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Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg übernimmt Parkbetrieb am Flughafen Stuttgart

Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) ordnet die Bewirtschaftung ihrer Stellflächen neu und vergibt den operativen Parkbetrieb ab dem 1. Januar 2027 an die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg (PBW). Im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens setzte sich die landeseigene Tochtergesellschaft als künftiger Dienstleister durch. Der Aufgabenbereich der PBW umfasst den laufenden Betrieb, die Wartung der technischen Einrichtungen und Verkehrsleitsysteme sowie die Kundenbetreuung vor Ort für insgesamt rund 19.000 Stellplätze auf dem gemeinsamen Campus von Flughafen und Landesmesse Stuttgart. Im Zuge der Neuorganisation erfolgt eine funktionale Aufteilung zwischen Infrastrukturbetrieb und kaufmännischer Steuerung. Während die PBW für die technische Instandhaltung und den operativen Service der 11.000 Flughafen- und 8.000 Messe-Stellplätze zuständig ist, verbleiben die strategische Betreiberrolle, die Preis- und Tarifgestaltung sowie der Vertrieb bei der Flughafen Stuttgart GmbH. Die FSG behält zudem die Verantwortung für den Betrieb der digitalen Buchungsplattformen und die Weiterentwicklung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die PBW befindet sich im Besitz des Landes Baden-Württemberg und bewirtschaftet Parkeinrichtungen in rund 50 Kommunen des Bundeslandes, darunter auch Flächen am regionalen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Durch die Bündelung der Parkraumverwaltung am Standort Stuttgart-Echterdingen strebt die Flughafenbetriebsgesellschaft eine Optimierung der betrieblichen Abläufe und eine Vereinheitlichung der Servicequalität an der Schnittstelle zwischen Flug- und Landverkehr an. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Erträge aus dem Parkraummanagement eine wesentliche Säule der flughafenspezifischen Nicht-Aviatik-Erlöse darstellen. Angesichts schwankender Passagierzahlen im innerdeutschen Punkt-zu-Punkt-Verkehr und gestiegener Betriebskosten steht das Management vor der Aufgabe, die Auslastung der Parkflächen durch digitale Buchungssysteme stabil zu halten und die operativen Betreiberkosten effizient zu steuern.

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Jet2 vergrößert Sitzplatzkapazität im Winter 2026/27

Die britische Fluggesellschaft und der zugehörige Reiseveranstalter Jet2.com beziehungsweise Jet2holidays haben ihr Flugprogramm für die Wintersaison 2026/27 ausgebaut. Das Unternehmen erhöht die angebotene Gesamtkapazität um 8,7 Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Winterperiode auf insgesamt 6,3 Millionen Sitzplätze. Das Streckennetz umfasst in der kommenden Wintersaison 42 Destinationen, wobei 34 neue Verbindungen und drei neue Ziele in den Flugplan aufgenommen werden. Das Programm adressiert schwerpunktmäßig klassische Warmwasserziele in Ägypten und Nordafrika sowie europäische Städtereise- und Wintersportziele. Zu den Neuaufnahmen im Streckennetz zählen unter anderem Verbindungen nach Sharm El Sheikh und Hurghada in Ägypten sowie zusätzliche Frequenzen nach Marokko und auf die Atlantikinseln La Palma und Madeira. Im Segment der Städtereisen und Wintersportdestinationen ergänzt die elsässische Metropole Straßburg das Portfolio. Zudem werden Frequenzen zu bestehenden Zielen wie Wien, Innsbruck, Kopenhagen, Tallinn, Grenoble und Turin aufgestockt. Einen wesentlichen Schwerpunkt der kapazitären Aufstockung bildet die Basis am Flughafen London-Gatwick, von wo aus die Fluggesellschaft erstmals ein Winterprogramm anbietet und direkt 13 neue Strecken einrichtet. Die Kapazitätserweiterung erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Wettbewerbsdrucks im britischen Touristik- und Low-Cost-Segment. Durch die Eröffnung neuer Strecken ab London-Gatwick tritt Jet2 in direktere Konkurrenz zu etablierten Wettbewerbern wie Easyjet und British Airways, die am zweitgrößten Flughafen der britischen Hauptstadt traditionell starke Marktanteile halten. Der parallele Ausbau an regionalen Abflugfedern in Großbritannien wie Manchester, Birmingham und Leeds Bradford soll das Einzugsgebiet des Reiseveranstalters im Pauschalreisegeschäft sichern. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Bereitstellung von über 500.000 zusätzlichen Sitzplätzen im Winterhalbjahr mit betrieblichen Risiken hinsichtlich der Sitzladefaktoren und der Ertragsentwicklung verbunden ist.

