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Streit um digitale Mitgliederwerbung: Vereinigung Cockpit verklagt Lufthansa vor dem Arbeitsgericht Köln

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat beim Arbeitsgericht Köln Klage gegen die Deutsche Lufthansa AG eingereicht. Gegenstand des Rechtsstreits ist der Zugang zu den dienstlichen E-Mail-Adressen der Piloten des Luftfahrtkonzerns zum Zwecke der Mitgliederwerbung. Die Vereinigung Cockpit hatte den Arbeitgeber zuvor außergerichtlich aufgefordert, die Versendung eigener Informationsschreiben an das betriebliche Mail-System zu gestatten oder alternativ Gewerkschaftsmitteilungen an die Belegschaft weiterzuleiten. Lufthansa verweigerte diese Nutzung der internen Kommunikationsinfrastruktur, woraufhin die Gewerkschaft den gerichtlich zugelassenen Rechtsweg einschlug. Die Klägerseite stützt ihr Anliegen auf die verfassungsrechtlich verankerte Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes. Nach Ansicht der Berufsvertretung muss der Schutzbereich des Grundgesetzes an die Gegebenheiten einer digitalisierten Arbeitswelt angepasst werden. Gerade im mobilen Flugbetrieb seien die Beschäftigten auf klassischen Wegen wie Aushängen oder Präsenzveranstaltungen in den Betrieben kaum mehr zu erreichen. Die dienstliche E-Mail-Adresse gelte in der Praxis als zentrales Kommunikationsmittel. Es geht der Gewerkschaft nach eigener Darstellung nicht um einen dauerhaften Zugriff auf die betrieblichen IT-Systeme, sondern um die rechtlich zugesicherte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zwecks Mitgliederwerbung. Der Konflikt verdeutlicht die juristische Unschärfe beim digitalen Zugangsrecht für Gewerkschaften in Deutschland. Während Gewerkschaftsvertreter auf frühere Initiativen aus der Bundespolitik verweisen, die den Handlungsbedarf für eine Anpassung der Rahmenbedingungen sahen, verweisen Arbeitgeberverbände auf Eigentumsrechte an der IT-Infrastruktur sowie das Verbot der Störung von Betriebsabläufen. In der Rechtsprechung ist der Umfang gewerkschaftlicher Nutzung betrieblicher E-Mail-Systeme bislang im Detail umstritten. Lufthansa lehnt eine pauschale Öffnung der internen Systeme für verbandsfremde Zwecke mit Verweis auf den Schutz der IT-Ressourcen ab. Das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Köln wird

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Lufthansa Group gibt mehrere Personalwechsel in Tochtergesellschaften bekannt

Der Luftfahrtkonzern Lufthansa ordnet das Management verschiedener Tochtergesellschaften zum Herbst 2026 neu. Im Zuge dieses Stuhlwechsels übernimmt Edi Wolfensberger zum 1. Oktober 2026 den Chefposten bei der Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss. Der bisherige Chief Operating Officer (COO) von Eurowings tritt damit die Nachfolge von Bernd Bauer an, der das Unternehmen und den Konzern nach mehr als zwölf Jahren an der Spitze verlässt. Bauer hatte in der Vergangenheit zeitweise auch die Leitung von Discover Airlines inne und schied im Rahmen des Erreichens der betriebsinternen Altersgrenzen aus dem aktiven Dienst aus. Die frei werdende Position des Betriebsleiter-Vorstands bei Eurowings besetzt der Konzern ebenfalls intern: Matthias Spohr, seit 2021 Geschäftsführer der Lufthansa Aviation Training, übernimmt ab Oktober die COO-Verantwortung beim Kölner Ableger. Spohr bringt langjährige Erfahrung aus früheren Führungspositionen bei Germanwings sowie als Flugbetriebsleiter bei Eurowings mit. Wer künftig die Lufthansa Aviation Training leiten wird, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geregelt und soll in Kürze entschieden werden. Auch bei der im Zubringerverkehr aktiven Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines kommt es zu einer Neubesetzung an der Spitze. Michael Kircher, aktuell bei Austrian Airlines als Trainingschef und Kapitän im Einsatz, wird zum 1. November 2026 neuer Hauptgeschäftsführer und Accountable Manager der Gesellschaft sowie Co-Geschäftsführer der Lufthansa Aviation GmbH. Er folgt auf Peter Albers, der sich nach dem geglückten Betriebsstart des neuen Flugbetriebs vereinbarungsgemäß wieder ganz auf seine Arbeit als Kapitän bei Lufthansa Airlines konzentriert. Die Personalentscheidungen spiegeln die Bestrebungen des Mutterkonzerns wider, die betriebliche Steuerung der verschiedenen Flugbetriebe durch erfahrene Piloten und Führungskräfte aus den

