
Flyadeal konkretisiert Kabinenkonfiguration für geplanten Langstreckeneinstieg
Die saudi-arabische Billigfluggesellschaft Flyadeal hat wichtige Weichenstellungen für ihre künftige Expansion auf der Langstrecke vorgenommen und die Details der Kabinenausstattung für die bestellten Airbus A330-900 veröffentlicht. Für die Bestuhlung der neuen Großraumflugzeuge arbeitet das Unternehmen mit den internationalen Herstellern Geven aus Italien und Jiatai aus China zusammen. Das Kabinenkonzept sieht eine dichte Bestuhlung vor, die insgesamt 420 Passagieren Platz bietet. Davon entfallen 14 Plätze auf eine neu eingeführte Premium-Economy-Klasse in einer 2-3-2-Konfiguration, während die restlichen 406 Sitze in der Economy-Klasse in einer 3-3-3-Anordnung untergebracht werden. Dieser Schritt markiert für die Tochtergesellschaft der staatlichen Saudi Arabian Airlines (Saudia) eine Zäsur in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Seit der Aufnahme des Flugbetriebs im Jahr 2017 konzentrierte sich Flyadeal ausschließlich auf Kurz- und Mittelstrecken mit einer reinen Airbus A320-Flotte. Mit der Auslieferung der A330neo-Modelle, die ab dem Sommer 2027 beginnen soll, wird die Airline erstmals Ziele in Europa, Asien und Afrika ansteuern. Die Entscheidung für ein Zwei-Klassen-Modell unterstreicht den Plan, trotz des Low-Cost-Ansatzes auch zahlungsbereitere Reisende anzusprechen, die auf längeren Flugzeiten einen erhöhten Sitzabstand bevorzugen. Branchenexperten ordnen die Flottenexpansion als zentralen Bestandteil der saudi-arabischen „Vision 2030“ ein, die eine massive Ausweitung des Tourismussektors und der Flugkapazitäten im Königreich vorsieht. Durch die hohe Kapazität von 420 Sitzen pro Maschine zielt Flyadeal auf eine maximale Kosteneffizienz ab, um wettbewerbsfähige Preise auf Strecken anzubieten, die bisher vornehmlich von Netzwerk-Carriern bedient wurden. Die Auswahl der Sitzhersteller Geven und Jiatai deutet zudem auf eine Strategie hin, die Gewichtseinsparung und Wartungsfreundlichkeit kombiniert, um die Betriebskosten der Langstreckenflotte gering zu halten. Die








