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Passagierrückgang und Flugstreichungen belasten das Jahresergebnis am Flughafen Linz

Der Flughafen Linz befindet sich im Geschäftsjahr 2026 weiterhin in einer schwierigen operativen und finanziellen Lage. Für das Gesamtjahr rechnen die Betreiber erneut mit einem Betriebsdefizit von rund acht bis neun Millionen Euro, wodurch sich die Serie hoher Jahresfehlbeträge am Standort Hörsching unvermindert fortsetzt. Während andere österreichische Regionalflughäfen wie Salzburg und Innsbruck bei den Passagierzahlen Zugewinne verzeichneten, verzeichnete Linz im ersten Halbjahr 2026 mit 93.706 Fluggästen einen Rückgang von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel zum Sinkflug beim Passagieraufkommen dünnt sich das Angebot im Flugplan für die Wintersaison 2026/2027 weiter aus. Neben der Einstellung der Direktverbindung nach London-Stansted durch die Low-Cost-Airline Ryanair wird auch das touristische Segment stark reduziert. Bei den Umläufen nach Hurghada streichen Corendon Airlines und die beteiligten Reiseveranstalter aufgrund unzureichender Buchungszahlen insgesamt 22 Flüge. Damit fallen im Winterhalbjahr zwischen Ende November und März 2027 über 4.100 Sitzplätze weg, womit abseits der Weihnachtsferien im Wesentlichen nur eine wöchentliche Verbindung nach Ägypten verbleibt. Die angespannte Ergebnislage rückt auch die öffentlich finanzierte Unterstützung des Standorts in den Fokus der wirtschaftspolitischen Debatte. Zur Absicherung des Linienbetriebs nach Frankfurt wurden über eine Initiative des oberösterreichischen Wirtschaftslandesrats Markus Achleitner öffentliche Fördermittel von insgesamt 36 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 zugesagt. Angesichts einer bislang niedrigen durchschnittlichen Passagierauslastung auf dieser Route errechnet sich rein rechnerisch eine öffentliche Bezuschussung von rund 375 Euro pro verkauftem Flugticket. Luftfahrtexperten und Standortvertretungen verweisen darauf, dass der Flughafen Linz vor einem strukturellen Dilemma steht. Der dringende Bedarf an höheren Fluggastzahlen zur Reduzierung des operativen Abgangs lässt sich bei fortschreitenden

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Ryanair stockt Sommerverbindungen zwischen Klagenfurt und Palma de Mallorca auf

Die irische Fluggesellschaft Ryanair baut ihr Flugangebot am Flughafen Klagenfurt für den Sommerflugplan 2027 aus – zumindest in Richtung einer spanischen Insel. Die Verbindungnach Palma de Mallorca von bisher fünf auf sechs wöchentliche Frequenzen aufgestockt. Im Zeitraum vom 28. März bis Ende Oktober 2027 hebt die Fluggesellschaft damit täglich außer freitags vom Kärntner Regionalflughafen in Richtung der Balearischen Insel ab. Das verfügbare Sitzplatzkontingent auf dieser Strecke steigt dadurch im kommenden Sommer auf knapp 70.000 Plätze. Der Kapazitätsaufbau erfolgt vor dem Hintergrund einer stabilen Nachfrage aus dem Einzugsgebiet des Flughafens Klagenfurt, das neben Kärnten auch Teile der Steiermark und Sloweniens umfasst. Nach Aussage von Flughafen-Geschäftsführer Maximilian Wildt hat sich die Destination im streckenspezifischen Segment positiv entwickelt, was die Anhebung der Abflugfrequenzen rechtfertigt. Das erweiterte Flugangebot soll Passagieren eine flexiblere Reiseplanung ermöglichen und ist bereits im Buchungssystem des Anbieters freigeschaltet. Dennoch bleibt die Abhängigkeit von einzelnen Billigfluggesellschaften im wettbewerbsintensiven Regionalflugverkehr ein Unsicherheitsfaktor. Die Ertragslage auf dezentralen Routen hängt stark von den operativen Flughafengebühren und der jeweiligen Flottenallokation der Fluggesellschaften ab, was bei veränderten Rahmenbedingungen rasch zu Frequenzanpassungen führen kann. Die Kehrseite der Medaille: Noch sind die anderen Ryanair-Routen ab Klagenfurt nicht endgültig in trockenen Tüchern. Auch in Linz wird um die Präsenz des Billigfliegers gebangt. Vieles dürfte davon abhängen, ob die österreichische Bundesregierung der branchenweiten Forderung nach Abschaffung der umstrittenen Ticketsteuer nachkommt oder eben nicht.