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Edelweiss: Edi Wolfensberger übernimmt Geschäftsleitung von Bernd Bauer

Bei der Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor. Edi Wolfensberger übernimmt zum 1. Oktober 2026 den Posten des Hauptgeschäftsführers von Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölfjähriger Tätigkeit verlässt. Der Vorstandsentscheid der Muttergesellschaft Lufthansa Group sieht mit dem 45-jährigen Schweizer eine konzerninterne Nachfolgebesetzung vor. Wolfensberger war zuletzt seit April 2022 als Chief Operating Officer in der Geschäftsleitung von Eurowings tätig und verantwortete davor operative Leitungsfunktionen bei Brussels Airlines sowie der Lufthansa Aviation Training Switzerland. Seine berufliche Laufbahn in der Luftfahrtbranche hatte er 2008 bei Swiss International Air Lines im Finanz- und kaufmännischen Bereich begonnen. Der scheidende Geschäftsführer Bernd Bauer prägte die Entwicklung von Edelweiss seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 maßgeblich. In diesem Zeitraum wuchs der Personalstand der Airline von unter 500 auf nahezu 1.700 Beschäftigte an, während das Streckennetz auf mehr als 100 Destinationen ausgeweitet wurde. Neben der Erneuerung der Flotte durch die Integration von Flugzeugen des Typs Airbus A340 und der Vorbereitung auf den Einsatz moderner Airbus A350 steuerte Bauer das Unternehmen durch die Phase der Pandemie. Zwischenzeitlich zeichnete er von 2022 bis 2025 in Personalunion auch für die Führung der deutschen Konzernschwester Discover Airlines verantwortlich. Das Ausscheiden des 60-Jährigen erfolgt im Rahmen der üblichen Altersgrenzen für leitende Führungskräfte innerhalb des Lufthansa-Konzerns. Der Wechsel in der Führungsebene fällt in eine Phase organisatorischer und betrieblicher Anpassungen im Konzernverbund. Die Einbindung von Edelweiss in das internationale Netzwerk der Muttergesellschaft erfordert eine enge Abstimmung der Kapazitäten und Flugpläne mit dem Drehkreuz Zürich. Mit der Besetzung durch einen

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Matthias Spohr wird neuer Chief Operating Officer bei Eurowings