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Insolvenzabwicklung im US-Luftverkehr: Gericht genehmigt Flugzeugverkauf der Spirit Airlines

Das zuständige US-Insolvenzgericht hat den Verkauf eines Flottenpakets der insolventen Billigfluggesellschaft Spirit Airlines genehmigt. Der Beschluss erlaubt die Veräußerung von insgesamt 27 Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen der Airbus-A320-Familie für einen Gesamterlös von 668,1 Millionen US-Dollar (rund 568 Millionen Euro). Das Paket umfasst Flugzeuge der Baujahre 2015 bis 2018, die mit Triebwerken des Typs IAE V2500 ausgerüstet sind. Nach dem endgültigen Stopp des aktiven Passagierflugbetriebs am 2. Mai 2026 stellt die Veräußerung einen der letzten großen Verwertungsritte der Flugzeugflotte im Rahmen des Chapter-11-Insolvenzverfahrens dar. Der Großteil der Flugzeuge verbleibt im Umfeld der Gläubigerstruktur: Eine von Hauptgläubigern kontrollierte Zweckgesellschaft übernimmt 23 Maschinen zu einem Gegenwert von 567,4 Millionen US-Dollar. Dieser Betrag wird maßgeblich mit bestehenden Verbindlichkeiten und offenen Restrukturierungsforderungen verrechnet. Die verbleibenden vier Maschinen des Typs Airbus A321 erwirbt das US-Leasingunternehmen FTAI Aviation für 100,7 Millionen US-Dollar in bar. Das Bargeld soll zur Abdeckung von Verfahrenskosten sowie zur teilweisen Befriedigung vorrangiger Gläubigeransprüche verwendet werden. Spirit Airlines war aufgrund von anhaltenden operativen Verlusten, hohen Verschuldungsraten und Verwerfungen bei Triebwerkswartungen unter erheblichen finanziellen Druck geraten. Der Versuch einer Übernahme durch die konkurrierende Fluggesellschaft JetBlue war zuvor an kartellrechtlichen Bedenken der US-Justizbehörden gescheitert. Der anschließende Ausfall mehrerer Pratt & Whitney-Triebwerke führte zu großflächigen Groundings der moderneren A320neo-Flotte, was die Liquiditätslage der Airline im Frühjahr 2026 endgültig kollabieren ließ. Branchenanalysten werten den zügigen Verkauf der älteren A320-Bestände als Signal für eine weiterhin bestehende Nachfrage auf dem Gebrauchtflugzeug- und Triebwerksmarkt. Insbesondere Leasinggesellschaften und Instandhaltungsbetriebe nutzen das Angebot an gebrauchten V2500-Triebwerken, um globale Engpässe bei Ersatzteilen zu überbrücken. Für

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Lufthansa verzeichnet hohe Auslastung am Drehkreuz München während des Oktoberfests