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AUA: In wenigen Tagen ist Graz-Wien Geschichte

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines beendet am 23. Oktober 2026 den Flugbetrieb auf der Kurzstrecke zwischen Graz und Wien. Ursprünglich sollte die Zubringerverbindung bis zur geplanten Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels aufrechterhalten werden. Die Fluggesellschaft begründet die vorzeitige Einstellung mit anhaltend defizitären Betriebsergebnissen und der Ausrichtung der Strecke auf reine Umsteigepassagiere. Zudem belastet die nationale Flugabgabe, die für Strecken unter 350 Kilometern in Österreich 30 Euro pro Fluggast beträgt, die Wirtschaftlichkeit des Kurzstreckenfluges. Allerdings fallen für Umsteiger aus Graz zumeist 12 Euro an Steuern an. Personen, die mit einem durchgängigen Ticket in Wien umsteigen und in die Steiermark fliegen bezahlen überhaupt keine. Die 30-Euro-Abgabe müssen nur die sehr wenigen Point-to-Point-Reisenden, wohlgemerkt dann zuzüglich Umsatzsteuer, berappen. Die vorzeitige Schließung stieß bei Vertretern der steirischen Landespolitik und der regionalen Wirtschaft auf scharfe Kritik. Als primärer Ersatz dient den Passagieren das sogenannte Airail-Angebot der ÖBB in Kooperation mit Austrian Airlines. Dabei nutzen Reisende die Bahnverbindungen von Graz zum Flughafen Wien mit einem durchgehenden Flugticket inklusive Anschlussgarantie und der Möglichkeit, den Check-in bereits am Grazer Hauptbahnhof durchzuführen. Täglich stehen sieben Verbindungen pro Richtung mit einer Fahrzeit ab zwei Stunden und 57 Minuten zur Verfügung. Ergänzend richtet ein privater Anbieter aus der Steiermark ab dem 24. Oktober 2026 bedarfsorientierte Shuttle-Fahrten zwischen den Flughäfen Graz und Wien ein. Für internationale Fluggäste verlagern sich die Anbindungen ab Graz verstärkt auf andere Drehkreuze der Muttergesellschaft Lufthansa. Im Winterflugplan 2026/27 werden die Frequenzen ab Graz nach Frankfurt, München und Zürich schrittweise aufgestockt, um den Wegfall des Wiener Drehkreuzes für den steirischen Raum

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Flughafen Graz: ÖBB-Fahrplan 2027 bringt nur zwei Interregio-Tagesrand-Halte

