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Fünfte Ausgabe im Prater: Wiener Kaiser Wiesn eröffnet 18-tägigen Veranstaltungszeitraum

Auf der Kaiserwiese im Wiener Prater hat die fünfte Ausgabe des Volksfests Wiener Kaiser Wiesn begonnen. Die bis zum 11. Oktober dauernde Großveranstaltung umfasst ein 18-tägiges Programm mit rund 150 Konzerten in drei Festzelten, fünf Almen sowie einem freizügig zugänglichen Hüttendorf. Die Eröffnung erfolgte nach einem Traditionsumzug durch den Prater mit dem offiziellen Fassanstich durch Vertreter der Wiener Stadtpolitik und der Praterverbände. Das Betriebskonzept auf dem Gelände gliedert sich in Tages- und Abendveranstaltungen. Bis 18:30 Uhr ist der Eintritt auf das Areal sowie in die Zeltbauten gebührenfrei, während für die Abendkonzerte Ticket- und Reservierungspflichten gelten. Das Programm stützt sich neben Musikgruppen aus dem volkstümlichen Segment auf Aktionstage für Bundesländer wie das Burgenland, Niederösterreich und Oberösterreich sowie auf Themennachmittage für Seniorinnen, Familien und Studierende. Für die lokale Gastronomie und Hotellerie im Raum Wien stellt die Veranstaltung im Frühherbst einen wichtigen wirtschaftlichen Impulsgeber dar. Laut Angaben der Wirtschaftskammer Wien verzeichnet der Städtetourismus im Zeitraum des Volksfests erhöhte Übernachtungszahlen aus dem In- und Ausland. Die Organisation von Großveranstaltungen auf dem Pratergelände erfordert dabei eine abgestimmte Sicherheits- und Verkehrsinfrastruktur mit den Wiener Linien und der Bundespolizei, um den Besucherstrom von mehreren hunderttausend Gästen im öffentlichen Raum zu steuern. Kritiker aus dem Konsumentenschutz und Anrainergruppen verweisen jedoch auf die Preisentwicklung bei Verpflegung und Tischreservierungen, die sich dem Niveau vergleichbarer Großveranstaltungen in Deutschland angenähert hat. Zudem führen die Lärmemissionen der Abendveranstaltungen sowie das erhöhte Fahrgastaufkommen an den nahegelegenen Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs regelmäßig zu Diskussionen mit den Bewohnern der umliegenden Wohnbezirke.

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Flughafen Istanbul festigt Position als zentrales europäisches Drehkreuz

Der Flughafen Istanbul führt laut Auswertungen des Luftfahrtdatenanbieters OAG die Liste der am besten vernetzten Verkehrsflughäfen Europas an. Mit 294 Direktverbindungen im internationalen Flugplan liegt der Airport vor den europäischen Großdrehkreuzen Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam Schiphol mit jeweils 262 Direktzielen sowie Frankfurt mit 258 Zielorten. Der Ausbau der Streckenstruktur wird maßgeblich von der Heimatgesellschaft Turkish Airlines getragen, die den Standort als zentralen Knotenpunkt für den Umsteigerverkehr zwischen Europa, Asien und Afrika nutzt. Die Fluggesellschaft betreibt von Istanbul aus Streckennetzverbindungen in mehr als 130 Länder und nutzt dabei eine Flotte von über 500 Flugzeugen. Das Angebot im deutschsprachigen Raum umfasst Zubringerflüge von zehn deutschen Flughäfen, die Passagiere an das Drehkreuz am Bosporus anbinden. Neben der reinen Netzabdeckung erzielte der Flughafen in einer Auswertung des Reiseportals Holidu auf Basis von Passagierbewertungen eine Durchschnittsnote von 4,4 von 5 Sternen, womit der Standort bei Kriterien wie Terminalinfrastruktur und Sauberkeit gut abschnitt. Um die Auslastung der Langstreckenflüge zu sichern, bietet die Fluggesellschaft bei längeren Umsteigezeiten Serviceleistungen wie geführte Stadtrundfahrten oder Hotelübernachtungen für Transitpassagiere an. Der Flughafen ist auf eine Kapazität von mehr als 90 Millionen Passagieren pro Jahr ausgelegt. Mit dem fortlaufenden Ausbau der Flotte und des Streckennetzes zielt das Unternehmen darauf ab, Marktanteile im weltweiten Transferverkehr gegenüber den Drehkreuzen in der Golfregion sowie in Westeuropa weiter zu steigern. Luftfahrtanalysten weisen jedoch darauf hin, dass die enorme Größe des Terminalkomplexes für Umsteigepassagiere mit langen Laufwegen und zeitintensiven Wegezeiten zwischen den Flugsteigen verbunden ist. Zudem setzt das kontinuierliche Wachstum der Flugbewegungen die Slot-Kapazitäten und die