Beim Kölner Flugbetrieb Eurowings steht ein Wechsel in der operativen Führung bevor. Matthias Spohr, derzeit Geschäftsführer der Lufthansa Aviation Training GmbH, wird zum 1. Oktober 2026 als Chief Operating Officer (COO) in die Geschäftsführung des Unternehmens berufen. Er übernimmt in dieser Position die Verantwortung für ein breites Aufgabenfeld, das unter anderem den Flugbetrieb, das Boden- und Kundenmanagement, Sicherheits- und Compliance-Fragen sowie das technische Flottenmanagement der Eurowings Technik umfasst. Spohr komplettiert damit das dreiköpfige Führungsgremium um den Vorstandsvorsitzenden Max Kownatzki. Er folgt auf Edi Wolfensberger, der zur Schweizer Lufthansa-Tochter Edelweiss wechselt und dort den Posten des Hauptgeschäftsführers übernimmt. Der 56-jährige Diplom-Ökonom und Pilot verfügt über eine langjährige Karriere im Lufthansa-Konzern. Seine Ausbildung begann 1990 an der Lufthansa-Flugschule in Bremen, gefolgt von Einsatzstationen auf verschiedenen Airbus-Mustern bei Lufthansa und Condor Berlin. Vor seiner Führungstätigkeit bei der Ausbildungstochter Lufthansa Aviation Training, wo er die European Flight Academy und die Ausbildungsstrukturen umgestaltete, war Spohr bereits für das Unternehmen tätig. Von 2015 bis 2021 fungierte er als Flugbetriebsleiter bei Eurowings Deutschland und war zuvor als Flottenchef bei der ehemaligen Tochtergesellschaft Germanwings im Einsatz. Mit der Verpflichtung eines erfahrenen Betriebsleiters reagiert die Muttergesellschaft Lufthansa auf die operativen Herausforderungen im europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehr. Die Billigflugsparte Eurowings steht vor der Aufgabe, trotz angespannter Infrastruktur an europäischen Flughäfen und hoher Auslastung im Luftraum eine stabile Pünktlichkeit sowie eine verlässliche Flugdurchführung zu gewährleisten. Zudem gilt die Konsolidierung der Flotte und der Betriebsabläufe nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre als wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die Rendite des Konzerns. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass

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Finnair streicht Verbindung zwischen Helsinki und Doha im Winterhalbjahr

Die finnische Fluggesellschaft Finnair wird ihre Direktverbindung zwischen ihrem Drehkreuz Helsinki-Vantaa und der katarischen Hauptstadt Doha im kommenden Winterflugplan 2026/2027 vorübergehend aussetzen. Wie der Branchendienst Aero Routes berichtete, wird die Flugstrecke im Zeitraum vom 2. Oktober 2026 bis zum 27. März 2027 nicht bedient. Bis vor Kurzem hatte das Oneworld-Allianzmitglied die Route noch täglich mit Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A330-300 bedient. Offizielle Gründe für den Stopp der Flüge nannte die Fluggesellschaft zunächst nicht. Die Aussetzung erfolgt vor dem Hintergrund umfassenderer Kapazitätsanpassungen im Streckennetz der nordeuropäischen Airline. Bereits in den vergangenen Monaten hatte Finnair ihr Angebot nach Doha schrittweise modifiziert, während parallel Kooperationen mit dem Allianzpartner Qatar Airways bestehen. Durch die Schließung des Luftraums über Russland nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs musste Finnair ihr Geschäftsmodell, das stark auf schnellen Verbindungen zwischen Europa und Asien basierte, grundlegend überarbeiten. Dies führte zu längeren Flugzeiten und höheren Betriebskosten auf Fernstrecken, was Anpassungen im Netzmanagement erforderlich machte. Branchenbeobachter führen den temporären Rückzug auf der Route Helsinki–Doha unter anderem auf schwankende Passagierzahlen und eine veränderte Buchungsnachfrage im Winterhalbjahr zurück. Auch die Verfügbarkeit von Langstreckenflugzeugen innerhalb der Flotte spielt bei der Netzplanung eine entscheidende Rolle. Während die Direktflüge ab Helsinki ausgesetzt werden, bleiben alternative Strecken und Codeshare-Verbindungen innerhalb des Oneworld-Netzwerks bestehen, um Passagieren Umsteigemöglichkeiten über den Hamad International Airport in Doha anzubieten. Die Entscheidung unterstreicht den anhaltenden Konsolidierungsdruck im europäischen Luftverkehrssektor. Fluggesellschaften reagieren vermehrt flexibel auf geänderte Kostenstrukturen und richten ihre Kapazitäten rasch an profitableren Märkten aus. Für den Flughafen Helsinki bedeutet der vorübergehende Ausfall der täglichen

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Vereinigte Arabische Emirate und Ägypten vereinbaren schrittweise Liberalisierung im Luftverkehr

