Newsticker

Weitere Artikel aus der Rubrik

Newsticker

Mariazellerbahn erzielt gute Werte beim VCÖ-Bahntest 2026

Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) verzeichnet hohe Zufriedenheitswerte bei der Nutzung der Mariazellerbahn. Dies geht aus einer Befragung hervor, die im Mai 2026 im Rahmen des alljährlichen Bahntests des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) unter Fahrgästen durchgeführt wurde. Demnach äußerten sich 93 Prozent der befragten Nutzer der eingesetzten Zuggattung „Himmelstreppe“ sehr zufrieden mit dem Leistungsangebot der Schmalspurbahn. Der VCÖ-Bahntest ist eine österreichweite Erhebung, bei der im Jahr 2026 insgesamt über 11.000 Passagiere bei neun Eisenbahnverkehrsunternehmen im Land befragt wurden. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung betrifft die Bewertung des Servicepersonals und der Fahrzeugqualität. 96 Prozent der Befragten stufen die Zugbegleiter als freundlich ein, während 93 Prozent mit deren Hilfsbereitschaft zufrieden waren. Die Sauberkeit der Fahrzeuge bewerteten 94 Prozent der Befragten positiv. Neben dem Zugbetrieb wurden auch Haltestellen und Stationen im Streckennetz bewertet. In der Kategorie der kleineren Bahnhöfe außerhalb der Landeshauptstädte belegte die Endstation Mariazell den ersten Platz im Ranking, gefolgt von Hofstetten-Grünau auf Platz drei und Kirchberg an der Pielach auf Rang acht. Der Landeshauptfrau-Stellvertreter und Verkehrslandesrat von Niederösterreich, Udo Landbauer, sowie die NÖVOG-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl werten das Ergebnis als Bestätigung für die Investitionen in die Regionalbahninfrastruktur. Die Mariazellerbahn verbindet die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten mit dem Wallfahrtsort Mariazell in der Steiermark und erfüllt sowohl im täglichen Pendlerverkehr als auch im regionalen Ausflugs- und Touristentransport eine wichtige Versorgungsfunktion. Verkehrsexperten merken an, dass Schmalspurbahnen im regionalen Personenverkehr oft vor besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Aufgrund der spezifischen Spurweite von 760 Millimetern ist das Zugmaterial nicht mit dem Normalspurnetz der ÖBB kompatibel, was

weiterlesen »

Binnenschifffahrt auf der Donau: DDSG eröffnet Eventherbst mit Netzwerktreffen in Wien

Die österreichische Binnenschifffahrtsgesellschaft DDSG Blue Danube hat am 1. September 2026 mit einer Branchenveranstaltung auf der MS Vienna die Herbstsaison für Firmenveranstaltungen eröffnet. Das im Miteigentum der Wien Holding und des Verkehrsbüros stehende Unternehmen lud unter der Leitung der beiden Geschäftsführer Wolfgang Fischer und Johannes Kammerer Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur zu einer Rundfahrt auf der Donau ein. Die Veranstaltung unter dem Titel „Connecting Horizons“ diente der Kontaktaufnahme und dem Austausch lokaler Entscheidungsträger nach der Sommerpause. Das Treffen findet vor dem Hintergrund eines herausfordernden Sommerhalbjahres für die Donauschifffahrt statt. Langanhaltende Hitzeperioden und niedrige Wasserstände beeinträchtigten im Sommer 2026 den Schiffsverkehr auf mehreren Abschnitten des Flusses massiv, was insbesondere die internationale Flusskreuzfahrtbranche im Raum Niederösterreich und in der UNESCO-Welterberegion Wachau spürbar bremste. Nach Unternehmensangaben konnte die DDSG Blue Danube den Ausflugs- und Linienverkehr mit ihren neun Fahrgastschiffen trotz der reduzierten Pegelstände weitgehend aufrechterhalten und die Passagierbeförderung in Wien und der Wachau sichern. Finanziell blickt das Traditionsunternehmen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, in dem das bisher beste wirtschaftliche Ergebnis der Firmengeschichte erzielt werden konnte. Das Unternehmen befördert jährlich durchschnittlich über 300.000 Passagiere auf Linien-, Themen- und Charterfahrten. Neben dem Ausflugsverkehr gewinnt das Segment der Firmen- und Chartausschreibungen an Bedeutung, um die Auslastung der Flotte auch außerhalb der Hauptferienzeiten abzusichern und zusätzliche Erlösquellen im Binnentourismus zu erschließen. Luft- und Schifffahrtsexperten verweisen darauf, dass die Donau-Fahrgastschifffahrt zunehmend unter dem Einfluss extremer Wetterereignisse steht. Schwankende Pegelstände durch Trockenperioden erfordern von den Betreibern hohe betriebliche Flexibilität und Anpassungen beim Tiefgang der eingesetzten Flotte. Während