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Reiseveranstalter Momento bündelt Regionalflüge mit Tuifly

Der in Wolfenbüttel ansässige Reiseveranstalter Momento, ein Tochterunternehmen der DER Schmidt Gruppe, legt für die Saison Frühjahr und Sommer 2027 ein erweitertes Vollcharterprogramm auf. Das Angebot umfasst rund 15.000 Flugplätze zu zwölf europäischen Reisezielen, darunter Neuaufnahmen wie Venedig, die Côte d’Azur, Santorin, Sizilien und Mykonos. Die Flüge werden über die Dezentralen Abflugstandorte Braunschweig, Paderborn/Lippstadt, Erfurt/Weimar, Dresden, Leipzig/Halle sowie das dänische Sønderborg abgewickelt. Als ausführender Flugpartner fungiert die Chartergesellschaft Tuifly, die für die Einsätze Passagierflugzeuge vom Typ Boeing 737-800 mit jeweils 189 Sitzplätzen bereitstellt. Die Kooperation ermöglicht es regionalen Flughäfen, Direktverbindungen zu europäischen Urlaubsdestinationen anzubieten, die im regulären Linienflugbetrieb dieser Standorte nicht enthalten sind. Für die Gesamtsaison hat das Unternehmen Kontingente für knapp 100.000 Hotelübernachtungen in mehr als 150 Beherbergungsbetrieben vertraglich abgesichert. Das Geschäftsmodell basiert auf einem B2B-Kooperationsansatz für regionale Reiseveranstalter. Partner wie SZ-Reisen, WUR oder Neubauer Touristik nutzen die gebündelten Flug- und Hotelkapazitäten unter dem gemeinsamen Lizenzrahmen „Momento by…“, um exklusive Flugreisen in ihren Stammmärkten zu vermarkten. Philipp Cantauw, Geschäftsführer von Momento und der DER Schmidt Gruppe, verweist dabei auf die Reduzierung des Planungs- und Abwicklungsrisikos für die mittelständischen Partnerunternehmen. Analysten aus dem Touristiksektor betonen, dass Vollcharter-Konzepte an regionalen Sekundärflughäfen aufgrund der hohen Fixkosten pro Flugumlauf eine präzise Vertriebssteuerung erfordern. Da die Maschinen exklusiv für diese Sonderprogramme gechartert werden, hängt die Rentabilität des Modells stark von einer vollständigen Sitzplatzauslastung im B2B-Vertrieb ab. Wirtschaftliche Risiken entstehen zudem durch steigende Abgaben an deutschen Flughäfen, die die Kalkulation von Charterpaketen erschweren.

