
Halbjahresbilanz der europäischen Flughäfen: Dämpfer beim Passagierwachstum durch Nahost-Konflikt und hohe Kerosinpreise
Der europäische Flughafendachverband ACI Europe hat seinen Verkehrsbericht für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Demnach stieg das Passagieraufkommen an den europäischen Flughäfen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent. Das Wachstum schwächte sich im zweiten Quartal mit einem Zuwachs von lediglich 1,3 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres (4,3 Prozent) spürbar ab. Als Hauptursachen für diese Verlangsamung nennt der Verband die operativen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten sowie den Kapazitätsabbau einzelner Fluggesellschaften als Reaktion auf gestiegene Kerosinkosten. Erstmals seit der Erholungsphase nach der Pandemie entwickelte sich das innerdeutsche und nationale Passagieraufkommen mit einem Plus von 3 Prozent dynamischer als der internationale Flugverkehr mit 2,5 Prozent. Innerhalb Europas offenbaren die Verbandszahlen deutliche regionale Unterschiede. Während kleinere EU-Märkte wie Slowakei, Malta und Slowenien zweistellige Zuwächse verzeichneten, bilanzierten Flughäfen in Island, Zypern und Österreich Rückgänge im Passagiervolumen. Unter den großen Luftfahrtmärkten verzeichneten Italien mit 4,2 Prozent und Spanien mit 3,7 Prozent Zuwächse, wohingegen der deutsche Markt mit einem Minus von 1,2 Prozent weiter unter dem Vorjahresniveau blieb. Bei den Großflughäfen mit mehr als 40 Millionen Passagieren verlief die Entwicklung verhalten. Während London-Heathrow mit rund 40 Millionen Fluggästen und Istanbul mit 39,84 Millionen Passagieren die Spitzenplätze behaupteten, verzeichneten Drehkreuze wie München und Frankfurt Einbußen beim Passagieraufkommen. Der Generaldirektor von ACI Europe, Olivier Jankovec, verwies darauf, dass die Nachfrage der Verbraucher nach Flugreisen unverändert hoch bleibe, das Marktwachstum jedoch zunehmend durch angebotsseitige Belastungen und geopolitische Krisen begrenzt werde. Sorge bereiten dem Branchenverband zudem die Verzögerungen und Wartezeiten an den Außengrenzen durch das