Die Veröffentlichung des ÖBB-Fahrplans für das Jahr 2027 hat in der Steiermark die Debatte über die Schienenanbindung des Flughafens Graz-Feldkirchen erneut entfacht. Entgegen Medienberichten über eine umfassende Einbindung der Neubaustrecke ist mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 lediglich der Halt von zwei Interregio-Zügen an den äußeren Tagesrändern vorgesehen. Dabei wird der aus Villach kommende Interregio 1151 um 05:15 Uhr an der Haltestelle Flughafen Graz-Feldkirchen eintreffen, während der Interregio 1150 in Richtung Kärnten den Bahnhof um 23:32 Uhr bedient. Der reguläre Fernverkehr auf der Koralmbahn führt weiterhin ohne Zwischenstopp am Flughafengelände vorbei. Um die Bedienung der Haltestelle zu ermöglichen, leiten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) die beiden Tagesrand-Verbindungen von der Neubaustrecke auf die Trasse der alten Südbahn um. Durch diese Streckenführung verlängert sich die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt für diese spezifischen Züge auf eine Stunde und acht Minuten, verglichen mit den knapp 41 Minuten der regulären Durchfahrten über den Koralmtunnel. Unabhängig von den beiden Interregio-Zügen bringt der Fahrplan 2027 allerdings eine Verdichtung der Regionalverbindungen mit Slowenien, wodurch der Flughafen künftig über zehn direkte Zugverbindungen pro Tag aus Richtung Maribor erreichbar sein wird. Die Unternehmensführung des Flughafens Graz sowie die steirische Landespolitik bewerten die Maßnahme als ersten Ansatzpunkt zur Schließung von Versorgungslücken im öffentlichen Anreiseverkehr. Flughafen-Geschäftsführer Jürgen Löschnig wies jedoch darauf hin, dass der morgendliche Halt um 05:15 Uhr für Passagiere mit aufzugebendem Gepäck zeitlich eng bemessen sei und eine Vorverlegung der Ankunftszeit erforderlich mache. Verkehrslandesrätin Claudia Holzer sowie Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom drängen im Namen des Landes Steiermark auf eine Einbindung

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Österreichische Hotelvereinigung fordert Neuausrichtung des Arbeitsmarktes in der Hotellerie

Auf dem Forum „Mission Arbeitsmarkt“ der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) haben im Oktober 2026 rund 144 Branchenvertreter in der Wiener Imperial Riding School über Maßnahmen gegen den anhaltenden Arbeitskräftemangel diskutiert. Alexander Ipp, Vizepräsident der ÖHV und Landesvorsitzender für Wien, appellierte an die Mitgliedsbetriebe, den Personalsorgen der Branche mit verbesserten Arbeitsbedingungen und einer moderneren Führungskultur zu begegnen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Personalknappheit im Tourismus setzt der Verband verstärkt auf strukturiertes Nachwuchs-Recruiting, messbare Mitarbeiterbindung und betriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Im Zentrum der Tagung standen die Ergebnisse der vom Beratungsinstitut EUCUSA durchgeführten ÖHV-Lehrlingsbefragung. Die Erhebung bescheinigt der Ausbildung in den Mitgliedsbetrieben eine Gesamtnote von 2,3 auf einer Sechser-Skala, womit die Zufriedenheit des Hotelnachwuchses über dem branchenübergreifenden Durchschnitt aller Beschäftigten in Österreich liegt. Während der Spaß am Beruf und der Teamzusammenhalt besonders hoch bewertet wurden, sehen Branchenbeobachter und Gewerkschaften weiterhin Handlungsbedarf bei den Dienstzeitmodellen, der Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit sowie der langfristigen Bindung ausgebildeter Fachkräfte an das Gastgewerbe. Um die Attraktivität als Arbeitgeber transparent zu machen, unterstützt die ÖHV ihre Mitgliedsunternehmen durch Kooperationen mit Zertifizierungsanbietern wie Great Place To Work. Neben dem Personalmanagement rückt für die Beherbergungsbetriebe jedoch auch das Risiko digitaler Bedrohungen in den Vordergrund. Die Verknüpfung von Property-Management-Systemen, Buchungsplattformen, Zahlungsdienstleistern und Gästenetzen macht Beherbergungsbetriebe zu einem bevorzugten Ziel von Ransomware-Angriffen und Phishing-Versuchen. Um dieser Schwachstelle zu begegnen, veranstaltet der Verband am 14. Januar 2027 ein Folgeseminar zum Thema IT-Sicherheit in der Hotellerie.