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Tui benennt Boeing 737-Max-8 nach der bulgarischen Hafenstadt Varna

Der Touristikkonzern Tui hat ein Passagierflugzeug vom Typ Boeing 737-Max-8 am Flughafen Warna offiziell auf den Namen „Varna“ getauft. Im Rahmen einer Zeremonie mit Vertretern des Reiseveranstalters, des bulgarischen Tourismusministeriums und der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport Twin Star Airport Management wurde die Maschine symbolisch dem bulgarischen Schwarzmeer-Reiseziel gewidmet. Der Tourismusminister Dr. Ilin Dimitrov übernahm dabei die Patenschaft für das Flugzeug, das künftig im europäischen Streckennetz der Konzerneigenen Fluggesellschaft eingesetzt wird. Mit der Namensgebung unterstreicht Tui das Volumen im bulgarischen Charter- und Urlaubsverkehr. Das Unternehmen verzeichnet an den Standorten Warna und Burgas eine stetige Nachfrage nach Sommerreisen an die bulgarische Küste. Zur Absicherung des Passagieraufkommens hat der Konzern das Sitzplatzangebot für den Sommer ausgebaut und bedient die Küstenregion mit wöchentlichen Direktverbindungen aus mehreren europäischen Quellmärkten. Für die Flughäfen Warna und Burgas, die von der deutschen Fraport-Tochter Twin Star Airport Management betrieben werden, stellt die Zeremonie eine Bestätigung des regionalen Flugverkehrs dar. Michael Roysh, Vorstandsleiter des Betreibers, verwies bei der Veranstaltung auf behördlich genehmigte Förderprogramme für Luftverkehrsverbindungen. Diese Anreizsysteme sollen zusätzlichen Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern Anreize bieten, die Flughafeninfrastruktur an der Schwarzmeerküste auch außerhalb der verkehrsintensiven Sommermonate stärker auszulasten. Branchenbeobachter merken an, dass der Tourismus an der bulgarischen Schwarzmeerküste stark durch saisonale Schwankungen geprägt bleibt. Die hohe Konzentration des Flugbetriebs auf die Sommermonate stellt die Betreibergesellschaften sowie die regionale Hotellerie vor die Herausforderung, die Auslastung der Instandhaltungs- und Betreuungskapazitäten über das gesamte Kalenderjahr hinweg wirtschaftlich und stabil zu gestalten.

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Sundair erhöht Flugfrequenzen von Bremen nach Rhodos

Die Stralsunder Fluggesellschaft Sundair erweitert ihr Streckennetz ab dem Flughafen Bremen für die Sommerferien 2027. Ab dem 11. Juli 2027 nimmt die Airline eine zweite wöchentliche Verbindung auf die griechische Dodekanes-Insel Rhodos in ihren Flugplan auf. Die Flüge werden während der verkehrsintensiven Sommermonate jeweils mittwochs und sonntags bedient. Die Flugzeit zwischen der Hansestadt und dem internationalen Flughafen Diagoras auf Rhodos beträgt rund drei Stunden und dreißig Minuten. Mit der Frequenzerhöhung reagiert die Charterfluggesellschaft auf die Nachfrage im norddeutschen Quellmarkt nach Pauschalreise- und Ferienverbindungen im östlichen Mittelmeerraum. Der Bremer Flughafen dient dabei als regionaler Abflugort für ein Einzugsgebiet im Nordwesten Deutschlands. Neben den Direktflügen nach Rhodos umfasst das Sommerprogramm der Airline ab Bremen weitere Ziele in der ägäischen Region sowie auf den Kanarischen Inseln, die überwiegend in Kooperation mit Reiseveranstaltern vermarktet werden. Für den Flughafen Bremen stellt die Verdichtung der Routen einen wichtigen Baustein zur Sicherung der Kapazitätsauslastung im Passagierverkehr dar. Der Standort konkurriert im norddeutschen Raum direkt mit den größeren Drehkreuzen in Hamburg und Hannover. Das Streckennetz des Bremer Flughafens stützt sich neben den touristischen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen von Anbietern wie Sundair vor allem auf die Anbindung an europäische Luftverkehrskreuze wie Amsterdam, München und Istanbul. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die Durchführung saisonaler Ferienverbindungen von Regionalflughäfen betriebliche Herausforderungen mit sich bringt. Aufgrund der im Branchenvergleich hohen Standort- und Passagiergebühren an deutschen Flughäfen sowie der Konkurrenz durch Großflughäfen sind regionale Charterrouten stark von einer konstant hohen Sitzplatzauslastung während der Urlaubsmonate abhängig, um wirtschaftlich betrieben werden zu können.