Die Deutsche Lufthansa verzeichnet während des 16-tägigen Münchner Oktoberfests eine stark erhöhte Passagiernachfrage an ihrem bayerischen Drehkreuz. Nach Angaben des für den Standort München zuständigen Managers Heiko Reitz rechnet die Fluggesellschaft im Eventzeitraum mit rund 1,7 Millionen Passagieren am Flughafen München. Die stärksten internationalen Quellmärkte bilden dabei Fluggäste aus den USA, gefolgt von Reisenden aus Italien und Großbritannien. Aufgrund des hohen Buchungsaufkommens im Raum London stockte die Fluggesellschaft ihr Sitzplatzangebot auf der Verbindung zum Flughafen Stansted um 23 Zusatzflüge auf, was einer Verdopplung der sonst üblichen Kapazität entspricht. Nach Unternehmensangaben weisen auch diese zusätzlichen Frequenzen eine vollständige Auslastung auf. Konkrete Vergleichszahlen zum Vorjahreszeitraum oder Angaben zur Ertragsentwicklung auf den betroffenen Strecken legte das Management jedoch nicht vor. Der temporäre Nachfrageanstieg trifft auf ein operational anspruchsvolles Marktumfeld für die Fluggesellschaft. Im ersten Halbjahr 2026 wies das Gesamtaufkommen am zweitgrößten deutschen Verkehrsflughafen einen Rückgang von über vier Prozent auf 18,9 Millionen Passagiere auf. Branchenweit führten die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zu Streichungen von Luftverkehrsverbindungen im internationalen Streckennetz. Das Drehkreuz München war durch den Entfall kapazitätsstarker Langstreckenrouten prozentual stärker von den Passagierverlusten betroffen als das Hauptdrehkreuz in Frankfurt am Main. Luftfahrtanalysten betonen, dass saisonale Nachfragespitzen durch Großveranstaltungen zwar kurzfristig die Sitzladefaktoren und Erlöse verbessern, das strukturelle Minus im internationalen Transitverkehr jedoch nur punktuell ausgleichen können. Zudem belasten hohe Standortkosten an deutschen Flughäfen sowie anhaltende Lieferengpässe bei Ersatzteilen und Fluggerät die operative Marge des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr.

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Vereinigte Arabische Emirate stoppen Flüge iranischer Fluggesellschaften

Die Zivilluftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat den Flugverkehr iranischer Fluggesellschaften in das Land sowie aus dem Land heraus bis auf Weiteres vollständig ausgesetzt. Die Behörde begründete diesen Schritt offiziell mit der Umsetzung der verschärften US-Sanktionen gegen die iranische Zivilluftfahrt. Damit reagierte der Golfstaat auf die Vorgaben aus Washington, die internationalen Flughäfen und Dienstleistern mit harten Finanzsanktionen drohen, sollten sie logistische oder betriebliche Unterstützungen für iranische Fluggesellschaften erbringen. Die Entscheidung verschärft die diplomatischen Spannungen in der Golfregion erheblich. Vertreter der Führung in Teheran reagierten mit deutlichen Drohungen gegen die Nachbarstaaten. Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaei, kündigte im staatlichen Fernsehen an, dass der Iran bei einer Kooperation mit den USA Maßnahmen ergreifen werde, um den Flugverkehr in den betroffenen Staaten zu beeinträchtigen. Weitere hochrangige Regierungsberater erklärten, dass die Nutzbarkeit des regionalen Luftraums künftig nur auf gegenseitiger Basis gewährleistet werden könne. Durch den Stopp der Verbindungen in die VAE verliert die iranische Zivilluftfahrt eine ihrer wichtigsten internationalen Achsen. Der Flughafen Dubai galt bislang als zentrales Drehkreuz für Passagiere aus dem Iran mit Zielen in Europa, Asien und Nordamerika. Die verbliebenen internationalen Strecken iranischer Anbieter wie Iran Air beschränken sich nach den jüngsten Beschränkungen im Wesentlichen auf Verbindungen nach Russland, China und einzelne Ziele in der Türkei. Allerdings musste mit Mahan Air eine der größten privaten Gesellschaften des Landes ihren Flugbetrieb in die Türkei bereits einstellen. Luftfahrtanalysten verweisen auf die zunehmende Isolation des iranischen Luftverkehrssektors, dem von insgesamt 27 registrierten Fluggesellschaften überwiegend nur noch der Binnenmarkt bleibt. Neben den