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Jungpolitische Vertretung fordert Abschaffung der österreichischen Flugabgabe

Im Rahmen ihres 34. Bundeskongresses in Wien hat sich die Nachwuchsorganisation Junos für das Ende der nationalen Ticketabgabe im Luftverkehr ausgesprochen. Die neugewählte Bundesvorsitzende Susanna Riedlsperger kritisierte, dass die pauschale Sonderbelastung die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Flughäfen schädige und zum Abwandern internationaler Fluggesellschaften beitrage. Nach Ansicht des Verbandes schwächt die Sondersteuer den Wirtschafts- und Exportstandort Österreich, ohne wirksame Effekte auf die globale Emissionsreduktion zu erzielen. Die Positionierung der Nachwuchsorganisation reiht sich ein in eine breitere Debatte um die Kostenstrukturen der österreichischen Luftfahrtinfrastruktur. Mitte Oktober 2026 wiesen auch die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) sowie Vertretungen der Bundesländer Wien und Niederösterreich darauf hin, dass das Passagieraufkommen an österreichischen Standorten im dritten Quartal 2026 rückläufig war, während der nahegelegene Flughafen Bratislava spürbare Zuwächse verzeichnete. Aus Sicht der Kritiker verlagert die pauschale Flugabgabe in Höhe von zwölf Euro den Flugverkehr ins benachbarte Ausland und erzeugt zusätzliche Anreiseverkehre auf der Straße. Die Organisation spricht sich zudem gegen direkte staatliche Streckensubventionen an Fluggesellschaften aus und plädiert stattdessen für wettbewerbsfähige, allgemeine Rahmenbedingungen. Da die Luftfahrtindustrie auf europäischer Ebene bereits dem EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) sowie gesetzlichen Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe (ReFuelEU Aviation) unterliegt, fordert der Verband den Verzicht auf nationale Sonderregeln zugunsten einheitlicher europäischer Vorgaben. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Diskussion um die Ticketabgabe das Spannungsfeld zwischen der Sicherung lokaler Arbeitsplätze an Luftfahrtdrehkreuzen und den finanziellen Zielsetzungen des Bundeshaushalts offenbart. Während Flughafenbetreiber und Wirtschaftsverbände verringerte Standortkosten verlangen, um den Abzug von Flugkapazitäten zu stoppen, halten Befürworter an der Abgabe als Steuerungsinstrument und Einnahmequelle fest.

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Prominenten-Marketing und Influencer-Kooperationen als Buchungstreiber bei Airbnb

Der Online-Vermittlungsdienst Airbnb nutzt gezielt Social-Media-Auftritte internationaler Prominenter, um hochpreisige Unterkünfte und exklusive Urlaubsdomizile zu vermarkten. Über ihre Kanäle auf Instagram und TikTok gewähren Persönlichkeiten aus der Unterhaltungs- und Sportbranche wie die Sängerinnen Sabrina Carpenter und Cardi B sowie die Tennisspielerin Naomi Osaka Einblicke in privat genutzte Villen, historische Schlösser und Luxus-Penthäuser. Diese Kooperationen dienen der Vermittlungsplattform dazu, das Angebot im oberen Preissegment sichtbar zu machen und zusätzliche Zielgruppen im digitalen Raum anzusprechen. Das gezeigte Spektrum der Luxusimmobilien reicht von historischen Anwesen auf dem Land bis hin zu urbanen Objekten in europäischen Metropolen. Sabrina Carpenter präsentierte ein südfranzösisches Château aus dem 17. Jahrhundert in der Provence mit weitläufigen Gartenanlagen. Naomi Osaka nutzte während ihres Aufenthalts in Norditalien die im Jugendstil erbaute Villa Ida Lampugnani in Parabiago nahe Mailand. Im städtischen Raum wählte Cardi B ein mehrstöckiges Penthouse in der Mailänder Innenstadt mit privatem Swimmingpool und Onyx-Marmorausstattung. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind solche öffentlichkeitswirksamen Präsentationen Teil einer Vermarktungsstrategie zur Aufwertung der Plattformmarke. Durch die Verknüpfung bekannter Namen mit ausgewählten Immobilien versucht Airbnb, sich im Segment für gehobene Kurzzeitvermietungen gegenüber klassischen Luxushotels zu positionieren. Zudem profitieren die Eigentümer der jeweiligen Objekte von einer enormen Reichweite, die über reguläre Inserate kaum erreicht werden kann. Kritische Branchenbeobachtungsstellen verweisen jedoch darauf, dass die gezeigten Luxusdomizile nur einen sehr kleinen Bruchteil des Gesamtangebots auf der Plattform ausmachen. Während Prominente und Influencer exklusive Sonderkonditionen oder kostenfreie Aufenthalte gegen Werbeleistungen erhalten, sehen sich reguläre Nutzer bei der Buchung von Standardunterkünften oft mit steigenden Servicegebühren und lokalen Mietpreiserhöhungen konfrontiert.