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Norse Atlantic streicht New-York-Flüge im Winterflugplan

Die norwegische Low-Cost-Fluggesellschaft Norse Atlantic Airways reduziert ihr Streckennetz für den kommenden Winterflugplan deutlich. Wie aus aktuellen Branchendaten des Analyseunternehmens OAG hervorgeht, stellt die Airline ihre Verbindungen von London-Gatwick sowie von Rom-Fiumicino nach New York (JFK) mit Ablauf des Sommerflugplans Ende Oktober vorübergehend ein. Ursprünglich hatte die Fluggesellschaft geplant, beide Strecken in den Sommermonaten auch über die verkehrsschwächeren Wintermonate hinweg mit bis zu drei wöchentlichen Frequenzen fortzuführen. Durch die vorübergehende Aussetzung schrumpft das von Norse Atlantic eigenständig betriebene Linienflugangebot in die USA während der Wintersaison auf eine einzige Verbindung zusammen: die Strecke zwischen London-Gatwick und Orlando in Florida. Zum Einsatz kommen auf den Langstrecken weiterhin Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 787-9 Dreamliner. Das Unternehmen begründet die Anpassungen mit der saisonal stark schwankenden Nachfrage auf den Transatlantikrouten und den im Winter traditionell niedrigeren Erträgen im Punkt-zu-Punkt-Segment. Um die Auslastung der Flotte während der betriebsarmen Monate zu sichern, weitet die Fluggesellschaft ihr Geschäft mit Vollcharter-Flügen und Wet-Lease-Abonnements aus. Dabei werden Flugzeuge inklusive Besatzung an andere Fluggesellschaften oder Reiseveranstalter vermietet. Dieses Vorgehen soll die fixen Betriebskosten der Langstreckenflotte abfedern, da reine Billigflugmodelle auf der Nordatlantikroute im Winter ohne Zubringernetzwerke großer Allianzpartner regelmäßig unter Rentabilitätsdruck geraten. Branchenbeobachter werten die Maßnahme als Beleg für die anhaltenden strukturellen Herausforderungen von Niedrigpreis-Anbietern auf der Langstrecke. Während das Sommergeschäft durch eine hohe Privatreisenachfrage geprägt ist, bricht das Passagieraufkommen ab November spürbar ein. Für Norse Atlantic bleibt die flexible Umverteilung der Kapazitäten zwischen dem eigenen Liniennetz und dem Chartermarkt eine Notwendigkeit, um die finanzielle Stabilität des Gesamtbetriebs zu sichern.

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ITA Airways verschiebt geplanten Erstflug nach Caracas auf 2027

Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways hat die geplante Wiederaufnahme von Direktflügen in die venezolanische Hauptstadt Caracas verschoben. Der ursprünglich für Oktober 2026 vorgesehene Betriebsstart wird nun für den Zeitraum März oder April 2027 angestrebt. Grund für die Verzögerung sind Infrastrukturschäden am Flughafen Caracas-Maiquetía, die durch zwei Erdbeben in der Region verursacht wurden und umfangreiche Reparaturarbeiten an den Terminals sowie auf den Rollfeldern erforderlich machen. Die Verbindung von Rom-Fiumicino nach Caracas besitzt traditionell eine hohe Bedeutung für den Personenverkehr zwischen Italien und Venezuela, da in dem südamerikanischen Land eine große italienischstämmige Gemeinschaft lebt. Vor der Insolvenz und Betriebseinstellung der Vorgängergesellschaft Alitalia wurde die Strecke regelmäßig ab Rom sowie ab Mailand-Malpensa bedient. Nach Jahren politischer und wirtschaftlicher Isolation Venezuelas nehmen internationale Fluggesellschaften den Markt schrittweise wieder in ihre Streckennetze auf. Mit der Wiederaufnahme der Route strebt ITA Airways eine Konsolidierung ihres Langstreckennetzes in Lateinamerika an, wo die Airline bereits Destinationen wie Buenos Aires, São Paulo und Rio de Janeiro anfliegt. Die Verschiebung unterstreicht jedoch die operativen Risiken im südamerikanischen Markt, der neben tektonischen Unwägbarkeiten weiterhin durch Währungsschwankungen und unregelmäßige Flughafeninfrastrukturen geprägt ist. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die Streckenplanung für 2027 eng mit der fortschreitenden Integration von ITA Airways in die Lufthansa-Gruppe zusammenhängt. Nach dem behördlich genehmigten Einstieg des deutschen Luftfahrtkonzerns wird das Streckennetz der italienischen Gesellschaft auf die Drehkreuze Frankfurt, München und Zürich abgestimmt, um Zubringerströme aus ganz Europa für die Südamerika-Verbindungen zu nutzen.