Die Zivilluftfahrtbehörden der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Ägyptens haben in Kairo ein Abkommen zur schrittweisen Ausweitung der gegenseitigen Verkehrsrechte unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, die Kapazitäten im Luftverkehr zwischen beiden Staaten über einen Zeitraum von fünf Jahren kontinuierlich zu erhöhen. Das Ziel der Regierungsvertreter besteht darin, das Flugangebot an die steigende Nachfrage im Personen- und Frachtverkehr anzupassen. Durch die rechtliche Öffnung sollen sowohl Fluggesellschaften beider Länder als auch die Bereiche Tourismus, Handel und grenzüberschreitende Investitionen gestärkt werden. Das Abkommen betrifft vor allem Großflughäfen wie Kairo, Kairo-West, Dubai und Abu Dhabi, auf denen der Reise- und Warenverkehr zwischen Nordafrika und der Golfregion abgewickelt wird. Insbesondere die großen Netzwerkträger der VAE wie Emirates, Etihad Airways und flydubai sowie die ägyptische Staatsairline EgyptAir erhalten dadurch mehr Spielraum bei der Taktung ihrer Strecken. Ergänzend profitieren auch Billigfluggesellschaften wie Air Arabia und Wizz Air Abu Dhabi von der schrittweisen Vergabe neuer Flugrechte auf Sekundärrouten, was die Preiskonkurrenz auf den Verbindungen anfeuern dürfte. Trotz der vereinbarten Marktöffnung verweisen Branchenbeobachter auf bestehende strukturelle Hürden. Das drastische Kapazitätswachstum trifft an Schlüsselstandorten wie dem Flughafen Kairo auf infrastrukturelle Engpässe bei der Abfertigung am Boden und im Luftraum. Zudem sorgen wirtschaftliche Schwankungen und Währungsrisiken in Ägypten für Unsicherheiten bei der langfristigen Streckenplanung der Fluggesellschaften. Es bleibt abzuwarten, in welchem Tempo die beteiligten Airlines die neu eingeräumten Frequenzen in vollem Umfang nutzen können. Kritisch gesehen wird zudem das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen den stark kapitalisierten Golf-Carriern und den staatlichen sowie privaten Fluggesellschaften Ägyptens. Während die Fluggesellschaften aus den VAE über moderne

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Ausbau der Flughafeninfrastruktur in Kroatien: Terminalerweiterung am Flughafen Zadar nimmt Betrieb auf

Der Flughafen Zadar hat ein neues Passagierterminal für abfliegende Fluggäste mit einem Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro offiziell eingeweiht. Durch das neue Gebäude verdoppelt sich die Abfertigungskapazität des Terminals, wodurch der kroatische Küstenflughafen künftig bis zu drei Millionen Passagiere pro Jahr abwickeln kann. Die offizielle Eröffnungszeremonie fand im Beisein des kroatischen Premierministers Andrej Plenković statt, nachdem das Terminalgebäude bereits seit einigen Wochen im Testbetrieb von Reisenden genutzt wurde. Der Neubau stellt die finanziell umfangreichste Einzelinvestition an dem Standort seit dessen Wiederaufbau in den 1990er-Jahren dar. Die Erweiterung des Terminals ist Teil eines umfassenderen Entwicklungsprogramms für den Standort mit einem Gesamtbudget von rund 35 Millionen Euro. Ziel der Maßnahme ist die Bewältigung des stark angestiegenen Passagieraufkommens und die Förderung ganzjähriger Flugverbindungen. Im vergangenen Jahr fertigte der Flughafen Zadar rund 1,6 Millionen Passagiere ab und stieß damit an die Belastungsgrenzen der bisherigen Infrastruktur. Derzeit verbindet der Flughafen die Region Dalmatien mit über 60 europäischen Zielen, wobei der Flugbetrieb von mehr als 15 Fluggesellschaften – darunter schwerpunktmäßig Low-Cost-Anbieter wie Ryanair – getragen wird. In weiteren Ausbaustufen planen die Flughafenbetreiber zusätzliche Infrastrukturprojekte auf dem Gelände. Hierzu gehören eine Verlängerung der Start- und Landebahn zur Erhöhung der Kapazität für größere Flugzeugtypen mit einem geschätzten Kostenrahmen von 95 Millionen Euro, die Errichtung eines neuen Kontrollturms für die Flugsicherung sowie der Bau von Hangars für die Flugzeugwartung. Zudem stehen die Anbindung des Flughafens an das regionale Schienennetz zur Direktverbindung mit dem Stadtzentrum von Zadar sowie der Ausbau der Parkplatzflächen auf der Agenda der Entwicklungsgesellschaft. Luftfahrt- und Wirtschaftsexperten