weiterlesen »

Verkehrsbüro Hospitality übernimmt Hotelbetrieb in Bad Reichenhall

Die österreichische Beherbergungsgruppe Verkehrsbüro Hospitality führt seit dem 1. September 2026 den Betrieb des Hotels Ibis Styles im oberbayerischen Bad Reichenhall. Für das Tochterunternehmen der Wiener Verkehrsbüro AG markiert die Übernahme des Standorts den operativen Markteintritt im Nachbarland Deutschland. Die Beherbergungsstätte mit 134 Zimmern verbleibt im Franchise-Netzwerk der internationalen Hotelgruppe Accor und wird unter der bestehenden Marke Ibis Styles weitergeführt. Eigentümer der Immobilienliegenschaft ist die österreichische Bau- und Immobiliengruppe Hillebrand mit Sitz in Wals bei Salzburg, die das Objekt im Rahmen einer langfristigen Betreibervereinbarung verpachtet. Sämtliche Beschäftigten der Beherbergungsstätte werden unter der bisherigen Leitung der Hotelmanagerin Vera Sasse weiterbeschäftigt. Das Haus richtet sich an Freizeit- und Geschäftsreisende im Großraum Salzburg und Bad Reichenhall. Der Wiener Konzern betreibt im nahen Salzburger Markt bereits Häuser der Marken Austria Trend, Radisson Blu sowie Four Points Flex by Sheraton. Nach Aussage des Verkehrsbüro-Vorstandsvorsitzenden Martin Winkler zielt der Schritt darauf ab, bestehende operative Netzwerke und Verwaltungsstrukturen in der Grenzregion zwischen Bayern und Salzburg einzusetzen sowie weitere Wachstumschancen auf dem deutschen Hotelmarkt zu prüfen. Die Transaktion baut zudem die bestehende Partnerschaft zwischen dem Verkehrsbüro und der französischen Accor-Gruppe aus. Erst zu Jahresbeginn 2026 übernahm der österreichische Multi-Brand-Betreiber die Betriebsführung des Hotels Rathauspark in Wien im Rahmen der Accor-Marke Handwritten Collection. Die Auslagerung des Hotelbetriebs an spezialisierte Drittbetreiber entspricht einem anhaltenden Branchentrend in der europäischen Hotellerie, bei dem Immobilienbesitzer das betriebliche Risiko von Pacht- und Managementverträgen an erfahrenere Konzernstrukturen abgeben, um stabile Miet- und Pachteinnahmen zu sichern. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Ertragskraft des Beherbergungsbetriebs in Bad

weiterlesen »

Personalaufbau in der Infrastruktur: Ausbildungsjahrgang 2026 startet am Flughafen Stuttgart

Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) hat am 2. September 2026 insgesamt 22 Nachwuchskräfte im Rahmen ihrer betrieblichen Ausbildung am Standort begrüßt. Das Kontingent setzt sich aus 20 Auszubildenden und zwei dual Studierenden zusammen. Die betriebliche Einführung erfolgt über eine gemeinsame Erstwoche, in der die Nachwuchskräfte verschiedene Fachabteilungen und operative Bereiche des Landesflughafens kennenlernen. Mit dem neuen Jahrgang stellt der Betreiber des viertgrößten deutschen Verkehrsflughafens weiterhin eigenes Personal in kaufmännischen, technischen sowie operativen Dienstleistungsbereichen bereit. Das Ausbildungsspektrum am Flughafen Stuttgart umfasst abwechslungsreiche Fachrichtungen im gewerblich-technischen sowie administrativen Sektor. Dazu zählen Ausbildungen zur Fachkraft für Mechatronik, Elektronik für Betriebstechnik, Kfz-Mechatronik und Fachinformatik für Systemintegration. Zudem werden Ausbildungsplätze im Bereich Büromanagement, im Dienst der Werkfeuerwehr sowie im direkten Luftverkehrsmanagement angeboten. Parallel zum Ausbildungsstart für das Jahr 2026 hat das Unternehmen bereits die Bewerbungsphase für den nachfolgenden Einstellungsjahrgang ab September 2027 über seine digitalen Vertriebs- und Informationskanäle freigeschaltet. Die kontinuierliche Nachwuchsförderung am Stuttgarter Flughafen findet vor dem Hintergrund eines strukturellen Personalbedarfs innerhalb der gesamten deutschen Flughafenlandschaft statt. Zivile Luftverkehrsinfrastrukturen stehen im direkten Wettbewerb mit dem produzierenden Gewerbe und dem Maschinenbau im Raum Baden-Württemberg um technisch qualifizierte Fachkräfte. Die Bereitstellung einer eigenen werkseigenen Feuerwehr und spezialisierter Instandhaltungsteams für die Pisten- und Gebäudetechnik erfordert eine kontinuierliche Besetzung der Lehrstellen, um den regulatorischen Vorgaben für den sicheren Flugbetrieb nachzukommen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Übernahme und langfristige Bindung der Auszubildenden maßgeblich davon abhängt, wie attraktiv die Rahmenbedingungen gegenüber dem regionalen Mittelstand gestaltet sind. Die fluktuierenden Passagierzahlen sowie steigende Standortkosten im deutschen Luftverkehrssektor setzen die Betreibergesellschaften unter Konsolidierungsdruck.

weiterlesen »

Stabile Nächtigungszahlen im Städtetourismus: Wien setzt auf Ganzjahresangebot und kaufkräftiges Gästesegment

Die Wiener Tourismusbranche verzeichnet weiterhin eine hohe Auslastung und baut ihre Stellung als wirtschaftlicher Standortfaktor im europäischen Vergleich aus. Trotz Debatten über die Auswirkungen sommerlicher Hitzewellen auf Städtereisen verweist die Stadtverwaltung auf die Ganzjahresstruktur des Wiener Tourismus. Im Jahr 2025 registrierte die Bundeshauptstadt über 20 Millionen Nächtigungen bei einem Netto-Nächtigungsumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Diese Tendenz setzt sich im laufenden Jahr fort: Seit Jahresbeginn wurden mehr als 11 Millionen Nächtigungen erfasst, was einem Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Auf Wien entfallen damit etwa 12 Prozent aller Nächtigungen in Österreich. Die wirtschaftlichen Effekte der sogenannten Visitor Economy reichen über die Stadtgrenzen hinaus. Nach Angaben der Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak generiert der Tourismus in Wien eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von rund 5,3 Milliarden Euro für ganz Österreich, wovon 4,6 Milliarden Euro direkt in der Bundeshauptstadt wirksam werden. Zudem hängen österreichweit rund 114.800 Arbeitsplätze an der Wiener Tourismuswirtschaft. Parallel dazu wuchs die Bettenkapazität der Stadt seit 2019 um etwa ein Viertel auf zuletzt rund 84.600 Betten in 450 Beherbergungsbetrieben. Der WienTourismus verfolgt unter der Leitung von Geschäftsführer Norbert Kettner mit dem Konzept des „Optimum Tourism“ eine Ausrichtung auf das sogenannte Wunschgast-Segment. Zielgruppe sind kulturaffine Freizeitreisende, Kongress- und Tagungsteilnehmer sowie Kunden im gehobenen Preissegment. Laut der Strategie sollen zwei Drittel der Besucher diesem Profil entsprechen, um eine hohe Kaufkraft in der Stadt zu binden und den individuellen Reiseverkehr zu fördern. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhalten, werden regelmäßig Befragungen durchgeführt, bei denen neun von zehn Befragten

weiterlesen »