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Akasa Air verhandelt mit Boeing über Großauftrag für Passagiermaschinen

Die indische Low-Cost-Fluggesellschaft Akasa Air verhandelt mit dem US-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing über eine Großbestellung von mehr als 200 Passagierflugzeugen der Baureihe 737 Max. Wie Branchenkreise berichten, zielt das geplante Geschäft auf die langfristige Kapazitätssicherung des Flottenwachstums über das Jahr 2032 hinaus ab. Eine finale Entscheidung über die Auftragsvergabe wird für Anfang 2027 erwartet, während die detaillierten Liefer- und Konditionsvereinbarungen im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2027 unterzeichnet werden sollen. Weder Akasa Air noch Boeing wollten die laufenden Gespräche bislang offiziell kommentieren. Die 2022 gegründete Fluggesellschaft mit Sitz in Mumbai hat sich innerhalb kurzer Zeit zur drittgrößten Fluggesellschaft auf dem indischen Binnenmarkt entwickelt. Derzeit betreibt Akasa Air eine Flotte von 43 Maschinen des Typs Boeing 737 Max und hat aus früheren Kontrakten noch offene Bestellungen über 226 Flugzeuge vorliegen, die im kommenden Jahrzehnt schrittweise ausgeliefert werden sollen. Bis März 2027 strebt die Führung des Unternehmens ein Kapazitätswachstum von rund 30 Prozent an, um Marktanteile gegenüber den etablierten Konkurrenten IndiGo und der Air-India-Gruppe zu sichern. Der ambitionierte Flottenausbau erfolgt vor dem Hintergrund einer intensiven Marktkonzentration und hoher betrieblicher Fixkosten im indischen Zivilluftfahrtsystem. Neben den Beschaffungskosten für neues Fluggerät belasten steuerliche Abgaben auf Kerosin und steigende Flughafengebühren die Bilanzen der Markteinsteiger. Finanzvorstand Ankur Goel räumte bereits ein, dass das Unternehmen die Inanspruchnahme staatlicher Kreditgarantieprogramme prüft, um den Liquiditätsbedarf für die anstehenden Investitionen und die operative Expansion abzusichern. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die indische Luftfahrtbranche zwar stark wächst, der Preiskampf auf den Inlandsstrecken jedoch die Renditen der Fluggesellschaften stark schmälert. Zudem ist der Hersteller

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US-Sanktionen erzwingen Umkehr iranischer Passagiermaschine

Ein iranisches Passagierflugzeug auf dem Weg von Teheran in die tadschikische Hauptstadt Duschanbe ist zur Umkehr gezwungen worden, nachdem Turkmenistan der Maschine die Überflugrechte verweigert hatte. Nach Angaben der iranischen Luftfahrtbehörde führten Versuche des Flugkapitäns, die Ausweichroute über den Luftraum benachbarter Staaten zu verhandeln, zu keinem Ergebnis. Der Vorfall unterstreicht die unmittelbaren operativen Auswirkungen der verschärften US-Sanktionen gegen die zivile Luftfahrt Irans, die Drittstaaten bei einer Kooperation mit iranischen Fluggesellschaften mit gravierenden finanziellen Konsequenzen drohen. US-Finanzminister Scott Bessent hatte das Regelwerk zur Isolation des iranischen Luftfahrtsektors ausgeweitet und Sekundärsanktionen gegen internationale Akteure angekündigt. Ausländischen Flughäfen, Bodendienstleistern und Treibstofflieferanten wird der Ausschluss aus dem US-Dollar-Finanzsystem angedroht, sollten sie iranische Maschinen betanken, Landerechte gewähren oder den Ticketvertrieb unterstützen. Die Maße führte bereits zur Einstellung von Flugverbindungen iranischer Fluggesellschaften in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Oman und in den Irak. Derzeit gehören Drehkreuze wie Istanbul oder Ziele in China zu den verbliebenen internationalen Verbindungen. Der diplomatische Streit über die Sanktionsmaßnahmen verschärft sich auf internationaler Ebene. Das chinesische Außenministerium kritisierte die einseitigen US-Maßnahmen ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates als völkerrechtswidrig. Demgegenüber warnte die Führung in Teheran Nachbarstaaten vor einer Mitwirkung an den Flugverboten und drohte mit Gegenmaßnahmen, die den zivilen Luftverkehr in der gesamten Region beeinträchtigen könnten. Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass die Sperrung von Lufträumen und die Verweigerung von Bodenabfertigungen zu einer Isolation der iranischen Zivilluftfahrt führen. Da Ausweichrouten erhebliche Mehrkosten und verlängerte Flugzeiten verursachen, stehen verbliebene Auslandsverbindungen vor wirtschaftlichen und logistischen Hürden.