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Markteintritt in Deutschland: Ambassador Cruise Line übernimmt Passagierschiff für den deutschsprachigen Markt

Die britische Reederei Ambassador Cruise Line expandiert ab dem Jahr 2028 in den deutschen Kreuzfahrtmarkt. Das 2021 gegründete Unternehmen übernimmt zu diesem Zweck das bisher für Oceania Cruises fahrende Passagierschiff Sirena, das künftig unter dem Namen Ambella eingesetzt werden soll. Die Reederei richtet das Angebot gezielt an das deutschsprachige Publikum im Segment der älteren Reisenden und setzt dabei auf mittelgroße Schiffsgrößen. Als deutsche Basishäfen für die geplanten Nordeuropa- und Ostseerouten sind Bremerhaven und Kiel vorgesehen. Die Ambella bietet Platz für rund 670 Passagiere und grenzt sich damit vom Trend zu Großkreuzfahrtschiffen ab. Das Konzept sieht ein reines Erwachsenenhotel-Modell an Bord vor, bei dem Bordsprache und Unterhaltungsprogramm vollständig auf Deutsch ausgerichtet sind. Der Vertrieb der Premierenreisen für die Sommersaison 2028 startet im November über Reisebüros, Online-Portale und den Direktvertrieb. Das Einsatzkonzept beinhaltet für die Sommermonate elf Kreuzfahrten sowie zwei Überführungsfahrten. In den Wintermonaten wird das Schiff im Rahmen eines Zehnjahresvertrags für das US-amerikanische Bildungsprogramm „Semester at Sea“ genutzt. Mit dem Schritt betritt die britische Gesellschaft, die bereits in Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich aktiv ist, den wettbewerbsintensiven deutschen Kreuzfahrtmarkt. Der Markt wird derzeit von großen Anbietern wie AIDA Cruises und Mein Schiff beherrscht, die überwiegend auf Schiffe mit Kapazitäten für mehrere tausend Passagiere setzen. Die Einführung eines kleineren, deutschsprachigen Schiffs zielt auf Marktlücken ab, die nach dem Werftkonkurs und Verkauf älterer Traditionsschiffe in den vergangenen Jahren entstanden sind. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass der wirtschaftliche Erfolg im Segment für ältere Zielgruppen stark von der Preisgestaltung und dem Serviceangebot an Bord abhängt. Zudem

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Festpreise gegen Abzocke: Lissabon führt Gutscheinsystem für Taxifahrten ab dem Flughafen Humberto Delgado ein