Österreichischer Musiktheaterpreis wird in der Wiener Votivkirche verliehen

Der Österreichische Musiktheaterpreis begeht am 8. September 2026 seine jährliche Preisverleihung in der Wiener Votivkirche. Die seit 14 Jahren bestehende Auszeichnung würdigt Produktionen und künstlerische Leistungen in den Sparten Oper, Operette und Musical an österreichischen Buhnen. Neben den Darstellern im Rampenlicht berücksichtigt die Vergabe auch die technischen und konzeptionellen Gewerke hinter den Kulissen, darunter Regie, Bühnenbild, Ausstattung und musikalische Leitung. Als Trophäe wird im Rahmen der Veranstaltung die traditionelle Schikaneder-Statuette überreicht, die für den diesjährigen Jahrgang mit farblichen Akzenten neu gestaltet wurde. Präsident Karl-Michael Ebner betont die Funktion des Preises als Plattform zur Darstellung der Relevanz des heimischen Musiktheaters. Die Verleihung bringt Vertreter aus der Theaterlandschaft, Kulturpolitik und Medienbranche zusammen, um die Vielfalt der österreichischen Theaterlandschaft abzubilden. Die Nominierungen und Preisträger werden von einer Fachjury aus Kulturjournalisten und Branchenexperten ermittelt, um eine eigenständige Bewertung der eingereichten Produktionen aus der abgelaufenen Spielzeit zu gewährleisten. Die Wahl der Votivkirche als Veranstaltungsort unterstreicht den repräsentativen Charakter der Auszeichnung innerhalb des österreichischen Kulturbetriebs. Neben den großen Bundes- und Landestheatern wie der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien oder den Landestheatern in Linz und Graz finden bei der Preisvergabe regelmäßig auch freie Ensembles und regionale Festspiele Berücksichtigung. Die Auszeichnung erfüllt damit eine verbindende Funktion zwischen den etablierten Großbetrieben und der kleineren freien Szene des Landes. Kritische Stimmen aus der Kulturszene verweisen jedoch darauf, dass Preisverleihungen dieser Art primär als Branchen- und Networking-Event dienen und die strukturellen Probleme des Theaterbetriebs nur bedingt aufgreifen. Themen wie die angespannte Budgetlage vieler Häuser, steigende Produktionskosten und die prekären Beschäftigungsverhältnisse von

weiterlesen »

Personalgewinnung am Flughafen BER: Bewerbungsphase für den Ausbildungsjahrgang 2027 gestartet

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hat den offiziellen Bewerbungsstart für ihren Ausbildungs- und Studienjahrgang 2027 bekannt gegeben. Ab sofort können sich Interessierte für insgesamt 20 Plätze bewerben, die sich auf sechs gewerblich-technische und kaufmännische Ausbildungsberufe sowie drei duale Studiengänge verteilen. Das Spektrum der ausgeschriebenen Stellen umfasst unter anderem Ausbildungen zum Werkfeuerwehrmann, Mechatroniker, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie Fachkräfte für Schutz und Sicherheit. Ergänzend dazu werden duale Studiengänge in den Fachrichtungen Industrielle Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Technisches Facility Management angeboten. Das erste Auswahlverfahren soll bereits im November 2026 durchgeführt werden. Parallel zum Beginn der neuen Ausschreibungsrunde traten am 1. September 2026 insgesamt 31 Nachwuchskräfte im Alter zwischen 16 und 25 Jahren ihren Dienst bei der Flughafengesellschaft an. Davon entfallen 22 Personen auf klassische Ausbildungsberufe und neun auf duale Studiengänge. Damit beschäftigt die Betreibergesellschaft des Hauptstadtflughafens aktuell wieder mehr als 100 Auszubildende und dual Studierende. Die tarifliche Vergütung liegt im ersten Ausbildungsjahr bei 1.409,54 Euro brutto, während dual Studierende im ersten Studienjahr 1.520,31 Euro erhalten, ergänzt durch ein 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld sowie Zuschüsse zum öffentlichen Personennahverkehr. Nach Aussage von Personalgeschäftsführer Axel Eschment zielt die betriebliche Ausbildung darauf ab, den künftigen Fachkräftebedarf des Standorts aus eigenen Reihen abzudecken. Die Verstärkung der eigenen Ausbildungskapazitäten erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Personalbedarfs in der gesamten deutschen Luftfahrtbranche. Viele Verkehrsinfrastrukturbetriebe stehen vor der Herausforderung, den bevorstehenden altersbedingten Abgang zahlreicher Jahrgänge in den technischen und operativen Servicebereichen zu kompensieren. Zwar bietet die Vereinbarung einer unbefristeten Übernahme nach erfolgreichem Abschluss Anreize für Bewerber, jedoch steht die Flughafengesellschaft