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Wolfram Wächter übernimmt Aufsichtsratsvorsitz am Flughafen Friedrichshafen

Der Luftfahrtunternehmer Wolfram Wächter ist zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Flughafen Friedrichshafen GmbH gewählt worden. Wächter, der seit mehr als zehn Jahren als Geschäftsführer der regionalen Charterfluggesellschaft DAS Private Jets tätig ist, übernimmt das Amt von Martin Buck. Buck gab den Vorsitz des Kontrollgremiums aufgrund zeitlicher Belastungen durch weitere Mandate ab, darunter seine Funktion als Präsident der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben sowie Vorstandsaufgaben in der Industrie. Er verbleibt jedoch als einfaches Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafenbetreibergesellschaft. Die Neubesetzung an der Spitze des Kontrollgremiums erfolgt in einer betrieblich und finanziell anspruchsvollen Phase für den Bodensee-Airport. Der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands kämpft seit Jahren mit der Konsolidierung seines Flugangebots im Linien- und Chartersegment. Nach dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung und der anschließenden Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft der Stadt Friedrichshafen und des Bodenseekreises steht das Management vor der Aufgabe, die laufenden Betriebskosten zu senken und das Passagieraufkommen zu stabilisieren. Das regionale Wirtschaftsumfeld in der Vierländerregion Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein misst dem Standort eine wichtige Bedeutung für den Geschäftsreiseverkehr und die Anbindung der Industrie bei. Dennoch leidet der Flughafen unter dem Rückzug mehrerer Linienfluggesellschaften sowie den im Branchenvergleich hohen Gebührenstrukturen an deutschen Regionalflughäfen. Die Auslastung hängt stark vom Sommerchartergeschäft sowie von einzelnen Zubringerdiensten ab. Luftfahrtexperten werten die Berufung eines Branchenkenners aus dem Business-Aviation-Sektor als Versuch, die Ausrichtung des Standorts stärker auf die Bedürfnisse von Geschäftsreise- und General-Aviation-Kunden abzustimmen. Um den Ganzjahresbetrieb wirtschaftlich tragen zu können, wird der Aufsichtsrat unter Wächter die Restrukturierungsmaßnahmen fortführen und neue Erlösquellen abseits der klassischen Linienverbindungen erschließen müssen.

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Trenitalia, ÖBB und Deutsche Bahn planen Frecciarossa-Verbindungen von Deutschland nach Italien