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Luftfahrtverband Barig verlangt rasche Senkung der Flugsicherungsgebühren

Der internationale Airline-Verband Board of Airline Representatives in Germany (Barig) hat Mitte Oktober 2026 seinen Appell an die deutsche Bundesregierung zur Absenkung staatlich festgesetzter Standortkosten erneuert. Anlass ist ein aktueller Beschluss des CDU-Präsidiums, der Entlastungen bei den Flugsicherungsgebühren im Bundeshaushalt 2027 vorsieht. Der Branchenverband dringt auf eine unverzügliche Umsetzung der Ankündigungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Fluggesellschaften an den deutschen Drehkreuzen im Vergleich zum europäischen Ausland zu sichern. Barig-Chairman Michael Hoppe verwies darauf, dass Absichtserklärungen allein nicht ausreichen, um den Kapazitätsabbau auf innerdeutschen und internationalen Flugstrecken zu stoppen. Die Fluggesellschaften fordern neben reduzierten Flugsicherungsabgaben eine Absenkung der Luftsicherheitsgebühren sowie den vollständigen Verzicht auf die Luftverkehrsteuer. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) liegt das Angebot im innerdeutschen Luftverkehr im Winterhalbjahr 2026/27 weiterhin knapp 53 Prozent unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, was auf die hohe Abgabenlast zurückgeführt wird. Obwohl die Bundesregierung die Luftverkehrsteuer im Juli 2026 bereits um etwa 16 Prozent gesenkt hatte, bewerten Vertreter der Luftfahrt- und Logistikbranche die bisherigen Entlastungsschritte als unzureichend. Die anhaltend hohen Gebühren veranlassen mehrere Fluggesellschaften dazu, Flugzeuge an europäische Standorte mit günstigeren Kostenstrukturen zu verlagern, was das Streckennetz und die Verkehrsanbindung des Wirtschaftsstandortes Deutschland beeinträchtigt. Branchenanalysten betonen, dass eine verlässliche Haushaltseinplanung der Gebührenabsenkungen für das Etatjahr 2027 erforderlich ist, um den Fluggesellschaften Planungssicherheit für die kommenden Flugplanperioden zu bieten. Gleichzeitig steht die Bundesregierung vor der Herausforderung, die Mindereinnahmen der staatlichen Flugsicherungsinfrastruktur im Bundeshaushalt gegenzufinanzieren.