weiterlesen »

Jubiläum in der Zivilluftfahrt: Embraer übergibt den 2.000. E-Jet an den Großkunden Azul

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat die Auslieferung seines 2.000. Verkehrsflugzeugs aus der E-Jet-Baureihe vollzogen. Bei dem Jubiläumsflugzeug handelt es sich um eine Maschine vom Typ E195-E2, die an die brasilianische Fluggesellschaft Azul Linhas Aéreas übergeben wurde. Die Übergabe stellt für das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein in der seit 2004 laufenden Serienfertigung dieser Flugzeugfamilie dar. Die E-Jet-Baureihe, die sowohl die Erstgeneration E170 bis E195 als auch die überarbeiteten E2-Modelle umfasst, ist weltweit bei mehr als 90 Fluggesellschaften in über 60 Ländern im Einsatz. Der Empfänger der Maschine, die Fluggesellschaft Azul, ist der größte Betreiber dieses Flugzeugtyps in Südamerika und fungierte bereits 2019 als Erstkunde für die E195-E2. Das neu übernommene Flugzeug bildet gleichzeitig die 50. Maschine der E2-Generation in der Flotte der Fluggesellschaft. Azul nutzt die Jets mit einer Kapazität von bis zu 146 Passagieren vorrangig für die Bedienung von Sekundärrouten und regionalen Inlandsverbindungen innerhalb Brasiliens, um Hauptverkehrsknotenpunkte mit kleineren Provinzflughäfen zu verbinden. Seit dem Markteintritt vor zwei Jahrzehnten haben die Modelle der E-Jet-Familie nach Herstellerangaben mehr als 48 Millionen Flugstunden absolviert und über 2,85 Milliarden Passagiere befördert. Embraer hat sich mit dieser Produktlinie eine starke Marktposition im Segment der Regional- und Schmalrumpfflugzeuge bis 150 Sitzplätze erarbeitet und konkurriert dort unter anderem mit dem europäischen Flugzeugbauer Airbus und dessen Modell A220. Der kommerzielle Erfolg der E-Jets hat es dem brasilianischen Konzern ermöglicht, seine Präsenz über den traditionellen Regionalmarkt hinaus im Segment der kleineren Standardrumpfflugzeuge zu etablieren. Branchenanalysten verweisen jedoch darauf, dass der Flugzeugbauer im Zuge der weltweiten Lieferkettenprobleme weiterhin vor Herausforderungen

weiterlesen »

Höhere Treibstoffkosten und Kapazitätskürzungen: Ryanair drosselt Wachstumsziele im Winterhalbjahr

