanien, Italien und Portugal in den Wintermonaten Januar und Februar erwartungsgemäß sinken, fällt der relative Anteil deutscher Gäste in diesem Zeitraum höher aus als im Sommer. In Spanien stieg der Anteil deutscher Kartenumsätze im Winter auf 9,7 Prozent, in Portugal auf 7,3 Prozent. Dies deutet auf ein stabileres Reiseverhalten deutscher Urlauber außerhalb der Hauptsaison