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Winterflugplan von Easyjet: Britische Billigfluggesellschaft nimmt neue Verbindungen auf

Die britische Fluggesellschaft Easyjet ergänzt ihren Flugplan für die Wintersaison um drei neue Strecken ab Großbritannien. Unter den angekündigten Verbindungen befindet sich die Wiederaufnahme von Flügen nach Pristina im Kosovo, die der Carrier erstmals seit mehreren Jahren wieder ab dem Vereinigten Königreich anbietet. Die Strecke wird ab dem 7. Dezember dreimal wöchentlich vom Flughafen London Luton bedient. Neben der Route auf den Balkan nimmt die Fluggesellschaft zwei weitere Direktverbindungen auf, um ihr Europageschäft und den britischen Regionalverkehr auszubauen. Ab dem 20. November startet Easyjet mit zwei wöchentlichen Flügen auf der Strecke zwischen Bristol und Straßburg. Der Anbieter agiert auf dieser Verbindung als einziger Direktanbieter. Zudem führt die Fluggesellschaft ab dem 4. Januar eine neue innerbritische Flugverbindung ein, die zweimal pro Woche zwischen Belfast International und Aberdeen in Nordost-Schottland verkehrt. Auch auf diesem Inlandsabschnitt besteht derzeit kein direkter Mitbewerber im Linienflugbetrieb. Der Ticketverkauf für die neuen Strecken hat begonnen, wobei der Flugbetrieb durch den Reiseveranstalter Easyjet holidays mit Pauschalreiseangeboten ergänzt wird. Aus marktanalytischer Sicht nutzt Easyjet mit diesen Streckenaufnahmen gezielt Marktlücken im europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehr sowie im ethnischen Reiseverkehr nach Osteuropa. Die Anbindung von Pristina spricht primär Passagiere an, die Verwandte und Bekannte besuchen, während die Route nach Straßburg stark auf die saisonale Nachfrage im Städtetourismus ausgerichtet ist. Die Verbindung zwischen Nordirland und Schottland zielt wiederum auf den regionalen Geschäfts- und Privatverkehr ab, der mangels direkter Bahn- und Straßenverbindungen auf den Luftweg angewiesen ist. Dennoch bringen solche Nischenverbindungen wirtschaftliche Risiken mit sich. Regionale Direktstrecken ohne Zubringerverkehr weisen häufig eine stark schwankende Nachfrage

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China Southern Airlines stockt Verbindung nach Perth im Winter auf