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair verzeichnete im August 2026 ein Passagieraufkommen von 22,2 Millionen Fluggästen, was einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Bei einer stabilen Sitzplatzauslastung von 96 Prozent führte die Fluggesellschaft im Laufe des Monats mehr als 120.500 Flüge durch. Allerdings führten externe Faktoren wie der Ausbruch des Vulkans Ätna auf Sizilien zu Flugstreichungen im Umfang von über 400 Verbindungen. Trotz der anhaltend hohen Nachfrage in den Sommermonaten korrigierte das Management seine Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr 2027 leicht nach unten. Grund für die Anpassung der Jahresprognose von ursprünglich 216 Millionen auf nunmehr 214 Millionen Passagiere sind stark gestiegene Marktpreise für Flugzeugtreibstoff. Während Ryanair rund 80 Prozent seines Kerosinbedarfs für das laufende Geschäftsjahr zu einem Preis von etwa 67 US-Dollar pro Barrel abgesichert hat, schlägt der nicht abgesicherte Teil bei aktuellen Marktpreisen von rund 140 US-Dollar pro Barrel deutlich zu Buche. Um die finanzielle Belastung im traditionell schwächeren Winterflugplan von November bis März zu begrenzen, reduziert der Konzern seine Kapazitäten im Winterhalbjahr gezielt auf das Niveau des Vorjahres. Durch die vorübergehende Reduzierung der Flugfrequenzen im Winter strebt die Airline eine Verringerung der operativen Verluste in den kälteren Monaten um 70 bis 100 Millionen Euro an. Gleichzeitig rechnet die Unternehmensführung für das zweite Quartal des Geschäftsjahres mit leicht rückläufigen Ticketpreisen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sollte das hohe Preisniveau für Rohöl bis in den Sommer 2027 anhalten, geht die Airline-Führung von branchenweiten Tariferhöhungen im europäischen Kurzstreckenverkehr aus, da Konkurrenten mit geringeren Absicherungsquoten gezwungen sein werden, steigende Kosten an die

weiterlesen »

Filmische Aufarbeitung der Swissair-Tragödie: Regisseur Mauro Mueller beleuchtet die Folgen von Flug 111

Fast drei Jahrzehnte nach dem Absturz von Swissair-Flug 111 greift ein Schweizer Filmprojekt das Ereignis auf und widmet sich den langfristigen menschlichen Konsequenzen der Katastrophe. Unter der Regie von Mauro Mueller behandelt der Spielfilm «111 – Echoes from Halifax» die Geschehnisse rund um das Unglück vom 2. September 1998, bei dem eine MD-11 der damaligen Schweizer Nationalairline vor der Küste der kanadischen Provinz Nova Scotia in den Atlantik stürzte. Alle 229 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord kamen bei dem Vorfall ums Leben. Seine internationale Premiere feiert die Produktion im Rahmen des Zurich Film Festival, das vom 24. September bis zum 4. Oktober stattfindet. Das Drehbuch verzichtet bewusst auf eine dramaturgische Reinszenierung der Flugphase und des eigentlichen Absturzes im Cockpit oder der Passagierkabine. Stattdessen legt die Produktion den Schwerpunkt auf die Geschehnisse an Land im Nachgang der Tragödie. Erzählt werden die Perspektiven von Angehörigen der Opfer, lokalen Rettungskräften sowie der Bevölkerung in der Küstengemeinde Peggy’s Cove, die damals maßgeblich an den unmittelbaren Bergungs- und Spurensicherungsarbeiten beteiligt waren. Die im Film dargestellten Handlungsträger sind zwar fiktiver Natur, stützen sich jedoch auf Befragungen, Archivunterlagen und Erfahrungsberichte von Zeitzeugen aus der Schweiz und Kanada. Der Absturz von Flug SR 111, der durch ein unkontrolliertes Feuer in der Verkabelung des Bordunterhaltungssystems ausgelöst wurde, gilt als wichtiger Wendepunkt in der Luftfahrtgeschichte. Die mehrjährigen Untersuchungen der kanadischen Sicherheitsbehörde TSB führten weltweit zu verschärften Brandschutzauflagen und Materialprüfungen im Flugzeugbau. Zudem stellte die Katastrophe eine erhebliche finanzielle und Reputationsbelastung für die damalige Swissair dar, die wenige Jahre später im

weiterlesen »