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Tuifly erweitert deutsches Streckennetz im Sommerflugplan 2027 um sechs Kurzstrecken

Der Reisekonzern Tui bereitet für die Sommersaison 2027 den Ausbau des Flugangebots von Tuifly an den deutschen Basisflughäfen Düsseldorf und Hannover vor. Nach Brancheninformationen des Fachportals AeroRoutes plant die konzerneigene Fluggesellschaft die Aufnahme von sechs zusätzlichen Europaverbindungen, bei denen es sich überwiegend um Reaktivierungen früher bedienter Routen handelt. Zum Einsatz kommen auf allen neuen Strecken Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800. Die Kapazitätsaufstockung ist Teil einer veränderten Angebotssteuerung, bei der die verschiedenen europäischen Flugbetriebe der Tui-Gruppe künftig zentraler koordiniert werden. Vom Flughafen Düsseldorf aus startet Tuifly ab dem 2. Mai 2027 mit jeweils drei wöchentlichen Frequenzen zu den Zielen Málaga, Neapel und Venedig-Marco Polo. Ergänzend folgt am 4. Mai 2027 eine Verbindung nach Ljubljana mit ebenfalls drei wöchentlichen Flügen. Am Heimatflughafen Hannover sieht der Flugplan ab dem 2. Mai 2027 zwei wöchentliche Umläufe nach Málaga sowie ab dem 3. Mai 2027 drei wöchentliche Fluggastverbindungen nach Olbia auf Sardinien vor. Mit der Aufnahme von Zielen wie Ljubljana und Venedig setzt Tui im Sommer 2027 verstärkt auf europäische Städtedestinationen und Kulturreiseziele. Die Aufstockung der Flüge erfolgt vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbs im europäischen Ferienflugsegment. Durch den Einsatz konzerneigener Kapazitäten versucht Tui, die Abhängigkeit von Fremd-Airlines zu verringern und die eigenen Pauschalreisekontingente verlässlicher abzusichern. Gleichzeitig stehen die Airlines der Reiseveranstalter unter Kostendruck, da hohe Flughafengebühren und Personalkosten an deutschen Standorten die Rendite auf Kurzstrecken belasten.

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Austrian Airlines stellt Köln-Flüge ein

Innerhalb des Lufthansa-Konzerns kommt es zu einer künftigen Aufgabenverteilung auf der Flugstrecke zwischen Wien und dem Flughafen Köln/Bonn. Wie der Konzern mitteilt, stellt die österreichische Tochtergesellschaft Austrian Airlines ihre Linienflüge auf dieser Verbindung zum 11. Januar 2027 vollständig ein. Der letzte von Austrian Airlines durchgeführte Flug ist für diesen Tag datiert, bevor der Flugbetrieb ab dem 14. Januar 2027 lückenlos und exklusiv von der Schwestergesellschaft Eurowings weitergeführt wird. Bereits gebuchte Passagiere der Austrian Airlines für den Zeitraum ab Mitte Januar wurden nach Konzernangaben automatisch auf entsprechende Umsteige- oder Direktverbindungen von Eurowings umgebucht. Der Betreiberwechsel erfolgt im Rahmen der konzerneigenen Netzoptimierung, bei der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ohne ausgeprägten Hub-Transfer verstärkt auf die Kostenstrukturen von Eurowings übertragen werden. Während Austrian Airlines im Winterflugplan noch bis zu zwei tägliche Frequenzen bedient, sieht der künftige Flugplan von Eurowings saisonal gestaffelt zwischen zwölf und 26 wöchentliche Umläufe zwischen dem Drehkreuz Wien-Schwechat und dem nordrhein-westfälischen Nordrhein-Westfalen-Airport vor. Konkrete wirtschaftliche Einzelgründe für den Rückzug von Austrian Airlines von der Strecke nannte die Unternehmensführung in ihrer Mitteilung nicht. Branchenanalysten werten den Schritt als konsequente Entflechtung der Fluglinienmarken innerhalb des Mutterkonzerns. Durch die Bündelung der Frequenzen bei Eurowings sollen operative Parallelen abgebaut und die Sitzplatzkapazitäten auf der rheinischen Städteverbindung im Wettbewerb mit der Schieneninfrastruktur effizienter ausgelastet werden.

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