Die portugiesische Hauptstadt Lissabon hat ein Festpreissystem für Taxifahrten vom Flughafen Humberto Delgado in das Stadtgebiet eingeführt. Ziel der von der Tourismusorganisation Turismo de Lisboa verwalteten Maßnahme ist es, verdeckten Aufpreisen und überhöhten Abrechnungen gegenüber ankommenden Reisenden vorzubeugen. Das Stadtgebiet wurde dafür in zwei Zonen unterteilt. Die Fixpreise für reguläre Taxis mit bis zu vier Passagieren inklusive Gepäck liegen je nach Tageszeit, Wochentag und Zielgebiet zwischen 16 und 23 Euro. Die Abwicklung erfolgt über gedruckte Gutscheine, die Passagiere am Informationsschalter „Ask Me Lisboa“ in der Ankunftshalle des Flughafens erwerben können. Wer werktags zwischen 7 und 22 Uhr in die flughafennahe Zone 1 fährt – zu der Stadtteile wie Olivais oder der Parque das Nações gehören –, zahlt 16 Euro. Für die weiter entfernte Zone 2 mit Vierteln wie Belém oder dem historischen Zentrum fällt im Tagestarif ein Preis von 19 Euro an. Nachts, an Wochenenden und an Feiertagen gelten höhere Tarife von 20 beziehungsweise 23 Euro. Für Großraumtaxis für mehr als vier Personen sind angepasste Festpreise zwischen 20 und 28 Euro vorgesehen. Die Einführung der Prepaid-Gutscheine folgt auf jahrelange Beschwerden von Touristen und Fahrgastverbänden über fehlerhaft eingestellte Taxameter oder unbegründete Zusatzgebühren für Gepäckstücke auf der Kurzstrecke vom Flughafen. Während der Flughafen Lissabon durch seine stadtnahe Lage kurze Fahrzeiten bietet, kam es am dortigen Taxistand wiederholt zu Konflikten zwischen Fahrgästen und Taxifahrern. Das Gutscheinsystem soll Transparenz schaffen, indem der Preis vor Antritt der Fahrt verbindlich festgelegt und bezahlt wird. Kritiker aus der lokalen Taxibranche verweisen jedoch darauf, dass der Verkauf der

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Air France und SNCF binden Low-Cost-Züge an Pariser Drehkreuz an

Die französische Fluggesellschaft Air France und die Bahngesellschaft SNCF Voyageurs haben die Ausweitung ihres kombinierten Buchungsangebots „Train + Air“ bekannt gegeben. Ab sofort sind alle Verbindungen der Budget-Sparte Ouigo, die den Flughafen Paris-Charles de Gaulle anfahren, in das Netz der integrierten Zug-Flug-Tickets eingebunden. Das Angebot ermöglicht es Passagieren, Schienen- und Flugstrecken in einem gemeinsamen Buchungsvorgang über die Vertriebskanäle von Air France oder Reisebüros zu reservieren. Das System beinhaltet eine Umsteigegarantie, wonach Passagiere bei Verspätungen oder Zugausfällen ohne Aufpreis auf die nächstfolgende verfügbare Bahn- oder Flugverbindung umgebucht werden. Die Abwicklung des Check-in-Prozesses erfolgt digital im Voraus. Die Einbindung der Günstigsparte OUIGO baut auf einer ersten Testphase auf, die 2025 auf ausgewählten Strecken im Südosten Frankreichs getestet wurde. Laut Air France verzeichnete die Nutzung des kombinierten Ticketangebots im vergangenen Halbjahr einen Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Durch die Einbindung von Billigzügen ergänzen Air France und die SNCF das bestehende Netz aus TGV-InOui-Verbindungen. Hintergrund der Verknüpfung sind auch geänderte rechtliche Rahmenbedingungen in Frankreich, wo Inlandsflüge auf Strecken mit einer Bahnalternative von unter zweieinhalb Stunden Dauer gesetzlich verboten sind. Die Verlagerung des Feeder-Verkehrs auf die Schiene soll die Slots am Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle primär für margenstärkere Langstreckenverbindungen freihalten. Kritiker aus Passagierverbänden weisen jedoch darauf hin, dass die Zuverlässigkeit intermodaler Reisen stark von der Pünktlichkeit der Schieneninfrastruktur abhängt. Auf dem Bahnhof des Flughafens Paris-Charles de Gaulle müssen Fluggäste ihr Gepäck weiterhin eigenständig zwischen dem Zugbahnsteig und dem Flugzeug-Check-in befördern, da eine durchgehende Gepäckdurchcheckung von Regionalbahnhöfen zum Zielort logistisch bisher nicht umgesetzt ist.

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