Die staatlichen Eisenbahnunternehmen Trenitalia, Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) und Deutsche Bahn (DB) haben auf der Fachmesse Innotrans in Berlin eine Vereinbarung zur Einrichtung neuer grenzüberschreitender Hochgeschwindigkeitsverbindungen bekannt gegeben. Ab Sommer 2027 sollen täglich Züge des Typs Frecciarossa der italienischen Staatsbahn auf der Route von München über Innsbruck nach Mailand sowie nach Rom verkehren. Die Fahrzeit für die rund 600 Kilometer lange Strecke nach Mailand ist mit etwa sechseinhalb Stunden angesetzt, während die Verbindung in die italienische Hauptstadt Rom rund achteinhalb Stunden in Anspruch nehmen wird. Die streckenbezogene Planung sieht Zwischenhalte in Bozen, Trient, Rovereto, Verona sowie je nach Routenverlauf in Brescia beziehungsweise Bologna und Florenz vor. In einem zweiten Ausbauschritt ab Dezember 2028 beabsichtigen die Kooperationspartner eine Verlängerung der Zugläufe im Nord-Süd-Korridor: Im Norden soll der Start- und Endpunkt nach Berlin verlegt werden, während im Süden eine Anbindung bis nach Neapel angestrebt wird. Das Angebot ist als offizielles Pilotprojekt der Europäischen Union zur Förderung des grenzüberschreitenden Schienenpersonenfernverkehrs eingestuft. Für die italienische Trenitalia stellt der Markteintritt in Deutschland und Österreich eine Fortführung ihrer europäischen Wachstumsstrategie dar. Die Bahngesellschaft betreibt den Frecciarossa bereits im internationalen Verkehr in Frankreich und Spanien. Die technische Umsetzung des Vorhabens erfordert jedoch noch die Mehrsystem-Zulassung der Frecciarossa-Triebzüge des Typs Hitachi ETR 1000 für das deutsche und österreichische Strom- und Zugsicherungssystem (ETCS) sowie die Bereitstellung entsprechender Trassenkapazitäten auf den stark frequentierten Zulaufstrecken zum Brenner. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Fahrzeiten und die Betriebsstabilität der neuen Züge maßgeblich vom Fortschritt der Infrastrukturprojekte abhängen. Die im Nadelöhr über den Brennerpass auftretenden

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Fluggesellschaften sichern Kerosinreserven am Flughafen Boston-Logan

Aufgrund eines heranziehenden Sturms haben die Luftfahrtbehörden und die Flughafenbetreibergesellschaft MassPort die fliegenden Gesellschaften angewiesen, für Flüge zum internationalen Flughafen Boston-Logan vorsorglich zusätzlichen Treibstoff mitzuführen. Der Grund für die Anordnung liegt in witterungsbedingten Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs, die die Anlieferung von Kerosin durch Tankschiffe am örtlichen Treibstoffterminal vorübergehend verhindern. Nach Angaben der Betreibergesellschaft reichen die vor Ort gelagerten Kerosinreserven zwar für die unmittelbare Versorgung aus, das sogenannte „Tankering“ – die Mitnahme von Treibstoff für den jeweiligen Rück- oder Weiterflug – soll jedoch Spitzen bei der Betankung am Boden vermeiden. Die logistische Maßnahme betrifft die operativen Abläufe der Fluggesellschaften in unterschiedlichem Maße. Während Flugzeuge auf Kurz- und Mittelstrecken innerhalb der USA oder aus Kanada problemlos ausreichende Treibstoffmengen für den Hin- und Rückflug mitführen können, stößt dieses Verfahren auf Transatlantik- und Langstreckenverbindungen an physikalische und wirtschaftliche Grenzen. Aufgrund des maximal zulässigen Start- und Landegewichts der Großraumflugzeuge können Langstreckenmaschinen das zusätzliche Kerosin oft nicht aufnehmen, weshalb die Airlines bei anhaltenden Engpässen ungeplante Zwischenlandungen zum Auftanken auf Ausweichflughäfen an der US-Ostküste einplanen müssen. Parallel zu den Kerosinengpässen beeinträchtigen die sturmbedingten Winde und schlechten Sichtverhältnisse bereits den laufenden Flugbetrieb am Flughafen Boston-Logan. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat erste Flugbeschränkungen und Verspätungsprotokolle für den Großraum Boston in Kraft gesetzt. Airlines wie Delta Air Lines, JetBlue und American Airlines, die in Boston ein hohes Aufkommen an täglichen Starts und Landungen abwickeln, verzeichnen witterungsbedingte Verspätungen und vereinzelte Flugstreichungen im nationalen wie internationalen Streckennetz. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Praxis des „Tankering“ zwar die logistische Versorgungssicherheit am Zielflughafen garantiert, für

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