Die chinesische Fluggesellschaft China Southern Airlines erhöht im kommenden Nordhalbkugel-Winter 2026/27 ihre Flugfrequenzen auf der Strecke zwischen Guangzhou und der westaustralischen Hauptstadt Perth. Wie die Fluggesellschaft und der Betreiber des Flughafens Perth mitteilten, wird die Verbindung im Zeitraum vom 1. Dezember 2026 bis zum 10. März 2027 auf tägliche Flugeinheiten aufgestockt. Die 14-wöchige Saisonerhöhung deckt die verkehrsintensive Phase rund um das chinesische Neujahrsfest ab. Zum Einsatz kommt auf dieser Route durchgehend Fluggerät vom Typ Boeing 787-9 Dreamliner, was eine Gesamtkapazität von rund 55.200 Sitzplätzen in diesem Zeitraum bereitstellt. Das Aufstocken der Frequenzen wird von Vertretern des Flughafens Perth als Beleg für die Erholung des Marktes im Güter- und Personenverkehr zwischen Westaustralien und China gewertet. Die zusätzlichen Flüge sollen neben dem klassischen Urlaubstourismus auch den Geschäftsreiseverkehr, den internationalen Bildungssektor sowie Verwandten- und Bekanntenbesuche unterstützen. Aus Sicht der Airline erleichtert zudem die von China eingeräumte 30-tägige visumfreie Einreise für australische Staatsbürger die Abwicklung von Kurzreisen. Über das Drehkreuz in Guangzhou eröffnet das ausgeweitete Angebot Reisenden zudem Anschlussverbindungen in weitere chinesische Metropolen sowie nach Ostasien und Europa. Die Verbindung zwischen Guangzhou und Perth besteht seit mehr als 15 Jahren und wird durch eine Partnerschaft zwischen den Betreibern beider Verkehrsflughäfen gestützt. Dennoch verweisen Marktbeobachter darauf, dass die Kapazitätssteigerung stark saisonal getrieben ist. Die Nachfrage auf Routen zwischen Australien und China schwankt im Jahresverlauf erheblich und hängt von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in beiden Ländern ab. Außerhalb der Hauptreisezeiten im Südwinter bleibt die Auslastung auf Direktverbindungen nach Westaustralien oft hinter den Erwartungen der Fluggesellschaften zurück. Zudem

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Flottenerweiterung in Südasiens Luftfahrtmarkt: US-Bangla Airlines bestellt 21 Boeing-Maschinen

Die größte private Fluggesellschaft Bangladeschs, US-Bangla Airlines, hat eine Großbestellung über 21 Flugzeuge des Herstellers Boeing angekündigt. Das Gesamtvolumen des Geschäfts wird auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar taxiert. Die Flottenaufstockung umfasst 15 Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 sowie sechs Flugzeuge des Typs Boeing 737-800, deren Auslieferung bis Ende des Jahres 2027 abgeschlossen sein soll. Die Bekanntgabe erfolgte im Rahmen der Branchenveranstaltung „Beyond with Boeing“ in der balkanischen Metropole und Hauptstadt Dhaka. Neben der reinen Anschaffung von Fluggeräten plant die Unternehmensführung Investitionen in die begleitende Infrastruktur. Nach Aussagen der Geschäftsführung strebt der Betrieb die Umwandlung von einer reinen Fluggesellschaft hin zu einem integrierten Luftfahrtkonzern an. Hierfür sollen finanzielle Mittel in die Pilotenausbildung, die Wartungstechnik, das Frachtgeschäft sowie in Catering-Einrichtungen fließen. Die neuen Flugzeuge sollen primär dazu dienen, Verbindungen nach Süd- und Südostasien, Ostasien sowie in den Nahen Osten auszubauen. Zu den geplanten neuen Strecken zählen Ziele wie Peking, Bengaluru, Colombo, Kathmandu, Penang, Kuwait und Medina. Das geschätzte Marktvolumen des internationalen Flugverkehrs von und nach Bangladesch beläuft sich auf jährlich etwa 5,8 Milliarden US-Dollar. Bislang wird dieser Markt zu großen Teilen von ausländischen Fluggesellschaften beherrscht, was zu einem Abfluss von Devisen aus dem Land führt. Die Bestellung reiht sich zudem in engere Handelsbeziehungen zwischen Bangladesch und den USA ein; bereits zuvor stimmte die Regierung in Dhaka dem Kauf von 14 Boeing-Maschinen für den staatlichen Carrier Biman Bangladesh Airlines zu. Für Boeing bedeutet die Vereinbarung eine Festigung der Marktposition im südasiatischen Raum. Branchenbeobachter verweisen jedoch auf infrastrukturelle und regulatorische Hürden. Die

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