
Trendwende im tschechischen Reisemarkt: Türkei verdrängt Griechenland als Spitzenreiter
Der tschechische Reisemarkt erlebt für die Sommersaison 2026 eine signifikante Verschiebung der Präferenzen. Nach Daten des Reiseportals Dovolena.cz hat die Türkei Griechenland als beliebtestes Urlaubsziel abgelöst. Mit einem massiven Nachfrageplus von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führt das Land am Bosporus die Rangliste an, gefolgt von Griechenland und Ägypten. Branchenexperten führen diesen Trend vor allem auf das überlegene Preis-Leistungs-Verhältnis zurück. Insbesondere die hohen Standards im Bereich der All-inclusive-Hotellerie sowie die kulturelle Vielfalt machen die Türkei für tschechische Urlauber attraktiv. Einen noch stärkeren Zuwachs verzeichnet lediglich Zypern, das sein Buchungsvolumen um 70 Prozent steigern konnte. Ein markantes Merkmal des aktuellen Reiseverhaltens ist der Trend zu Spontanbuchungen. Entgegen der klassischen Planungssicherheit machen kurzfristige Abschlüsse im Jahr 2026 bereits 57 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Trotz dieses Hangs zur Kurzfristigkeit weisen Reiseveranstalter wie Student Agency Travel darauf hin, dass Frühbucher von einer breiteren Auswahl an Zimmerkategorien und flexiblen Anzahlungsmodellen profitieren. Neben den klassischen Mittelmeerzielen rücken auch ruhigere Nischenstandorte wie die griechische Halbinsel Peloponnes oder die Insel Skyros in den Fokus der Reisenden, die vermehrt authentische Erlebnisse abseits des Massentourismus suchen. Zusätzliche Marktanalysen der tschechischen Tourismusverbände bestätigen zudem ein wachsendes Interesse an Fernreisen. Der Absatz in diesem Segment stieg um 14 Prozent, wobei Ziele mit direkter Fluganbindung wie Thailand, Vietnam und die Dominikanische Republik besonders gefragt sind. Diese Entwicklung wird durch den Ausbau der Langstreckenverbindungen ab dem Flughafen Prag unterstützt. Als Geheimtipp für die laufende Saison hat sich zudem die portugiesische Insel Porto Santo etabliert, die erstmals in größerem Umfang in die Programme der








